Durchschnittliche Verweildauer in der Pflege

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Stripping

Hallo :-(

derzeit geht es mir nicht gut. Ich denke oft darüber nach, den Pflegeberuf an den Nagel zu hängen. Ich habe zwar immernoch viel Freude daran, aber die Umstände machen mich mehr als kaputt. Es kann sehr gut möglich sein, dass meine Erkenntnis an meiner derzeitigen Stelle liegt (habe darüber schon berichtet), aber ich habe keine Hoffnung, dass es anderswo anders laufen könnte. Die Pflegekräfte zerfleischen sich selbst und kämpfen sich als Einzelkämpfer hindurch. Wenn ich meine Stelle ansehe, ist es auch kein Wunder. Ich bin ca 15 Jahre in der Pflege, seit knapp einem Jahr Fachkraft und manchmal wünsche ich mir, wieder zurück in die Zeit als Helferin. Ich hatte zwar weniger Geld, dafür weniger Verantwortung.
Dann frag ich mich, ob es wirklich schon alles gewesen ist, was mir jemals in der Altenpflege schon begegnet ist? Was ist mit meinem sehr guten Examen, meine guten Eigenschaften, die nicht genutzt werden? Ich wette, das geht den allermeisten so! :ermm:
Wenn ich daran denke, dass ich noch über 20 Jahre in der Pflege arbeiten müsste, das wäre zum heuuuulen. Meine Wiederstandsressourcen sind niedrig und die Anforderung an mich ZU hoch. Zu hoch, WEIL mich nicht die Pflege ansich, sondern der Umstand fertig macht. Man braucht soviel Kraft, sich für normale Arbeitsbedingungen einzusetzen. Dabei sollte es vorrausgesetzt werden. Vielleicht muss mein Ansruch schleunigst runter? Vielleicht bin ich nichtsmehr für die Pflege? Ich weiß nichtsmehr. Was hat mich dazu bewogen, mich einst für die Pflege zu entscheiden? DAS, was mir heute zwar immernoch Freude bereitet, doch der Umstand überwiegt deutlich.

Früher bin ich gerne mal an freien Tagen abends weg gegangen oder mich gerne geschminkt oder die Haare toll hergerichtet. Alles ist so uninteressant für mich geworden, mir gibt es nichtsmehr.
Die Pflege ist einfach nur HART...


Wer von euch hat die Pflege eigentlich schonmal verlassen? Wie war es?
 
leaving-the-moon

leaving-the-moon

Unterstützer/in
Fördermitglied
29.06.2011
Karlsruhe
AW: Durchschnittliche Verweildauer in der Pflege

Ich würde mal noch ins Auge fassen ob du nicht irgendwie eine depressive Verstimmung/Phase oder was in Richtung Burn-out hast.

Es scheint dir alles zuviel zu sein, es macht dich alles fertig, die Kollegen, die Verantwortung, du sehnst dich nach früheren Zeiten zurück.

Ich sage damit nicht dass es so ist, es liegt vieles im Argen in der Pflege - ich möchte dich nur darauf hinweisen, dass deine momentane Frustration auch mehrere Ursachen haben kann.


Ich bin seit 1995 in der Pflege und war ein Jahr mal vom Bett weg mit einer Schreibtischposition. Was ich genrell gut fand. Warum ich jetzt wieder am Bett stehe ist eine Sache die damit nix zu tun hat.. man muss halt seine Brötchen verdienen.
 
Qualifikation
PFK Intensiv und Anästhesie
Fachgebiet
Freiberufler, Intensiv und Anästhesie
Weiterbildungen
abgebrochenes Studium von anno dunnemal, FWB Anästhesie und Intensiv, FWB Stationsleitung, Peer Toutoring Kinaesthetics,
S

Stripping

Themenstarter/in
AW: Durchschnittliche Verweildauer in der Pflege

Ich sage damit nicht dass es so ist, es liegt vieles im Argen in der Pflege - ich möchte dich nur darauf hinweisen, dass deine momentane Frustration auch mehrere Ursachen haben kann
Privat ist alles in Ordnung. Mir geht es sogar sehr gut. Es wäre für mich sehr interessant, wieviele PFK mit ihrem derzeitigen Beruf richtig zufrieden sind und ihre Vorstellungen von ihrem Beruf erfüllt wurden. Es würde mich auch interessieren, ob die erste Zeit nach Examen von anderen auch so negativ bewertet wird? Für mich ist es ein ganz schön hartes Geschäft, sich auch als Fachkraft selbstbewußt zu positionieren und trotzdem noch in diesem Stress kühlen Kopf zu bewahren. Als Berufsanfänger (bin ich auch trotz Helfererfahrung) wird es einem nicht leichter gemacht. Ich glaube, ganz im Gegenteil sogar.
 
Pflegeboard.de

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Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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