Dringend Info zu Morphium am Lebensende gesucht

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ClaudiaM

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Liebe Mitlesende,

meine Mutter liegt im Sterben (Krebs und div. andere), sie ist zuhause, wo meine Schwester sie pflegt, die keinerlei Vorerfahrungen mit Sterbenden hat. Wir telefonieren (ich wohne weit entfernt) und sie sagt mir, was gerade los ist - es ist der feste Wunsch meiner Mutter und Schwester, dass sie zuhause stirbt.
Seit gestern steht meine Mutter nicht mehr auf - ich konnte das meiner Schwester (die ein bisschen in Panik ist, da sie nicht weiß, wie "sich richtig verhalten") als natürlichen Verlauf des Sterbens vermitteln. Bisher hat sie immer zum Aufstehen gedrängelt, ich riet ihr, keinen Druck auszuüben, sondern sie so sein (und eben auch liegen) zu lassen, wie es ihr gerade ist.

Als Medikamentierung gegen den Schmerz bekam sie Morphiumpflaster, 12,5 mg. Das hat meine Mutter nach 6 Tagen abgesetzt, um mal eine Pause zu machen. Das war keine gute Idee, denn am 2.Tag "brach sie zusammen", bzw. steht nun eben nicht mehr auf und leidet auch unter erheblichen Schmerzen bei jeder Bewegung (schreit gelegentlich! Sehr belastend für meine Schwester, die auch ihre 3 Kinder im Haushalt hat). Es scheint, das Pflaster wirkt nicht mehr, was auch von der Artzpraxis bestätigt wurde. Nun wurde beschlossen, die Dosis zu erhöhen (2 Pflaster gleichzeitig). Wir hoffen, das entspannt die Lage.

Meine Frage: Wo kann ich mich über die "übliche" Medikamentierung am Lebensende informieren? Ist das Pflaster das Ende der Fahnenstange? Oder gibt es noch andere Verabreichungsformen??? Ist es "normal", dass Morphium in bestimmter Dosierung nach ABSETZUNG und späterer Wieder-Aufnahme einfach nicht mehr wirkt??? Ist der (evtl. demnächst erfolgende) "Umstieg" auf hoch dosiertes Paracodin (das sich im Körper in Morphium wandeln soll) eine Standardtherapie? Wenn nein, welche ist es?

Was kann noch alles an "typischen Problemen" kommen??? Noch hat sie gegessen und getrunken - was tun, wenn sie das nicht mehr will?

Hat man ein Recht darauf, die notwendige Versorgung (evtl. andere Medikamentierungsformen als Pflaster...) auch zuhause zu bekommen - oder MUSS man dafür in ein Krankenhaus?? Das will sie keinesfalls, auch meine Schwester will es nicht.

Über jede Info bin ich froh!

Liebe Grüße

Claudia
 
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Isis

Isis

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16.05.2005
2
Hallo Claudia,
zunächst einmal Hut ab vor der Courage Deiner Schwester!!
So, nun zu Deinen Fragen, von denen ich Dir leider nicht alle beantworten kann.
Ein Morphium-Pflaster zwischendurch abzusetzen ist, wie Ihr ja schon erfahren habt, keine gute Idee. Das Pflaster sorgt dafür, daß eine bestimmte Menge an Morphium kontinuierlich an den Körper abgegeben wird, in Eurem Fall 12,5 µg pro Stunde. Dies widerum ist gut, da der Wirkstoff (bei den meisten Pflastern Fentanyl oder halt auch Morphium) einen Therapiespiegel hält, der Wirkspiegel also nicht hin und her schwankt, was für den Patienten sehr unangenehm ist. Zusätzlich werden für die Schmerzspitzen noch Novaminsulfon-Tropfen (bekanntester Markenname Novalgin) verordnet, manchmal auch Tramadol-Tropfen oder auch Sevredol-Tabletten als recht schnell wirkendes Schmerzmittel im Gegensatz zu Retardtabletten (der Wirkstoff in Sevredol ist ebenfalls Morphium). Gerne wird auch Amitryptillin verordnet, eigentlich ein Antidepressivum, welches aber auch die Eigenschaft hat, die Schmerzgrenze im Gehirn zu erhöhen und es dem Patienten ermöglicht, den Schmerz anders bzw. weniger wahrzunehmen.
Trotzdem kommen sehr viele Krebspatienten an einen Punkt, an dem die bisherige Wirkung von den Pflastern nachlässt, dann kann man die Dosis auch erhöhen (ich kenne Pflaster von 12,5 µg bis 150 µg). Natürlich gibt es auch hier Nebenwirkungen, die bekanntesten dürften wohl Obstipation (also Verstopfung) und Müdigkeit sein. Aber für die Gegenleistung, keine Schmerzen mehr zu haben, ist dieser Preis wohl nicht zu hoch. Obstipationsprophylaxe kann man prima mit viel Flüssigkeitszufuhr machen, sehr oft aber wird auch Lactulose empfohlen, besonders, wenn der Patient kaum mehr trinken kann oder will.
Wenn Deine Mutter nicht mehr richtig essen und trinken kann oder will, sollte man dies als normale Phase im Sterbeprozess akzeptieren - auch wenn es sicher schwerfällt. Dass Deine Mutter stirbt, ist ja allen Beteiligten klar, und ihr "zwangsweise" Nahrung zu zu führen ist ebenfalls für alle Beteiligten keine angenehme Sache.
Das Morphium oder andere starke Schmerzmittel kann man auch als Tropfen, Tabletten oder subcutan Injektionen verabreichen, und dafür muss man ganz sicher nicht in eine Krankenhaus gehen. Es ist nur sehr wichtig, wegen des Wirkspiegels, der ja konstant sein soll, die Medikamente immer pünktlich zu verabreichen (oft alle 4 Stunden, manchmal auch genau alle 8 Stunden, das legt der Arzt fest).
Ihr solltet Euch mit dem Hausarzt Deiner Mutter über die genaue Medikation unterhalten, falls er/sie in diesem Thema nicht so fit ist, bittet Ihr ihn einfach, eine Überweisung zu einem Schmerzspezialisten (meistens niedergelassene Anästhesisten) auszustellen. Ebenfalls möglich wäre eine Verordnung für ambulante Pflege, wo also jemand vom Pflegedienst ein- oder mehrmals täglich kommt und, je nach Umfang der Verordnung, die Körperpflege Eurer Mutter übernimmt oder auch nur die Verabreichung der Medis macht (wenn z.B. Deine Schwester sich die subcutan Injektionen nicht zutraut).
Außerdem solltet Ihr versuchen, zu einem Hospizverein Kontakt aufzunehmen. Dort wird man Euch gerne beraten, außerdem machen die auch die Sterbebegleitung, sowohl für den Sterbenden als auch für die Angehörigen.

Ich wünsche Euch alles Gute!!!

Isis
 
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Krankenschwester/Nachtwache
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Altenpflegeheim
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ClaudiaM

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Hallo Isis,

herzlichen Dank für deine ausführlichen und schnellen Infos und die ermunternden Worte!! Ich habe das bereits an meine Schwester weiter geleitet und im übrigen recherchiert, was es am Wohnort meiner Schwester (die keinen Netzanschluss hat) an kompetenter Hilfe jenseits des Hausarztes gibt (der ist grad in Urlaub und seine Praxis betreut die Medikation weiter, dabei nicht gerade viel "beratend").

Ich wurde auch fündig, es gibt ein Schmerz- und Palliativzentrum, einen ambulanten Hospiz-Dienst - nun muss ich noch meine Schwester dazu bewegen, das auch in Anspruch zu nehmen. Sie hängt an dem Hausarzt, gegen den auch nichts zu sagen ist, aber viel Hilfe/Unterstützung/Beratung kommt eben aus der Richtung im Moment nicht. Da noch eine zweite Schwester "vor Ort" lebt, die sich ebenfalls kümmert, denke ich mal, dass das gelingen wird.

Dir jedenfalls herzlichen Dank, es ist schon mal gut zu wissen, dass diese Pflaster nicht das Einzige / das Ende der Fahnenstange sind und dass mein eigener Rat, meine Mutter nicht mehr zu "drücken", durchaus ok ist.

Liebe Grüße

Claudia
 
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Isis

Isis

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16.05.2005
2
Hallo Claudia,
der Hausarzt macht bestimmt alles, was er kann, um das Lebensende Deiner Mutter so angenehm wie möglich zu gestalten - aber vermutlich ist er kein Schmerzfachmann, und das kann man ihm auch nicht verübeln. Um eine Überweisung oder eine zweite Meinung zu bitten heißt ja nicht, den Hausarzt für inkompetent zu halten. Mit meine HA zum Beispiel hätte ich sehr großes Glück was Schmerztherapie betrifft, denn bevor er seinen Facharzt für Allgemeinmedizin gemacht hat, war er schon Facharzt für Anästhesie. Aber wenn es um z.B. chirurgische Dinge geht, dann möchte ich zu einem Chirurgen, und das sieht er auch völlig ein. :eek:riginal:
Ich hatte vor kurzem eine Fortbildung zum Thema "Sterbebegleitung", die von einer Familientherapeutin gemacht wurde, die auch im Hospizverein seit langem tätig ist. Ich war sehr beeindruckt von den ehrenamtlichen Leistungen, die angeboten werden, und vor allem, daß Angehörige sehr stark ins Betreuungsangebot mit einbezogen werden. Ganz bewußt spricht dieser Hospizverein auch von "Lebens- und Sterbebegleitung".

Ich kann mich da nur wiederholen: Ich wünsche Euch viel Kraft und drücke Euch die Daumen!!!

Liebe Grüße
Isis
 
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Monika Bartz

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02.02.2006
4020
Hallo Isis, hallo Claudia!
Ich hab nach meinem Urlaub die Beiträge von euch beiden gelesen und ich bin ganz begeistert über den konstruktiven Austausch.
Einmal weil du, Claudia so offen und so direkt die Sachlage schildern konntest und ich dir große Anerkennung für dein Engagement um deine Mutter zollen möchte. Es ist heutzutage schon was besonderes, wenn man Angehörige zu Hause betreuen möchte und ich bin eine große Verfechterin der Hospiz und der Palliativbetreuung. Arbeite auch auf der Station sehr viel in diese Richtung, aber man trifft bei Angehörigen nicht oft auf Verständis und Entgegenkommen.
Und zum anderen möchte ich, dir ISIS, für deine kompetete Antwort und die Ratschläge meine Anerkennung aussprechen. Ich hätte in ähnliche Richtung geantwortet. Super!
Liebe Grüße von Monika
 
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chrodechilde

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27.02.2006
36039
hallo

Mein Vater ist im November ganz grausam an Krebs mit Knochenmetastasen gestorben. Alles was hier geschildert wird kann ich absolut nachvollziehen.

Ich geb dir zwei dringende Ratschläge.

1. Vergiss den Hausarzt! Alle Hausärzte denken sie könnten sowas in den Griff bekommen. Unser Hausarzt hat wirklich alles getan und war Tag und Nacht für uns im Einsatz aber hat es leider nicht geschafft das Leiden zu lindern.

Deswegen GANZ WICHTIG!!! Geh sofort zu einem Schmerztherapeuten/Palliativmediziener!!!!! Ich werde mir mein Leben lang vorwürfe machen, dass ich als Profi (Kr. Pfleger) diesen Schritt erst viel zu spät gemacht habe.

2. Holt euch Hilfe bei den Hospitz Leuten. Sie haben uns zugehört und geholfen wenn wir nicht mehr weiter wussten, sie haben dafür gesorgt, dass ein Schmerzztherapeut an einem Sonntag abend 1,5 Stunden lang Anamnese und Untersuchung bei meinem Vater gemacht hat und erst ab da wurden diese grauenvolen Schmerzen und die Angst erträglich.
Sie bieten sogar Leute an die bei den Patienten wachen, ggf auch nachts.

Auch wenn es die Hausärzte nicht wahrhaben wollen, sie sind mit solchen Patienten überfordert. Man braucht dazu genausoviel Fachwissen wie als Orthopäde oder Neurologe oder so....

das ist kein Fach das man einem Alleskönner überlassen darf!

Ich wünsch euch auf jeden Fall alles Gute und viel Kraft.

Melde dich mal wie ihr vorankommt.

Gruss

chrodechilderich
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Neurochirurgische Wachstation
U

UlrichFürst

Nachdem auf die anderen Fragen schon eingegangen wurde, möchte ich mich hier nur mal kurz noch auf diesen Teil beziehen:
Es scheint, das Pflaster wirkt nicht mehr, was auch von der Artzpraxis bestätigt wurde. Nun wurde beschlossen, die Dosis zu erhöhen (2 Pflaster gleichzeitig). Wir hoffen, das entspannt die Lage.

Ist es "normal", dass Morphium in bestimmter Dosierung nach ABSETZUNG und späterer Wieder-Aufnahme einfach nicht mehr wirkt???
Nein, es wirkt schon, aber dadurch, dass die Schmerzen schon sehr stark waren, ist es einfach zu wenig. Wenn man frühzeitig etwas gegen Schmerzen unternimmt, kann man insgesamt geringere Dosen verabreichen, als wenn man die Schmerzen erst bekämpft, wenn sie nicht mehr zu ertragen sind.
Deshalb würde auch ich empfehlen: Solange Deine Mutter wenig Schmerzen hat (mit der neuen Therapie) dann könnt Ihr vllt. auch beim Hausarzt bleiben. Aber wendet Euch bitte sobald die Schmerzen mehr werden an eine Schmerzambulanz etc.
Und Hospizverein halte ich auch unbedingt für eine sehr gute Idee!

Viel Kraft auf diesem Weg, wünscht
Ulrich
 
B

Blutswende

Hallo,

endleich mal ein Beitrag in einem Forum, der mir weiterhelfen kann. Da musste ich mich gleich registrieren.

Bevor ich kurz was zu meiner Geschichte schreibe, möchte ich eine für mich sehr wichtige Frage stellen, in der Hoffnung, dass diese dann n icht im darauffolgenden Text "verloren" geht:

Kann man in der häusliche Krankenpflege Morphium (injektiös) verabreichern?

Nun meine Geschichte dazu:
Mein Vater hat vor ca. vier Jahren die schreckliche Diagnose "Prostatakrebs im fortgeschrittenem Stadium", mit Methastasen in der Wirbelsäule erfahren. Dies war für uns alle eien schreckliche Nachricht und der Anfang einer langen Leidensgeschichte, die momentan ihren Höhepunkt erreicht hat.
Im letzten Dezember fing es damit an, dass er kein Wasser mehr lassen konnte und einen Bauchdeckenkathjeder bekommen hat. Im darauffolgenden Februar wurde er frei mal opperiert. Ohne Erfolg. Er kam wieder mit Bauchdeckenkatheder nach Hause, was für Ihn aber kein Problem war. Er sagt, damit kann er leben. Hauptsache zu Hause!
Vor ca. 11 Wochen wurden seine Schmerzen immer schlimmer und er bekam enorme Probleme mit dem Stuhlgang. In dieser Zeit hat er schon Morphiumpflaster (25er) bekommen. Er hatte angst vor dem Krankenhaus und deshalb sehr lange gezögert. Erst als er die schmerzen nicht mehr aushalten konnte, hat er sich wieder einliefern lassen.
Die Diagnose war wiederum schrecklich. Der Tumor hat sich enorm ausgebreitet (Gesprengt). Hierbei kam es zum Darmverschluss und die Nieren arbeiten auch nicht mehr richtig. Zudem sind Metastasen in der Leber und in den Lymphknoten.
Der Darmverschluss wurde sofort opperiert und mein Vater bekam einen künstlichen Ausgnag (stoma) sowie zwei Nierenfisteln. Uns wurde dann mitgeteilt, dass er nicht mehr nach Hause kann und in ein Hospiz muss. Das war ein Weltuntergang für uns.
Am nächsten tag kam eine Sozialarbeiterin und berichtete er könne doch nach Hause. Da gab es wieder etwas Licht am Ende des Tunnels.
Er kam dann für genau zwei Tage nach Hause, ehe er wieder eingeliefert werden musste, da er sich ständig übergeben musste und kaum Flüssigkeit zu sich nehmen konnte. Das war vor ca. 2,5 Wochen.
Nun gingen diverse Untersuchungen ins Land, bis uns mitgeteilt wurde, das er wieder einen Darmverschluss hat und noch maximal drei Tage zu leben hat. Das war die bisher grausigste Nachricht. Wir wussten alle, wie es um Ihn steht, doch wenn man so etwas gesagt bekommt, dann ist dieses Gefühl nicht zu beschreiben.
Mein Vater hat alles ganz gefasst aufgenommen und uns drei Tage lang erzählt, was wir alles erledigen müssen und worauf wir achten müssen und wen wir alles über irgendwelche Dinge informieren müssen. Seit dieser Zeit bekam er ausserdem kontnuierlich Morphium (wenn ich nicht irre 60mg über 24 Stunden verteilt).
Seit dieser erschreckenden Nachricht (3 Tage) sind nun fünf Tage vergangen... Und mein Vater lebt!!!!!!!
Heute waren die Ärzte da und haben mitgeteilt, dass sie über seine Verfassung erstaunt und ein wenig ratlos sind. Aber dass sie sich natürlich auch darüber freuen, ihn so zu sehen. Mein Vater kann wieder lachen und hat seien Humor noch nicht verloren und er nimmt, wie wir, jeden Tag als geschenk, da niemand weis, was morgen ist.
Nun sieht es so aus, das sie meinen Vater unter den gegebenen Umständen entlassen würden, wenn es ohne das Morphium geht. Also haben Sie die Pflasterdosis nochmal erhöht und die Spritze abgestellt. Das war heute vormittag. Bis vorhin, ca 19 Uhr ging das gut und ich hoffe, das er in den nächsten tagen nach Hause kommt, um seinen Lebensabend in seiner vertrauten und von ihm aufge´bauten Umgebung verbringen kann.

Hier noch mal zu meiner obigen Frage. Kann man das Morphium in der Häuslichen Pflege nicht verabreichen (Betäubungsmittelgesetz?).

Danke und Gruß
Blutswende
 
Monika58

Monika58

Aktives Mitglied
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26.09.2005
Bonn
Es gibt nicht den geringsten Hinderungsgrund, Morphium auch in der häuslichen Betreuung zu verabreichen, sobald es verschrieben ist und eine qualifizierte Pflegekraft zur Verfügung steht.

Ich wünsche Dir, Deiner Familie und vor allem Deinem Vater viel Kraft. Es ist toll, wie ihr mit der Situation umgeht
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
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05.01.2006
63110
Hier noch mal zu meiner obigen Frage. Kann man das Morphium in der Häuslichen Pflege nicht verabreichen (Betäubungsmittelgesetz?).
Als erstes wünsche ich Dir, Deinem Vater und der ganzen Familie viel Kraft für die bevorstehende Zeit.

Wenn die Wirkung der Pflaster ausreichend ist, bräuchte Dein Vater nicht die Spritzen. Ist vielleicht angenehmer. (Auch die Pflaster fallen unter das Betäubungsmittelgesetz.)
Alles ist möglich.
Wie steht denn der Hausarzt zur Schmerztherapie? Er wäre ja derjenige, der das entsprechende Mittel verordnet.
Leider tun sich manche Ärzte mit der Schmerztherapie schwer.

In der häuslichen Pflege werden die Schmerzmittel, egal in welcher Form, auch verabreicht. Glaube nicht, dass ein Pflegedienst es nicht tun würde.
Es müsste dann nur ein Dienst sein, der sich auf feste Zeiten beruft. Muss in Rufbereitschaft arbeiten, denn der Schmerz richtet sich auch nicht nach der Uhr- oder Tageszeit.

Nochmals alles gute und viel Kraft
wünscht Euch der Wassermann

 
Qualifikation
Krankenschwester
weissbrk

weissbrk

Unterstützer/in
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07.03.2006
Münster
Hallo Blutswende, hallo ClaudiaM,
einfach nur meine Hochachtung vor Euch und Euren Angehörigen, sowohl den pflegenden als auch den Patienten!
 
Qualifikation
Verwaltung
Fachgebiet
privat
cyberhex

cyberhex

Mitglied
Basis-Konto
08.02.2006
8041
Hallo an ale Lesenden

Hallo Blutswende, hallo ClaudiaM,
einfach nur meine Hochachtung vor Euch und Euren Angehörigen, sowohl den pflegenden als auch den Patienten!
Dieser Thread hat mich sehr berührt, einerseits auch von meiner Seite meine Hochachtung, dass ihr diesen schweren Schritt wagt, eure Angehörige zu Hause bis zu ihrem Ableben zu betreuen. Auf der anderen Seite wünsche ich euch viel Kraft für diese Zeit.

Ich kann mich nur den gesamten Beiträgen anschliessen und euch nochmals ermutigen holt euch wo es geht professionelle und auch ehrenamtliche Hilfe.
Es gibt auf díesem Sektor schon sehr viele Angebote und sie können euch auch entlasten, denn bei der Sorge und Pflege von Patienten dürft ihr auf eines nicht vergessen: EUCH selbst.
Ich habe schon sehr viele pflegende Angehörige gesehen, die nach der Pflege selbst zusammengebrochen sind, da sie auf sämtliche Unterstützung verzichtet haben, aus welchen Gründen auch immer.

Die Angebote sind da, bitte nutzt sie auch

Ich grüsse euch sehr beeindruckt und tiefberührt
Elisabeth
 
Qualifikation
Diplomierte Gesundheits-Krankenschwester
Fachgebiet
Risikomanagement
B

Blutswende

Vielen Dank für die Antworten und aufmunternten Worte.
An dieser Stelle muss ich mich für die Rechtschreibfehler in meinem ersten Artikel entschuldigen. Es war gestern alles etwas hecktisch.
Dies ging allerdings heute noch weiter und endete tatsächlich mit einem kleinen Happy-End, wenn man in einer solchen Situation so etwas sagen darf.

Ich erhielt heute Morgen von meiner Mutter einen Anruf, dass mein Vater wieder von einem Einzelzimmer in ein Mehrbettzimmer verlegt wurde. Etwa eine Halbe Stunde später rief mich meine Mutter erneut an un d bat mich, mit dem Pflegedienst in Verbindung zu setzen, da mein Vater bereits heute aus dem KH entlassen wird. Das war eine wirklich schöne Nachricht.
Inzwischen ist mein Vater zu Hause angekommen und ich hoffe, dass er nun etwas zur Ruhe kommt.
Eine Dame vom Pflegedienst, die mit der Medikamentenvergabe etc. betraut ist, hat Ihn noch heute Vormittag kurzfristig im Krankenhaus besucht und mit dem Arzt die derzeitige Medikamentenliste durchgesprochen. An diser Stelle muss man diesen Pflegedienst mal richtig loben. Ich habe noch nie eine solche Situation erlebt und es hat mich wirklich verwundert, wie aufopferungsvoll die Damen aus diesem Pflegedienst, mit Ihnen unbekannten Menschen umgehen. Ich hoffe daraus etwas zu lernen und denke, dass ich alleine dadurch in Zukunft anders auf Menschen -vorallem auf Hilfsbedürftige Menschen- zugehen werde.

Nun hoffe ich, dass mein Vater noch ein paar schöne Tage in seinem Eigenheim hat, für das er sein Leben lang gearbeitet hat und dann in Ruhe und hoffentlich ohne Schmerzen seine Ruhe findet. Bis dahin werden Meine Mutter, mein Bruder und seine Familie sowie ich und meine Familie alles dafür tun, dass es ihm gut geht.

Bezüglich der Schmerztherapie/Schmerzmittel kommt nachher noch unsere Hausärztin sowie die Dame vom Pflegedienst. Ich denke und hoffe, dass wir in guten Händen sind.

Ich werde Euch auf dem laufenden halten, wenn sich etwas tut.
Vielen Dank für Eure Hilfe und allen da draussen, die es benötigen wünsche ich viel Kraft und Muse, um solch schwere Zeiten durchzustehen.

Liebe Grüße
Blutswende
 
M

Monika Bartz

Mitglied
Basis-Konto
02.02.2006
4020
An Blutswende!
Auch ich möchte dir und deiner Familie viel Kraft und Ausdauer in der Pflege und Betreuung deines Vaters wünschen. Deinem Vater wünsche ich, dass er möglichst schmerzfrei sein darf und engagierte Fachbetreuung bei der Schmerzbekämpfung.
Nachdem ich meine Nichte (13 Jahre alt), zusammen mit ihren Eltern ebenfalls zu Hause bis zu ihrem Tod betreut habe, weiß ich, dass es möglich ist und dass man seine letzten Lebenstage nicht im Krankenhaus verbringen muss, wenn man auch unheilbar krank ist.
Ich hatte natürlich den Vorteil, selbst Krankenschwester zu sein. Wir brauchten von aussen keine Hilfe in der Pflege
Und das Morphium erhielt meine Nichte in den letzten Monaten ihres Lebens sogar über eine sogenannte Schmerzpumpe, die im Krankenhaus gefüllt wurde und ich schloss sie dann wieder an den venösen Zugang (Hickman = ein venöser Zugang unter der Haut einoperiert,sodass nicht ständig neu gestochen werden muss) an.
Ich hatte vom Hausarzt Morphium Ampullen verordnet bekommen, damit ich für den Notfall auch was da hatte, wenn die Schmerzpumpe einmal eventuell nicht funktionieren sollte. Das müßte normalerweise auch bei euch gehen, denn eine Schwester vom ambulanten Dienst müßte auch Medikamente unter die Haut spritzen dürfen. Natürlich bedarf das eines speziellen Suchtgiftrezeptes und die Mitarbeit des Hausarztes.
Wir sind, noch 6 Jahre nach Connys Tod, sehr dankbar, dass wir ihr ermöglichen konnten, zu Hause zu sterben und dass ihre Leidenszeit durch das Morphin erträglich war.
Meine Schwiegermutter verstarb auch zu Hause, sie hatte Bauchspeicheldrüsenkrebs und auch ihr durfte ich, mit der Unterstützung unseres Hausarztes, Morphium spritzen.
Alles Liebe!
Monika B.
 
Qualifikation
Krankenschwester / Praxisanleiterin
Fachgebiet
Linz
L

Lisy

Hallo Blutswende,
auch ich bewundere dich und wenn ich so les was du schreibst, habt ihr einen guten Pflegedienst gefunden, sei bitte so "schlau" frag ob der Pflegedienst auch Sterbebegleitung macht oder ob er mit jemanden eine Kooperation hat, die es machen. Der letzte Weg ist der schwierigste, ist wie bei einer Geburt, das Baby weis auch nicht, wie es ausehalb des Mutterlaibs ist. In den 9 Monaten weich und gut und warm, dann kommt es unter Schmerzen auf die Welt.
Wir wissen nicht was nach dem Tod kommt, sowenig wie ein Neugeborenes was die erstmal kalte Welt für ihn bereit hält.
Ich wünsch Euch alle, Stärke, Trost und Kraft
Lisy
 
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B

Blutswende

Hallo,

da bin ich wieder, um mein Versprechen einzulösen.
Zunächst nochmals herzlichen Dank für all die Ratschläge und aufmunternte Worte!

Mein Vater ist am 02.08.2006 aus dem KH entlassen worden.
Am 19.08.2006 hat er nach langem Kampf seine Ruhe gefunden.

In der Zeit dazwischen war vieles passiert.
Zunächst muss ich sagen, dass wir mit unserem Pflegedienst und mit unserer Hausärztin wirklich aufopferrungsvolle und professionelle Menschen gefunden haben.
Es war keine leichte Zeit, die wir in der Vergangenheit durchlebt haben. Aber wir haben es für meinen Vater gerne getan und wenn mich jemand fragen würde. Ich würde es wieder tun!

Mein Vater musste zwischenzeitlich noch manchesmal sehr leiden. Unter anderem musste er nochmals ins KH, da ein Katheder verstopft war. Solche Transporte im Krankenwagen waren für ihn immer sehr anstrengend und kraftraubend. Ausserdem bekam er davon immer wieder schmerzen im Rücken.
In seiner letzten Nacht wurden die Schmerzen unerträglich. Wir haben versucht, ihm über Infusionen und mit Morphium-Lutscher (gibt es tatsächlich!) die Schmerzen zu nehmen.
All das half nichts. So ließen wir Samstag Früh, da wir unsere Hausärztin nicht erreichen konnten, den Notarzt kommen.
Dieser spritze, nachdem wir ihn über den Sachverhalt informierten, ein Schmerzmittel und verschwand wieder.
Kurz darauf rief unsere Hausärztin zurück und war fassunglos, als wir erklärten, was der Notarzt verabreicht hat.
Sie sagte, das dieses Schmerzmittel die Wirkung des Morphins aufhebt!
Sie hat sofort die Morphindosis erhöht. Mein Vater war ihr sicherlich mehr als dankbar, konnte dies allerdings nicht mehr mitteilen.
Ab diesem Zeitpunkt schlief er nur noch. Sein Stöhnen und auch sein Husten klangen im laufe des Tages ab.
Abends ist er dann eingeschlafen. Meine Mutter, mein Bruder mit seiner Familie und ich mit meiner Familie waren in diesem Moment bei ihm.
Auch wenn wir es in den letzten Tagen des Öfteren gewünscht haben, so war der Moment, als der Tod eintritt doch fürchterlich.

Nichts desto trotz muss es nun irgenwo weiter gehen.

Mein lieber Papa. Wenn Du auf irgendeine, für uns unvorstellbare Weise, mitbekommen kannst, was ich hier schreibe, wünsche ich Dir dort wo Du nun bist alles Liebe und Gute. Du hast wirklich gekämpft und wir sind irsinnig stolz auf Dich. Du hast uns soviel für unser Leben gegeben und dafür lieben wir Dich. Du bist bei uns und in uns lebst Du weiter!

Euch da draussen wünsche ich alles Gute und die Kraft sämtliche Aufgaben, die auf Eurem Lebensweg begegnen zu lösen.
Gebt niemals auf. Ich habe in dieser Zeit gelernt, das es lohnt zu kämpfen.

Liebe Grüße
Blutswende
 
L

Lisy

Blutswende,
herzliches Beileid. Ich bin mir sicher, daß dein Vater die Gefühle, die du für ihn hegst geholfen haben in Ruhe zu gehen, ich glaub fest daran, daß es für euch alle nach dieser schlimmen Zeit der Trauer eine Zeit geben wird an die du gerne denkst. Du hast ihm in seinen letzten Stunden viel von der Liebe, die er für euch empfunden haben muß zurückgegeben, ich bin mir sicher, das er das gespürt hat und das es ihm geholfen hat.
Es mag sich für dich nach Schmerzen, Leid und ich weis nicht was angefühlt haben, doch Sterbende klingen meist nach der Unentschossenheit,die wir alle durchmachen, wenn wir uns von den Menschen trennen müssen, die wir Lieben.
Ich weis nicht ob du Kinder hast, die Erwachsen sind, aber wenn die Kinder in die Ferne ziehen, ist man auch in éinem Abschiedsschmerz, man gönnts ihnen, trotzdem ist man sehr traurig.
Gönn ihm, das sein Leid in dieser Welt zu Ende ist und bewahr ihn in deinem Herzen auf, er wird dir seine Größe und Stärke übertragen und immer im Herzen bei dir sein.
Auch wenn die Trauer nachlässt wird er immer in dir sein und dich gedanklich beraten.
Eine, die deine Trauer versteht und dir immer gerne "zuhört"
In stiller Mittrauer und dem Wissen, das dein Vater das beste und glücklichste Leben für dich wünscht
Lisy
 
R

rvq

Mitglied
Basis-Konto
02.08.2005
Bautzen
Hi,

es wurden ja viele Antworten schon gegeben aber trotz allem will ich mal versuchen noch auf diese Fragen einzugehen.

Nun wurde beschlossen, die Dosis zu erhöhen (2 Pflaster gleichzeitig). Wir hoffen, das entspannt die Lage.
Die Pflaster die Deine Mutter bekommt wird wohl ein Fentanyl(Z.B. Durogesic) Pflaster sein diese Plaster gibt es bis zu einer Dosis von 100mykrogramm/h oder sogar höher da ist 25 echt noch eine sehr geringe Dosis.


Meine Frage: Wo kann ich mich über die "übliche" Medikamentierung am Lebensende informieren? Ist das Pflaster das Ende der Fahnenstange? Oder gibt es noch andere Verabreichungsformen??? Ist es "normal", dass Morphium in bestimmter Dosierung nach ABSETZUNG und späterer Wieder-Aufnahme einfach nicht mehr wirkt??? Ist der (evtl. demnächst erfolgende) "Umstieg" auf hoch dosiertes Paracodin (das sich im Körper in Morphium wandeln soll) eine Standardtherapie? Wenn nein, welche ist es?
Nein das ende ist noch lange nicht erreicht neben den Pflastern, kann als aller letztes Mittel sozusagen eine Smerzpumpe eingesetzt werden (z.b. Pegasus oder CADD) mit dieser könnte Ihre Mutter sich dann wenn die Schmerzen zu groß werden einen Bolus geben. (Dosis wird voher eingestellt und vom Arzt berrechnet).

Was kann noch alles an "typischen Problemen" kommen??? Noch hat sie gegessen und getrunken - was tun, wenn sie das nicht mehr will?
Das sollten Sie mit Ihrer Mutter und den Behandelnden Arzt besprechen!

Hat man ein Recht darauf, die notwendige Versorgung (evtl. andere Medikamentierungsformen als Pflaster...) auch zuhause zu bekommen - oder MUSS man dafür in ein Krankenhaus?? Das will sie keinesfalls, auch meine Schwester will es nicht.
Auf jeden fall hat man das Recht darauf!! Und Nein man muß nicht ins Krankenhaus - jedenfalls nicht in Berlin.

Denn hier gibt es neben den stationären und ambulanten Hospizen, eine Verein Homecare e.V. der sich von ärztlicher Seite mit dem Thema Palliativmedizin befasst und auch mehrer ambulante Partnerpflegedienste hat (einer sind wir).
Mehr Informationen zu Homecare findet man unter Home Care Berlin e.V.

Oder eine weitere Berlin Adresse wäre die (ZAH - Zentrale Anlaufstelle Hospiz) ZAH Internet: Herzlich Willkommen

Bei beiden finden Sie mit Sicherheit Leute die Ihnen weiter helfen können!
 
Qualifikation
Krankenpfleger (stellv. PDL)
Fachgebiet
Hauskrankenpflege
A

AnNeumann

Neues Mitglied
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11.02.2006
94474
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Außerklinische Intensivpflege
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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