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Dienstanweisung

  1. Ich arbeite im Pflegeheim als Fachkraft ausschließlich in der Nachtschicht. Nachdem kürzlich ein Besucher ausgerutscht ist und wohl eine Klage folgt, wurde uns jetzt eine Dienstanweisung zur Unterschrift vorgelegt. Die Mitarbeiter in der Nachtschicht haben morgens den Haupt-und personaleingang zu streuen und zu räumen.
    Wir sind nachts zu 2. für über 90 Bewohner verantwortlich, also genügend ausgelastet. Zudem sind im Haus 2 Hausmeister angestellt, die aber erst um 8 uhr anfangen uu arbeiten.
    In meiner Stellenbeschreinung steht das mir jederzeit andere angemessene arbeiten aufgetragen werden können.
    Gehört da Winterdienst auch dazu?
    Müsste auch Schuhe wechseln und Jacke aus umkleide holen.
    Soll ich unterschreiben?
    MAV hält sich ziemlich zurück..
     
  2. Nö nicht unterschreiben.

    Und dann mal gucken was so von oben kommt.
     
  3. Ich frage mich warum die Hausmeister nicht in der Lage sind zu streuen und räumen.
    Was ist wenn ein Notfall ( Wasserorhbruch) ist. Die Hausmeister benötigt werden. Kommen die dann auch erst morgens 8 Uhr.
    Meine Frage wäre, wenn jetzt Pflegekraft ausrutscht und Beinbruch zur Ursache. Wie sieh der Versicherungsschutz aus?
    Ich würde nicht unterschreiben.
     
  4. Nicht unterschreiben! Manchmal frage ich mich, was für Arbeitgeber so unterwegs sind. Als nächstes sollst du noch die Frühstückbrötchen holen........? Ich kenne es so geregelt: Nachtwache ruft Hausmeister an, wenn Schnee und Glatteis ist und der kommt dann eher.
     
  5. auf keinen Fall unterschreiben. Winterdienst gehört nicht zu den üblichen Aufgaben einer Pflegekraft. Da müssen eben die Hausmeister früher anfangen. Ist in anderen Häusern auch so.
     
    Cutter gefällt das.
  6. Nein definitiv nicht unterschreiben. Zählt nicht zu den Aufgaben einer Fachkraft. LG
     
    Cutter gefällt das.
  7. @Rifka H und @petralein67 haben genau erfasst. Es gehört nicht zum Tätigkeitsumfeld in Pflegeberufen und ist durch die Berufsgenossenschaft nicht versichert. Das gilt nicht nur für Fachkräfte, sondern für jegliche Mitarbeiter in der Pflege.

    Sowas gilt u. a. auch für Gardinen abnehmen, auf Hocker steigen um Dekorationen anzubringen usw. Sowas ist anderen Berufsgruppen vorenthalten.
     
  8. Schneeräumen
     
  9. Auf gar keinen Fall unterschreiben, bei Schneefall in der Nacht müssen leider die Hausmeister auch früher die Arbeit beginnen! Es ist nicht deine Aufgabe.
     
  10. Hallo Anton007,

    wie ging es weiter?
    Das würde mich interessieren.
    VG petruschka66
     
  11. Hallo
    Danke für eure Antworten.
    Die meisten Kollegen haben sich gefügt und unterschrieben. Es heißt wir wären voll versichert und nicht in der Haftung.
    Ich werde mich bei einen Anwalt rückversichern. Mir geht's mir gar nicht um die Arbeit an sich, sondern ums Prinzip. Alles wird auf die Pflegekräfte abgewälzt, obwohl wir schon am absoluten limlt arbeiten.
    LG sonja
     
    wusselinchen gefällt das.
  12. Nicht in der Haftung. Mit der nachweislich schriftlichen Übertragung seit ihr erst recht in der Haftung.

    Und bei der Ausübung von Beruflichen Anforderungen oder übertragenen Aufgaben seit ihr sowie so versichert. So unverschämt von eurem Chef... unfassbar.
     
  13. Wir (Pflegenden) sind doch in der Regel alle Gutmenschen ;)
    Wenn uns jemand höflich um etwas bitte, wird das sofort erledigt. Ohne Nachzufragen.

    Aber wenn man dann doch nachfragt und Antworten erhält, die durchweg alle den gleichen Tenor haben und dann doch nicht drauf hört … ja dann weis ich auch keinen Rat mehr :(.
     
  14. Das ist natürlich barer Unsinn. Rutscht ihr selbst aus und brecht euch das Bein, seid ihr berufsgenossenschaftlich nicht versichert. Der Winterdienst ist für Pflegepersonal eine berufsfremde Tätigkeit und kann dort daher weder versichert sein noch werden. Setzt die Berufsgenossenschaft doch mal in Kenntnis, schickt ihnen die Dienstanweisung und lasst euch deren Bewertung zusenden - dann hatten die wenigstens auch was zu lachen ;)

    Richtig. Bricht sich der nächste Besucher nun das Bein, kann sich das Haus zurücklehnen und darauf berufen, der Ausführende habe beim Winterdienst geschlampt und ist somit der Haftende. Letztendlich wird das dann natürlich ein Fall für die Gerichte, da sich das Haus nie ganz aus der Verantwortung nehmen kann. Aber die Hälfte von 50.000 € Behandlungskosten und 10.000 € Schmerzensgeld ist auch ein nettes gespartes Sümmchen.

    Wieso stellt ihr eurem AG nicht die richtigen Fragen:
    • auf welcher rechtlichen Grundlage soll diese berufsfremde Tätigkeit anordnungsfähig sein?
    • besteht für die AN für diese berufsfremde Tätigkeit eine berufsgensossenschaftliche oder sonstige Unfallversicherung?
    • besteht für die AN hinsichtlich des Winterdienstes eine Haftungsfreistellung und vollständige Haftungsübernahme des Hauses?
    • wie werden die Zeiten des Winterdienstes auf die eigentliche Arbeit als Pflegekraft und die anfallenden Stationsarbeiten eingerechnet? Welche Entlastungsmaßnahmen finden statt, damit eine Pflegekraft ihre eigentliche Arbeit erledigen kann?
    • erhält jede Pflegekraft den lt. Arbeitsschutz vorgeschriebenen eigenen Satz an persönlicher Schutzausrüstung? Kälteschutz bestehend aus Handschuhen, Kopfbedeckung, Winterjacke, Arbeitsschuhe, Arbeitshose?
    • wie hoch fällt die Erschwerniszulage aus (Schmutz & Kälte)?
    Das alles verbunden mit der Bitte schriftlicher Nachweise und ich würde davon ausgehen, das Anliegen verschwindet in einer Schublade.

    Im Ernst: so einen Quatsch unterschreibt man nicht, den haut man denen verbal um die Ohren!
     
    B-Tina, supetrosu, lulli00 und 3 anderen gefällt das.
  15. Und diese Damen und Herren hier...
    würde ich an eurer Stelle nach Strich und Faden zusammenfalten, dass ihnen der Kaffee im Hals stecken bleibt. Frei nach "Thema verfehlt. Setzen, 6."
     
    supetrosu, lulli00, Cutter und 2 anderen gefällt das.
  16. Hallo Antaon007;
    wie ist es weiter gegangen mit dem Schneeräumen in diesen Winter?
     
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