eingliederung in eine pflegestufe

L

leevejung

Neues Mitglied
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01.10.2007
53123
hallo, guten morgen, allerseits!
ich bin nun schon seit fast 2 jahren beim SG, inzwischen beim LSG in essen am klagen, daß man mich in eine pflegestufe eingliedert! leider vergeblich!
ich bin
a) 100% schwerbehindert >>>HWS/BWS/LWS-schädigung
b) auf einen rollstuhl angewiesen
c) kann meine hauswirtschaftliche versorgung nicht mehr ausführen
d) kann nicht alleine auf die strasse >>> höchstens ca. 50-100mtr. möglich
e) benötige hilfe bei der körperpflege
f) teilweise hilfe beim an- und ausziehen
bis heute wurde es vom LSG abgelehnt, mich in eine pflegestufe einzugliedern!
ich lebe alleine, meine söhne sind schon längst ausgezogen, und können mir berufsbedingt nicht helfen! ob es vielleicht hier jemand kann, bzw. mir den ein oder anderen tip zu geben, was ich bei gericht anwenden kann?
ich habe mich gestern schon an den petitionsausschuss unserer regierung gewand, und denen mitgeteilt, daß unsere pflegereform höchstgradig reformbedürftig ist! ich finde, es geht nicht an, daß nur blinde, bein-arm- und anderweitig amputierte kranke menschen einer pflege bedürfen! ich habe bis heute meine gesamten ersparnisse dafür geopfert, um zumindest ein in etwa humanes leben zu leben!
mfg
leevejung
 
Qualifikation
rentner
Fachgebiet
bonn
Corina

Corina

Neues Mitglied
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26.09.2007
99097
Hallo Leevejung,
ich bin Krankenschwester im ambulanten Bereich. Eine Frage habe ich, wer führt bei Ihnen die Körperpflege durch, kümmerst sich um den hauswirtschaftlichen Bereich etc., alles auf Privatkosten?

Ich kann Ihnen nur meinen Erfahrungsbereich wieder geben. Eine Pflegestufe wird erst dann genehmigt wenn die Pflegekasse sieht, das ein Pflegedienst bzw. eine Privatperson die Körperpflege, Unterstützung bei Ausscheidung, Unterstützung bei der Ernährung übernimmt.Erst dann kann man eine Pflegestufe beantragen.Das heißt, wenn sie eine Sachleistung in Anspruch nehmen, übernimmt das ein Pflegedienst.Wenn sie eine Geldleistung in Erwägung ziehen, dann nehmen sie das Pflegegeld in Anspruch und lassen die Unterstützung in den für sie relevanten Bereichen durch Privatpersonen oder auch examinierte Fachkräfte durchführen. Auf jedem Fall können sie das Geld selbst verwalten. Kombinationsleistungen sind auch möglich.Dann übernimmt eine Teil der Pflegedienst und den anderen Bereich Verwante etc.

Auf jedem Fall immer bei Erstablehnung der Pflegestufe in Widerspruch gehen.

MfG
Corina
 
Qualifikation
Krankenschwester, z.Z. Weiterbildung zur Pflegedienstleitung
Fachgebiet
Außendienst