Allgemein Dienstwagen und Versicherungschutz

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M

Maarek

Mitglied
Basis-Konto
14.07.2011
88069
Liebe Kollegen,
ein von Dir verursachten Schaden an einem geliehenen Fahrzeug (ambulanter Pflegedienst), kann über keine Versicherung abgesichert werden !!!!!
Der Kunde selbst hat auch keinerlei Versicherungsmöglichkeiten für Dich als Freiberufler.
Habt ihr gegenteilige Erfahrung gemacht?
Kollegialen Gruß
Maarek
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Dauernachtwache Freiberufler
S

SvenJ

Unterstützer/in
Basis-Konto
13.06.2007
Düsseldorf
AW: Dienstwagen und Versicherungschutz

Sorry. Besser spät als nie;-)
Natürlich kann man da versichert sein (muss es sogar). Ich hatte auch schon einen Schaden und der wurde problemlos reguliert. (Kaskoschaden)
Der AG stellt uns ja den Wagen zur Verfügung und in dem Moment, wo wir dienstliche Fahrten machen, zählen wir für die KFZ-Versicherung als Mitarbeiter. Es kann natürlich sein, das sich einzelne Versicherer da was einfallen lassen, aber prinzipiell geht das ja auch gar nicht anders. Ich denke auch nicht, das unsere Berufshaftpflicht sowas deckt.
 
Qualifikation
Fachpfleger IMC und ausserklinische Beatmung
Fachgebiet
Heimbeatmung, IMC, Altenpflege bundesweit
Weiterbildungen
Verein zur Förderung der Beatmungspflege
M

Maarek

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
14.07.2011
88069
AW: Dienstwagen und Versicherungschutz

Danke, du hast recht.
Eine Kollegin von mir hat leider dass falsche Getankt hat Ihr eine menge Geld gekostet, da kam keine Versicherung dafür auf.
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Dauernachtwache Freiberufler
L

Lisy

Unterstützer/in
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03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
AW: Dienstwagen und Versicherungschutz

Hallo Maarek,
ich dachte für so was wäre die Betriebshaftpflicht zuständig.
Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
P

pegean

Unterstützer/in
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22.09.2009
düsseldorf
AW: Dienstwagen und Versicherungschutz

"Ihr Mitarbeiter haftet demnach häufig gar nicht oder nur sehr begrenzt, wenn er einen Schaden am Firmenwagen verursacht. Das können Sie auch nicht durch eine Regelung im Fahrzeugüberlassungsvertrag ändern, wonach der Mitarbeiter „für alle von ihm fahrlässig verschuldeten Unfallschäden am Dienstfahrzeug haftet“, denn eine solche Regelung ist unwirksam, weil sie die Grundsätze der eingeschränkten Arbeitnehmerhaftung außer Kraft setzen würde (BAG, 5. 2. 2004, 8 AZR 91/03). "
Weshalb Sie als Arbeitgeber Dienstwagen NIE mit einem Selbstbehalt von mehr als 1.000 Euro versichern sollten - BWR Med!a

LG
 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
altenheim-lt.nachtwache
S

SvenJ

Unterstützer/in
Basis-Konto
13.06.2007
Düsseldorf
AW: Dienstwagen und Versicherungschutz

Das ist ja in dem Fall weder ein Haftpflicht, noch ein Kaskoschaden. Daher würde dann im Zweifel die Berufshaftpflicht dafür aufkommen.
 
Qualifikation
Fachpfleger IMC und ausserklinische Beatmung
Fachgebiet
Heimbeatmung, IMC, Altenpflege bundesweit
Weiterbildungen
Verein zur Förderung der Beatmungspflege
A

Alraunenixe

AW: Dienstwagen und Versicherungschutz

Wieso Dienstwagen??? Vorsicht: das bedeutet Integration in den Betrieb und wird als Scheinselbstständigkeit ausgelegt - es sei denn, man zahlt als freier Unternehmer eine Pauschale für die Nutzung (dann zahlt evtl. auch die eigene Unternehmenshaftpflicht). Ansonsten lieber das eigene Auto nehmen.
 
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
AW: Dienstwagen und Versicherungschutz

Hallo Alraunenixe,
stimmt, soweit hab ich jetzt gar nicht gedacht. Allerdings hätte ich ganz selbstvertändlich dem Freiberufler einen Dienstwagen gestellt. A wegen den Kosten, B wegen der Werbung.
Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
S

SvenJ

Unterstützer/in
Basis-Konto
13.06.2007
Düsseldorf
AW: Dienstwagen und Versicherungschutz

Der Dienstwagen stellt ein Arbeitsmittel dar, das der AG zur Verfügung stellt. Ähnlich wie spezielle Dienstkleidung. Das passt schon.
 
Qualifikation
Fachpfleger IMC und ausserklinische Beatmung
Fachgebiet
Heimbeatmung, IMC, Altenpflege bundesweit
Weiterbildungen
Verein zur Förderung der Beatmungspflege
A

Alraunenixe

AW: Dienstwagen und Versicherungschutz

Als Unternehmer hast du grundsätzlich eigene Arbeitsmittel (wie z.B. Pflegekoffer, Dienst-/Schutzkleidung, Notfallequipement). Da du natürlich nicht einen Gerätepark vorhalten kannst (z.B. Beatmungsgeräte, Monitore etc) ist es geschickt, eine geringe pauschale Nutzungsgebühr zu vereinbaren. Damit bist du über allen Verdächtigungen der Scheinselbstständigkeit erhaben.
 
R

Rundumsorglospaket

Aktives Mitglied
Basis-Konto
09.12.2010
88131
Re: AW: Dienstwagen und Versicherungschutz

Als Unternehmer hast du grundsätzlich eigene Arbeitsmittel (wie z.B. Pflegekoffer, Dienst-/Schutzkleidung, Notfallequipement). Da du natürlich nicht einen Gerätepark vorhalten kannst (z.B. Beatmungsgeräte, Monitore etc) ist es geschickt, eine geringe pauschale Nutzungsgebühr zu vereinbaren. Damit bist du über allen Verdächtigungen der Scheinselbstständigkeit erhaben.
Dies sei jedem unbenommen, dies entsprechend in den Verträgen zu regeln. Ist aber nicht gängige Praxis und sehe es zudem als komplett übertrieben an. Zudem sich kein Finanzamt und auch keine Sozialversicherung genau daran aufhalten würde ....das glaube ich erst dann, wenn es soweit wäre.

Zudem ich keinen in dem Fachbereich kenne, der eine pauschale Nutzungsgebühr jemals vereinbart hätte. Wie lange bist Du schon freiberuflich tätig? Vielleicht hängt es mit den Anfängen der Freiberuflichkeit zusammen ?
 
Qualifikation
ex. KS, FKS A+I, Diplom. GuKP, RbP, Studentin
Fachgebiet
freiberuflich, Bayern, Studentin Pflegepädagogik staatliche Hochschule Ba-Wü
Weiterbildungen
Studentin Pflegepädagogik , Gründungsmitglied Bundesverband freiberuflicher Pflegefachkräfte e.V.
A

Alraunenixe

AW: Dienstwagen und Versicherungschutz

@rundumsorglospaket, ich kann dir versichern: ich bin bereits mehrere Jahre ausschließlich freiberuflich tätig sowohl in der Pflege, aber auch als Unternehmerin in einer Branche der freien Wirtschaft. Und hier ist der Unternehmer für alle Arbeitsmittel selbst zuständig. Das Beispiel des RA, der auf der Baustelle ja auch den Helm gestellt bekommt, wie in einem Beitrag erwähnt, hinkt. Hier schreibt die Berufsgenossenschaft vor, dass der Bauherr/-unternehmer für die Sicherheit auf der Baustelle sorgen muss.
Nur weil ein Nutzungsentgelt nicht allgemein bekannt ist, heißt das nicht, dass man sich das nicht mal überlegen sollte. Verträge werden immer wieder neu ausgehandelt und unterliegen der ständigen Anpassung an neuen Erkenntnissen aus der Praxis und veränderten Rechtslagen.
Ich möchte das Thema nicht überbewerten, sondern einen Denkanstoß geben, wie man das regeln kann. Denn im Fall des "Dienstwagens" ist der Haftungsfall ja bereits eingetreten.
Denn merke: Unkenntnis schützt vor "Strafe"nicht :wink:
 
R

Rundumsorglospaket

Aktives Mitglied
Basis-Konto
09.12.2010
88131
Das ich für grundständige Arbeitsmittel, wie Stethoskop, Stauchschlauch, Kleidung, Kugelschreiber und Co zuständig bin...das setzte ich vorraus. Aber das ich eine Nutzungsgebühr für ein Beatmungsgerät und Co vereinbare, sehe ich als grundsätzlich übertrieben an. Ich kann es mir noch gefallen lassen, wenn ich Erste Hilfe Kurse anbieten würde...die Gerätschaften dazu zu mieten. Nicht mehr und nicht weniger!
 
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