Information ausblenden
Tipp: Für registrierte Mitglieder ist das Forum (fast) vollständig werbefrei.

Die Pflegekammer-Diskussion

  1. Ich hab zu wenig Ahnung um dazu eine Meinung zu haben.

    Ein Button dafür wäre interessant. Ich denke viele stehen der Pflegekammer skeptisch gegenüber weil sie über die Organisationen zu wenig wissen.
     
    cinderella61, THantaros666 und jomamoe gefällt das.
  2. Ich stehe den Pflegekammern aus mehreren Gründen im höchsten Maße skeptisch gegenüber. Aus mehreren Gründen.
    Zum einen ist es auf Länderebene relativ witzlos, zum anderen wird es wieder ein riesen Verwaltungswasserkopf der finanziert werden will.
    Und über wen wird dieser Finanziert, über die eh schon viel zu viel verdienenden Pflegekräfte.
    Nicht nur mit einem Zwangsbeitritt in die Kammer, sone Kammer übt auch gewaltigen Druck auf die Pflegekräfte aus.
    Ziemlich gnadenlos.
    Nehme ich einmal die Pflegekammer Niedersachsen :)

    Ich habe da einen wunderfeinen Text vom Bundesverband für freie Kammern gefunden.
    Der Nimmt die Augenwischerei der Pflegekammern einmal ein büschen kritisch unter die Lupe.
    Den gesammten Text findet man hier :

    Informationsmaterial für Pflegekräfte zum Thema Pflegekammern - www.bffk.de

    Ich poste nur mal nen paar interessante Auszüge ;-)

    >

    Kammern werden von der Politik legitimiert und eingesetzt. Einer Politik, die für die größten Probleme in der Pflege in diesem Land mitverantwortlich ist. Wenn jetzt Kammern eingerichtet werden, so haben die hauptamtlich angestellten, und hoch bezahlten Personen dort, ihre Stellen nur durch die Hilfe genau dieser Politiker.

    >

    ( Entlastet sicherlich den Staatshaushalt wenn die Überbezahlten Pflegekräfte diesen Aparat finanzieren)

    >

    Die ursprüngliche Idee war die Selbstverwaltung. Die Berufsgruppen sollten ihre internen Angelegenheiten eigenverantwortlich organisieren und damit den Staat entlasten. Inzwischen verwalten sich die Kammern für immense Kosten in erster Linie selbst.
    Eingesetzt werden diese Kammern allerdings auch heute noch vom Gesetzgeber und nicht von den Betroffenen selbst.

    >

    Hmmmm wessen Interessen mögen solche Kammern vertreten ?

    Bistimmt meine, wenn sie gegen den Gesetzgeber laufen weil der Staat nicht bereit ist anständige Gesetze zu schaffen.

    >

    Es wird zwar immer von einer sogenannten »Mitgliedschaft« gesprochen. In der Realität sind es jedoch gesetzlich zugewiesene Personen oder Unternehmen und in keinem Fall eine freiwillige Zugehörigkeit.
    Es handelt sich also nicht um eine durch die Mitglieder legitimierte Vereinigung, sondern um eine Zwangsorganisation.

    >

    Die Mitgliedschaft ist nicht freiwillig, wenn es diese Kammer gibt und Du sie nicht unterstützen willst kannst Dir nur nen Bundesland suchen das keine Kammer hat.

    >

    In den meisten Ländern Europas sind die Kammern mit Zwangsmitgliedschaft bereits abgeschafft worden.

    >

    Wurden bestimmt abgeschafft weil sie so wahnsinnig sinnig sind.


    >

    Müssen die Arbeitgeber die Pflichtfortbildungen bezahlen?

    Wenn der Arbeitgeber freiwillig dazu bereit ist, kann er das tun. Für die Teilnahme und Finanzierung der von Kammern vorgeschriebenen Pflichtfortbildungen sind aber ausschließlich Sie verantwortlich.

    >

    Super Möglichkeit weitere Kohle ein zu nehmen, ich füre mal eben ein paar überteuerte Pflichtfortbildungen ein, wenn die Dummen Zwangsmitglieder die nicht mit machen ….. was passiert dann ?
    Aberkennung des Examens ?
    Und den ganzen Spaß darf die Pflegekraft dann in ihrer eh schon reichlich vorhandenen Freizeit machen und aus eigener Tasche bezahlen.

    >

    Kann ich aus einer Kammer austreten?
    Das ist grundsätzlich nicht möglich ohne den Beruf oder die berufliche Tätigkeit aufzugeben. Im Einzelfall kann dies den Entzug der Berufszulassung (Berufsverbot) nach sich ziehen. Die Zuweisung zur Kammer erfolgt durch den Gesetzgeber und beruht nicht auf Freiwilligkeit oder Ihrer Entscheidung.
    >

    Halt ne diktatorische Zwangsvereinigung, Damit wird man den Ausbildungs Mangel sicherlich aufbessern, wenn der Potentielle Azubi bei seiner Berufswahl gezwungen wird in einen solchen Verein ein zu treten wird er sicherlich alle anderen Berufsangebote links liegen lassen.

    >

    Was passiert wenn ich keine Beiträge zahle?
    Die Kammern leiten das Vollstreckungsverfahren über die Gerichtsvollzieher oder Finanzämter ein. Sie haben dazu sogar die Möglichkeit bis zur Vollstreckungshaft zu gehen. Diese Mittel werden angewendet.
    Kammerbeiträge müssen auch bezahlt werden, wenn man keinerlei Leistungen in Anspruch nimmt.
    >

    Hey …....

    Pflegekräfte verdienen so üppig, da können sie doch den Vertreter gegen ihre eigenen Interessen auch lässig mal finanzieren.
    (Ich hoffe die Ironie und der Sarkasmus werden erkannt ;-))

    Grob zusammengefasst :)

    Wenn die Pflegekammer in Niedersachsen flächendeckend zur Pflicht wird, weiß ich das einige Gegenden in Niedersachsen noch ein weit schlimmeres Personalproblem bekommen werden.

    Denn dann werden viele Pflegekräfte die zum Beispiel im Einzugsbereich von Hamburg leben in eben diesem „Bundesland“ Arbeiten gehen, denn diesen Unsinn einer Pflegekasse gibt es in HH nicht.

    Hamburger Krankenhäuser freuen sich schon auf die Pflegekammer in Niedersachsen, reduziert vermutlich in den Äußeren Bereichen Immens das Personalproblem in den Kliniken.

    Die Kliniken in Nidersachsen am rand zu Hamburg dürften dann ihre Ärzte zur Grundpflege einsetzen ;-)
     
    truhe, zementorchidee, Bazille und 4 anderen gefällt das.
  3. Und immer wenn eine Organisation fachfremder Individuen meint, in einem anderen Bereich anstehende Veränderungen deutlich zu kritisieren und ungefragt gute Tips zu verteilen, stelle ich mir die Frage: Was genau ist eure Agenda und welchen Gewinn habt ihr davon?

    Es dürfte klar sein, dass weder der bffk, noch der bpa, ver.di, o.ä. Wohltätigkeitsvereine sind die sich plötzlich anschicken, dass Los der deutschen Pflege nachhaltig zu verbessern; denn dann muss zumindest bei den beiden ersten die Frage gestattet sein: Warum plötzlich jetzt und nicht schon vor z.B. 25 Jahren? Da geht es knallhart um Eigeninteressen - und die lassen sich gegenüber einem chronisch minderorganisierten und berufspolitisch desinteressierten Klientel recht simpel durchsetzen.
     
    jomamoe und ms-sophie gefällt das.
  4. Gebe ich Dir ohne einschränkung Recht, jeder hat und verfollgt seine eigenen Interessen.

    Jedoch muß ich gestehen das ich mir auch nicht vorstellen kann das eine solche Organisation die Interessen der Pflegenden verfolgt, denn wenn ich mir deren Geschäftspraktiken ansehe, mit Zwangsregistrierung, Zwangsbeiträge etc. Deutet dies doch viel eher darauf hin das auch diese Organisation gleich von Anfang an ihre eigenen Interessen im Sinn hat.
    Das Managend wird nicht von den Pflegenden gewählt, es wird von Staatlichen Stellen bestimmt.
    Ich sehe nirgendwo wo die Pflegenden in dieser Organisation die Möglichkeit haben eigene Interessenvertreter mit ein zu bringen.
    Die von Dir beschriebenen Organisationen beruhen auf Freiwilligkeit, sprich wenn sie ihre eigenen Interessen verfolgen wollen, müssen sie etwas für die Interessen ihrer Mitglieder tun, denn wenn dem nicht so ist steigen die Mitglieder aus und die Organisationen haben nicht mehr die Möglichkeit ihre eigenen Interessen zu verfolgen.
    Anders schaut es bei der Pflegekammer aus, die bekommt per Gesetz ihre Kohle und mit jedem Auszubildenden in dem Job ihre Mitglieder, ob sie wollen oder nicht.
    Nenne mir also einmal einen Grund warum sie die Interessen ihrer Mitglieder über ihre Politischen Interessen stellen sollten.
    Blos weil sie Pflegekammer heißen ?
    Namen sind Schall und Rauch.
    Die Zwangsmitglieder werden gezwungen Fortbildungen zu besuchen, die ihnen möglicherweise in ihrem Job nicht mal was bringen, nebenbei werden sie dann auch noch gezwungen diese aus eigener Tasche zu bezahlen und in ihrer Freizeit zu machen.
    Klar kann man da die Forderung zu einer kontinuierlichen Qualifikation anbringen, aber da gibt es auch andere Möglichkeiten, und zwar weit bessere.
    Z.B. In HH
    Ich habe mich vertraglich verpflichtet mich kontinuierlich weiter zu bilden, so wie mein Arbeitgeber sich verpflichtet hat dies auch zu ermöglichen.
    Auch ich muß im Jahr meine 20 Fortbildungspunkte erlangen. ( Theoretisch könnte die Behörde mir da auch Beruflich ärger machen wenn ich es nicht mache, Praktisch wird es bei der herrschenden Personalsituation keiner machen ;-) )
    Wie ich die Punkte erreiche, das ist meine Sache.
    Ich kann zu Internen Fortbildungen gehen, die bezahlte Arbeitszeit sind.
    Ich kann via Thime Verlag einige Punkte sammeln, in dem ich Dort online die eine oder andere Fortbildung und Pflichtfortbildung absolviere.
    Ich kann mich Außerhalb des Krankenhauses in einer Bildungseinrichtung für Fortbildungen bewerben, die meißt von meinem Arbeitgeber genehmigt werden und auch finanziert werden, in diesem Fall ist es bezahlte Arbeitszeit.
    Wenn ich es richtig verstanden habe wäre es der Pflegekasse ziemlich schnurz welche Fortbildungspunkte ich anderswo erlange, ich habe gefälligst denen die Kohle zu verschaffen und deren Fortbildungen zu machen.
    Ganz ehrlich ich verstehe bei weitem nicht warum die Pflegekräfte die davon betroffen sind nicht zu hauf anfangen zu demonstrieren und zwar gegen diese Pflegekammern.
    Ich habe bisher in meinen Postings einiges geschrieben das gegen die Pflegekammern spricht, da Du scheinbar für diese bist.... eine Diskussion von Gegensätzen lebt, würde es mich freuen wenn Du den einen oder anderen Punkt bei mir widerlegen könntest, oder aber andere Punkte einbringst die zeigen das die Pflegenden aller Wahrscheinlichkeit nach von ihren Zwangsbeiträgen auch einen Profit haben, denn mein Interesse ist es nicht überbezahlten Managern zu ihrem Geld zu verhelfen, ohne das sie was für mich tun.
     
  5. Hallo Willi_Wuff,
    Du wolltest, dass Punkte von dir Widerlegt werden. Kann ich anbieten:):
    Ich kenne 2 Mitglieder der Pflegekammer Rheinland-Pfalz persönlich. Sie sind beide exam. Krankenschwestern . Sie haben sich in unterschiedlichen Listen für die Pflegekammer aufstellen lassen, da sie eine Vertretung für die Pflegenden für wichtig erachten. Keiner von beiden hat politische Ambitionen.
    Beide bekommen für ihre Tätigkeit in der Pflegekammer eine Aufwandsentschädigung (Kann man im Netz nachlesen). Allerdings müssen sie das in ihrer Freizeit machen, bzw. sie müssen sich dann frei nehmen. Und ich denke, dass es ohne dann auch zusteht.
    Keiner von beiden wurde also von einer staatlichen Stelle bestimmt. Im Gegenteil: Eine von beiden hat im Vorfeld mehrere Jahre darum gekämpft, von der Politik das O.K für eine Kammer zu bekommen. (Kammern müssen im deutschen Recht nun einmal Gesetzlich legitimiert werden.)

    Die "Zwangsregistrierung" hatte übrigens auch ihr Gutes:
    1. Man weiß nun, wieviele Pflegekräfte es in Rheinland-Pfalz wirklich gibt (Die Schätzungen, mit denen gerechnet wurde waren fast 30% zu gering)
    2. Jede Pflegekraft, die mal ihr Diplom verloren hatte und ein neues braucht wäre froh, eine Kammer hätte sie registriert. Staatliche Stellen tun dies nämlich nicht und du musst Beweisen, dass du wirklich die Ausbildung gemacht hast. Eine Freundin von mir hat fast 6 Monate gefaucht, bis das Innenministerium ihr die Urkunde wieder ausgestellt hat. Es wurde unter anderem Unterlagen von ihrer Krankenpflegeschule gefordert. Die gibt es aber schon seit 18 Jahren nicht mehr:(.

    So viel zum Anfang
    LG Der Eine
     
    jomamoe und Lanzelotte gefällt das.
  6. OK, das mit der Urkunde ist nen Argument, aber ob das rechtvertigt das tausende Zwangsbeiträge zahlen müssen, muß jeder für sich entscheiden.
    Freut mich auch das es mehr oder weniger ehrenamtliche Mitglieder der Pflegekammer gibt die ein Pflegeexamen haben, die Frage ist nur in wie weit diese auch mitbestimmen dürfen was die Kammer anstellt.
    Hätte ich eine Paar Fragen zu dieser Pflegekammer.
    Wie lange gibt es diese schon ?
    Wie hoch sind die Zwangsbeiträge die Jede Pflegekraft zu leisten hat, wenn sie weiterhin in ihrem Job tätig sein möchte ?
    Wie viele Pflegekräfte sind registriert ?
    Wie und mit welchen Aktionen hat die Pflegekammer vor die Situation der Pflegenden zu verbessern ?
    Ich mein …... sie Informieren doch sicherlich ihre Zwangsmitglieder was sie mit der ganzen Kohle machen, die sie einstreichen.
    Sorry aber die Möglichkeit ggf meine Urkunde schneller wieder zu bekommen wäre für mich kein Grund 40 Berufsjahre Zwangsbeiträge zu zahlen.
    OK, Professor Google hilft so um und bei 10€ im Monat.
    Nachdem was ich gegoogled habe dürften das so um die 50.000 (Echt ? Mehr nicht ? ) Pflegekräfte sein.
    Das Dürfte dann so um die 400-500.000 € sein die die Pflegekammer im Jahr einstreicht.
    Zuzüglich die Einnahmen durch Pflichtfortbildungen.
    Was passiert mit dem Geld ?
    Welche Machtposition strebt die Pflegekammer an ?
     
  7. Ich denke die einzig qualifizierte Stelle, um deine Fragen beantworten bzw. um Punkte evtl. widerlegt zu bekommen, wäre eine Pflegekammer selbst.
    Jeder Aussenstehende müsste bzgl. der aktuellen Projekte und Entwicklungen meist raten - bzw. eh' auf dortige Veröffentlichungen o.ä. verweisen.

    Da die LPK Rheinland-Pfalz zur Zeit am weitesten fortgeschritten ist, solltest du deine Fragen einfach sammeln und dorthin schicken:

    Landespflegekammer RLP - Landespflegekammer Rheinland-Pfalz

    Nicht so tief stapeln...es sind wohl eher um die 5 Millionen Euro/Jahr, je nach Ausgestaltung der Beiträge und tatsächlicher Anzahl an Pflegekräften.
     
    Lanzelotte und ms-sophie gefällt das.
  8. Stimmt !!
    Am besten mal die genannte Internetseite genau anschauen. Ist die einzige, zur Zeit existierende Pflegekammer in Deutschland.

    Nach knapp einem Jahr natürlich noch keine allzu große. Aber nach meiner Ansicht entsteht die Macht einer Pflegekammer erst nach Jahren.... dann aber richtig.
    Wenn man als Vergleich die Ärztekammer nimmt ist es beispielsweise so, dass Entschlüsse/Empfehlungen der Ärztekammer von Richtern bei Themen,die gesetzlich nicht geregelt sind, als Begründung für Urteile genutzt werden und so zu geltenden Recht werden.
    Beispiel: Die Bundes-Ärztekammer hat festgelegt, welche Tätigkeiten (nach ihrer Ansicht) nicht deligierbare Tätigkeiten sind. Beispielsweise die 1. Assistent im OP. Bedeutet: Bei Verhandlungen über die Verteilung des KH-Budget werden die benötigten Stellen zur Assistenz im OP den Ärzten angerechnet. Die Krankenhäuser müssen also für diese Tätigkeiten Ärzte auf dem Stellenplan haben. Sichert den Ärzten so eine höhere Personalquote.
    Alle anderen "nicht deligierbaren" Tätigkeiten erhöhen weiter den Ärztespiegel bei den Verhandlungen mit den Krankenkassen.
    Dazu fällt mir gerade ein: Bei der nächsten Runde der Krankenhausfinanzierung Rheinland-Pfalz wird die Ärztekammer nicht mehr die Interessen der Pflege vertreten... Das werden dann Vertreter der Pflegekammer machen.

    Nächstes kleines Gedankenspiel:
    Eine Pflegekraft wird verklagt. Experte bei der Verhandlung war bisher fast immer ein Arzt (bei welcher offiziellen Stelle sollte der Richter auch einen Experten suchen? Gab ja nur die Ärztekammer. ) Jetzt wird er in Rheinland-Pfalz wohl einen Experten bei der Pflegekammer erfragen.
    Könnte die Position und Richtung des Expertenurteils in eine leicht andere Richtung lenken.


    Ich weiß, ist alles noch nichts Handfestes. Aber für mich ist die Pflegekammer eine Investition in die Zukunft unseres Berufes. Ich möchte nicht irgendwann von 3-Wochen-Helfern gepflegt werden, weil die Betriebswirte und Ärzte die Pflegetätigkeiten zu Ihren Gunsten immer weiter abwerten. Ohne Kammer gibt es keine Stelle, die etwas Empfehlen kann, was bei Entscheidungen von Richtern oder Gesetzgebung einfach von Lobbyisten anderer Berufsgruppen zu deren Gunsten ignoriert werden kann. Ist zumindest meine Einstellung.

    LG Der Eine
     
  9. Dem das die Pflegekammer in absehbarer Zeit eine Machtposition hat haben sie ja schon von anfang an einen Riegel vor geschoben.
    Jedes Bundesland kocht sein eigenes süppchen.
    Grundsätzlich habe ich nichts gegen eine Pflegekammer, ganz im Gegenteil.
    Nur kotzt mich dieses intransparente geklüngel an.
    Und es stört mich das die Pflegekammern, zumindest meines Wissens, niemandem rechenschaft schuldig sind.
    Aber schaun wir mal was draus wird, denn dagegen unternehmen kann eine Pflegekraft eh nix.
    Also wenn man in einem Bundesland mit Pflegekammer leben bleiben möchte und als Pflegekraft arbeiten möchte wird man es wohl hinnehmen müssen.
    Nur .... wenn ich mir überlege ne Ausbildung machen zu wollen und ich zwei möglichkeiten habe, mir beide Jobs gefallen würden .....
    Nen Job mit nem Staatlichen Verein dem ich auf gedeih und verderb ausgelievert bin, MIt Zwangsmittgliedschaft und allem was so dazu gehört, der wäre in diesem Fall nicht meine erste Wahl.
     
  10. Dann darfst du schon seit vielen Jahrzehnten weder in Bremen noch im Saarland arbeiten. Dort ist jeder Arbeiter und Angestellte automatisch "Zwangs"Mitglied in der Arbeitskammer.
    Hat eine rein informierende und beratende Funktion und die dort tätigen werden vom Landtag "gewählt". Meist Mitglieder von Parteien und Gewerkschaften. :angelic:

    LG Der Eine
     
    Lanzelotte gefällt das.
  11. Och ... wenn ich mir die Aufgaben der Arbeitskamnmer ansehe .....
    Was die Zwangsmitgliedschaft da kostet und vor allem was sie im gegenzug den Mitgliedern bieten .......
    Da würde ich freiwillig mitglied werden :)

    Außzug onkel Wiki :

    Die Arbeitnehmerkammer stellt ein umfangreiches Dienstleistungsangebot zur Verfügung, das unter anderem Information, Beratung und Qualifizierung einzelner Mitglieder beinhaltet. Jugendliche Mitglieder berät die Kammer in Fragen der Aus- und Weiterbildung, des BAföG und zu anderen Förderungsmöglichkeiten. Aber auch zu Fragen in Sachen Einkommens- und Lohnsteuer oder zum Arbeitsrecht gibt die Kammer Auskunft. Aber auch fachliche Unterstützung und Beratung von Betriebs- und Personalräten ist Teil der Aufgaben der Arbeitnehmerkammer. Auch die öffentliche Verwaltung wird mit Anregungen, Vorschlägen, Stellungnahmen und Gutachten unterstützt.

    Allein die Hilfe bei der Lohnsteuer oder Beratung zum Arbeitsrecht wird schon die Investition der Mitglidschaft lohnen lassen.

    Ich habe aber bei den Pflegekammern wirklich noch gar nichts gefunden das sie als gegenleistung bieten wollen.

    Arbeitnehmerkammer Bremen – Wikipedia

    Das liest sich wie ne echte Arbeitnehmer vertretung.
     
  12. Da bin ich jetzt 'mal ein wenig böse und behaupte :hrhr::

    Würde(n) die LPK('s) diese Leistungen anbieten, käme von Kammergegnerseite sicher der Vorwurf "Warum machen DIE das - dafür gibt es doch Gewerkschaften, Studienberatung, Arbeitsagentur, Finanzämter, Steuerberater, etc.!?"
    "Schaut wie die böse und unwirtschaftliche LPK euer gutes Geld verschwendet indem sie einen zusätzlichen Wasserkopf an Mitarbeitern aufbaut!"

    Ach ja...das sagen ja einige KollegInnen aus dem Saarland über die AK - aber immerhin sind die Beiträge mit 0,15% des Bruttolohnes ja auch titanisch geringer, als bei einer LPK. Muss wohl an der Menge der "Zwangsbeglückten" liegen...

    "AK-Mitglieder sind alle im Saarland beschäftigten Arbeitnehmer, also auch Grenzgänger, die zum Beispiel aus Frankreich ins Saarland pendeln, um hier zu arbeiten sowie Arbeitsuchende." (Quelle: wikipedia)

    ;)
     
    #12 Surrogat
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. Februar 2017
    Lanzelotte gefällt das.
  13. Ich habe die Hilfe der Arbeitskammer selbst schon mehrfach in Anspruch genommen.
    Habe immer optimale Beratung erhalten für ca. 4 € im Monat.
    Wenn ich die Wahl hätte zwischen Pflegekammer und Arbeitskammer, würde ich bei der Arbeitskammer bleiben.
    Die Pflegekammer hat mich bis dato noch nicht überzeugt.
     
  14. Bedenke bitte dabei folgendes mysteha:

    "Am 30. Juni 1951 beschloss der Landtag des Saarlandes das Gesetz über die Arbeitskammer des Saarlandes, das alle Aufgaben der Kammer festlegt. Finanziert wird die Arbeitskammer aus Mitgliedsbeiträgen, die der Arbeitgeber direkt vom Lohn bzw. Gehalt abzieht." (Quelle: wikipedia)

    "Die Arbeitnehmerkammer Bremen ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie nimmt die Gesamtinteressen der kammerzugehörigen Arbeitnehmer wahr, insbesondere ihrer wirtschaftlichen, beruflichen, sozialen oder die Gleichstellung der Geschlechter fördernden Belange im Einklang mit dem Allgemeinwohl. Sie entstand 2001 durch den Zusammenschluss der 1921 gegründeten, ursprünglich selbständigen Kammern für Arbeiter und Angestellte." (Quelle: wikipedia)


    Die AK Saarland hat also schlappe 60 Jahre Vorsprung...reden wir bzgl. der Pflegekammer mal im Jahre 2076 weiter.
     
  15. Warum hat die Pflegekammer bis 2076 Zeit ?
    Müsste man für jedes neue Forstbewegungsmittel das Rad neu erfinden würden wir heute noch Roller fahren :)
    Aber nein die Pfegekammer ist sowas tolles ….. da braucht man sich nicht an Etablierten Systemen orientieren.
    Wir sorgen dafür das die Pflege möglichst lange in der Steinzeit bleibt ….. und erfinden das Rad neu.
    Aber ich muß gestehen das diese Aussage genau das widerspiegelt was ich von den Pflegekammern halte.
    Es wird nen riesen Wasserkopf aufgebaut der Massig Managend macht, nix Produziert und eigentlich nur nen Vermögen verschlingt.
    Der Pflegekammer 59 Jahre Zeit geben bis mal was dabei raus kommt.... junge das ist ne ganze Generation Pflegekräfte die Kohle abdrückt und nix davon haben wird, außer Zwangsfortbildungen die ihnen möglicherweise nicht mal was bringen, die sie aber dafür in ihrer Freizeit und von ihrem Privatvermögen machen müssen.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann muß jede Pflegekraft 30 Fortbildungspunkte erreichen um sich ihr examen zu sichern, pro Jahr.
    Dazu muß sie selbstverständlich die Fortbildungen besuchen die von der Pflegekammer angeboten werden, und diese gibt’s logischerweise nicht für umsonst, die muß die Pflegekraft aus eigener Tasche zahlen, wenn sie nicht gerade nen netten Arbeitgeber hat der das freiwillig übernimmt.

    Hat schon einmal einer einen solchen Geplanten Vortbildungskatalog gesehen ?
    Wie viele Punkte gibt es pro Fortbildung ?
    Wie viele Fortbildungen (Die einem wahrscheinlich oft nicht einmal etwas bringen ) muß man besuchen und bezahlen um die 30 Punkte zusammen zu bekommen.

    Diese Zwangskosten darf man dann ja nebenbei noch zu dem Zwangs Mitgliedsbeitrag aufs Jahr dazu rechnen.
    Bitte rechne dann aber auch die Kosten mit ein die entstehen weil irgendwer in der Pampa Wohnt und mit Auto oder Bahn da hin kutschen muß.
    Ich hab leider noch keine Preistafeln gesehen, wird aber bestimmt lustig wenn man sich dann mal den Jahres Zwangsbeitrag zusammen rechnet, in Kombination mit dem Freizeitverlust.

    Was ist wenn ich mitte des Jahres von Bundesland A nach Bundesland B ziehe ?
    In A hab ich schon mein Zwangsvermögen investiert um die 30 Punkte zusammen zu bekommen......

    Is Bundesland B gezwungen dies zu Übernehmen ?

    In dem Zusammenhang möchte ich mal an das Schulsystem in DE erinnern, das hatte schon gaaaaaaaaaanz viele Jahre Zeit was auf die Reihe zu bringen, aber der Abschluß aus dem einen Bundesland wird im anderen noch lange nicht anerkannt.
    (Weit her geholt, aber wenn die Pflegekammern schon mal anfangen die Gesetzlichen Grundlagen zu einer Zwangsbeglückung aller Pflegekräfte zu schaffen, bevor sie eigene Strukturen haben, kann es nur in die Hose gehen )

    Ich mein, da die Pflegekammern ja der Meinung sind das Rad grundsätzlich neu erfinden zu wollen, sollten sie wenigstens in der Lage sein ihr Pferd auf zu Zäunen, denn das geht nicht von Hinten.
    Erstmal muß sicher sein was sie denn meinen für Aufgaben wahrnehmen zu wollen, und dann kann man den Passenden Gesetzlichen Rahmen schaffen.
    Nicht anders herum, das ist deutscher Bürokraten Schwachsinn :-(
     
  16. Ironie, mein Lieber...reine Ironie...
    Natürlich sollen die LPK's deutlich schneller zu einem Ergebnis kommen - aber wenn ich seit Jahrzehnten etablierte Strukturen mit entsprechendem finanziellem Hintergrund mit etwas vergleichen will, dass gerade aus der Taufe gehoben wurde...

    Um deine Formulierung zu nehmen:
    Die AK produziert seit 60 Jahren Räder (von denen sie viele auf Lager legen konnte) und hat sämtlich Strukturen schon aufgebaut, evaluiert und b.Bd. umgebaut.
    Es nützt nichts zu wissen "wie" man ein Rad baut - wenn man trotzdem erst langwierig die Fabriken und Produktionswege physisch schaffen muss.
    Mit anderen Worten: eine Organisation die aus frisch gewählten Mitarbeitern völlig neu ensteht soll am besten innerhalb der ersten 100 Tage alle Strukturen besitzen, anbieten und benennen? Das geht rein physikalisch nicht...

    Da weisst du mehr als ich. Woher?
    Mein Stand: Fortbildungen müssen ab einem "bestimmten, noch nicht festgelegten Datum" von der LPK akreditiert werden, um anerkannt zu werden - d.h. es wird weiterhin innerbetriebliche Fortbildungen geben, die nichts kosten...sofern diese den entsprechenden Qualitätsstandards entsprechen (analog: LÄK/BÄK).
    Wahrscheinlich wird man sich an der Freiwilligen Registrierung für beruflich Pflegende orientieren.

    Nein, denn diese Struktur wird erst noch aufgebaut - und bis dahin geht alles so weiter wie bisher, s.o.
     
  17. bisher konnte man FB - Kosten bei den Steuern absetzen
     

  18. Wer den ganzen Spaß bezahlen muß ist noch nirgendwo beschrieben, es ist nur immer wieder einmal erwähnt das es für den Arbeitgeber nicht verpflichtend ist diese Fortbildungen zu finanzieren.
    Und naja, wir wissen alle wie Menschenfreundlich unsere Arbeitgeber sind, und wenn sie sich aus der Verpflichtung ihre Angestellten zu schulen raus nehmen können werden es wahrscheinlich die weniger Menschenfreundlichen auch tun.
    (Also warscheinlich an die 98% ;-) )

    >
    Müssen die Arbeitgeber die Pflichtfortbildungen bezahlen?
    Wenn der Arbeitgeber freiwillig dazu bereit ist, kann er das tun. Für die Teilnahme und Finanzierung der von Kammern vorgeschriebenen Pflichtfortbildungen sind aber ausschließlich Sie verantwortlich.
    >
    Quelle : Informationsmaterial für Pflegekräfte zum Thema Pflegekammern - www.bffk.de

    Hier nur einmal das Pflichtfortbildungen bei den Kammern angesagt sind :

    Stellungnahme der ADS Niedersachsen zur Pflegekammer

    Dafür das die Pflegenden ihre Pflichtfortbildungen zu machen haben sorgt die Kammer aber sie bietet den Arbeitgern somit sich aus der Finanzierung raus zu nehmen, auf wem bleiben dann die Kosten hängen ?

    >
    7.
    Die Pflegeberufekammer verpflichtet ihre Mitglieder
    zur Teilnahme an
    Fortbildungen. Muss der Arbeitgeber die Kosten für
    die Pflichtfortbildungen
    übernehmen? Muss der Arbeitgeber seine Mitarbeiteri
    nnen und Mitarbeiter für die
    Teilnahme an den Pflichtfortbildungen freistellen?
    Muss die Fortbildungszeit als
    Arbeitszeit vergütet werden?
    Die Fortbildungspflicht aus dem Pflegeberufekammerg
    esetz begründet eine Verpflichtung des
    Kammermitglieds gegenüber der Kammer. Ob und in welc
    her Höhe der Arbeitgeber
    Fortbildungskosten übernimmt und in welchem Umfang
    die Zeiten für Fortbildungen als Arbeitszeit
    vergütet werden, ist zivilrechtlich zwischen Arbeit
    geber und Arbeitnehmer zu vereinbaren. Dabei
    wird der Arbeitgeber berücksichtigen, dass er als L
    eistungserbringer Sorgfaltspflichten unterliegt,
    die auch die Verpflichtung umfassen, fortgebildete
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu
    beschäftigen
    >

    http://www.pflegekammer-jetzt.de/uploads/AG-Information.pdf
    Irgendwie liest sich das alles sehr Arbeitgeber Freundlich, finde ich ..... Des einen freud ist bekannterweise des anderen leid ;-)

    Der nächste Link ist sicherlich nicht unbedingt Belastbar, dennoch finde ich das man sich mal gedanken drüber machen sollte was da möglicherweise auf uns zukommen könnte.

    Die bewusst verschwiegenen Kosten


    Ändert aber nichts daran das die Pflegekraft erst einmal in Vorkasse gehen muß.
    Und dies Kosten dürften für eine Alleinerziehende(n) Mutter/Vater ziemliche Löcher in die Kasse reissen, Sorry, aber so gut verdienen Pflegekräfte auch nicht das sie mal eben 2-3 Stellige Beträge für Fortbildungen und Weiterbildungen locker machen können.
    Auch wenn sie es vielleicht …... mal von der Steuer wiederbekommen.
     
    Klartext gefällt das.
  19. Lange Rede kurzer Sinn, die Pflegekammern werden vermutlich für die Bundesländer eine wunder feine Einnahmequelle sein, und deswegen werden die wohl auch kommen, unwichtig ob es der pflege was bringt oder nicht.

    Bei der derzeitigen Personalentwicklung in der Pflege betrachte ich die Einrichtung dieser tollen Einnahmequellen als eher Hinderlich, und sie werden in meinen Augen für die Pflegenden nichts verbessern, ganz im Gegenteil.

    Den Schleswigholsteinern kann ich nur sagen …... Hamburg hat viele feine Kliniken und viele freie Stellen :)

    Und KEINE geplante Pflegekammer, so weit ich weiß ;-)

    Gleiches gilt natürlich auch für Niedersachsen ;-)
     
    Klartext gefällt das.
  20. Viele "schlaue" Leute/ Bürokraten die alles besser wissen, obwohl sie oft noch niemals in der Pflege gearbeitet haben. Die sollen sie mal lieber in die Heime schicken. Besserwisser haben wir genug
     
    Kati 354 gefällt das.
  • Wenn dir die Beiträge zum Thema „Die Pflegekammer-Diskussion“ in der Kategorie „Berufspolitik“ gefallen haben, du noch Fragen hast oder Ergänzungen machen möchtest, mach doch einfach bei uns mit und melde dich kostenlos und unverbindlich an: Registrierte Mitglieder genießen u. a. die folgenden Vorteile:
    • kostenlose Mitgliedschaft in einer seit dem Jahr 2000 bestehenden Community
    • schnelle Hilfe bei Problemen und direkter Austausch mit über 40.000 Mitgliedern
    • neue Fragen stellen oder Diskussionen starten
    • Alben erstellen, Bilder und Videos hochladen und teilen
    • Anzeige von Profilen, Benutzerbildern, Signaturen und Dateianhängen (z.B. Bilder, PDFs, usw.)
    • Nutzung der foreneigenen Schnackbox (Chat)
    • deutlich weniger Werbung
    • und vieles mehr ...
     
  • Hinweis: Sollte hier extremistisches oder fremdenfeindliches Gedankengut verbreitet oder der Tenor der Diskussion inakzeptabel werden, dann informiere uns bitte über den Button "Melden", den Du in jedem Beitrag findest. Vielen Dank!

    Diese Seite empfehlen

    Besucher fanden diese Seite u.a. bei der Suche nach:

    1. zwangsbeitritt pflegekammer

      ,
    2. gibt es ein nachschreibermin im pflegeexamen

      ,
    3. wie lange muss ich mitglied bleiben in der pflegekammer

      ,
    4. diskussion pflegekammer,
    5. Pflegeberufekammer nicht genehmigt,
    6. entzug der examensurkunde durch pflegekammer,
    7. pflegekammer rheinland-pfalz diskussion,
    8. Pflegekammer Wikipedia,
    9. pflegekammer fortbildung 3 mal im jahr,
    10. ich will die pflegekammer nicht,
    11. pflegekammer fortbildungspunkte,
    12. woher bekommt die pflegekammer meine daten,
    13. ist die pflegekammer pflicht,
    14. pflegekammer niedersachsen beitrag,
    15. pflegeexamen abgeben an die pflegekammer,
    16. pflegekammerniedersachsen aberkennung des examens bei ausbleibender fortbildung altenpflege,
    17. pflegekammer nicht bezahlen,
    18. pflegekammer niedersachsen chat,
    19. Examen aberkennen pflegekammer