GuK Eingebildete Schnösel !

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Anna will es

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Hallo ihr lieben,

Ich habe mich jetzt Mal dazu entschlossen meinen ersten Beitrag zu verfassen.

Habe im April meine Ausbildung zur Gesundheits und Krankenpflegerin angefangen und bin langsam echt von meinem Kurs genervt. Wir sind 27 Leute, davon 24 mit Abitur, wovon 20 Medizin studieren wollen

Das stört mich ja soweit nicht, aber ich werde andauernd abgewertet weil ich ja nur meinen Realschulabschluss habe und generell beschweren sich alle darüber dass die Ausbildung zu leicht ist, Leute ohne Abitur die Ausbildung nicht machen sollten, ja eh keiner in dem Beruf bleiben will und Blabla.

Ich hatte Themen wie die Zelle bisher nicht ausführlich in der Schule gehabt und hatte dementsprechend am Anfang ein paar Schwierigkeiten mit den Abiturienten mitzuhalten. Mittlerweile komme ich aber gut klar !

Im Unterricht sind alle nur am Handy, viele machen nicht mit und meckern nur Rum. Dadurch ist eine schlechte Stimmung im Kurs und alle sind down.

Mich nervt das. Ich mache den Unterricht mit 2 anderen alleine , die anderen gucken nur gelangweilt durch die Gegend. Wenn falsche antworten fallen wird die Person ausgelacht. Ich hatte teilweise Angst mich zu melden (hat sich zum Glück gelegt)

Aber trotzdem nervt mich das einfach alles. So habe ich mir das nicht vorgestellt und es macht nicht traurig.

Ich will den Beruf wirklich erlernen, bin motiviert und habe nicht vor Medizin zu studieren.

Manchmal bin ich sogar traurig dass ich nicht so schlau bin und viel mehr lernen muss und diese Idioten dann auch noch die selbe Note wie ich kriegen ;(

Musste ein bisschen Frust ablassen,
Viele Grüße Anna
 
Qualifikation
Auszubildende
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idomty

Wenn die Abiturienten ja so intelligent sind, dann hätten sie von Beginn an einen Medizinstudienplatz erhalten und müssten ihre Zeit nicht mit einer Ausbildung verschwenden die sie eigentlich nicht wollen. Und das sag ich als jemand der Medizin studiert hat. Gerade die arroganten Studenten und diejenigen die die ganze Zeit aufs Smartphone schauen, waren diejenigen die am schnellsten bei uns von der Uni geflogen sind.

Bleib cool und lass dich nicht von solchen Leuten runterziehen :)
 
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traveler

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Konzentriere dich auf dich, das ist deine Ausbildung.
Was die Anderen machen muss dir bzw. sollte dir egal sein.
Glaube mir denen vergeht spätestens mitte des zweiten Ausbjahres das Lästern.
 
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GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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Anna will es

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Ist nicht so leicht wenn man im Unterricht ausgelacht wird und diese Leute den ganzen Kurs kaputt machen und Gruppenarbeit unerträglich wird ... Aber ich werde mir Mühe geben
 
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benny34

benny34

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Lass sie quatschen und lachen, mach du dein Ding! Du machst die Ausbildung für dich und sonst niemanden...
Allerdings....euer Dozent scheint aber auch nicht gerade pädagogisch wertvoll zu sein.....

Wie schon geschrieben wurde...."zum Studium hats wohl nicht gereicht". Unser Job erfordert ein hohes Maß an Sozialkompetenz, welche den Störenfrieden wohl komplett fehlt.
Das sortiert sich schon von selbst aus.....
 
Qualifikation
Altenpfleger;Fachkrankenpflege Neurologie/Geriatrie
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lulli00

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Hey Anna

Bei mir ist es das selbe. Du könntest aus meiner Klasse sein.

Lass dich davon nicht beeindrucken. Das sind Sozialversager. Ich hab die auch bei mir in der Klasse. Was die zu Anfang alles wollten... Medizin studieren etc. Aber der NC hat halt nicht gepasst. Wie schade ;) und dann haben die auch noch festgestellt das die Ausbildung dann ja doch Anspruchsvoll ist. Und unfassbarer weise muß man da auch noch Arbeiten, das ist ja anstrengend. Wenn man heute so fragt wer noch alles studieren will ;)

Der schönste Satz von einer: "Dieser sch...NC. Jetzt hockt da ein Sozialversager mit guten Noten auf meinen Studienplatz und ist später ein blöder Arzt und so viele kommt gar nicht erst durchs Grundstudium. Hätten die doch mich genommen, ich hätte mir mehr Mühe gegeben. Ich mach die Ausbildung nur damit ich was während er Wartesemester hab". Und ich dachte nur so: "Ähm und was machst du hier gerade? Gibt genügend ohne Abi die gerne die Ausbildung gemacht hätten und in den Job bleiben wollen?"

Ich würde von Abiturienten in diesem Job sogar eher abstand nehmen, solange die Ausbildung so bleibt wie sie jetzt gerade ist. Sie ist nämlich das Wartezimmer der Medizin. Und somit gehen viele verloren. Sie auf den Realschulabschluß aufzubauen und diese dann entsprechend zu fördern wäre besser für die Zukunft. Aber nun gut man versucht ja eine Ausbildung die schon einem Studium gleicht in 3 Jahre zu pressen. Dafür braucht man dann Abiturienten, die dann nicht bleiben wollen, weil sie sich zu besseren Berufen fühlen und sich zu schade sind. Wie oft habe ich in den letzten 2 Jahren gehört "Wofür hab ich Abitur gemacht" Ich frag mich dann immer "wofür bin ich heute aufgestanden, um mir das gemaule hier anzuhören?". Weil lernen tue ich in der Zeit wo die Elite rum heult auch nix.

Was auch echt erstaunlich ist. Was diese Abiturienten nicht können. Die können nicht rechnen und transferieren. Ich bin echt schockiert. Tja ein Abi mit 4 ist auch ein Abi ;)

Mich nervt es auch unheimlich. Aber es ändert sich bei uns nicht wirklich was. Die Lehrer unterstützen das Verhalten sogar noch mit Unntätigkeit und durch gewähren von unverschämten Forderungen. Handys sind bei uns auch ein riesen Problem, aber die Lehrer unternehmen da nicht wirklich was. Und es wird sich in normaler Lautstärke geredet. Das ist so laut bei uns. Pfeift ein Lehrer mal einen Azubi an dann entschuldigt der sich gleich wieder. Es ist zum heulen. Ich hoffe das solche schnell im Job lernen das der Hase anders läuft oder in der Probezeit gekündigt werden.
Ich kann keine Kollegen brauchen der erst mal Stunden zu spät kommt, dann rum heult das dass Wetter so schön ist und dann auf einmal ohne Abmeldung abhauen. Das bringen diese Schüler nämlich auf Station. Auch Prioritäten setzen sowie Arbeitshaltung und Moral sind echt mangelhaft. Witzigerweise die mit den "niederen" Abschlüssen können sich besser benehmen.
 
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lulli00

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Ist nicht so leicht wenn man im Unterricht ausgelacht wird und diese Leute den ganzen Kurs kaputt machen und Gruppenarbeit unerträglich wird ... Aber ich werde mir Mühe geben
Du wirst es nicht glauben, wir haben doch den ein oder anderen Lehrer der die einfach mal so dran nimmt. Da die Herrschaften in der Regel dem Unterricht nicht folgen, sieht es mit Antworten da immer seeeeehr dünn aus. Tja wer sich mehr mit seinem Nachbarn und Handy beschäftigt. Die Klausuren schreiben die nur gut weil die Themen vorher genannt werden. einfach mal spontan schneiden die immer sehr schlecht ab. Gut sind die, die sich am Unterricht beteiligen und den Stoff ernst nehmen.


Lass sie quatschen und lachen, mach du dein Ding! Du machst die Ausbildung für dich und sonst niemanden...
Allerdings....euer Dozent scheint aber auch nicht gerade pädagogisch wertvoll zu sein.....

Wie schon geschrieben wurde...."zum Studium hats wohl nicht gereicht". Unser Job erfordert ein hohes Maß an Sozialkompetenz, welche den Störenfrieden wohl komplett fehlt.
Das sortiert sich schon von selbst aus.....
Also bei uns kannst du die "Pädagogen" echt in der Pfeife rauchen. Auf mich macht es den Eindruck als hätten die selber kein Bock auf Unterricht. Angesprochen das sie doch endlich mal für Ruhe sorgen sollen bekommt man zur ANtwort: Ach mich stört das nciht, die sortieren sich selber aus. Das andere Schüler unter den Störenfrieden leiden ist denen scheiß egal. Mir macht es den Eindruck als hätten die Angst sich mit diesen Schülern anzulegen.

Ich bin altersgemäß sehr Durchsetzungsstark und binde auch die Lehrer (das gefällt denen so gar nicht) mit ein. Bedeutet ich konfrontiere die Leute mit ihrem Fehlverhalten. Schüler die mir beleidigende SMS schreiben bekommen ohne Anzählen ein Date mit dem Lehrer. Natürlich diffamieren die mich gerne als Feige. Ist mir aber egal...
 
Qualifikation
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Care2000

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Du beschwerst dich über die herablassende Art und Weise im Umgang und pauschalisierst übelst im gleichen Atemzug. Passt in meinen Augen nicht zusammen. Du sagst du seist sehr Durchsetzungsstark, rennst aber direkt ohne anzuzählen zum Lehrer (die du nach deiner Feststellung in der Pfeife rauchen kannst) anstatt die Person erstmal persönlich damit zu konfrontieren...
 
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TQM Auditor, Gutachter, Wundspezialist, DCM, exam Krpfl. etc.
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Willy_Wuff

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In erster Linie spricht es für die Unfähigkeit der Dozenten, wenn sie ein solches Verhalten nicht unterbinden, denn als Dozent hat man da herrliche Möglichkeiten solche Leute auf den Boden der Realität zu bringen.
Allerdings bedeutet das für den Dozenten auch das er nen büschen Eigeninitiative bringt, und er sollte selbst begriffen haben wie das so mit dem Lernen und der Datenspeicherung im Hirn funktioniert.
Einfaches Mittel ist zum Beispiel eine Wissensstands Überprüfung :)
Zeitaufwand vom Unterricht 15-20 Minuten.
Ein zwei Themen bezogene Fragen von dem Stoff der vor 1-3 Wochen durch genommen wurde :)
Die Leute die sich am Unterricht beteiligen und mit „Dummen“ fragen auffallen, weil sie sich mit dem Stoff befassen, werden da keine großen Probleme haben, geht ja nicht um komplizierte Fragen.
Denn die haben den Stoff im Langzeitgedächtniss.
Die Sesong Lerner die sich auf ihr Kurzzeitgedächtniss verlassen, weil sie schnell lernen können...... glauben sie ;-) ….. die werden ziemlich auf Grundeis gehen, denn nach spätestens einer Woche werden sie weit über 70% des „Gelernten“ vergessen haben :)

Ich schließe mich meinen Vorrednern an, habe ein klein Wenig Geduld.
Hochmut kam immer vor dem Fall, und die ganzen angehenden möchte gerne Ärzte werden sicherlich bei der Suche nach einem Studienplatz ganz gut abschneiden, wenn sie mit Pauken und trompeten durch die Pflegeprüfungen durch rasseln.
Wie schon gesagt …... das Zweit Jahr baut auf das 1. Jahr auf, noch profitieren sie vielleicht von ihrem Bio Leistungskurs …... das wird aber nicht übermäßig lange anhalten :)

Such Dir nen paar Leute zusammen die die Ausbildung machen wollen, auch wenns nur ne Hand voll ist, ist es eigentlich genau die richtige Größe einer Lerngruppe.
Abgesehen davon hat eine solche Lerngruppe den Vorteil das man nicht mehr „Allein“ ist, man kann sich gegenseitig über die Spinner aufregen, und man kann anfangen sie mit Humor zu nehmen :)
Von den Gestalten die meinen das sie eh Medizin Studieren und sich dabei für was besseres halten, schaffen es erfahrungsgemäß die Wenigsten, dafür habe ich davon schon soooooooo viele erlebt die mit wehenden Fahnen durch die Praktische Prüfung gerasselt sind ….. und dann vor den Examensprüfungen richtig in Schweiß geraten sind, weil sie plötzlich merkten das ihnen verdammt viel Wissen fehlt und sie Plötzlich 2,5 Jahre in 2,5 Monaten nacharbeiten müssen …...

Hinzu kommt das diese eingebildeten Affen auch wenig Hilfe erwarten dürfen, wenns denn mal ernst wird.
Simples Beispiel : Wenn ich nen Azubi vor mir habe der meint das er nix lernen muß, weil er eh alles weiß …. Joa, dann lass ich ihn in diesem Glauben, denn meine Klägliche Zeit die ich auf Station habe um bei einem Auszubildenden Theoretisches und Medizinisches Wissen zu vertiefen oder bei zu bringen, die investiere ich dann lieber Sinnvoll, bei jemandem der lernen möchte.

Also Geduld ….... denk immer drann, je höher das Ross ist auf dem man sitzt …... um so lauter ist der Platscher wenn man mit dem Gesicht im Dreck landet :)
 
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resigniert

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Also, zu meiner Zeit galt die Pflegeausbildung als Erwachsenenausbildung. Die Lehrer/Dozenten hatten keine Erziehungsfunktion mehr. Keiner von uns Auszubildenden wäre auf die Idee gekommen zum Lehrer zu rennen bei Fehlverhalten. Fehlverhalten gab es auch schon damals vor 40 Jahren.
Ich weiß, die Welt hat sich verändert, aber nur wen ich als Erwachsenen behandle , beginnt auch sich si zu benehmen. Solange ich signalisiere, dich nehme ich als Erwachsenen nicht ernst, warum sollte er erwachsen reagieren?
 
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Willy_Wuff

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Gute Frage, nur muß man zugeben das vor 40 Jahren die Ausbildung auch noch ganz gewaltig anders war als heute.
Bei meiner Weiterbildung zum Praxisanleiter waren die Dozenten Stolz drauf, wenn sie „Problemkinder“ über das examen getragen haben.
Vor 40 und auch vor 20 Jahren waren Ausbilder noch Ausbilder, und keine Hobbypsychologen die meinen sie müssen faule Säcke therapieren.
Die faulen Säcke und sozial Inkompetenten sind damals noch von allein aus den Kursen geschieden, in der Regel haben die das erste halbe Jahr nicht überstanden, heute werden sie zum Examen gestreichelt und getätschelt.
Als ich vor 30 Jahren meine Ausbildung gemacht habe, wurde mir auch Gesagt das es Erwachsenenbildung ist, sprich ich müsse zusehen das ich auch mit komme, wenn ich nicht mit komme ist es mein Problem.
Heute werden unfähige nicht aus den Kursen geworfen, heute werden die Ansprüche an die Ausbildung reduziert, damit die Unfähigen das Examen auch noch schaffen.
Soziale Kompetenz ist schon lange kein Kriterium mehr um zur Ausbildung zugelassen zu werden.
 
Qualifikation
Fachpfleger für Intensiv Medizin
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anjad88

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Hallo zusammen.
welch eine rege Diskussion. Muss da auch mal was zu sagen. Ich habe meine Ausbildung von 99 bis 2001 im Diak Schwäbisch Hall gemacht. Bei und gabs ja noch keine Handys und es gab keine Störer. Vielleicht lags auch am christlichen Grundgedanken. Ich habe Realschule gemacht und um alt genug zu sein für die Ausbildung Berufskolleg Gesundheit und Pflege. Meine Erfahrung ist dass man in unserem Beruf Beziehungen eingehen muss und sozial kompetent sein muss.Vor allem Stressbewältigung und eine gute Kommunikation sind heute sehr wichtig. Die Patienten mit Ihren Bedürfnissen kompetent und umfassen zu betreuen, und das in kürzester Zeit, das ist die Kunst in der Pflege. Und das schaffen Menschen nur mit einer positiven Einstellung zu Ihrem Beruf. Das sind diejenigen die sich fortbilden und stets neu dazulernen möchten.
Deine Klassenkameraden werden wohl solche Interessen und Fähigkeiten nicht lernen.Und nicht lernen wollen. Und das werden sie in der Praxis schnell merken.....und untergehen. Also schließe ich mich den Vorrednern an. Mach Dein Ding. Es ist Deine Chance aus unserem Beruf eine Profession zu machen. Und glaube mir Leistung wird gesehen und anerkannt. Zumindest bei uns im KH kannst Du auch mit Realschule eine Karriere machen. Und ich bin sicher überall anders auch. Das sind meine Erfahrungen von 15 Jahren in der Pflege und als Praxisanleiter. Die Schüler dürfen sich heute sehr viel Fehlverhalten leisten. Die Krankenpflegeschulen holen alles in die Klasse. Hauptsache die Anzahl stimmt.
Aber setze Dir Dein eigenes Ziel.Mach ein gutes Examen und starte durch.Sieh es als eine Art der Berufsvorbereitung: Umgang mit schwierigen Mitmenschen. Die wirst du immer haben aber vielleicht kannst Du damit dann besser umgehen und gelassen reagieren.
 
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Anna will es

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Danke für die zahlreichen Antworten, das tut gut Zuspruch zu bekommen ! :)
 
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lulli00

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EDIT Gelöscht.
 
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lulli00

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Gute Frage, nur muß man zugeben das vor 40 Jahren die Ausbildung auch noch ganz gewaltig anders war als heute.
Bei meiner Weiterbildung zum Praxisanleiter waren die Dozenten Stolz drauf, wenn sie „Problemkinder“ über das examen getragen haben.
Vor 40 und auch vor 20 Jahren waren Ausbilder noch Ausbilder, und keine Hobbypsychologen die meinen sie müssen faule Säcke therapieren.
Die faulen Säcke und sozial Inkompetenten sind damals noch von allein aus den Kursen geschieden, in der Regel haben die das erste halbe Jahr nicht überstanden, heute werden sie zum Examen gestreichelt und getätschelt.
Als ich vor 30 Jahren meine Ausbildung gemacht habe, wurde mir auch Gesagt das es Erwachsenenbildung ist, sprich ich müsse zusehen das ich auch mit komme, wenn ich nicht mit komme ist es mein Problem.
Heute werden unfähige nicht aus den Kursen geworfen, heute werden die Ansprüche an die Ausbildung reduziert, damit die Unfähigen das Examen auch noch schaffen.
Soziale Kompetenz ist schon lange kein Kriterium mehr um zur Ausbildung zugelassen zu werden.
Genauso ist es. Auf die Frage was das soll heißt es: "Wir können uns es nicht leisten die ganzen Leute hier raus zuwerfen, wir brauchen die doch"

Dementsprechend wird sich auch benommen. Zudem kommt noch das genügend Lehrer aus der Sekundarstufe 2 und Eltern ihren Erziehungsauftrag nicht mehr nachkommen. Das bringen die Schüler dann mit in die Ausbildung und da wird das auch nicht Sanktioniert. Mir begegnen zudem Schüler in der Klasse die so Infantil sind das sie gar nicht merken was für nen Mist sie eigentlich machen. Und wenn da wer drunter ist der das Verhalten intern aus der Gruppe anprangert und die anderen die Klappe nicht aufbekommen, Tja dann bleibt dir nur noch der Gang zum Lehrer. Denn die Störer verstecken sich hinter denen die die Klappe nicht aufbekommen. Ich steh da regelmäßig alleine da.Somit sage ich nichts mehr zu allg. Angelegenheiten wie Handynutzung, Laut sein oder gar Lehrer Beleidigen. Beleidigt mich aber einer, diffamiert mich oder Unterstellt mir diverses auf unverschämter Art und Weise geht es zum Lehrer. Das versuche ich nicht mehr selber zu regeln, das ist immer "mir dir rede ich nicht" geendet. Warum sollte man auch die eine die immer Unterricht machen will, bzw. das Verhalten einiger aus der Klasse anprangert und konfrontiert, respektieren wenn man den Lehrer schon nicht respektieren muß?

Ich fresse das nicht in mich hinein oder lasse so ein Verhalten einfach unkommentiert durchgehen. Und wenn die einzige Konsequenz ist das sie gesehen werden und sich vor dem Lehrer für das Verhalten rechtfertig müssen. Und das ist mir vollkommen egal wer das ist. Schüler oder Kollegen von Station. Ich mach da schon unterschiede zwischen hatte vermutlich nen schlechten Tag und hat sich vollkommen unverschämt benommen. Über laut sein in der Klasse, Handynutzung, nicht aufpassen etc. sage ich schon gar nichts mehr. Das habe ich aufgeben und ist nicht meine Aufgabe.

Ich habe schon Verhalten von Schülern sehen müssen die mindestens eine Abmahnung rechtfertigen würde, aber da man die potentiellen Arbeitskräfte nicht vergraulen will, bekommen sie keine und können ihr Verhalten weiter ausleben. Ich jedenfalls sehe bei mir eher einen Respektverfall als eine Reifung in der Schule.

Zuerst dachte ich auch noch "Ach komm lass, die sind Jung" Aber das wurde zunehmend schlimmer und ich hab angefangen mich sehr zu ärgern. Zudem ich den Stoff ständig zuhause alleine Nachholen muß. Und als es dann an meine Person ging... ne das bin ich mir Wert das ich dagegen was Unternehme und ich das nicht in mich rein fresse.

Ich wurde auch schon vor den Lehrer geschleppt, also ich bin da nicht allein, bloß mit einem Anliegen wo sogar dem Lehrer die Spucke wegblieb und derjenige selber in Kritik geriet ;)

Und wenn ich von anderen Verlange das sie an der Situation in der Pflege was ändern, öffentlich anprangern, sich Hilfe holen etc. Dann sollte ich doch da bei mir als erstes Anfangen. ;)
 
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Igel77

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Oldenburg
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Ich bin über den Faden etwas amüsiert, denn vor 15-20 Jahren war es genau anders herum; Schüler, die mit Abitur in die Pflegeausbildung gegangen sind, wurden diffamiert und herabgewürdigt. Der Grundtenor war: Ihr nehmt den Hauptschülern die Ausbildungsplätze weg. Ich kenne heute auch noch Häuser und eine Menge Kollegen, für die ein beruflicher oder schulischer Horizont, der weiter reicht als von der Wand bis zur Tapete, extreme psychosomatische und seelische Qualen, Aggressionen, Fluchtreflexe und Ekel auszulösen scheint.

Es scheint mir, die Pflege kommt einfach nicht ohne die eigene Selbst(üb)erhöhung mittels der Abwertung Dritter aus. Das sage ich in beide Richtungen des Konfliktes, sowohl in die der Faden-Erstellerin, als auch deren "Gegner". "Bildungsgrad" ist nur einer von ganz vielen Konfliktfeldern (ich könnte noch Geschlecht, Religion, Verwandtschaft, Hautfarbe, sexuelle Orientierung, gewerkschaftliche Betätigung etc. nennen).
 
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