Druck von Betreuern

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Borchert

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Hallo zusammen,

zur Zeit quählt unser Haus ein kleines Problem.
2 Betreuer meinen die Pflege zu ihrem eigen zu machen.

Kleines Beispiel: Mutter hat gerötete Stellen am Gesäß, soll jedoch regelmäßig mobilisiert werden. Es wurden viele viele Gespräche geführt, auch mit der Heimleitung. Jetzt hat der Betreuer beim Geschäftsführer angerufen. :spinner:

Frage: gibt es bestehende Vordrucke, in denen der Betreuer die Verantwortung der "angeordneten Pflegedurchführung" (mit Unterschrift) an sich nimmt? Sprich Erleuterung der Gefahr, Standart und Maßnahme.
Oder wie handhabt ihr dies bei euch?

Über eure beratende Hilfe währe ich sehr dankbar.

Grüße
borchert
 
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stupanka

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Hallo
ich verstehe jetzt das Problem nicht ganz.Auch bei geröteten Stellen am Gesäß kann und soll doch mobilisiert werden.Der Betreuer kann im Sinne des Betreuten Entscheidungen treffen.Trotzdem obliegt die pflegefachliche Seite der Einrichtung.Sollte es Differenzen geben würde ich mit dem HA Rücksprache halten,mit dem Betreuer und das Gespräch dokumentieren.Bei Anordnungen des Betreuers die dem BW nachweislich schaden kann im Ernstfall das Vormundschaftsgericht eingeschaltet werden.Ihr dürft nichts tun,auch nicht auf Anordnung des Betreuers, was dem BW Schaden zufügt.
Lg stupanka
 
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Borchert

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Hallo
ich verstehe jetzt das Problem nicht ganz. :suche:

Das ist mir schon bewust. Es sind auch bereits Gespräche mit der Heimleitung gelaufen.
Das Problem bei mir ist, dass ich Formulare liebe. Diese sind gut und einfach zu handhaben und schnell zur Hand.
Werden bei euch Gespräche nur im Pflegebericht dokumentiert? Ist im nachhinein nur mit einem hohen Zeitaufwand nachfollziehbar. Ich lasse mir gerne auch "schwierige Gespräche" gegenzeichnen. Daher stammt meine Idee.

Grüße
borchert
 
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postoperativ

postoperativ

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Das Problem bei mir ist, dass ich Formulare liebe. Diese sind gut und einfach zu handhaben und schnell zur Hand.
Ist doch perfekt. :thumbsup2:
Entwickle doch ein Gesprächsprotokoll über ein Zeilvereinbarungsgespräch
mit dem Betreuer.
Da bist du auf der sichern Seite und findest es bestimmt schneller als wenn`s im Berichteblatt dokumentiert wird. Datum, Unterschrift, vereinbartes Zeil, etc... sind hier auch besser zu erkennen.
 
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Borchert

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ein Gesprächsprotokoll zu erstellen ist eine Kleinigkeit.
Ich dachte oder denke das es für Betreuer auch Gesetze gibt.
Daher bin ich auf der Suche nach solch einem Vordruck oder Schreiben. In diesem soll ein Betreuer auf seine Pflichten in Hinsicht des Betreuten hingewiesen werden. Des Weiteren natürlich auch auf die pflegerische Seite / Standpunkt.
 
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postoperativ

postoperativ

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Hallo Borchert
da hab ich dich falsch verstanden.

Gesetze und Richtlinien zur Betreung bzw. für Betreuer gibt es.
Frag doch mal beim Amtsgericht nach.
Es gibt doch auch Betreuungsvereine da könntest du auch Info`s erhalten.

Lg, postoperativ
 
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Borchert

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Hallo Postoperativ,

ist eine Möglichkeit. Hatte heute mit einer Berufsbetreuerin ein Gespräch. Sie wird mir Unterlagen zukommen lassen. :thumbsup2:
Ich denke mir auch, dass mit solch einem Schreiben Betreuer etwas nachdenklich werden und wieder auf den richtigen "Weg" kommen. :wink:

Grüße
P. Borchert
 
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theresa

theresa

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Hallo,
muß mich jetzt mal als Betreuer hier melden, auch wenn ich damit vielleicht in ein Wespennest steche.
Für mich ist es ganz selbstverständlich (da ich auch die Sorge in Gesundheitsfragen habe) das wenn Probleme auftauchen, ich mich an die PDL wende. Aus Sicherheitsgründen, habe ich eine genaue Dokumentierung verlangt. (Wunddoku u.s.w) Habe leider auch schon eine schlechte Zusammenarbeit erleben müssen und habe mich so an die Heimleitung gewendet. Muss aber dazu sagen das ich auch schon eine schlechte Zusammenarbeit mit Ärzten hatte und diese dann auch gewechselt habe.
Für mich hat die Gesundheitfrage einen hohen Stellenwert, dafür lege ich mich auch mit Krankenkassen, Therapeuten und anderen an.
Wenn ich am Ende eines Jahres meinen schriftlichen Bericht beim Amtsgericht abgebe, muss ich mich Rechtfertigen, ob ich alles Erdenkliche getan habe zur Erhaltung der Gesundheit.
Für mich ist es auch noch eine Gewissesfrage: Habe ich wirklich dazu beigetragen, das ich bei meinem Schützling (je nachdem wie schwer betroffen) alles Erdenkliche unternommen habe, um wenigstens ein klein wenig Lebensqualität zu erhalten.
Mir ist in all meinem tun außerdem aufgefallen, das es oft Kommunikationsprobleme sind die zu Schwierigkeiten führen. Diese kann man aber durch Ruhe und Diplomatie oft lösen.

Gruß Theresa
 
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stupanka

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Hallo borchert,sry Fragestellung einfach von mir falsch interpretiert

Hallo Theresa,wieso Wespennest? Genauso erwarte ich die Arbeit eines Betreuers

Lg stupanka
 
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Borchert

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Hallo Theresa,

diese Einstellung lobe ich mir.
Ich werde jedoch nie verstehen, dass manche Betreuer eine Perfektion an Pflege verlangen. Selbst aber massive Fehler veranstalten.
Durchgeführte pflegerische Maßnahmen werden in unserem Haus meistens tief besprochen und begründet, jedoch meinen manche Betreuer (auch Angehörige) den eigenen Willen durchzuboxen (siehe mein Beispiel / auch wenn der Wille eine Gefahr der Pflege darstellt).
Wie würden sie damit, als PDL, umgehen? Auch ein Altenheim muss sich absichern. Es steht auch ein gewisser Ruf auf dem Spiel.

Gruß
P. Borchert
 
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Jungsmama4

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Hallo theresa,

solche Betreuer wie dich sollte es mehr geben, ich kenne leider einige denen es nur wichtig ist, das ja nicht ein Euro zuviel für den Betreuten ausgegeben wird.
 
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theresa

theresa

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@Jungsmama4,@stupanka und Borchert,
danke ersteinmal viel das nette Feedback :rotwerd:

Habe mir so meine Gedanken gemacht über deine frage Borchert.
Ich weiß das viele Missverständnisse oder auch Unklarheiten in der Kommunikation stecken. Mich hat es wirklich immer geärgert, wenn ich mit einer Pflegekraft gesprochen habe, das es ein anderes mal als ich im Heim auftauchte, dieses wieder ganz anders ausgelegt wurde. Darum ist es für mich wichtig EINE Ansprechperson im Heim zu haben. Im meinem Fall ist es die PDL, aber auch erst nachdem ich sie überzeugen konnte das es für beide Seiten von nutzen ist. Außenstehende sehen immer nicht das Ausmaß was in der Pflege abgeht, ihnen geht es nur um den Angehörigen oder Betreuten. Hier sollte, wenn es um Pflegerische-maßnahmen geht, drauf aufmerksam gemacht werden, das dieses nur mit Ärztlicheranordnung geht. Denn auch wenn ein Betreuer die Gesundheitsorge hat, so ist er aber nicht berechtigt Anordnungen zu machen wie Pflege funktioniert. In diesem Fall sind Dokumentationen wirklich unerlässlich, jedes Gespräch auch Telefongespräche , sowie auch Wunddokumentation erstellen. Für mich als Betreuer war es wichtig sie jederzeit einsehen zu können, für die PDL war es eine Absicherung. Leider musste ich auch schon eine sehr schlechte Kooperation erleben, obwohl ich mich bemüht habe Kompromisse als Lösung zu finden. Da blieb für mich nur ein Heimwechsel.
Als PDL habe ich wirklich nicht viele Möglichkeiten, vorallem kommt es ja auch auf die Hausinterne-Situation an. Und die ist ja wie wir alle wissen nicht in allen Häusern super toll. Aber wie ich immer sage: Dokumentation ist unsere Lebensversicherung!!

Hoffe ich bin jetzt nicht zu sehr Abgeschweift:laughing:

Theresa
 
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Borchert

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Hallo Theresa, Jungsmama4 und Stupanka,

das wird auch das Beste sein.
Nach langem Forschen kam ich auf keine weitere Lösungen. Pflegerische Problematiken, speziell entstandene Fehle, werden immer auf die Pflege rückgekoppelt.
Als Fazit habe ich mir mit auf den Weg genommen, eine überaus "perfekte" Dokumentation führen zu lassen und ein Gespräch mit der Heimleitung, der Wohnbereichsleitung und der Betreuerin zu führen.

Ich bedanke mich für den guten Kontakt. :thumbsup2:

Liebe Grüße
Borchert
 
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anubis

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Hallo ,

Eigentlich ist alles in den Internationalen Stand. beschrieben was Du für Pflichten gegenüber Deinen Bew. hast. Alles was mit der Pflege direkt am Bew.zu tun hat ist Dein Hut und nicht der Hut von Betreuern!!!!!!! . Du hast die Pflicht im Rahmen der Aufklärung über bestimmte Probleme mit den Angehörigen / Bew. / Betreuer beratende Gespräche zu führen. Wenn Du das getan hast dann bitte sorgfälltig dokumentieren und vom Betreuer/Angehörigen/Bew. und einen Arzt unterschreiben zu lassen damit bist Du immer auf der richtigen Seite.( Sie sind gesetzlich verpflichtet). Der Betreuer kann und hat das recht Kurveneinsicht durchzufühen und gegebenfalls eine andere Institution mit ins Boot zu holen aber, er nicht das Recht Dir / Euch in die Pflege rein zu reden.
Die meißten Betreuer davon mal ganz abgesehne sollten sich mehr um die Leute kümmern als das Sie auf das Pflegepersonal und deren Arbeit schauhen.
PS : nicht Persönlich nehmen aber man spricht / schreibt nur aus der Erfahrung herraus !!!!!
Mfg
anubis
 
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Pflegeheim :)
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