Einfuhrpläne bei Demenzkranken u. DK-Trägern?

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nachteule44

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19.06.2007
24941
Wenn der Spätdienst es addiert und du, als NW gibst noch etwas zu Trinken, streichst du die alte Summe oder schreibst du die Trinkmenge für den nächsten Tag ein?
 
Qualifikation
Krankenschwester
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stat. Pflegeeinrichtung
rosi.b

rosi.b

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06.03.2005
96114
Wir haben Ein- und Ausfuhrpläne für alle DK- Träger und für Demente Bewohner die von sich aus wenig trinken einfach um die Kontrolle zu haben.
Wenn ein Bewohner Wochen- Monatelang ausreichend trinkt, dann besteht keine Notwendigleit mehr und der Plan wird abgeschafft.
Wir haben z.B. einen Bewohner, der trinkt jedes Glas leer dass man ihm hinstellt... Wenn es nur bei jedem so einfach wäre genug Flüssigkeit zu verabreichen! :eek:)
 
Qualifikation
Kinderpflegerin/Altenpflegerin
Fachgebiet
Seniorenwohnheim
senacit

senacit

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29.10.2007
26446
Wenn sie vor 24 Uhr was bekommen haben dann addiere ich dazu, wenn danach addiert SD für mich.LG sena
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
nachteule44

nachteule44

Mitglied
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Themenstarter/in
19.06.2007
24941
Danke für die Antworten.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
stat. Pflegeeinrichtung
P

phoeby

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03.10.2007
90491
hey

also soweit ich weis ist es von der rechtlichen seite her so das ab pflegestufe 2 eine bilanz geführt werden mus. ich arbeite selber nur nachtdienst und weis das die viele doku bescheiden ist. aber es gibt auch erkrankungen wo die leute nicht mehr als z.b. 1200ml trinken dürfen, wie willst du das den kontrollieren. viel kommt bestimmt aus erfahrung über den einzelnen bewohner, versuch es doch mal mit einem teamgespräch. bei einem neueinzug ist es für mich ja auch noch verständlich, ebenso wie bei nieren-und herzleiden, und die haben bekanntlich ja fast alle unserer bewohner.
 
Qualifikation
gerontofachkraft
Fachgebiet
stationär
R

rehauge2961

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31.08.2007
68794
Ein freundliches Hallo an alle!!!
Auch ich habe rein Rechtlich noch keine Ahnung. Ich arbeite Vollzeit in der Nacht und das schon Jahre und mir geht diese Schreiberrei der Dokumentation von Ein und Ausfuhr auch auf die Nerven z.b. wenn es nicht möglich ist bei Bew. die keinen DK haben da steht dann nass oder bischen nass und trocken das kann einem ja ganz schön auf die Nerven gehn. Meine Kollegen ordnen das auch manchmal selber an diese Ein und Ausfuhrbögen. Zu mir wurde gesagt laut PDL nur die Bew. die vom Arzt angeordnet wurden und zusätzlich Bew. die eine PEG und DK haben einige die auffallend wenig trinken vorrübergehend. Was auch für mich Sinn macht .In der Nacht so wie bei vielen Menschen ist es dass man keinen Durst hat oder sich nach dem Toilettengang nur ein bischen die LIppen benessen will na da bin ich auch manchmal überfragt und schreibe auch schon mal in die Bilanzbögen die Lippen benesst wenn ich zur sehr gestresst bin bei 150 Bew. in der Nacht zu Dritt. Die Schreiberei wird immer mehr und die Aussicht dass wir mehr Personal in der Nacht bekommen ist wie immer und überall keine Diskussion wert. Qualifiziertes Personal muss auch in der Nacht sein und von den Arbeitskollegen die noch nie in der Nacht gearbeitet haben kommt immer noch der Kommentar morgens na gut geschlafen.
Es ist Knochenarbeit und das auf die Dauer geht an die Supstanz . Die ganze Schreiberei muss sein ja versteh ich vollkommen aber die Bew. kommen alle zu kurz und das ist nicht der Sinn meiner Arbeit dass der Stationsablauf wichtiger wird als der Mensch . Auch ich vertröste manche Bew. und sage ich muss noch so viel schreiben es tut mir leid ich kann jetzt nicht reden. Und das macht mich sauer.
 
Qualifikation
ex.Altenpflegerin
Fachgebiet
Nachtdienst
A

ahein

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29.05.2007
69207
Hallo! Bin durch das Wort "Einfuhrkontrolle" auf diesen Beitrag gestossen...
Zunächst muss ich sagen, dass ich damit eine Maschine oder eine passive Sache assoziiere- "Einfuhr" klingt in meinen Ohren sehr herabwürdigend!Ein Mensch ist doch kein Messbecher, dessen Skala genormt auf einer bestimmten Position stehen muss.Geht es denn in der Hauptsache darum, dass der Bewohner gut genährt und nicht exsikkiert ist um rechtliche Konsequenzen für das Heim abzuwenden? Mir ist nicht bekannt, dass es ein vorgeschriebenes Mindestmass oder eine vorgeschriebene Protokollform des MDK gibt! Sicher ist die Gefährdung von dementen Bewohnern durch Exsikkose nicht von der Hand zu weisen. Diese Problematik ist allein durch Trinkprotokolle nicht gelöst- wichtiger ist eine gute PLanung und Dokumentation der Pflege. Ist diese in sich stimmig und kann die Pflegekraft professionell handeln,dokumentieren und begründen(auch wenn der Bewohner mal das Trinken strikt verweigert- dies sollte man auch akzeptieren!), so handelt man im Sinne des Bewohners und ist somit auch rechtlich abgesichert.Blosses Zusammenzählen kann sogar dem Bewohner schaden, wenn z.B. nur noch "abgefüllt" wird und dabei Schluckstörungen ignoriert werden- odere noch schlimmer, die Zahl nach oben "korrigiert" wird. Ein Vorschlag wäre, pro Schicht im Pflegebericht zu dokumentieren wie und was der Bewohner trinkt, ob er auf regelmäßiges Erinnern oder Anleitung angewiesen ist oder ob er sich etwa häufig verschluckt. So kann man grundsätzlich ermitteln ob in diesem Feld Handlungsbedarf besteht oder nicht.
Der Mangel an professionellen Kräften in Heimen ist mir durchaus bekannt, deshalb ist es umso wichtiger, dass ungelernte Kräfte gut angeleitet werden: nicht nur das "wie" sondern auch "warum" bestimmter Massnahmen kennen. Mit "Einfuhrkontrollen" vermittelt man ein falsches Bild- sowohl von Pflege als auch von Bewohnern!
 
Qualifikation
Altenpflege/ Studentin Pflegepädagogik
Fachgebiet
Rehabilitation
nachteule44

nachteule44

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Themenstarter/in
19.06.2007
24941
Hallo "ahein",
nach 25 Jahren in der Pflege kann ich dir sagen das wir diesen Ausdruck
"Einfuhrkontrolle" aus den Altenpflegeheimen nicht mehr ausradieren können.
Klar hast du recht, das der Mensch kein Messbecher ist, aber wenn du mal in einem der üblichen Heim arbeitest, völlig überlastet, kommt dir die Arbeit leider teilweise wie am Fließband vor und deshalb fällt es den meisten von uns (mich eingeschlossen) auch nicht mehr auf, das so ein Wort wie "Einfuhr" herabwürdigend klingen könnte.
Zum nächsten Punkt von dir, wenn der Bew. Trinken strikt verweigert, wäre man rechtlich abgesichert... wenn man es akzeptiert.
Da mache ich andere Erfahrungen. Dieses muß dem Hausarzt weitergegeben werden und der ordnet dann häufig eine s.c. Infusion an. So läuft es wenigstens z.Zt. bei uns öfter.
Zu deinem letzten Punkt. Das ungelernte Kräfte gut angeleitet werden sollen...
Sehr guter Vorschlag! Dazu fehlt anscheinend aber auch das Personal. Zeit für Einarbeitung ist bei uns ein Fremdwort, sogar ungelernte Kräfte waren praktisch von Anfang an auf sich alleine gestellt.
Und soetwas z.B. ist für mich wichtiger zu ändern als dieses Wort Einfuhrkontrolle. Ich kann dieses Wort im Stationszimmer gegenüber meinen Kollegen benutzen und trotzdem die Bew. menschlich u. nicht herabwürdigend behandeln.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
stat. Pflegeeinrichtung
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Teammitglied
05.07.2001
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