einfach stehen gelassen

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Sara-Valesca

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Guten Morgen zusammen,
ich habe mal eine Frage und hätte gerne eure Meinungen dazu.
Zunächst der Sachverhalt:
Meine Eltern waren auf einem Ausritt, plötzlich fiel mein Pa bewußtlos vom Pferd. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt, sagts man meiner Ma, dass sie weder im Krankenwagen noch im Notarztwagen mit ins KH fahren könnte ( aus versicherungstechnischen Gründen ). Man ließ sie einfach stehen!!! Sie fuhr selbst unter Schock mit ihrem eigenen PKW kurze Zeit später in die Klinik ( leider war ich nicht dabei, sonst hätte ich sie gefahren ) Ich finde das genauso unverantwortlich!!! :mad_2: Was sagt ihr dazu?



Grüße von Sara
 
Qualifikation
Krankenschwester/ Weiterbildung PDL
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Potsdam
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traveler

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Hallo Sara,

diese Situationen kommen vor im Rettungsdienst. Wenn z.B. Notarzt mit Praktikant und RTW mit Praktikant unterwegs ist, dann ist die max. Personenanzahl meist erreicht.

Gruß renje
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
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Angestellt
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jackylein

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hi sandra,

ich schließe mich der Meinung von renje auch an. Es tut mir persönlich sehr leid für dich und deine mutter. Ich selber bin noch nie in so eine situation gekommen und sehr froh darüber! ich hoffe, dass es deinem vater entzwischen besser geht! alles gute

lg jacky
 
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gesundheits- und krankenpflegerin
Fachgebiet
Intensivstaion
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JensM

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Hallo,
Leider ist die Sache sehr unglücklich gelaufen, aber formaljuristisch haben die Rettungsassistenten Recht, aus Versicherungsgründen ist es untersagt. Bei Kinder und Jugendlichen ist es auf Grund des Erziehungsberechtigten erlaubt.

Gruß Jens
 
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GuK, RA, Praxisanleiter
Fachgebiet
Zentralambulanz / Notaufnahme
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EDV-GWI Orbis,
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Hallo Sara,

auch ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Und du darfst mir glauben das so etwas wohl kaum ein Rettungsdienstler gerne macht. Meist werden solche vorgaben von der Dienststelle oder dem Leiter Rettungsdienst gemacht.

Ich habe immer versucht so etwas zu vermeiden, leider geht es nicht immer.

Alles gute für Deinen Pa.
 
Qualifikation
Anästhesiepfleger
Fachgebiet
Notfallmanagment / Traumamanagment / Gerätemanegment
Weiterbildungen
Reanimationsteam, Kliniknotfallversorgung,
Wundmanagment nach ICW/ Hygenementor/ ATCN
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Hallo Sara,
auch so kann man es im Rettungsdienst handeln, hier ein Auszug aus dem Kreis Coesfeld / NRW:

§ 5
Begleitung
Die Begleitung Kranker oder Verletzter durch einen Angehörigen oder eine Pflegeperson ist nach Maßgabe des Arztes / der Ärztin bzw. des Rettungsdienstpersonals zulässig, bei Kindern und Jugendlichen erwünscht. Ein Anspruch auf Rückbeförderung besteht nicht.

Alles weitere und den original Text kannst Du unter: Rettungsdienstgebühren nachlesen.

Liebe Grüße
 
Qualifikation
Anästhesiepfleger
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Notfallmanagment / Traumamanagment / Gerätemanegment
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Reanimationsteam, Kliniknotfallversorgung,
Wundmanagment nach ICW/ Hygenementor/ ATCN
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Dennis G.

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Wie bereits geschrieben ist es rein rechtlich so, dass Arzt und RTW-Besatzung entscheiden, ob eine Begleitperson mit darf. Ich persönlich mache das eigentlich immer (gibt nur Ausnahmen, wie angetrunkene Begleitungen usw.).

Wenn man einen Angehörigen am Notfallort zurücklässt, hat man für ihn allerdings eine Fürsorgepflicht. Das heisst, wenn er offensichtlich nicht in der Lage ist das ganze zu verarbeiten oder eine Gefahr für die Gesundheit besteht, muss eine Alternative gefunden werden. Da gibts diverse Varianten (z.B. Polizei, 2. RTW usw.)

deinem Vater wünsch ich eine gute Besserung !


lg Dennis
 
Qualifikation
Rettungsassistent, Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Psychiatrie
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