[Diskussion] SWR NACHTCAFé bittet um Mithilfe

weissbrk

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Re: SWR NACHTCAFé - Pflegefachkraft vollständig einbeziehen

Sehr geehrter Herr Schell,


Sehr geehrter Herr Kröhl,
in Ergänzung meiner gestrigen Wortmeldung noch ein Hinweis:
Ich schlage vor, der Redaktion von NACHTCAFé mitzuteilen, dass es für erforderlich erachtet wird, dass eine Pflegefachkraft (als gleichberechtigter) Gesprächspartner in die Runde mit einbezogen wird. Es hat sich leider - auch in anderen Diskussionen - eingebürgert, dass "weniger bedeutsam erscheinende Personen" vorweg interviewt werden oder an einen "Katzentisch" gesetzt wurden. Dies sollte sich die Pflege nicht bieten lassen. Wenn Beteiligung in einer Sendung, dann vollständige Einbeziehung einer Pflegekraft in die Diskussion!...
...
Herr Rötzscher sichert den Interviewpartnern im Übrigen zu, in der Aufzeichnung (Bild & Ton) verfremdet und unkenntlich gemacht zu werden, sofern dies gewünscht oder notwendig ist....
"sofern dies gewünscht oder notwendig.." ist doch was anderes als ein "Katzentisch", oder?


Hallo Christian,

Hallo Paulinchen, hallo Claudia :rolleyes:.
Danke für die Blumen, aber aus ganz verschiedenen Gründen stehe ich dabei leider aussen vor. Aber es juckt mir derart in den Fingern.. :cry:
Gruß,
Christian.
Schade... Ehrlich!:wink:
 
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Re: [Fernsehen] SWR NACHTCAFé bittet um Mithilfe

Aloha,

Würde mich sehr freuen, wenn die Sendezeit vorgeschoben werden würde... 22.00 Uhr halte ich persönlich für viel zu spät!!!
So geht es mit allen interessanten Sendungen, Dokus, Geschichten.
Kommen alle erst ab 22/23°°.
Dabei haben viele interessante Dokus einen anderen Stellenwert verdient!
 
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Re: [Fernsehen] SWR NACHTCAFé bittet um Mithilfe

Eine Kollegin von mir erklärte sich bereit bei Wiso mitzuwirken.
Bild und Ton waren unkenntlich und verfremdet. Zum Vergleich der Gehaltseinbuße zeigte man ihre Abrechnung und die eines Kollegen. Anhand dieser Abrechnung wurde ihre Anonymität aufgedeckt und sie entlassen.

Zur Vorgeschichte:
Sie hatte einen Zeitvertrag, der nicht verlängert wurde. Sie konnte aber über unsere "neu gegründete Servicegesellschaft" einen weiteren Arbeitsvertrag erhalten. Natürlich zu schlechteren Arbeitsbedingungen und Gehaltseinbußen. Da sie während dieser Sendung noch in der Probezeit war, war es ein Leichtes, sie los zu werden.
Schaut mal bei Wiso nach.

Es wäre super, wenn uns jemand in die Gesprächsrunde adäquat vertritt. m.E. könnten es gerne mehrere sein.
Wie wär's Alround? Du arbeitest an der Basis, hast ein fundiertes Fachwissen und bist gut in der Retorik.
Mir juckt es auch in den Fingern, aber ich stehe leider immer noch zu sehr im Fokus meines AGs.
Werner Schells Meinung stimme ich im Ganzen zu.

Das Mitwirken eines/r Pflegedirektors/in halte ich nicht für Sinnvoll. Ich kann verstehen, dass sie ihr Handeln oft nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Ich möchte Niemandem zu nahe treten, aber ich kann mir gut vorstellen dass sie sich nur mit Bettenschlüssel, Pflegestufen, Planstellen, etc. verteidigen werden. (Ausnahmen bestätigen die Regel) Wie's an der Basis abgeht, können die sich nur vage oder gar nicht vorstellen. ( ich spreche nur aus eigener Erfahrung)
Gruß Marie
 
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Christian Kröhl

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Re: [Fernsehen] SWR NACHTCAFé bittet um Mithilfe

Eine Kollegin von mir erklärte sich bereit bei Wiso mitzuwirken.
Bild und Ton waren unkenntlich und verfremdet. Zum Vergleich der Gehaltseinbuße zeigte man ihre Abrechnung und die eines Kollegen. Anhand dieser Abrechnung wurde ihre Anonymität aufgedeckt und sie entlassen.
Wir alle wissen, ob aus eigener Erfahrung oder eigenem Miterleben, daß öffentliche Äusserungen zur Situation der Pflege, Arbeitsbedingungen, Gehältern u.ä. anschließend in einem Spießrutenlauf enden können.
Wer sich öffentlich äussert ist sich dieser Gratwanderung bewußt, nimmt dies in Kauf oder hat einen Arbeitgeber, der sich aktiv an der berufspolitischen Diskussion beteiligt.

Einig sind wir uns wohl alle, daß es unumgänglich ist die aktuellen Situationen der Krankenhausbeschäftigten mehr und mehr in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken und im Bewußtsein der Bevölkerung zu verankern. Niemand kann die verheerenden Auswirkungen der Sparpolitik und Gesundheitsreformen besser verdeutlichen, als wir Pflegenden selbst.

Es freut mich daher umso mehr, daß sich Kollegen bereit erklärt haben nicht mehr länger nur still zu jammern und zu resignieren, sondern mit fundierter Kritik und einer gehörigen Portion Mut das Thema - unser Thema ! - in die Hand zu nehmen und sich der öffentlichen Diskussion zu stellen.

Die Sicherheit bzw. die Anonymität für diejenigen Interviewpartner die nur anonym auftreten könnten, muß selbstverständlich zu jeder Zeit umfassend gewährleistet sein. Aber statt den Kolleg/innen gebetsmühlenartig hier mit Schreckensbildern zu begegnen, die ihnen mit Sicherheit bewußter sind als dem vielbesungenen Rest - wären wir da nicht besser beraten, diese wenigen Mutigen nachhaltig zu motivieren und zu unterstützen ?

Gruß,
Christian Kröhl
 
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Lucretius

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Re: [Fernsehen] SWR NACHTCAFé bittet um Mithilfe

Hallo Christian,
genau das ist ja das Problem: Ich kenne keine Diskussionsrunde in der je ein Mediziner über seine schwierige Arbeitssituation hinter "spanischer Wand" und mit verfremdeter Stimme gesprochen hat!
Das meine ich auch mit: "Auf Augenhöhe" zu diskutieren. Sitzt jemand hinter einer solchen Wand, könnte bei einem kritischen Zuschauer schnell der Eindruck aufkommen: "Der will mal ordentlich ablästern und seinen eigenen, persönlichen Frust Luft machen." Im übrigen kenne ich auch ein solches Vorgehen im Nachtcafe nicht. Der Zuschauer ist es hier schon gewöhnt, dass die Talkgäste "in der Runde" sitzen und offen über ihre Probleme sprechen und diskutieren.

Ich würde es mir sehr gerne auch anders wünschen. Wir haben im Team darüber diskutiert, doch auch die Kollegen, die z.B. in der Personalvertretung aktiv sind, zeigten Vorbehalte. Bei einer Großdemo auf die Straße zu gehen um mit Gleichgesinnten für eine bessere Bezahlung zu kämpfen ist das eine; sich im öffentlichen Fernsehen zu präsentieren und wirklich "aus dem Nähkästchen" zu plaudern, etwas ganz anderes.
Und doch bin ich sicher, dass sich jemand finden wird, der in besagter Sendung sitzen wird.
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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Re: [Fernsehen] SWR NACHTCAFé bittet um Mithilfe

Im übrigen kenne ich auch ein solches Vorgehen im Nachtcafe nicht. Der Zuschauer ist es hier schon gewöhnt, dass die Talkgäste "in der Runde" sitzen und offen über ihre Probleme sprechen und diskutieren.
Richtig. Aber statt genau das in Frage zu stellen, sollte es doch eher deutlich machen, wie bewußt sich das NACHTCAFé über die Sensibillität und auch die Gefahr für die Pflegekraft ist. Wer die Sendung bislang verfolgt hat dem wird klar sein, daß genau auf diese Besonderheit - nämlich das ein Gesprächsteilnehmer nur auf diese Weise vor Repressalien seines Arbeitgebers geschützt werden kann - durch Herrn Backes explizit eingegangen wird.

Und wieder komme ich zurück an den Ausgangspunkt - wenn wir uns weiterhin in Schweigen hüllen, gleich aus welchem Grund, weiterhin nur in unserem kleinen berufsspezifischen Kreis jammern und klagen, werden wir ungehört bleiben. Nichts wird sich verändern, wenn wir nicht aus diesem Schatten heraustreten - auch nicht die Gefahr, der sich öffentlich auftretende Kolleg/innen aussetzen. Stellvertretend für alle anderen Pflegenden.

Eine weise Figur hat es mit einem kurzen Satz auf den Punkt gebracht:
Do or don´t - there is no try.
Christian Kröhl.
 
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Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
FBKSchütte

FBKSchütte

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Re: [Fernsehen] SWR NACHTCAFé bittet um Mithilfe

Aloha,
ich kann mir gut vorstellen, das der ein oder andere hier, sich mit dem Gedanken ernsthaft befasst, als Gesprächspartner an dieser Sendung teilzunehmen....
Also helfen wir ihm doch... kurz, knapp und knackig...
Was sollte alles zur Aussprache kommen???
Oder geht es einfach nur darum dem Publikum und Gesprächspartnern nen Einblick in den Stationsalltag zu geben und Erfahrungen zu vermitteln???
 
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Valentina

Valentina

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Re: [Fernsehen] SWR NACHTCAFé bittet um Mithilfe

Auf mich hinterlassen verfremdete Stimmen und Gesichter einen unangenehmen Nachgeschmack (manchmal machen sie die Story auch unglaubwürdig). Ich fände es schade, wenn der Zuschauer den Eindruck gewinnt, die Pflege traut sich nur anonym zur Stellungnahme (so tief sind wir schon gesunken :sick: ).
Eine solche Chance, sich mit glaubhaften Argumenten und festem Blick in die Kamera Gehör zu verschaffen, sollte man sich m.E. nicht entgehen lassen.
Vielleicht findet sich hier ja doch jemand, der von seinen Erfahrungen in der Vergangenheit berichtet und von seinem jetzigen Arbeitgeber keine Repressalien zu befürchten hat.
Wie wär's Alround? Du arbeitest an der Basis, hast ein fundiertes Fachwissen und bist gut in der Retorik.
Den Vorschlag finde ich auch gut :thumbsup2:
Gruß
Valentina
 
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Christian Kröhl

Christian Kröhl

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Re: [Fernsehen] SWR NACHTCAFé bittet um Mithilfe

Aloha,
ich kann mir gut vorstellen, das der ein oder andere hier, sich mit dem Gedanken ernsthaft befasst, als Gesprächspartner an dieser Sendung teilzunehmen....
Also helfen wir ihm doch... kurz, knapp und knackig...
Was sollte alles zur Aussprache kommen???
Hallo FBKSchütte,

ich verstehe Dein Anliegen. Persönlich bin ich der Auffassung, daß jede/r der Teilnehmer/in für sich ganz allein entscheiden muß & soll, was er/sie thematisiert. Ich glaube nicht, daß sich Außenstehende - wie ich es einer bin - anmaßen dürfen, mit vermeintlich gut gemeinten Ratschlägen aufzuwarten.
Der Erwartungsdruck auf die Kolleg/innen ist allein durch die Tatsache, als Vertreter der Pflegenden betrachtet zu werden, immens - wobei der/die Kolleg/in doch lediglich aus der eigenen Erfahrung sprechen kann. Ich befürchte, den Interview-Partner/innen wird mit solchen Erwartungen zu viel aufgebürdet und wir sollten ihnen daher nicht ungefragt Guidelines an die Hand geben - ich würde das bisweilen als ein an-die-Kette-legen deuten und würde es lieber sehen, sie könnten und würden in dem Interview völlig frei agieren können. Erst das spiegelt die Authentizität wieder, die ich von seriösen Gesprächsteilnehmern erwarten würde.

Gruß,
Christian.
 
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osi31

Hallo Leute,
je mehr ich durch dieses Forum streife umso dicker wird mein Hals.
Warum lassen wir das eigentlich mit uns machen.Mindestens einmal im Jahr geht die IG Metall auf dfie Straße und jammert rum das die Arbeiter zu wenig Geld bekommen.Da versteckt sich auch keiner und die haben alle noch ihren Job.
Macht man so eine Aussage im Kollegenkreis(Altenheim und Krankenhaus) bekommt man von den Kerawattenträgern nur zu hören(narürlich hinter vorgehaltener Hand) passt es ihnen nicht es warten noch 100 andere die Ihren Job haben wollen.
Wir haben nehmlich schon mal gesagt,man müsste die Arbeit einfach maql niederlegen mal schauen was die Bonzen dann machen.Einfach nur ne Notversorgung quasi Behandlungspflege Essen verteilen und Schluss.
Aber dann sagt man sich im Umkehrschluss,was können die alten Menschen dazu.Also läßt man es wieder mit dem auf die Straße gehen und die Arbeit niederlegen.
Die Sesselpuper haben leicht reden Wenn es Ihnen nicht passt dann gehen sie doch,hahaha lustig,aber wohin es ist doch überall das gleiche.
Ich habe meine Job,die Altenpflege,mit Überzeugung und großen Entusiasmus erlernt und führe ihn auch so aus aber so langsam frage ich mich selber:Wie bescheuert bist du eigentlich,andere Leute haben eine 5 Tage Woche und bringen doppelt sioviel Geld nach Hause.Aber dann shen ich wieder "meine alten Leute" auf der Station und weiß ganz genau warum ich diesen Beruf erlernt habe und das soll auch so bleiben.
Ich freue mich nur auf den Tag wo ich einen Verantwortlichen mal als Vollstationären Bewohner ins Altenheim bekomme damit der das ganze Elend dann auch mal von der Betroffenen Seite her kennenlernen darf. Ob er das dann immer noch sagen würde:Wenn Ihnen das nicht passt,dann gehen sie doch woanders hin. Ich wage das zu bezweifeln.
In diesem Sinne nur gemeinsam sind wir stark!!!!!
 
L

Lauterfeld

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durch meine freiberuflichen tätigkeiten in den verschiedensten bereichen der pflege und durch die stelle als pdl vertretung in einem hospiz habe ich recht guten einblick in das thema....wenn man sich mit der klinikleitung auf einer inneren schon den gebrauch von inkomaterial rechtfertigen muss, finde ich das auch sehr schlimm - ganz abgesehen von den besetzungen, die so im alltag laufen - für eine 48betten station im frühdienst - wenn man glück hat 2 ex, 2 schüler und 2 praktikanten - das ist reichlich mager und ich denke nicht im sinn der pflegenden und schon gar nicht im sinn der patienten. es gehen viele sachen unter, dies endet meist darin, kollateralschäden zu vermeiden. viele der berufsanfänger/innen hören als bald wieder auf, weil sie dem stress und dem ständigen burnout nicht gewachsen sind - abgesehen von der aberwitzigen bezahlung, die wir erhalten für die oft extremen anforderungen....aber das brauche ich wohl keinem hier zu erzählen.

ich denke schon, man sollte ein solches forum wie das nachtcafe dazu nutzen dies klar zu stellen. nur wenn wir diese themen immer wieder in die öffentlichkeit bringen, wird sich auch vielleicht einmal etwas ändern
LG
 
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osi31

durch meine freiberuflichen tätigkeiten in den verschiedensten bereichen der pflege und durch die stelle als pdl vertretung in einem hospiz habe ich recht guten einblick in das thema....wenn man sich mit der klinikleitung auf einer inneren schon den gebrauch von inkomaterial rechtfertigen muss, finde ich das auch sehr schlimm - ganz abgesehen von den besetzungen, die so im alltag laufen - für eine 48betten station im frühdienst - wenn man glück hat 2 ex, 2 schüler und 2 praktikanten - das ist reichlich mager und ich denke nicht im sinn der pflegenden und schon gar nicht im sinn der patienten. es gehen viele sachen unter, dies endet meist darin, kollateralschäden zu vermeiden. viele der berufsanfänger/innen hören als bald wieder auf, weil sie dem stress und dem ständigen burnout nicht gewachsen sind - abgesehen von der aberwitzigen bezahlung, die wir erhalten für die oft extremen anforderungen....aber das brauche ich wohl keinem hier zu erzählen.




ich denke schon, man sollte ein solches forum wie das nachtcafe dazu nutzen dies klar zu stellen. nur wenn wir diese themen immer wieder in die öffentlichkeit bringen, wird sich auch vielleicht einmal etwas ändern
LG






Danke du sprichst mir aus der Seele
 
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Florence1

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Hallo zusammen,
natürlich schon spannend, ein solch brisantes Thema von "Betroffenen" darlegen zu lassen... Fein, fein! Fühle mich tatsächlich auch angesprochen. Problematisch empfinde ich jedoch immer noch, wie man sich seinen "Größen" unterzuordnen hat, wie man zusehen muß wie Gelder mit beiden Händen ausgegeben wird, und überhaupt der "ökonomische" Umgang mit Ressourcen. Schon im alltäglichen stößt man ständig an seine Grenzen und ärgert sich über Hirarchie und Sturköpfigkeit. Es handelt sich ja such nicht um Gelder, die ein "Oberhaupt" an sich persönlich zu rechtfertigen hat. Ich stelle täglich fest, daß eine jede Praxis an den Ausgaben (die ich zum nicht unwesentlichen Teil in Frage stelle) längst Pleite gegangen wäre... Unsere Nachwuchsmediziner lernen das eigentliche "Handwerk" nicht mehr. Sie studieren eher die Verknüpfungen zwischen Labor, EKG, bildgebenden Verfahren und Konsilen... Wenn all das wegfallen würde, wären sie hilflos und ich würde mich freuen, wenn noch jemand vor Ort ist, der nen erste Hilfe Schein gemacht hat. Ich denke die Medizin geht inzwischen einen arg obskruren Weg. Am Patienten längst nicht mehr orientiert, gekoppelt an Studien und der Hoffnung der weiterbestehenden Unmündigkeit der Patienten. Wirklich Kranke gehen unter, werden nicht gehört und Widerspruch ist gänzlichst unangebracht...
Mein Resüme nach 17 Jahren Pflege ist, gut das es die Chirurgie und Notfallmedizin gibt!! Der Rest muß immer hinterfragt werden... Vorallem die Onkologie...
 
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Kalimera

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Mal unabhängig davon, dass der entsprechende AG die Äußerungen seiner angestellten Pflegekraft in dieser Diskussion immer irgendwie interpretieren kann, mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar genau dies tun wird frage ich mich:
Kann man dieses Thema nicht objektiv und sachlich darstellen?
Ich denke es sollte keinesfalls ein Abjammern sein. Ich denke auch, dass jeder sich bewusst ist, dass die AG nun wirklich nicht in der Position sind um die gegebene Situation in den Krankenhäusern zu ändern, da einfach mehr Geld, oder auch eine andere Verteilung auf der Gesundheitssystemebene stattfinden muss.
Die Vertreter der privaten Krankenhausgesellschaften haben dabei sicher auch das gleiche Ziel, der Patient schildert sicher eigene Erfahrungen und wir als Pflegekräfte schildern welche Auswirkungen die Sparmaßnahmen/Einsparungen auf die Pflege verursacht. Dabei sind Überstunden, vielfach nicht einmal mehr ausreichende Pflege, von Ganzheitlichkeit ganz zu schweigen, Aussteigen auch erst kürzlich Examinierter, kein garantiertes Frei, Burn out, ein häufiges schlechtes Gewissen...ect. doch alles objektive Begebenheiten, die m.E. in fast allen Krankenhäusern mehr oder weniger anzutreffen sind.
Im Prinzip wäre es äußerst üble Falschheit wenn ein AG den Mitarbeiter, der an der Diskussion teilnimmt, Repressalien angedeihen zu lassen.
Irgendwie haben doch alle im Krankenhaus das gleiche Ziel, andere Abrechnungen, damit alle an der Behandlung und Pflege Beteiligten ihre Arbeit gut machen können, dabei zufrieden sind und dabei auch noch qualitativ hochwertige Arbeit leisten.
Vielleicht ist aber auch der Wunsch Vater meines Gedankenganges und ich glaube an das Gute im Menschen, respektive bei meinem AG.
 
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Allround

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Hallo Marie und Valentina!

Danke für eure positive Ermunterung. :)knicks: )

Soviel offen ausgesprochenes Vertrauen macht natürlich nachdenklich. Aber meine Gedanken gehen dann auch immer wieder dahin, dass ich mich nicht als geeignete Repräsentantin empfinde, wie ich schon weiter oben mal erläutert habe.

In dem Anschreiben heißt es:

In dieser Sendung geht es um überfordertes Klinikpersonal, Fließbandarbeit bei der Patientenbetreuung, Missstände in der medizinischen Versorgung. Die Krankenhäuser in Deutschland geraten immer häufiger in die Kritik.

Neben seiner gesundheitlichen Erkrankung belastet den Patienten zusätzlich die Sorge, ob ihm am Krankenbett nicht die medizinische Abfertigung im Akkord mit unzureichender Betreuung und nachlässiger Versorgung blüht. Aber auch Ärzte und Pflegende leiden unter Bürokratie und unmenschlicher Arbeitsbelastung und sehen ihre Tätigkeit oft nicht mehr mit ihrem Berufsethos vereinbar.
In meinem KH sind die Probleme m.M.n. im Schwerpunkt anderer Natur, wobei natürlich die Überstundensituation auch eine deutliche Sprache spricht.
Klar kann jeder rethorisch gut versierte Mensch die Zustände im KH so schildern, dass sich die breite Masse der Pflegenden darin findet.

Aber besser ist es wohl, wenn derjenige genau in den oben genannten Punkten eigenen Leidensdruck spürt, so dass das Ganze authentisch rüberkommt.

Arbeitsrechtliche Konsequenzen kann man bestimmt auch geschickt umgehen. Eben einfach Bezüge zum eigenen Haus verbal unklar, bisschen doppeldeutig ausdrücken. Dann müsste erstmal bewiesen werden, dass hier üble Nachrede stattgefunden hat.

Wie wäre es denn mit Words.myth, oder wer er auch ist?

(Wer vorgeschlagen wurde, darf doch auch mal, oder? :blushing: )

LG, Allround
 
Qualifikation
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UlrichFürst

Re: [Fernsehen] SWR NACHTCAFé bittet um Mithilfe

Nein fragmentis, hart aber fair bewegt sich m.E. auf dem Niveau eines Streitgespräches und beinhaltet einen durchgängig aggressiveren Moderationsstil, der auf Konfrontation der Diskutanten ausgelegt ist.
Aber nicht nur das. Was mir an dem Moderator gefällt und weshalb ich die Sendung auch gelegentlich ansehe ist die Tatsache, dass es die einzige mir bekannte Diskussionssendung ist, bei der der Moderator darauf besteht, dass die gefragten nicht irgendetwas daher reden, sondern auf die gestellte Frage eingehen. Ich kenne das Nachtcafe nicht, aber wenn die Moderation nicht so hart ist, wird wohl (nach meiner Erfahrung) auch nur auf konkrete Fragen ausweichendes nichtssagendes Politikergerede kommen.

Egal wie die Moderation verläuft muss derjenige der dort hin geht sehr wortgewandt und schlagfertig sein, sowie ein großes (auch berufspolitisch und gesellschaftlich) Hintergrundwissen haben, dass er kurz, knapp und präzise vermitteln kann - die Zeit in so einer Sendung ist eher kurz bemessen. Ein Grund warum ich m. E. nicht geeignet bin.

Ulrich Fürst
P.S. hoffentlich kommt es anders...
 
Allround

Allround

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Re: [Fernsehen] SWR NACHTCAFé bittet um Mithilfe

Ich kenne das Nachtcafe nicht, aber wenn die Moderation nicht so hart ist, wird wohl (nach meiner Erfahrung) auch nur auf konkrete Fragen ausweichendes nichtssagendes Politikergerede kommen.

Egal wie die Moderation verläuft muss derjenige der dort hin geht sehr wortgewandt und schlagfertig sein, sowie ein großes (auch berufspolitisch und gesellschaftlich) Hintergrundwissen haben, dass er kurz, knapp und präzise vermitteln kann - die Zeit in so einer Sendung ist eher kurz bemessen.
Hallo Ulrich,

ich kenne das Nachtcafe und bin deshalb mit dir nicht einer Meinung.

So wie ich die Sendung verstehe, geht es nicht darum, konkret Sachinhalte auf den Punkt zu bringen und sich im Streitgespräch zu behaupten.
Vielmehr erlebe ich diese Sendung so, dass zeitgemäße Themen von Beteiligten im Gespräch von verschiedenen Seiten beleuchtet werden, um den Ist-Zustand und die damit vorhandenen Konflikt- und Grenzsituationen Einzelner dem Zuhörer zu verdeutlichen.
Im Vordergrund steht also eher: "Was bedeuten diese geschilderten Erfahrungen und Schicksale für uns als Gesellschaft?"
Sicher wird auch mal über Problemlösung nachgedacht. Der Rat richtet sich dabei aber mehr an den, der seine Erlebnisse, auch stellvertretend für andere, ausführt.

Am Ende gewinnt der Zuhörer ein neues Problembewusstsein für die Gesamtlage und ist nicht nur vordergründig polarisiert worden. :whistling

Deshalb ist es, finde ich jedenfalls, nicht so vordergründig wichtig, dass deine angebrachten Qualitäten alle vorhanden sind.

Freude am Gespräch und ehrlich betroffen sein von der derzeitigen Belastungssituation im Beruf, das dürfte doch ausreichen. Wie gesagt, ich persönlich halte da nichts vom hohem Erwartungsdruck :blink: , der hier verbalisiert wird.

Also, warum nicht du??? :grin:

LG, Allround
 
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Amish

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Hallo, liebe Pflegeboardmitglieder, liebe Gäste!
Unterstützer, Freunde, Helfer (Samariter), Weltverbesserer!:flowers:

Betroffenen, Leidende, Hilfesuchende, Opfer!:krank:



Ich denke, in Berlin haben nicht nur 130000 Protestierende gezeigt, wie es um unser Gesundheitswesen bestellt ist. Viele, die in den Kliniken arbeiten mussten, waren mit dem Herzen auf der Demo dabei und haben der Aktion ihre Bedeutung verliehen.
Es ging nicht darum, mit gewaltiger Stimme die Ohren der Politiker im nahen Bundestag zu erreichen, sondern die Gewissen der Menschen, die die Gewinnfäden dieser „Industrie“ in ihren Händen halten oder daran beteiligt sind. Die skrupellos mit dem Leben, der Gesundheit und der Krankheit anderer ein profitables Spiel treiben.
Doch wer unterhält, führt, benutzt, nutzt dieses System?

Angefangen bei
  • der Pflegehilfskraft, die mit ihrer Arbeit
  • die Schwester unterstützt, damit diese
  • dem Arzt helfen kann, der unter der Führung seines
  • Oberarztes die Leistung im Zentrum des
  • Chefarztes erbringt. Damit alle Chefärzte
  • der Klinik zusammen die Gelder für
  • den Gesamtbetrieb ( Verwaltung, Küche, Hol- u. Bringedienst, Technik, Servicekräfte) erbringen.
  • Nebenbei werden noch Aufsichtsräte, Konzernleitungen, Gutachter, Berater mitgefüttert
  • Verflechtungen mit der Industrie, Politik, Finanzwirtschaft sind oft teure, nicht nachvollziehbare Nebenkosten.
Und das alles wird vom Bürger als Patienten oder Steuerzahler unterhalten.

Nun sagen „unsere“ Politiker ( wir wählen Sie, aber agieren sie in unserem Sinne), das Gesundheitswesen ist zu teuer und die Beiträge der Bürger müssten deshalb steigen.

Ja, wir haben ein sehr teueres Gesundheitswesen!

Teure Technik, teure Medikamente, teure Forschung, teures Marketing und sehr gute Gewinne (letzteres leider zuwenig bezogen auf die Gesundheit der behandelten Bürger)

Und schon wird die öffentliche Meinung manipuliert:
Wer soll das bezahlen?
Wofür noch mehr Geld?:mad_2:
Wo endet diese Spirale?
Erst 10,-€ Eintritt beim Arzt und dann ist noch jedes zusätzliche Extra zu bezahlen!!!

Wird dadurch den Kranken besser geholfen?

Bei meinem Hausarzt muss ich länger auf einen Termin warten, als mein privatversicherter Nachbar. Die Zuzahlungspflichtigen Behandlungen werden immer weiter ausgedehnt.
IGELeistungen sind oft der Beginn eines Behandlungsgespräches. Um Praxen zu erhalten oder rentabel zu machen, sind die niedergelassenen Ärzte auf diese Leistungen angewiesen, um ihre teure Ausrüstung zu refinanzieren.

Wofür also noch höhere KV-Beiträge?

Zum Beispiel das Thema: Fast Track

Ein Bestandteil der Fast-track Rehabilitation ist die rasche postoperative Mobilisation der Patienten noch am Operationstag. Eine vor allem ökonomisch interessante Nebenwirkung ist die aufgrund der rascheren Genesung erheblich verkürzte Liegedauer im Krankenhaus nach einer Operation. (Quelle Wikipedia)

Wenn alle Faktoren richtig funktionieren, ist das eine sehr gute Lösung. Doch sobald z.B. die sozialen Lebensumstände des Patienten nicht richtig bedacht werden,
spart man die Kosten im Krankenhaus und verlegt sie auf kostspielige Mehrkosten in der Pflegeversicherung. Im schlimmsten Fall, in teure Nachbehandlungen.

Sorry, das sind meine Gedanken, die ich bekomme, wenn es in der Öffentlichkeit um das Wohl der Kranken ( Mensch und Gesellschaft) geht.

Das derzeitige System funktioniert nur, wenn die Steuerzahler krank und nicht gesund sind. :teergrube
Hohe Beiträge, die zu noch höheren Kosten im Gesundheitswesen führen. Deshalb werden die Symptome auch nur sehr teuer behandelt, anstatt sie effizient zu beseitigen.
Neue teuere Medikamente, in Studien am Patienten erprobt (ich sage nicht, dass Forschung falsch ist! Aber oft wird das Rad nur ein zweites Mal erfunden und dann halt teurer angepriesen!), neue teure Technik, die dem Arzt den eigenen Verstand und Weitblick abnehmen, wo früher ein diagnostischer Blick genügte, wird dieser durch aufwendige Labortechnik, , Diagnosegeräte, teure Breitbandtherapeutik ersetzt.


Im Prinzip wäre es äußerst üble Falschheit wenn ein AG den Mitarbeiter, der an der Diskussion teilnimmt, Repressalien angedeihen zu lassen.
Irgendwie haben doch alle im Krankenhaus das gleiche Ziel, andere Abrechnungen, damit alle an der Behandlung und Pflege Beteiligten ihre Arbeit gut machen können, dabei zufrieden sind und dabei auch noch qualitativ hochwertige Arbeit leisten.
Vielleicht ist aber auch der Wunsch Vater meines Gedankenganges und ich glaube an das Gute im Menschen, respektive bei meinem AG.
Leider gibt es auch andere Arbeitgeber die gegen den derzeitigen Strom (siehe die Demo in Berlin) schwimmen. Da ist von Solidarität und Gemeinsinn nichts zu spüren.

Ich kenne die Sendung im SWR leider nicht.
Hart aber Fair finde ich oft auch zu polemisch und reisserisch. Da es sicher nicht leicht sein wird jemanden zu finden der retorisch sauber und beherscht ist, sollte hier eine breite Diskussion über diese Themen geführt werden, die der Öffentlichkeit zeigt wie Ernst es uns damit ist! Und das sollte in der Sendung eine breite Plattform finden!
Schreibt alle eure Meinung, je mehr desto besser!

Danke für die friedfertige Aufmerksamkeit

Amish

[FONT=&quot]100.-€ können helfen, aber nicht heilen!:innocent: [/FONT]
 
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Holzhacker

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Zitat: Christian
Aber statt den Kolleg/innen gebetsmühlenartig hier mit Schreckensbildern zu begegnen, die ihnen mit Sicherheit bewußter sind als dem vielbesungenen Rest - wären wir da nicht besser beraten, diese wenigen Mutigen nachhaltig zu motivieren und zu unterstützen ?

Es lag mir fern, eine Schreckensmeldung verbreitet zu haben, und dadurch die Motivation, im Nachtcafe mitzuwirken, evtl. vermindert habe.

Ich dachte nur, als ich das Thema las, an die empörende Geschichte meiner Kollegin, und dass wir diesen mittelalterlichen und erniedrigenden Methoden endlich ein Ende setzen müssen

Sorry, wenn der Beitrag verkehrt rüber kam.
Gruß Marie
 
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osi31

Hallo Leute,
ich habe versucht vom SWR Info`s bezüglich der Sendung zu bekommen sprich habe Ihnen ein E-Mail geschickt.
Ich werde die Sendung wahrscheinlich nicht sehen können und habe gefragt ob man die Sendung auch als DVD bekommen könnte sprich was sie kosten würde.
Die Fernsehmacher haben aber bis heute nicht geantwortet.
Weiß vielleicht jemand von euch was so etwas kosten würde bzw. ob die das überhaupt machen.
Vielen Dank im vorraus für eure Mühe.
MfG
osi31
 
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