DK-Beutel entleeren

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Penate

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14.11.2005
Nürnberg
Hallo miteinander!
Eine Freundin fragte mich letztens, ob es i.O. sei, wenn beim Entleeren der Urinsammelbeutel an den DK's der Urin mehrer Patienten in ein Auffanggefäß abgelassen wird.
Ich bin etwas ratlos, ich würde nicht auf eine solche Idee kommen.
Was sagen die Fachleute dazu?

Danke Penate
 
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Fachgebiet
KH
M

matras

Hallo,

wo soll da ein Problem sein?

Matras
 
P

Penate

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14.11.2005
Nürnberg
Ich bin mir eben nicht sicher, ob es ein Problem gibt. Allerdings finde ich es nicht gerade ästhetisch, mit einen 2 Liter Krug von Bett zu Bett zu laufen.
Penate
 
Qualifikation
KS
Fachgebiet
KH
M

matras

Hallo Penate,

da möchte ich Dir zustimmen und auch noch auf das nicht unerhebliche Gewicht aufmerksam machen. Nicht auszudenken was für eine herrliche Sauerei wenn der Krug abstürzt........igitt

Matras
 
Katta

Katta

Mitglied
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04.02.2007
73207
Hallo,
ja das würde ich auch nicht empfehlen. Der Geruch ist ja auch nicht so angenehm, wenn man den Behälter unter der Nase hat. Und dann auf dem Flur laufen, dort wo andere Bewohner/Patienten oder Angehörige sind, nein find ich nicht so toll.:eek:riginal:
Gruß Katta
 
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examinierte Altenpflegerin /Praxisanleiterin
Fachgebiet
Pflegeheim
J-J-C-B

J-J-C-B

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22.01.2006
81737
Hallo!

Also erstmal würde mich interessieren wie ihr das dann mit der Menge macht, bei uns wird nicht am Beutel sondern vom Urintopf abgelesen???
Nun ja der Geruch würde mich stören! Und wie heißt es so schön ... jeder gang macht schlank *lol*
Ja und wenn man alles zusammen geschüttet hat kann man den Urin och nich mehr ins Labor schicken!

Also ich mache das nicht, werde es och nicht empfehlen!
 
Qualifikation
Examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachgebiet
Allgemein Chirurgie (Visceral- und auch Thoraxchirurgie)
L

lemuelreist

ups... da war das Posting schon weg!

Ich habe insgesamt Bedenken, ob die Prozedere der Hygienischen Urinentsorgung dann noch gewährleistet sind:
Ich unterstelle nämlich einfach mal, daß bei solchem Vorgehen auch nicht mehr die (Hände-/Flächen-) Desinfektion usw. eingehalten wird; Resultat wird die Kreuzkontamination sein.

Liebe Grüsse,
Lemuel
 
S

Sonnchen

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18.02.2008
31249
Oh je, oh je...was ist denn hier los?
Da muss ich nicht mal eine Fortbildung zum Thema Hygiene gemacht haben, um zu wissen, dass das hier gar nicht geht!
Sorry, aber muss man daraus wirklich ein Thema machen?
Man startet keine Urinsammelaktion und erst recht wird aus 'nem DK-Beutel keine Probe entnommen.
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
WBL, Praxisanleiterin
magic_mp

magic_mp

Mitglied
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Ich würde es zwar auch nicht so machen, aber ich sehe mit dieser Art der Urinbeutelentleerung keine Probleme, wieso auch?!

Der Urinbeutel kommt mit dem Inhalt des Kruges ja nicht in Berührung, oder haltet Ihr den Auslaufstutzen in den Urin hinein?

desinfiziert muss der Auslass sowieso wieder werden, also auch kein Thema;

Zu der Sache mit dem Urin fürs LAbor, muss ich klar sagen, dass der Urin aus einem Urinbeutel nichts in einem LAbor zu suchen hat und es von dem her ebenfalls unrelevant ist;

Wo soll es im übrigen eine Kreuzkontamination beim entlehren geben?


Abraten werde ich trotzdem von der Sache, da der Krug zum einen dadurch unnötig schwerer wird und zum andern die GEfahr eines zu vollen Kruges zu groß ist, dass man da etwas herausschwappern lässt;


@Sonnchen
WAs so schlimm daraus, wenn aus solch einer Frage ein Thread wird?
Dafür ist das Forum nun einmal da.

JEmand stellt eine Frage, und die anderen geben Ihren SEnf dazu ab.
Dumme fragen gibt es ja schließlich auch nicht :thumbsup2:
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger, Sanitäter
Fachgebiet
Intensivstation
S

Sonnchen

Neues Mitglied
Basis-Konto
18.02.2008
31249
Das hat sich meinerseits vielleicht ein bißchen zu hart angehört...war nicht so gemeint...
Ich wurde während meiner Ausbildung vielleicht ein bißchen zu sehr auf Hygiene getrimmt!?!
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
WBL, Praxisanleiterin
P

Penate

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Themenstarter/in
14.11.2005
Nürnberg
Hallo Miteinander,
es freut mich, daß wegen dieses "unbedeutenden" Themas doch so viele Reaktionen kommen.
Der Urin wird in diesem Fall am Beutel abgelesen, deshalb soll dieser ja eine Skala haben.
Urinproben werden in der Regel an einer speziellen Punktionsstelle entnommen und nicht aus dem Beutel oder gar abgelassenem Urin.
Ich finde es einfach eklig, wenn jedoch der Ablaßstutzen nicht in den Vorgängerurin hineinreicht finde ich keinen Grund von diesem Vorgehen abzuraten. Mein Anliegen war, festzustellen ob es nicht doch konkretere Hinderungsgründe gibt , welche sich mir gerade nicht auftun.
Gruß Penate
 
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Fachgebiet
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J-J-C-B

J-J-C-B

Mitglied
Basis-Konto
22.01.2006
81737
@Lemuel: Ich persönlich nehem den Urin fürs labor direkt aus dem DK und nicht aus dem Beutel jedoch gibt es (und das nicht zu wenig) Kollegen die das nun mal nicht so handhaben, daher hab ich das nun mal noch mal angesprochen!
 
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Examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin
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Allgemein Chirurgie (Visceral- und auch Thoraxchirurgie)
F

Fleschor_Max

Aktives Mitglied
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08.09.2007
04275
Der Urin wird in diesem Fall am Beutel abgelesen, deshalb soll dieser ja eine Skala haben.
Wahrscheinlich müsste man den Beutel oberhalb der Urinmenge zusammendrücken, damit der Urin den Beutel ausbeult oder sonstwas, aber bisher war die Skala an einem normal hängenden Beutel immer ein bißßel anders als das was mir der Urinsammelkanister zeigte. Ich verlasse mich nach Versuchen mit Messbechern auf den Kanister und keinesfalls mehr auf den Beutel.
Aber erstens mach ich doch nicht bei jedem Patienten mit DK ne Bilanzierung, und zweitens, wer des Kopfrechnens fähig ist, kann durchaus, auch beim nacheinander hineinschütten in ein Gefäß jede einzelne Menge genau erfassen. ("Menge nach Ablassen bei Pat." minus "Menge vorm Ablassen bei Pat." ;) ).

Gruß, Max
 
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GuKPf, Student
Fachgebiet
innereITS
S

Suseline

Da werd ich nachdenklich.
Wir laufen mit einem Toilettenstuhleimer und lassen den Urin ab.
Manchmal "spritzts" da ganz schön. Vor allem, weil die Urinbeutel schon relativ hoch hängen. Hab das auch schon mal angesprochen, aber: wie solls den sonst gehen?
Wir haben irgendwo noch so einen schönen, alten Urinkrug aus Glas stehen, der wird höchstens als Vase benutzt.
Find ich schon erstaunlich. Wir haben den Norovirus überstanden, überall hängen Hygienepläne und während der alltäglichen Tätigkeit des Urinablassens vergisst man sowas.
Muss ich mich auch an die eigene Nase fassen.
Gruss
A.S.
 
D

dr.poops

Aaaaaalso: ich lasse den Urin aus dem Beutel in einen Plastikeimer mit Henkel laufen. Dabei achte ich darauf, daß die Tülle da unten nicht in die bereits eingelaufene Pipimenge stippt. Die "Sammelaktion" mache ich natürlich nicht bei PatientInnen, die aufgrund fieser Keime isoliert liegen.
Dann leere ich die nächsten Beutel und dann hab ich eine ungefähre Menge von ca. 3 l Gesamtmenge und trage den Eimer in die Spüle. Die 3 l schaff ich locker zu tragen:thumbsup2:, ich bin ja eine kräftige Krankenschwester...
Es gibt sicherlich auch solche Spezialisten, die den Eimer hinstellen, alles da rauslaufen lassen und dann stippt die Tülle in den See und das ist widerlich. Man kann natürlich auch für jeden Beutel ein eigenes Gefäß nehmen und die Tülle nach dem "Entleerungsvorgang" mit Desinfektionsspray absprühen...

 
FBKSchütte

FBKSchütte

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31.10.2007
59556
Auf wenn noch so vorsichtig gearbeitet wird, so sehe ich doch die Gefahr der Kreuzkontamination. Es würde ja schon ein Tropfen reichen
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Lippstadt
Weiterbildungen
Freiberufliches Krankenpflegepersonal, Pflegeberatung
magic_mp

magic_mp

Mitglied
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Auf wenn noch so vorsichtig gearbeitet wird, so sehe ich doch die Gefahr der Kreuzkontamination. Es würde ja schon ein Tropfen reichen
Selbst wenn es wirklich ein kleinr Tropfen schaffen sollte hochzuspritzen (eher unwahrscheinlich), dann ist dies prinzipiell auch kein Problem, da ja der Konus desinfiziert wird.
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger, Sanitäter
Fachgebiet
Intensivstation
HBR69

HBR69

Aktives Mitglied
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05.10.2000
58644
Tja, bei uns ist es einer unserer letzten Tätigkeiten im ND die "Pipibeutel" zu entleeren. Dabei nehmen wir einen alten großen Eimer und gehen von Bett zu Bett und lassen die Beutel ab. Jeder bei seinen Patienten (also bis zu 3 Beutel) Ich sehe da aber auch kein Probelm da der Eimer weder ins Labor(????) noch sonst wohin géschickt wird sondern in unseren Ausleerraum getragen wird und dann ausgeschüttet wird. Natürlich wird darauf geachtet, dass die Lasche von den Beuteln nicht mit dem Urin in Berührung kommt.

Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
Weiterbildungen
Mitgliedschaft bei der DGF
U

UlrichFürst

Zu der Sache mit dem Urin fürs LAbor, muss ich klar sagen, dass der Urin aus einem Urinbeutel nichts in einem LAbor zu suchen hat
Außer für 24-h-Sammelurin; dann natürlich mit frischem Beutel:wink:

Wo soll es im übrigen eine Kreuzkontamination beim entlehren geben?
Beim einfließen des zweiten Urins in den ersten können spritzer entstehen. Wenn diese den Ablauf des Beutels treffen, sind die Keime mit drauf. Außerdem: Wenn jemand mit einem Eimer zu mehreren Patienten rennt glaube ich nicht, dass sich derjenige die Handschuhe wechselt und dazwischen auch noch die Hände desinfiziert.

Ulrich Fürst
 
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