Dienstanfrage per Post?

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Riler

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Hallo hab da mal eine Frage und zwar ist die Pdl von uns gerade bei mir gewesen hat geklingelt und einen Brief eingeworfen.
Wo drin steht
Hiermit bitte ich sie am wochenende in den Frühdienst einzuspringen da wir Personalmangel haben?

Dreistigkeit oder normal? :)
Ist eigentlich meine reguläre Freiwoche ... mal wieder
Hab auch schon für mehrstunden angefragt wurde aber bis auf weiteres vertröstet.

Wie soll ich mich nu verhalten weil gesetzmässig bin ich nicht so auf dem Stand der Dinge.
 
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c210989

c210989

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Hallo Riler,

ich finde das gar nicht dreist, sondern eher eine ganz normale Vorgehensweise, denn es ist vielfach so, dass MA in der Freiwoche nicht ans Telefon gehen oder die Nummer im Display ablesen können und dann nicht rangehen. Das wollte sie wahrscheinlich vermeiden und vor allem deutlich machen, dass sie wirklich auf Deine Unterstützung angewiesen ist.
Am besten ist, Du rufst Deine PDL an und sprichst mit ihr. Macht sich auch gut in Bezug auf Deine Anfrage wegen Mehrstunden - das gibt Pluspunkte.
Ich finde nichts verwerfliches daran.

Gruß
c210989
 
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Riler

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Danke für deine Antwort
Natürlich ist es so das einige Mitarbeiter nicht ans Telefon gehen.

Und Pluspunkte müsste ich eigentlich schon genug haben weil ich vor 2 wochen noch 168 Überstunden hatte.Also ich springe wirklich ein.
Nur hat man kein Privatleben mehr,man fühlt sich schon fast von der Arbeit verfolgt zumindest in letzter zeit.:laughing:
Es wird einfach keine Rücksicht mehr genommen.

Kleines Beispiel:
Ich nehme mir Privat was vor fürs We.
Komme zur Arbeit,meine Examinierte kollegin sollte mich von der Wbl aus fragen ob ich Nachtwache mache könnte,ich sagte Nein kann ich nicht.
Ich muss ja keinen Grund nennen wieso weshalb warum ich nicht kann,aber hab es trotzdem gemacht.

(Naja dann kam der Schuss in den Ofen,was für mich auch der ausschlaggebende Grund war nicht mehr so oft einzuspringen weil man einfach meint mit ihm kann man es ja machen.)

Dann soll ich dich Dienstverpflichten sagte meine Kollegin.
Da hab ich schon nich schlecht gestaunt.
Wieso fragt man mich dann erst?
Ich bin torztdem beim Nein geblieben dann erst recht!

Das war auch dann der 3. Vorfall wo man versucht hat mit mir den molly zu machen.:laughing: Irgendwann muss ja auch mal gut sein.

Gut habe jetzt viel drum rum geredet für mich ist eigentlich nur wichtig gewesen ob das alles so ok ist mit dem Postweg.

Und was mir auch wichtig wäre da ich jetzt seit gute einem Jahr immer Überstunden habe irgendwie trotzdem an meine Mehrstunde komme?

Personalmangel besteht nach wie vor.

Gruss Riler
 
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Pflegehelfer
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c210989

c210989

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die Frage ist hier, wo der Personalmangel besteht: Bei den Examinierten oder bei den Helfern. Wenn Examinierte fehlen, kann ich natürlich keine Helfer höher stufen. Es gibt allerdings die Möglichkeit, MA für eine gewisse Zeit durch Zusatzvereinbarung in den Stunden hochzustufen. Vielleicht solltest Du es mal so angehen. Wenn examinierte fehlen, so kann zumindest durch die zeitweise Höherstufung von Helfern die Personalquote gehalten werden. Das kann man auch jederzeit vor der Heimaufsicht vertreten und wird auch anerkannt.
Versuch es doch mal so, vielleicht springt dein Arbeitgeber darauf an.

Gruß
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Manu74

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Hallo

Also das mit dem Märchen der Dienstverpflichtung kommt ja immer wieder auf.:laughing: Dienstverpflichtungen gab es im Krieg, heute nicht mehr:nono: wenn Dir jemand soetwas erzählt dann frag doch bitte mal wo das steht das so etwas geht. Geht nämlich nicht es sei den es sind Katasrophen Fälle (gleichzeitig 10 MA mit Fischvergiftung o.ä)
Aber mal ehrlich wenn Eure PDL soviel Zeit hat das sie die Post auch noch persönlich vorbei bringt:spinner: da hätte ich besseres zu tun.
Hast du dein gesuch um Stundenerhöhung schriftlich gemacht? Gibt es neben der PDl noch ein HL oder einen Geschäftsführer?
Gruß Manu74
 
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Riler

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Mit der Dienstverpflichtung kam deshalb so glaubhaft rüber weil irgendwer was von Dienst am Menschen erzählt hat.gibt es auch was schriftlich darüber da das nicht möglich ist?

Bei uns im Haus gibt es noch eine Heimleitung.

Stundenerhöhung hab ich damals schon vor 2 jahren schriftlich gemacht bisher immer noch nix.Also war vorher ne andere PDL nu ist seit 6 monaten eine neue da.
Ich will ja auch niemanden was.:laughing:
Will mich nur absichern und rechtlich auf dem laufenden sein weil ich auch nicht meinen Mund halten wenn mich was stört.Und so dann auch ganz gut Kontern kann weil bei uns ist es wirklich so das manche Dienstverplfichtet werden und wenn das nicht fruchtet redet man was von Arbeitsverweigerung.

Der Mangel besteht bei Examinierten als auch Helfern.
Werds mal versuchen.

Gruss Riler
 
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Sonnensturm

Sonnensturm

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Geht nämlich nicht es sei den es sind Katasrophen Fälle
Ein leidiges Thema.:heul:
Bei uns wird es ganz einfach gelöst.:kopfkratz:
Neuer Dienstplan mit dem Vermerk: "Aus personellen Gründen!" oder so ähnlich.
Da wird nicht gefragt, es werden Tatsachen geschaffen. :nana:
Wie war das, ein Dienstplan ist ein Vertrag?
Wo wir wieder in der Rubrik -Recht haben und Recht bekommen...- wären.
:suche:Wenn ich aus diesen Gründen nicht an's Telefon gehe, warum soll ich die Post lesen?
Wundert sich da jemand, wenn diese Mitteilungen:ignore:werden?

:mad_2: Wassermann
 
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hexe1070

hexe1070

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Na klar, Dienst am Menschen! Toller Spruch. Sind wir keine Menschen mehr?:mad_2:

Schaust du hier:
http://www.diag-mav-freiburg.de/gemeinsam/a-z/teilzeit-lage-der-arbeitszeit-08-11.pdf

Sind so einige Informationen drin.

Auch bei ver.di zum Thema: Mein Frei gehört mir!

Bei uns werden einige MA auch immer mal wieder "dienstverpflichtet", die sich nicht wehren. Bei anderen käme ein solches Wort niemals auf den Tisch.

Das schlimmste ist, dass eine solche Vorgehensweise niemals nötig wäre. Wir haben ein tolles Team, dass immer darum bestrebt ist unsere Patienten zu versorgen und es würde sich bei Nachfragen auch immer jemand finden, das gibts gar nicht anders.:thumbsup2:
Nur wenn in einer deart ruppigen Art mit einem umgegangen wird und dann auch noch immer auf das Leitbild. Mensch im Mittelpunkt des Handelns, verwiesen wird, da kann man sogar die beste Motivation zerstören.:heul:

Nicht unterkriegen lassen.
Gruß Hexe
 
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Manu74

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Hallo

@Wassermann
[Bei uns wird es ganz einfach gelöst.:kopfkratz:
Neuer Dienstplan mit dem Vermerk: "Aus personellen Gründen!" oder so ähnlich.

Da wird nicht gefragt, es werden Tatsachen geschaffen. /QUOTE]

So einfach ist auch das nicht. Es gibt ein Arbeitsrecht. Einfach einen Neuen Dienstplan raushängen wäre Rechtlich nicht bar. Auch eine Abmahnung wegen nicht zum Dienst erscheinen trotz verpflichtung wäre nicht haltbar.

@
weil bei uns ist es wirklich so das manche Dienstverplfichtet werden und wenn das nicht fruchtet redet man was von Arbeitsverweigerung
Hast du das schriftlich bekommen?

Da ich selbst weiß ( ich schreibe DP und muss auch Krankheitsfälle abdecken)
das dies ein Schwieriges Thema ist erzürnt mich eine solche vorgehensweise ernorm. Klar rufe ich die MA auch an und Frage ob sie können aber ich musste noch nie jemanden Zwingen zu kommen.
Bei uns im DP gibt es eine Bereitschaftsdienst, der ca 2 mal im Monat von jedem MA zu übernehmen ist. Man ist zu festgelegten Zeiten erreichbar und kann dann zum Dienst gerufen werden. Wenn man nicht gerufen wird bekommt man Summe X wenn Dienst dann natürlich die Stunden.

Gruß Manu74
 
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Bei uns wird es ganz einfach gelöst.:kopfkratz:
Neuer Dienstplan mit dem Vermerk: "Aus personellen Gründen!" oder so ähnlich.

Da wird nicht gefragt, es werden Tatsachen geschaffen
Wohl, wohl, ist mir auch bekannt. Aber, wie gesagt, Recht haben...
Und ich stand bisher bei allen "Beschwerden" als Einzelkämpfer da.
Aus gegebenem Anlass hatten wir mal eine Sitzung mit BR. Ergebnis:Ich war dann die "Böse". Alle anderen rufen dann OMM, OMM, OMM
Nach meiner Erkenntnis bin ich auch das einzige Gewerkschaftsmitglied.
Ja und öffentl. Dienst sind wir auch.
Nach neuesten Erkenntnissen gibt es demnächst wieder einen neuen Plan, eine MA scheidet zur Monatsmitte aus.
Bei dieser Einstellung wünsche ich mir jeden Tag, dass nur Gew.mitglieder den Tariflohn erhalten, die anderen knapp die Hälfte.

:angry: Wassermann
 
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ferdi

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Hallo Riler,

was im Dienstplan steht ist rechtskräftig. Außerhalb der Arbeitsstätte hat der Arbeitgeber keine Recht. Dann bist du eben nich da gewesen und hast den Brief nicht erhalten.
Wir sind doch keine Leibeigenen.
Wenn du im Frei bist kann der Arbeitgeber ich am Arsch lecken.

Das mußte raus.

ferdi
 
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SchwesterWolfgang

SchwesterWolfgang

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Hallo,
da ich mich in diesem Forum zum ersten mal in einen Thread einmische, bringe ich mein Lieblingszitat aus dem Werner Schell Forum hier in voller Länge (in den anderen Foren zitiere ich nur noch die Kuzform, weil ich es schon so oft zitiert habe. Also:

Direktionsrecht:
Mit dem Arbeitsvertrag stellt der Arbeitnehmer seine Arbeitskraft zur Verfügung. Im Rahmen von Gesetzen, Tarifverträgen und Dienstvereinbarungen übt der Arbeitgeber sein Direktionsrecht aus, indem er im Krankenhaus den Arbeitnehmer durch eine Dienstplanung zur Arbeit (wann, wo und wie viel) einteilt.


Einspringen aus dem Frei:
Das Direktionsrecht besteht natürlich nicht, wenn der AN sich im "Frei" befindet, außer es besteht eine Notlage in Form einer Katastrophe (diese besteht nicht bei Unterbesetzung, obwohl dies teilweise eine ist). Der Arbeitnehmer ist nur dann verpflichtet seine Arbeit aufzunehmen, wenn er sich in Arbeitsbereitschaft, Rufbereitschaft oder im Bereitschaftsdienst befindet. Das ist bei einem Frei nicht der Fall! Denn Freizeit ist Ruhezeit. Deshalb ist jegliche Androhung von Seiten des AG wenn ein AN nicht aus dem Frei einspringen will, Nötigung!!!


Änderung des laufenden Dienstplans:
Der Arbeitgeber kann, wenn sich der Arbeitnehmer in der Arbeit befindet, Überstunden anordnen (am selben Tag im Rahmen des Arbeitsschutzgesetzes), oder bei Ausfällen die Arbeitsaufnahme an einem Tag, der als frei geplant war, anordnen. Jedoch bedarf es dabei der Mitbestimmung des Personalrates!!! Wurde dessen Zustimmung nicht eingeholt, ist der Beschäftigte nicht verpflichtet die Überstunden zu erbringen. Ausnahmen können bei Arbeitszeitmodellen mit einem Arbeitszeitkonto bestehen mit entsprechender Dienstvereinbarung.


Allgemein:
Der Arbeitgeber schöpft sein Direktionsrecht mit einem gültigen Dienstplan aus. Änderungen sind nur noch im gegenseitigen Einvernehmen möglich!
Eine Dienstverpflichtung gibt es im deutschen Arbeitsrecht nicht. Die Bundesregierung kann im "Spannungs- und Verteidigungsfall", also im Krieg, eine Dienstpflicht erlassen. Eine Pflegedienstleitung oder Stationsleitung kann weder den Krieg ausrufen noch die bürgerlichen Rechte außer Kraft setzen.


Fazit:
Ein Verpflichtung zum Einspringen aus dem Frei, also in der Ruhezeit, gibt es definitiv nicht, außer bei einer Katastrophe (sei es Massenunfall, Brand oder sonstiges in dieser Richtung; ein krankheitsbedingter Ausfall eines Kollegen gehört sicher nicht dazu).
Eine Anordnung von Überstunden ist mitbestimmungspflichtig (kann unter Umständen bei Dienstvereinbarungen entfallen). Dennoch wird jedem Arbeitnehmer geraten erst mal die angeordneten Stunden/Dienste zu leisten und sich dann entweder an den Personalrat wenden, oder sich einen Anwalt (z.B. bei einem Gewerkschaftsmitglied über die Gewerkschaft) nehmen. . .
 
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Wohl, wohl, ist mir auch bekannt. Aber, wie gesagt, Recht haben...
Und ich stand bisher bei allen "Beschwerden" als Einzelkämpfer da.
Aus gegebenem Anlass hatten wir mal eine Sitzung mit BR. Ergebnis:Ich war dann die "Böse". Alle anderen rufen dann OMM, OMM, OMM
Nach meiner Erkenntnis bin ich auch das einzige Gewerkschaftsmitglied.
Ja und öffentl. Dienst sind wir auch.
Nach neuesten Erkenntnissen gibt es demnächst wieder einen neuen Plan, eine MA scheidet zur Monatsmitte aus.
Bei dieser Einstellung wünsche ich mir jeden Tag, dass nur Gew.mitglieder den Tariflohn erhalten, die anderen knapp die Hälfte.

:angry: Wassermann
Oh ja, wie ich das nachvollziehen kann, da setzt man sich für sein Team ein und fällt dann voll auf die Schnauze..weil ja nie irgendjemand seine Position vertreten kann und im ausschlaggebenden moment meist gaanz still ist. Ich bin auch in der Gewerkschaft.:kopfkratz:
 
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Hallo,

@ Riler,
Dienstanfrage per Post, ich hoffe Schwester Wolfgang´s Antwort hilft dir weiter.

Stundenerhöhung hab ich damals schon vor 2 jahren schriftlich gemacht bisher immer noch nix.
schau mal hier:
Vorsicht: Ständige Mehrarbeit


@ Wasserman,
Nach meiner Erkenntnis bin ich auch das einzige Gewerkschaftsmitglied.
Ja und öffentl. Dienst sind wir auch.

Nach neuesten Erkenntnissen gibt es demnächst wieder einen neuen Plan, eine MA scheidet zur Monatsmitte aus.
Bei dieser Einstellung wünsche ich mir jeden Tag, dass nur Gew.mitglieder den Tariflohn erhalten, die anderen knapp die Hälfte.
auch ich habe so meine Probleme, ca. 100 Mitarbeiter davon 25 Ver.dianer. Wir wollten den TVöD oder zumindes angegliedert werden. Hatten auch schlagkräftige Argumente und erst war der AG einsichtig aber dann ....
Mangels Masse, Ver.dianer, mussten wir aufgeben.
Weißt du wer am lautesten nach einem Tarifvertrag schreit? Die sind noch so blöde und meinen jetzt hätten sie ein Gegenargument wenn ich sie auf ver.di anspreche.
Obwohl ich finanziell auch am Ende bin, bin ich froh das es in die Hose gegangen ist. Spannend wird es im Neuen Jahr. Der AG will einen Hausvertrag.
Ich möchte nicht ausführlicher werden.

Aber erst werde ich das verteilen:

Tarifvertragsanspruch

Nicht ernten, wo man nicht gesät hat. Tarifvertrag gilt nicht für jeden.

Für ihre Mitglieder handeln die Gewerkschaften mit den Arbeitgeberverbänden Tarifverträgen aus.
Für Gewerkschaftsmitglieder sind Tarifvertragsleistungen verbriefte Rechte, auf die sie Anspruch haben. Sie können sie einklagen.
ArbeitnehmerInnen, die nicht der Gewerkschaft angehören, haben keinen unmittelbaren Anspruch auf das im Tarifvertrag Vereinbarte. Wer Tarifvertragsleistungen in Anspruch nimmt, jedoch nicht Gewerkschaftsmitglied sein will, tut das auf Kosten der Beitragszahlenden. Denn:
Nur Gewerkschaftsmitglieder haben Rechtsanspruch auf tarifliche Leistungen.
Das regelt der Paragraph 4 des Tarifvertragsgesetzes.
Im Tarifvertragsgesetz ist bestimmt, dass
Nur Gewerkschaften einerseits und einzelne Arbeitgeber sowie Arbeitgeberverbände andererseits Tarifverträge abschließen können

und jene Arbeitgeber und ArbeitnehmerInnen den Tarifvertrag einzuhalten haben und Rechte aus dem Tarifvertrag beanspruchen können, die Mitglied eines vertragsbeteiligten Arbeitgeberverbandes bzw. der vertragsbeteiligten Gewerkschaft sind.

Wer nicht Gewerkschaftsmitglied ist, hat keinen Anspruch auf das im Tarifvertrag Vereinbarte.
Entsprechendes führte auch das Arbeitsgericht Gießen aus. Eine Klägerin klagte auf Höhergruppierung entsprechend den tariflichen Bestimmungen. Das Arbeitsgericht stellte in der Urteilsbegründung fest: Obwohl die Klägerin die Merkmale der höheren Vergütungsgruppe erfüllt, hat sie auf keinen Fall Anspruch darauf, da sie nicht Mitglied der Gewerkschaft sei, die als Vertragspartner den Tarifvertrag unterzeichnet habe.

Nur Gewerkschaftsmitglieder haben einen rechtlichen, einklagbaren Anspruch auf tarifliche Leistungen.

erst wenn unsere lieben Berufskollegen begriffen haben das Einigkeit stark macht und das nur die Gewerkschaft dies Einigkeit bringt, finanziert und unterstützt werden wir Frei sein und unseren Arbeitgebern den Zahn des gutsherrgehabes ziehen können.

Nur Gewerkschaftsmitglieder:
Es gibt hier einen großen Arbeitgeber Namen ? angelehnt an den AVR.
Bei den Tarifverhandlungen musste er seine Vorstellungen kräfitig herunterschrauben.
Was macht er heute? Er läßt es auf eine Gerichtsverhandlung ankommen, das kommt billiger als nach Tarif zu bezahlen.
Alle die keinen Tarifanspruch (nicht in ver.di sind) haben werden nach Stich und Faden übers Ohr gehauen.
Solche Arbeitgeber wünsch ich mir mehr.

Noch geb ich nicht auf und hoffe das unsere Kollegen endlich wach werden.


ferdi
 
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SchwesterWolfgang

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. . . mal eine kleine Geschichte aus der Praxis zum Mutmachen:
unsere Dezemberpläne sahen wieder mal katastrophal aus, für ausgeschiedene und Dauerkranke MA wurde kein Ersatz eingestellt und die Mehr- und Überstunden stiegen sprunghaft über das normale Maß an. Geschäftsführung sagt: geht mich nix an, dafür ist die PDL zuständig, PDL sagt: ich kann nix machen, wenn der GF nicht einstellen will.
Also, hat der BR kurzfristig Termin gesetzt, mit der Androhung, dass der BR zum Arbeitsgericht geht, wenn bis zum Fristdatum kein akzeptabler Plan vorliegt. Es kam kein Plan, nur Flickwerk, also haben wir unseren Rechtsanwalt, der uns meist vertritt beauftragt und vorigen Freitag lag das Schreiben beim GF mit Androhung 250 T€ Strafe, oder ersatzweise 6 Monat Haft. Na, was denkt Ihr, wie fix auf einmal der GF doch zuständig war und wie schnell 3 Leute eingestellt waren!
Fazit: man muss seine Rechte kennen und auch ausschöpfen. Dass man hinterher eine Weile schief angesehen wird - das muss man ertragen können, aber auch beim schief ansehen können die Herrschaften unsereinem doch den Respekt nicht versagen :)
 
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