Ein paar Jahre Schweiz

Blauemoewe

Blauemoewe

Mitglied
Basis-Konto
0
36037
0
Hallo,

seit Jahren habe ich im Kopf, dass ich mal ein paar Jahre in die Schweiz gehen will. Bedenken diesbezüglich habe ich nur, weil ich nie wieder Vollzeit nach der Ausbildung als Krankenschwester gearbeitet habe und nun auch seit zwei Jahren in einem Sanitätshaus arbeite mit Schwerpunktversorgung von Wundpatienten. Vorstellen kann ich mir aber in einem Wundzentrum oder auf einer chirurgischen Station zu arbeiten.

Wer war in der Schweiz und kann mir von seinen Erfahrungen berichten. Was kommt auf einen zu. Wie wird man aufgenommen von den Schweizern. Wie sieht es mit der Anerkennung des Berufsabschlusses aus....

Über Antworten würde ich mich freuen, danke im voraus.
 
Qualifikation
ex. Krankenschwester/ Dipl. Pflegewirtin (FH)
Fachgebiet
Sanitätshaus
A. Stecher

A. Stecher

Neues Mitglied
Basis-Konto
Hallo Blauemöwe, Ich selber bin Krankenpfleger, Schweizer - habe damals aber meine Berufsausbildung in Deutschland gemacht, genauer in Trier - bin dann zurück in die Schweiz und habe dann noch lange als Krankenpfleger gearbeitet, im Krankenhaus, in der Psychiatrie und im Altenheim.
Heute habe ich ein Personalvermittlungsbüro für medizinische Berufe. Hauptsächlich vermitteln wir von Deutschland in die Schweiz oder natürlich auch SchweizerInnen.

Zu Deinen Fragen:
Deutsche in der Schweiz: Trotz manchmal gegenteiliger Polemik sind Deutsche Pflegende in der Schweiz willkommen.

Kultur: Der Unterschied ist grösser als man annimmt. Ich spreche hier von normalen Pflegeabteilungen und nicht von Spezialabteilungen wie Intensiv, Anästhesie oder OP. Nach unserer Erfahrung brauchen junge Menschen bis ca. 25 Jahre gar keine Anpassungszeit. Dies geht problemlos. Bis ca. 35Jahren braucht es eine gewisse Anpassungszeit - in aller Regel gehen wir ca. von einem halben Jahr aus. Ueber 35 ist es meistens nicht mehr ganz so einfach - Obwohl wir auch ab und zu ältere Pflegende vermitteln, benötigen diese eine intensive Betreuung und brauchen ca. 1 Jahr Anpassungszeit. Wie überall - gibt es hier natürliche in jedem Alter auch alle Ausnahmen.

Teilzeit und Fachabteilungen: Da Sie nur noch Teilzeit gearbeitet haben und nicht mehr direkt in einer Gruppe in der Pflege würden wir Ihnen gerade keine Chirurgie zum Einstieg empfehlen - ausser Ihre Arbeitszeugnisse, Weiterbildungen, Praktikumsnachweise aus der Ausbildung sind gerade in diesem Bereich Hervorragend. Wir würden empfehlen in einen Bereich einzusteigen wo Sie fachlich nicht sehr stark gefordert sind. Dann haben Sie mehr Zeit dass Schweizerdeutsche verstehen zu lernen, die schweizerische Patientendokumentation zu lernen und vor allem sich in die typische schweizerische Pflegekultur einzugewöhnen. Vor allem diese völlig andere Pflege - und Kommunikationskultur unter den Pflegenden ergibt bei Pflegenden welche schon seite einigen Jahren im deutschen Pflegesystem praktisch tätig sind die grössten Probleme.

Wir wir ja alle wissen ist die interessanteste Arbeit in einem nicht funtionierenden Team die Hölle. Wenn das Team aber stimmt - fühlt man sich jeden Abend wohl und kann dann auch die Freizeit entsprechend geniessen.

Ich hoffe Ihnen damit einige Ihrer Fragen beantwortet zu haben.
Wenn Sie auf unserer Webseite "www.stecher-consulting.com" im roten Balken auf "Jobs" klicken und dann im zweiten roten Balken auf "wissenswertes" können Sie einige Erfahrgunsberichte von Deutschen lesen welche den Sprung in die Schweiz bereits gemacht haben.
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Geschäftsleiter Stecher Consulting
Weiterbildungen
Krankenpfleger AKP

Pflegemanagement VESKA (H+)

eidg. dipl. Marketingplaner

höheres Managementdiplom ifks

verschiedene Weiterbildungen in den Bereichen Marketing, Management im Gesundheitswesen, Preisstrategien und Optimierungen, interkulturellen Verhandlungen, Personalplanung und Mitarbeiterführung Universität Bern + Zürich (CH) sowie Universität Sussex (GB)
A. Stecher

A. Stecher

Neues Mitglied
Basis-Konto
Hallo Blauewöwe, eine Frage beantwortete ich noch nicht - jene nach der Berufsanerkennung. Leider wird immer wieder in Umlauf gesetzt - dass die Anerkennung nicht nötig sein - sowohl von Deutschen wie von Schweizer und dies bis zu Pflegedienstleitungen.
Wir emfpehlen immer die Anerkennung beim SRK einzureichen unter "http://www.redcross.ch/activities/health/hocc/index-de.php"
und zwar aus folgenden Gründen: 1. Solange die Anerkennung nicht vorliegt müssen auch keine schweizerischen Löhne bezahlt werden. Dies kann ein Unterschied bis zu 300Fanken (=ca. 200Euro) monatlich sein und dies x13 im Jahr. - Nicht immer - aber oft lohnt sich bereits aus diesem Grunde die Anerkennung zu machen. Vom Einreichen der Papiere bis zum Erhalt kann es übrigens bis zu drei Monaten dauern.
2. Bei Spitälern, Pflegeheimen und anderen Institutionen welche viel Wert auf die Qualitätszertifizierung legen - ist eine Anstellung ausgeschlossen oder doch sehr erschwert d.h. wenn ein Konkurrent kommt mit der Anerkennung wird auch der die Stelle erhalten. Mittlerweile gibt es ganze Kantone in denen in der Regel die Registrierung vorliegen muss.
3. Sollte eine Weiterbildung wie z.B. in Intensiv-, Anästhesie-, oder OP-Pflege angestrebt werden ist diese Anerkennung durch das schweizerische Rote Kreuz Voraussetzung.

Im Normalfall ist diese Anerkennung für Personen mit einem deutschen Pflegediplom nur eine Formalität - aber wie oben beschrieben zum Vorteil der Bewerberin.

Ich hoffe damit etwas Licht ins Thema der Anerkennung gebracht zu haben.
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Geschäftsleiter Stecher Consulting
Weiterbildungen
Krankenpfleger AKP

Pflegemanagement VESKA (H+)

eidg. dipl. Marketingplaner

höheres Managementdiplom ifks

verschiedene Weiterbildungen in den Bereichen Marketing, Management im Gesundheitswesen, Preisstrategien und Optimierungen, interkulturellen Verhandlungen, Personalplanung und Mitarbeiterführung Universität Bern + Zürich (CH) sowie Universität Sussex (GB)
B

blueshadow81

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
09111
0
Wir waren 10 Monate in der Schweiz und ich konnte mich nie daran gewöhnen, das Arbeiten ist schon okay aber das drum herum oje. Erstens ist das mit der Krankenkasse noch verrückter als bei uns. Sie ist zu vergleichen mit unserer privatversicherung,das heißt du zahlst alles selbst,kannst eine franchise aussuchen (Selbstbeteiligung,die du erstmal bezalen mußt bevor du überhaupt was wieder bekommst) und später wenn du mehr kosten als dein franchise hast bezahlt die kasse immer nur 90% von deiner rechnung. Du kannst natürlich ohne wählen,aber dann ist der betrag entsprechend hoch.
Den Zahnarzt muß man komplett selber bezahlen (Wurzelbehandlung 1200- franken ca.900). Und vorsorgeuntersuchung wie frauenarzt finden alle 3 jahre statt.
falls du mal kinder haben willst nicht in der schweiz, ab 5 jahren steht die eine versorgung zur verfügung, wenn mann glück hat ab 4. oder man sucht sich eine tagesmutter aber das ist auf die dauer recht teuer.
die lebenserhaltungskosten sind auch nicht von schlecht eltern. die wohnungen die recht günstig sind,sind auch dementsprechend schäbig. Weiterhin bezahlt man Müllgebühr und dann muß man noch Mühlmarken für jeden Müllsack kaufen. Lebensmittel sind auch sehr teuer,viele schweizer gehen in deutschland einkaufen. zB.kostet ein Kilo Fleisch fast ca 20,-€.
Die Schweizer sind zwar freundlich aber man braucht sehr lange um freundschaften aufzubauen. und man wird immer als ausländer angesehen egal wie lange man dort ist (vorallendingen bei den Behörden,auch wenn man den schweizer pass bekommt) Das äußert sich dann zB bei versicherung etc. Achja wenn man ein Mietvertrag muss man eine Versicherung abschließen, ich glaube es war die Haftpflichtversicherung.
Das sind aber unsere persönlichen erfahrung und wir sind auch wieder nach deutschland zurückgekommen.
es gibt sicherlich auch andere meinung. natürlich muß das jeder für sich selbst entscheiden.

 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
stationär
S

swissbee

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
8737
0
salu blauemöwe,
die idee in die schweiz zu gehen, finde ich per se brilliant (hier fehlen waaahnsinnig viele pflegekräfte), aber sie sollte nicht leichtfertig gefällt sein. viele deutsche vergessen, dass die schweiz eben nicht ein weiteres bundesland im süden, sondern ausland ist, und sind dann überrascht, dass hier eben nicht alles läuft, wie in deutschland (Krankenkasse zum beispiel :rolleyes:) wenn du aber deinen lebensmittelpunkt gedanklich in die schweizverlegen kannst, ist es hier sehr angenehm zu leben.
die arbeit hier ist bedeutend verantwortungsvoller, freier und befriedigender als in deutschland, du hast viel mehr kompentenzen und es läuft viel weniger hierarchie. die schweizer anerkennung kannst du nach 12 monaten praxis in ch beantragen und erhälst dann auch den gleichen lohn wie schweizer(innen).
ich lebe und arbeite jetzt seit 22 jahren in der schweiz und würde unter gar keinen umständen mehr zurück nach deutschland. bei den berichten über die pflege dort krieg ich ne gänsehaut.:mad:
alles gute bei deiner entscheidung
liebe grüsse vom zürichsee
swissbee
 
Qualifikation
Pflegefachfrau
Fachgebiet
akutpflege
F

Freies Huhn

Mitglied
Basis-Konto
0
78476
0
Hallo,

ich wohne am Bodensee und möchte auch gerne in der Schweiz arbeiten. Wenn man an der Schweizer Grenze wohnt und Grenzgänger ist lebt man auch nicht schlecht. Ich habe mich bereits bei Stecher Consulting beworben und sie sind sehr hilfreich. Sie geben dir Tipps wie du was erreichen kannst und beraten dich gut. Ich selber möchte nicht in die Schweiz ziehen aus verschiedenen Lebensgründen. Mal sehen wie es klappt und ob überhaupt :) dir Blaumöve wünsche ich auf jeden Fall viel Erfolg :thumbsup2: Aber es ist nun mal tatsache das man in der Schweiz um einiges besser verdient als in Deutschland allerdings sind die Voraussetzungen auch anders.

Grüßle Cassy
 
Qualifikation
Freiberufliche Pflegefachkraft, Wundexpertin ICW
Fachgebiet
Selbstständig, Süden
Weiterbildungen
Im November 08 Fortbildung als Wundexpertin ICW gemacht.
B

bien2

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
8002
0
Hallo !
Ich bin seit 15Jahren in der Schweiz, wovon ich 13 Jahren Voll- bis Teilzeit arbeite. Habe auf Normalstation angefangen und arbeite seit einigen Jahren auf einer Überwachungsstation.
1. Der Unterschied zum arbeiten in Deutschland ist in meiner "Erinnerung" sehr gross! In der Schweiz wird man 'eingearbeitet', was in Deutschland doch häufig ein Fremdwort ist ( oder hat sich was geändert...?).
2. Die Stationen sind personell wesentlich besser besetzt, zudem gibt es sogenannte Pflegeassistenten durch die man sich mehr auf die Pflege konzentrieren kann. Das ist der Pflegequalität sehr zuträglich . (-Ich musste damals erst mal wieder lernen mit den Pat. zu sprechen, statt Suggestivfragen zu stellen...)
3. Der Einstieg wäre sicher hart für Dich, denn Du hast hier z.B. auch mehr 'Kompetenzen' als in Deutschland, Pflegedokumentation wird gross geschrieben, etc. Ausserdem beträgt die Arbeitszeit (bei 100%) 42Std./Woche. - Ich denke meistens wird man verlangen das Du mind. die ersten 3 Monaten Vollzeit arbeitest.
4. Die Schweizer sind sehr höflich, freundlich-distanziert und nicht so offen (und laut) wie die Deutschen. Auf meiner Station sind ca die Hälfte der Pflegenden aus Deutschland !
5. Es stimmt, den Zahnarzt muss man selber bezahlen - also immer schön putzen !
6. In Zürich muss man sich für Kinder unter 4 Jahren einen Krippenplatz besorgen. Da kann schon mal ein Jahr in's Land ziehen. Kindergarten- und Schulkinder benötigen einen Hortplatz für Nachmittags, auch das ist nicht garantiert vorhanden ! Mit Kindern muss man sich ständig organisieren. Arbeitet man Teilzeit bedeuted dies meist volle 8 1/2 Std. pro Tag, einfach weniger Tage insgesamt
7. Alles ist teurer (oder fast), auch das ist korrekt. Vergessen zu erwähnen wurde dabei das Gehalt, welches bedeutend höher ist als in Deutschland. Hat man keine Kinder, dann kann man hier ausgesprochen gut leben . - Ich denke ein Grund für viele Ausländer hier zu bleiben ist der gute Lebensstandart. ( auch wenn es nur 4 Wochen Ferien/ Jahr gibt). So arbeiten wir als Familie insgesamt 140% mit
2 Kindern ( 2 Tage Hort/Woche) und kommen so ganz gut klar.
 
Qualifikation
Diplom. Pflegefachfrau
Fachgebiet
IMC
B

bien2

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
8002
0
... habe noch etwas vergessen:
Ich habe hier fachlich sehr viel gelernt, empfinde mich als professioneller als zuvor. Ich kann mir nicht mehr vorstellen in Deutschland zu arbeiten - alleine Nachtwache bei 40 Pat. ...!
Es ist unbedingt bereichernd es mal eine Weile zu machen ( zurück wollten wir ja sowieso alle nach einem Jahr ...?)
 
Qualifikation
Diplom. Pflegefachfrau
Fachgebiet
IMC
B

bien2

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
8002
0
... und man kann sich auch direkt bei den Spitälern bewerben, - die sagen einem schon alles was man zu tun hat.

Trau' Dich, sonst wirst es nie wissen ...
 
Qualifikation
Diplom. Pflegefachfrau
Fachgebiet
IMC
B

Bigmanpascal

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
50354
0
Also ich bin nun schon seid ca 6 Monaten in der Schweiz am arbeiten und kann nur sagen das es der richtige Schritt war.
Ich bin mit Workplanet in die Schweiz. Die haen es mir sehr gemütlich gemacht und mir auch den Job besorgt den ich haben wollte und das kostenfrei.
Man kann sich auch selber bewerben, aber laut meiner PDL arbeiten sehr sehr viele Kliniken nur noch mit Agenturen zusammen, da sie sich da viel Sichtungszeit und auch selektierungen sparen können.
Nur leider gibt es auch viele Agenturen die nicht wirklich so gut sind.
Aber ich kann dir nur Workplanet empfehlen.
Auch beim Umzug haben die mir beid er Wohnungsuche geholfen und bei den Behördengängen.
Ich in rundum zufrieden.
Grüße Pascal
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Zug
Swissbizkit

Swissbizkit

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
3072
0
Hallo !
Ich bin seit 15Jahren in der Schweiz, wovon ich 13 Jahren Voll- bis Teilzeit arbeite. Habe auf Normalstation angefangen und arbeite seit einigen Jahren auf einer Überwachungsstation.
1. Der Unterschied zum arbeiten in Deutschland ist in meiner "Erinnerung" sehr gross! In der Schweiz wird man 'eingearbeitet', was in Deutschland doch häufig ein Fremdwort ist ( oder hat sich was geändert...?).
2. Die Stationen sind personell wesentlich besser besetzt, zudem gibt es sogenannte Pflegeassistenten durch die man sich mehr auf die Pflege konzentrieren kann. Das ist der Pflegequalität sehr zuträglich . (-Ich musste damals erst mal wieder lernen mit den Pat. zu sprechen, statt Suggestivfragen zu stellen...)
3. Der Einstieg wäre sicher hart für Dich, denn Du hast hier z.B. auch mehr 'Kompetenzen' als in Deutschland, Pflegedokumentation wird gross geschrieben, etc. Ausserdem beträgt die Arbeitszeit (bei 100%) 42Std./Woche. - Ich denke meistens wird man verlangen das Du mind. die ersten 3 Monaten Vollzeit arbeitest.
4. Die Schweizer sind sehr höflich, freundlich-distanziert und nicht so offen (und laut) wie die Deutschen. Auf meiner Station sind ca die Hälfte der Pflegenden aus Deutschland !
5. Es stimmt, den Zahnarzt muss man selber bezahlen - also immer schön putzen !
6. In Zürich muss man sich für Kinder unter 4 Jahren einen Krippenplatz besorgen. Da kann schon mal ein Jahr in's Land ziehen. Kindergarten- und Schulkinder benötigen einen Hortplatz für Nachmittags, auch das ist nicht garantiert vorhanden ! Mit Kindern muss man sich ständig organisieren. Arbeitet man Teilzeit bedeuted dies meist volle 8 1/2 Std. pro Tag, einfach weniger Tage insgesamt
7. Alles ist teurer (oder fast), auch das ist korrekt. Vergessen zu erwähnen wurde dabei das Gehalt, welches bedeutend höher ist als in Deutschland. Hat man keine Kinder, dann kann man hier ausgesprochen gut leben . - Ich denke ein Grund für viele Ausländer hier zu bleiben ist der gute Lebensstandart. ( auch wenn es nur 4 Wochen Ferien/ Jahr gibt). So arbeiten wir als Familie insgesamt 140% mit
2 Kindern ( 2 Tage Hort/Woche) und kommen so ganz gut klar.
Ich bin mittlerweile seit 4 1/2 Jahren in der Schweiz und habe es nie bereut!!

Die Äusserungen von "bien" kann ich so ziemlich unterschreiben.

Beruflich hervorzuheben sind wirklich die Arbeitsbedingungen. Diesem Niveau passt man sich aber leider sehr schnell an und schimpft dann wiederum über diese Situationen :)

Dennoch fühle ich mich hier sehr wohl und habe mich beruflich sehr schnell weiterbilden können/dürfen (was gut gefördert wird).
Ich kann Dir auf jeden Fall den Gebrauch einer Vermittlungsagentur empfehlen. Diese sollte gratis sein und recht schnell. Meist kümmern die sich schon um Krankenkasse und das was fürs erste wichtig ist.

Achtung: Eine Anerkennung Deiner Ausbildung beim Schweizerischen Roten Kreuz benötigst Du nur dann, wenn Du vor hast länger zu bleiben. Es ist NICHT obligatorisch!! -> sehr teuer...:spinner: Dennoch scheint es einige Arbeitgeber zu geben, die das fordern (mir nicht bekannt).
J
e nachdem wie Deine Fremdsprachenkenntnisse sind, solltest Du auf die Kantone achten, die nicht deutschsprachig sind.
Damit wären wir schon bei nächsten Thema. Mundart ist fast eine Fremdsprache. Man braucht einfach etwas Zeit, um sich da "reinzuhören" :)
Falls sonst noch Fragen sind...:wink:
 
Qualifikation
dipl. Pflegefachmann HöFa I, Trainer für Aggressionsmanagement
Fachgebiet
Akutpsychiatrie
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.