Einfuhrprotokolle durch Pfl.plannung dezimieren.

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DaRouge

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24.11.2007
09112
hallo,

und zwar hab ich eine frage an die "Qualitätsheinis" :wink:

In unserem Haus wird monatl der BMI ermittelt. sobald unter 25 = kachexiegefahr und es soll nahrungsdoku erfolgen. meines erachtens zu 75% völliger schwachsinn!
Logisch das wir bei 90% der bew (ca 30leute) eine Nahrungsdoku führen, da
ein normaler later mensch niemals den bmi wert von 25 erreicht es sei den er war schon immer etwas gut beleibt.

Meine Frage nun. In fällen wo ich nach 3monatiger Bmi ermittlung, konstantem Gewicht und eines zusätzluich erhobenen EZ´s nachweissen kann das dieser bew NIE gewicht zunehmen wird egal was wir machen, füge ich folgenden Text in meine Pflegeplannung ein:


"Aufgrund Ihres/Seines biografisch bedingten Essverhaltens,
dem individuellen Wohlfühlgewicht zwichen ... und ... kg sowie
Ihrer/Seiner Stoffwechsellage wird Frau/Herr X den wünschenswerten
BMI nicht erreichen.

Sie/Er isst alle angebotenen Mahlzeiten, hat ein normal entwickeltes
Hunger/Appetitgefühl und äussert sich bei Hungergefühl.
Sie/Er nimmt ausserhalb der Angeboten 3 Hauptmahlzeiten und 2 Zwichen-
mahlzeiten noch zusätzlich Nahrung (Süssigkeiten, Obst, Gebäck) zu sich.

Eine permanente Nahrungsdokumentation ist daher nicht notwendig.

--->Oder in besondren Fällen wie Demenzen, Krebs, Darmerkrankungen<-

Eine permanente Nahrungsdokumentation ist daher nicht notwendig, nur zu
Kontrollzwecken die ersten 7 Tage im Monat."


Hat so ein vermerk in der Pflegeplannung vor dem MDK bestand bzw. wird das annerkannt? Seitens der Leitung kammen bisher keine Beschwerden und selbst bei mdk prüfungen wurde es ncih bemängelt.
So führen also bei nur noch wirklich relevanten bewohnern (mittlere, schwere demenz, anorexi/bulemie, komatösen, bew mit dysphagie ec die doku.

Habe somit 80% der Nahrungsdokus (zur grossen Freude der Pflegehelfer ;) streichen können. Natürlich lass ich vorsicht walten un betrachte jeden Fall sehr Kritisch. Gerade Demenz ist da ein heisses Pflaster was das angeht. ich wende es auch nur an wenn alle genannten kriterien erfüllt sind und der EZ wirklich noch normal ist.

so, bin gespannt.
 
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Altenpfleger
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Pflegeheim, schwerstpflegestation, Ernährungsbeauftragter, PA, stelv. Stationsleiter
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DaRouge

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24.11.2007
09112
:( hallo kann mir da keiner in der frage weiterhelfen. is mir schon bissl wie wichtig. Zumal ich es gern, sofern es legitim ist, in die ausbildung unsrer Lehrlinge mit aufnehmen würde und im nächsten quali zirke ansprechen will für eine hausinterne regelung.
 
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Altenpfleger
Fachgebiet
Pflegeheim, schwerstpflegestation, Ernährungsbeauftragter, PA, stelv. Stationsleiter
Weiterbildungen
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access

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28.09.2007
41517
Hall DaRouge,

ich gebe dir vollkommen Recht, einen Bewohner des anamnästisch nie "gut beleibt" war und ist, erscheint die Forderung und Kontrolle unter der BMI- Maßgabe unrealistisch. In unserer Einrichtung verfahren wir wie folgt.
Bei bewohner mit einem "normalen" Eßverhalten und Appetit, die schon immer
"schlank und rank" waren, wäre es für uns eine Zumutung diesen zu "mästen", um dem BMI genüge zu tun. Wir erbeten über den behandelnden Hausarzt, der den Bewohner nun mal schon länger kennt, ein Attest auszustellen, dass der Bewohner schon immer so einen Ernährungszustand hatte.
Weiterhin belegen wir anhand von monatlichen Gewichtskontrollen (mit BMI-
Ermittlung) dass wir bei massiven Gewichtsveränderungen sofort tätig werden (medizinische Abklärung, Einschalten der Ernährungsberaterin usw.)
Bei Kontrolle seitens der Kontrollinstitutionen (Heimaufsicht, MDK usw.) wurde dieses ohne Beanstandung akzeptiert.

LG

access
 
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Fachgebiet
Management
N

Nordlicht

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09.02.2006
25377
Moin DaRouge,

ja, man kann sich auch das Leben schwer machen.
Mtl. Gewicht ist ok, um Zunahme (Wasser in den Beinen oder in der Lunge) bzw. Abnahme (Pat wird dement, vergißt das Essen oder hat TU) im Auge zu haben.
Aber das reicht doch auch.
Ich würde doch auch nicht auf die Idee kommen, einer sehr beleibten, ehemaligen Köchin zu sagen, sie solle mal abnehmen, ihr BMI wäre zu hoch. Es ist doch ihr Wohlfühlgewicht.
Hinzu kommt, ein perfekter BMI sagt nicht über den tatsächlichen Ernährungszustand aus, der Pat/Bew kann trotzdem mangelernährt sein (Alkoholiker, der Obst für grundsätzlich überflüssig hält).
Wie Du schon schreibst: es steht ja in der Pflegeplanung , wird daher ja auch evaluiert und das reicht.

Schönen Tag, Britta
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
KH
M

ms-sophie

Aktives Mitglied
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14.03.2007
Mannheim
Hallo Britta,

deshalb füllen wir ja nun noch alle drei Monate zusätzlich diesen Malnutritions-Bogen aus. Das wird vom MDK empfohlen.

Ernährungsprotokolle gibts bei uns aber erst bei einem BMI von 18,5. Ansonsten monatliche Gewichtskontrolle und natürlich Stellungnahme im Pflegebericht bei Gewichtsverlust.

Sophie
 
Qualifikation
QM
Fachgebiet
ambulante und stationäre Altenhilfe, Hospiz
berggoass

berggoass

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30.05.2006
83402
Hallo, wir wiegen nur einmal imQuartal, bei gefärdeten Bew. einmal im Monat. Ernährungsprotokolle füren wir normalerweise nicht, erfassen aber die mögliiche ursache, die Masnahmen, die Akzeptanz der Gewichtsabnahme( bei Krebspat., weil der Bew. sich so wohl fühl, Zusatznahrung ablehnt...). Wichtig finde ich es eher bei dementiell erkrankten Bew., aber auch da nur kurzzeitig. Die Hauptsache ist doch, dass wir Gewichtsabnahme erkennen und danach geplant handeln. Eine Einfuhrkontrolle ist doch meist nur ein Instrument um zu erfassen, was der bew. ißt. Wenn dann müssen daraus auch ersichtlich werden, was der bew. gerne ißt, bei was er sich verschluckt, was er vereigert, jedes Angebot an essen. Leider müssen wir uns auch manchmal die arbeit machen, um uns vor angehörigen abzusichern, die glauben, dass wir die mutter verhungern lassen.
Wie haben weder von der Heimaufsicht noch vom mdk kritik bekommen, obwohl wir soagr bei kachektischen bew. kein protokoll führen. Es ändert ja auch an der Gewichtsabnahme nichts, ist auch nicht vorgeschrieben und dem mdk ist nur wichtig, dass man handelt und dies geplant. Ist aber regional evtl. unterschiedlich. Aber wenn argumente dagegen vorhanden sind, bist du auf der sicheren seite. In absprache mit der PDL natürlich immer
 
Qualifikation
Altenpflegerin, WBL
Fachgebiet
Pflege
D

DaRouge

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Themenstarter/in
24.11.2007
09112
danke, das hilft mir schonmal ein ganzes stück weiter.
Das mit ärztlichem attest ist mir noch gar nich in den sinn gekomm. werd es mit einfliessen lassen weil gute idee. Lassen uns nur bei der flüssigkeiteinfuhr, wenn mgl. eine sinnvolle trinkmenge "verordnen". müssen ja auch diese berechnen. (wobei dann summen von über 2500ml/tag rauskommen)Aber das knöpf ich mir später vor ^^.

Das mit dem Mini Nutritionl Assessment pro quartal bzw bei Neuaufnahme hab ich mir auch schon überlegt. Da ja der BMI nicht wirklich objektiv den Ernährungszustand erfasst.

"ja, man kann sich auch das Leben schwer machen."
eben darum will ich da etwas papierkrieg weghaben. aber wisst ja sicherlich wie es ist:

"das wird bei uns schon immer so gemacht!"
Na gut ich danke euch erstmal, weitere Tips/wie es in anderen Einrichtungen gemacht wird sind weiterhin erwünscht. :)

e* joar nja momentan mach nur ich es so auf unsrem WB. viele meiner kollegen haben eben aus dem grund, wie berggoass beschrieben mit angehörigen, angst vor rechtlichen konsequenzen.
 
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Pflegeboard.de

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05.07.2001
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