Die Pflegedienstleitung als Unternehmer - Wunschtraum oder Wirklichkeit

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Guten Tag, ich bin neu hier und bitte um Nachsicht, sollte ich bei meinem ersten Beitrag Fehler begehen.
Zum Thema: Eine Pflegedienstleitung (PDL) in einem ambulanten Pflegedienst muss aus meiner Sicht zumindestens gleichberechtigt neben den fachlichen Themen auch alle unternehmerischen Themen bewältigen (und beherrschen). Dazu gehören die Personalführung als Prozess (Bewerbung, Einstellung, Personalgespräche, Kündigung), die Dienstplan- und die Tourenplanerstellung, die Vorbereitung zur Fakturierung und vieles andere mehr. Eben die Einrichtung, für die sie als PDL verantwortlich ist, voll umfänglich führen. Vieles von dem wird in der PDL Ausbildung weder vermittelt noch beigebracht. Bisher ist es mir nicht gelungen, eine PDL zu finden, die genau diesen Anforderungen auch gerecht wird. Ich habe menschlich sehr angenehme PDL kennen gelernt mit unheimlich viel Fachwissen, jedoch oft ohne jegliche Führungs- und unternehmerische Erfahrung. Liegt das vielleicht daran, dass genau diese Dinge nicht Inhalt der PDL Ausbildung sind? Oder ist ein Grund dafür darin zu suchen, dass die PDL die das alles beherrschen eher Selbständig sind? Oder dass sich eine solche PDL in einem Inhabergeführten Unternehmen garnicht entwickeln kann, weil eine Tätigkeit in dieser Komplexität vom Inhaber nicht gewünscht ist (er realisiert diese Aufgaben selber). Oder habe ich bisher einfach falsch gesucht? Oder sind meine Anforderungen an den Stelleninhaber zu hoch?
Ich freue mich über ernsthafte Hinweise, Anregungen oder auch eine Diskussion zum Sachverhalt.

Thomas
 
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lulli00

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17.02.2016
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Gute Frage.

Als ausgebildete Kauffrau wunder ich mich immer was für komische Dinge in der Pflege passieren.

Ich frag mich auch häufig was PDLs so lernen? Denn ich denke ein hoher Kaufmännischer Anteil ist gegeben im Job, wird das aber auch vernünftig unterrichtet? Anders kann ich mir den häufig schlechten Umgang seitens der PDL mit AN nicht erklären... Schlechter Umgang ist so unfassbar teuer... und das wo alle rum heulen das dass Geld fehlt und dann wird es an dieser Stelle regelrecht verbrannt.
 
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Hallo lulli00,
tatsächlich betrachte ich das auch so, eine PDL muss auch betriebswirtschaftlich fit sein. Dazu gehören die kaufmännischen Grundlagen, ein Verständnis für die Prozesse um die Angebotserarbeitung, Vertragsgestaltung und Vorbereitung zur Abrechung der Leistungen. Die bisher durch mich eingesehenen Lehrpläne der PDL Ausbildung geben das keinesfalls her. Ich stelle das Thema deshalb zur Diskussion, weil ich sehe, welche Aufgaben eine PDL laut Stellenbeschreibung erfüllen muss. Allerdings habe ich bisher keine PDL kennen gelernt, die das voll umfänglich beherrschte. Daher meine selbstkritische Nachfrage, ob ich nicht eine falsche Erwartungshaltung habe?

Den zweiten von Dir geschilderten Sachverhalt interpretiere ich so, dass Du das allgemein ansprichst und nicht den konkreten Umgang mit Dir (als kaufmännische Mitarbeiterin) meinst. Ich habe (wie überall im Job) tolle PDL kennegelernt die wirklich ein Händchen für Mitarbeiterführung (Motivation und persönliche Entwicklung) hatten, natürlich eben auch das Gegenteil. Hier möchte ich die PDL mal in Schutz nehmen: so wie es auch in anderen Berufen bei Führungskräften leider oft der Fall ist, werden Grundlagen der Personalführung nur stiefmütterlich bis garnicht in der Ausbildung behandelt. Und eine wirkliche Zulassung oder Prüfung zur Eignung (wie beim Führerschein) gibt es ja nicht, zum Schluss wird ein jeder auf die Mitarbeiter "losgelassen". Dann hängt es von den Vorgesetzten ab, ob sich der neue Mitarbeiter als Führungskraft positiv entwickeln kann.
 
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Peter456

Vielleicht gehen die "guten" PDL, die gesuchten eierlegenden Wollmilchsäue nicht in den ambulanten Bereich?
Ist sicher auch ein Vergütungsthema. Was wird denn gezahlt? Oftmals muss eine PDL in der ambulanten Pflege für 40- 50.000 arbeiten. Unter (60,) 70, 80.000 wird jemand gut qualifiziertes wohl nicht mehr zu bekommen sein.
 
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Hallo Peter,
hmm, das ist sicherlich ein Thema, dennoch stellt sich für mich die Frage: ist das die Lösung? Also die von Dir beschriebene eierlegende Wollmilchsau ist doch erst einmal heute jeder, der sich selbständigt macht. Er muss alles können, neben den fachlichen Dingen muss er Jurist, Ausbilder, Personalmanager, Steuerfachmann, Bilanzbuchhalter und Visionär u.v.a.m.sein. Er muss diese Dinge nicht alle selber machen, jedoch so viel Ahnung davon haben, dass er delegierte Arbeiten überwachen kann.
Etwas abgeschwächt treffen diese Anforderungen aus meiner Sicht auch auf Führungskräfte der Ebene 1 zu, zu denen eine PDL auf jeden Fall gehört. Ich sage das an dieser Stelle so ausdrücklich, weil der Begriff der eierlegenden Wollmilchsau sehr oft verwendet wird, wenn Erwartungshaltungen zu hoch angesetzt sind. Das genau möchte ich ja mit meinem Post mal hinterfragen und gern diskutieren. Ich sehe nicht, dass die Anforderungen zu hoch angesetzt sind, die werden doch bestimmt durch die Aufgaben die das Unternehmen an sein Management stellt. Dies sind so vielfältig wie oben beschrieben und kommen na klar nur zu einem Teil durch die Vorgaben der Unternehmesführung, inzwischen macht ein Großteil der Forderungen der Gesetzgeber aus.

Meien Erfahrung zum Thema Gehalt ist eine andere, als Du sie schilderst. Ich habe erlebt, dass eine Gehaltszahlung nicht immer korrespondiert mit der dazu erwarteten Leistung. Also ich bekomme nicht mehr Leistung, wenn ich mehr Geld auf den Tisch lege. Eher umgekehrt, wenn ich mehr Leistung bekomme, lege ich auch gern mehr Geld auf den Tisch.

Aber darum geht es mir garnicht: ich möchte gern wissen, ob es überhaupt PDL gibt, die über dieses umfängliche Wissen verfügen (und nicht selbständig sind), oder ob das Problem viel mehr in der derzeitigen Struktur der ambulanten Pflegedienste zu suchen ist. Das sind ja derzeit überwigend inhabergeführte Betriebe mit im Durchschnitt 20 Mitarbeitern (bundesweiter Durchschnitt). Vielelicht liegt hier ja die Ursache für meine Feststellungen und auch die schlechte Ausbildung und Vorbereitung der PDL? Weil es am Markt (derzeit noch nicht) garnicht gefordert wird? Eine PPDL, die das alles beherrscht macht sich wahrscheinlich selbständig, bei der die es nicht macht, übernimmt der Inhaber die Unternehmerfunkion und zum Schluss ist die PDL auf dem Papier auch nur eine besser bezahlte Fachkraft? Ich weiss es leider nicht, da ich in noch keinem anderen Unternehmen unterwegs war. Daher die Nachfrage hier im Forum.

Thomas
 
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Angel78

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29.07.2013
Hallo Thomas,

ich bin ganz deiner Meinung, eine PDL sollte alle Bereiche beherrschen, doch was bei deiner Fragestellung anzumerken ist, ist tatsächlich die Weiterbildung der PDL. Erstens gibt es PDL Weiterbildungen mit 460 Stunden und dann gibt es noch Weiterbildungen mit 720 Stunden. Leider gibt es keine Deutschlandweite einheitliche Weiterbildung und die Ausbildungsinhalte variieren auch von Anbieter zu Anbieter.

Ich selbst bin PDL im ambulanten Dienst und nicht selbstständig, habe aber in meiner Weiterbildung mit 720 Stunden gewisse Inhalte gehabt, die genau das von Dir beschriebene enthalten: Gesundheitswissenschaft, Prävention und Rehabilitation, Kommunikation in der Anleitung und Beratung, Wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen, Pflegewissenschaft und Forschung, Prozesssteuerung, Qualität und Instrumente des wirtschaftlichen Handelns, Rechts.- und Organisationsrahmen für die Personalführung, Führungsrolle und -aufgaben, Management und Organisation, Personalmanagement, Volks.- und Betriebswirtschaftslehre.

Vor langer Zeit waren die Anforderungen an eine PDL noch nicht so hoch und viele haben auch nur den PDL Schein mit 460 Stunden, dort gab es dann halt nicht so viele Lerninhalte. Ich denke das solltest du bei deiner Suche berücksichtigen.

Wie du schon beschrieben hast, werden viele Pflegedienste was die Abrechnungen anbelangt, eher durch den Inhaber geführt, welcher meist das kaufmännische Hintergrundwissen hat. Ich persönlich habe bereits in einigen Pflegediensten gearbeitet und viele Geschäftsführer die ein kaufmännisches Hintergrundwissen haben, möchten auch gar nicht Ihrer PDL so viel Verantwortung übertragen, selbst wenn Sie wissen das Ihre PDL das nötige Wissen hat.

Ich persönlich finde das die Weiterbildung vereinheitlicht werden muss, wo auch genau beschrieben wird, was an Lerninhalten gefordert wird, denn die wenigsten wissen was ein T Konto ist oder was sich in der GuV wiederfindet.

Das sind aber Punkte die ich finde, wo die Regierung handeln sollte, gerade im Hinblick auf den Mangel an Fach und Pflegekräften. Denn in der Ausbildung zur GuK oder in der Altenpflege sind die Ausbildungsinhalte ja auch klar definiert. Man erreicht nur eine gute Qualität in der Pflege, wenn die Führungskräfte in dem Bereich auch ausreichend geschult sind.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen, vielleicht hast du einfach noch nicht genau gesucht, aber es gibt gute qualifizierte PDL`S die nicht selbstständig sind. :)

LG Angel
 
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IchliebePflege

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Guten Morgen Angel,

vielen Dank für Deine Hinweise. Tatsächlich habe ich erst gestern (oh wie peinlich ist das denn) mitbekommen, dass es in der PDL Ausbildung keine einheitlichen Inhalte gibt. Aufgefallen ist mir das nur, da ich für eine geplante Weiterbildung einer zukünftigen PDL einfach mal Schulen und Angebote verglichen habe. Dabei ist mir das mit den Stunden noch garnicht aufgefallen sondern nur, dass es völlig unterschiedliche Inhalte gibt, gerade was das sogenannte "Drumherum" anbelangt. Insofern bin ich wirklich total dankbar für den Hinweis mit den Ausbildungsstunden!!!

Ok, dann wäre das Thema Ausbildung ja schon mal analysiert, Deine Sichtweise zur Vereinheitlichung teile ich ganz klar, zumal die Anforderungen in der Praxis zum Beispiel was die Mitarbeiterführung anbelangt immer größer werden. Damit verbunden sehe ich auch die Kompetenz im Umgang mit den Vorgesetzten, der Fisch fängt bekanntlich im Kopf zu stinken an. Das sage ich hier ausdrücklich auch selbstkritisch (siehe Ausbildungszeit und Inhalte)!

Wie siehst Du die Einstellung bei den PDL? Ich muss oft die Diskussion auf einer "Krankenschwesterebene" führen, die da heisst: ich möchte für meine Patienten da sein, lass mich mit dem anderen Quatsch in Ruhe. Schnell kommt allerdings die Ernüchterung und irgenwann wird dann genau diese Ebene verlassen (aus unterschiedlichen Gründen) und z.B. Patienten abgelehnt (nicht weil kein Personal zu bekomemn ist sondern eine gefühlte Überforderung vorliegt) und die Krankenschwesterebene (ich helfe allen) ist weg. Mein Hinweis, dass nur ein erfolgreich geführtes Unternehmen (wirtschaftlich und organisatorisch) zu einem Wohlfühlfaktor für Patieten und Mitarbeiter führt, fällt dann zwar auf fruchtbaren Boden, aber es fehlen eben die Voraussetzungen. Und die eigene Aus- und Weiterbildung von Führungskräften dauert wenigstens 3 Jahre und mehr.

Demnach sollte ich bei der Suche nach Führungskräften / PDL auf die Ausbildungsstunden achten, das werde ich sofort umsetzen! Da wir ständig wachsen haben wir einen großen Bedarf an Führungskräften. Es ist sicherer, einfacher und erfolgreicher mit PDL zu wachsen die auch die Verantwortung wahrnehmen können. Dann fühlen sich auch die PDL in Ausbildung wohler, sie haben jemanden an der Seite der Ihnen als Vorbild dient.

Noch einmal herzlichen Dank für deine Hinweise!!!!

Thomas
 
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Peter456

Und wenn jetzt noch die PDL mit Studium dazwischen kommen, wird es noch undurchsichtiger ;)
 
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traveler

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Hallo Thomas,
mir ist nicht ganz klar was du mit dem thread bezweckst, bzw. wo du hin willst.
Deine Überschrift stellt eine These auf - zur Diskussion?
der Text lässt mich vermuten, dass du ganz praktisch eine PDL suchst und keine vernünftige findest, nach deinen formuliesten Ansprüchen?

Ja klar - liegt doch auf der Hand
720Std. Ausbildung sind umgerechnet knapp vier Monate Vollzeit vielleicht plus 2 Monate Selbststudium hinzu, also 6 Monate Ausbildungszeit.
In einer Privatschule die Geld kassiert und das nicht wenig und in der alle durchkommen müssen klar - für das viele Geld - sonst kommt ja keiner mehr wenn ich für das viele Geld auch noch durchfallen kann - soweit käms noch.

Also ist doch klar
hinsichtlich der Ausbildungszeit - viel mehr als ein paar Grundlagen von ALLEM kann da nicht rumkommen - vertiefte Kenntnisse in der kurzen Zeit - natürlich nicht möglich.

Von den 460Std. Ausb. brauchen wir gar nicht Reden, die haben nur Alibifunktion.

Wo soll da die Qualität herkommen?
 
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Farodina

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Was, bitte schön, meinst denn mit Alibifunktion???
 
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traveler

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Na ja, welche Qualifikation soll da raus kommen, ausser
die formale Berechtigung als Leitung zu arbeiten.
Na ja - Arbeiten - aufgrund welcher Qualifikation - eher als Aushängeschild zu dienen und
mangels Wissen zu hüpfen, wenn der Chef sagt spring und dass der AG auf dem Papier eine leit. PFK nachweisen kann.

Sind wir uns doch ehrlich jeder hier hat mindestens eine PDL erlebt, die völlig überfordert mit ihren Aufgaben war oder noch ist, mangels Fach- und Führungswissen und die Sozialkompetenz ist auch immer wieder nicht ausreichend ausgebildet.

Wie denn auch bei diesen Schmalspurausbildungen.

Hier gehört ein Studium her, wie es für andere in so einer leitenden Position selbsverständlich ist.
 
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Farodina

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Naja, die überforderte PDL habe ich aber auch schon mit dem 720er Kurs oder Studium erlebt, das Argument ist flach.
 
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traveler

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Kaufbeuren
auch naja, das ist noch flacher, denn mit deiner Argumentation sparen wir komplett die Ausbildung.
Ich habe auch schon langjährig erfahrene Pflegende oder KPH besser Pflegen sehen als den einen oder anderen 3jährigen.
und nun?
Das sind aber die Ausnahmen und spricht keinesfall gegen eine 3jährige qualifizierte Ausbildung.
Oder???

Klar - schechter ausgebildete Menschen in Fürhungspositionen, egal in welchem Berufszweig, sind leichter Führbar.
 
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Angel78

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29.07.2013
Hallo Thomas,

als erstes möchte ich mich mal der Aussage von Farodina anschließen, denn ich habe auch schon PDL´s erlebt die ein Studium der Pflegewissenschaft oder sogar Pflegemanagement abgelegt haben und total überfordert waren.

Ich denke da spielen viele Dinge eine Rolle. Zum einem ist da der Faktor der persönlichen Einstellung, warum wird man PDL? Viele die ich kenne sind PDL geworden, weil Sie durch die Pflege körperlich so "gebrechlich" geworden sind, dass Sie bis zur Rente nicht als Pflegekraft durchhalten. In meinem PDL Kurs waren 6 Pflegefachkräfte die von der deutschen Rentenversicherung den Kurs bezahlt bekommen um einer drohenden Erwerbsminderungsrente vorzubeugen. Andere wieder rum werden PDL, weil Sie gut organisiert sind und glauben durch IHREN Einsatz, vielleicht etwas in der Pflege verändern zu können (zu diesen würde ich mich zählen). Dann gibt es noch die Gruppe, die PDL werden, weil Sie selbst keine "Pflege" mehr durchführen wollen, sondern andern sagen wollen, was sie sie zu tun haben. Ich möchte niemanden etwas unterstellen, aber dass sind die Gruppen die ich bisher kennen gelernt habe. Vielleicht gibt es noch mehr Antriebsgründe, vielleicht können sich hier ja ein paar PDL`S zu Wort melden.

Zweitens das ist auch meine eigene Meinung, sollte eine PDL eine Ausbildung im Bereich der Krankenpflege haben, ich möchte den Bereich der Altenpflege nicht abwerten, aber in der Ausbildung werden mir zu wenig medizinisch Notwendige Inhalte vermittelt, sie setzt mehr auf geriatrische Inhalte, was ja eigentlich nicht falsch ist, wo aber leider im Bereich der Behandlungspflege teilweise große Wissenslücken vorhanden sein können. Dadurch komme ich zu Punkt 3, jeder selbst sollte etwas für sein Wissen tun. Fortbildungen und weitere Weiterbildungen in der Führungsebene sind leider eher selten zu finden, doch leider Bedarf es gewisser Instrumente um gut zu führen.

Deshalb gibt es ja auch in jedem Bundesland andere Voraussetzungen um einen Pflegedienst zu gründen. in Bremen zum Beispiel muss eine PDL unbedingt eine Krankenpflegeausbildung haben, in Niedersachsen wiederum kann auch eine PDL mit Altenpflegeausbildung einen Pflegedienst führen.

Ich selbst habe auch schon manche KPH gehabt, die einen Patienten besser versorgt hat, als eine 3 jährig Examinierte. Hier wären wir bei meinem letzten Punkt. Wie weit ist die PDL bereit über den bisher bekannten "Tellerrand" hinaus zu schauen? Ich kenne viele die Jahrelang immer in ein und der selben Abteilung waren zum Beispiel Chirurgie oder Innere Medizin und plötzlich kommt der Entschluss zur PDL. Ich bin der Meinung das eine PDL die vorher öfter mal in anderen Bereichen tätig war ein erweitertes wissen in allem hat, was es zu festigen gilt, als bei jemandem der 25 Jahre lang nur in der Chirurgie war und nicht mehr wirklich weiß wie ein "diabetisches Koma" aussieht. Das wiederum ist aber auch nur meine Meinung, ich möchte mit diesen Aussagen niemanden angreifen oder ähnliches, dass sind halt Erfahrungswerte.

Das ist genau wie mit einem Medizinstudium, ich finde man sollte ein Medizinstudium nur denen ermöglichen, die vorher eine Krankenpflegeausbildung genossen haben, damit man später als Arzt den nötigen Respekt dem vorhandenen Pflegepersonal entgegenbringt und vielleicht mal selbst das Blut abnimmt und dies nicht an die sowieso überforderte Schwester ab gibt.

PDL kann jeder werden der nach seiner 3 jährigen Ausbildung 2 Jahre Berufserfahrung gesammelt hat, ich meine diese 2 Jahre sind nicht genug um später in dieser Position zu arbeiten, auch hier könnte man etwas ändern. Ich will niemandem etwas unterstellen, aber das würde bedeuten mit 20 Jahren Ausbildung fertig und mit 22 Jahren dann Weiterbildung und mit 24 Jahren fertig. Meiner Meinung nach fehlt da auch die gewisse Lebenserfahrung um in bestimmten Situationen folgerichtig zu handeln. Ich hoffe ich trete jetzt keine Lawinen los, aber das ist ein Forum und nur meine Meinung und diese sollte ich, so hoffe ich äußern können, ohne gleich negativbewertet zu werden.

Sobald man in die Führungsebene geht, sollte man auch wie eine Führungskraft denken und handeln und halt nicht mehr wie eine Pflegefachkraft. Eine PDL die denkt, dass Sie teil des Teams ist, denkt falsch. Als PDL führe ich das Team, stehe zu Ihnen unterstütze Sie mit Rat und Tat, mit meinem Wissen und zeige Möglichkeiten der Klärung von Problemen auf, die dann das Team aber in meinem Beisein selbst untereinander klärt. Ich bin für die Organisation zuständig als PDL, ich stelle die notwendige Ressourcen zur Arbeitserleichterung zur Verfügung und kümmere mich um die Personal.- und Kundenstammgewinnung. Führe Abrechnungen durch, gestallte neue Prozesse zum Ablauf und Struktur des Pflegedienstes. Die MITARBEITER sind das wichtigste Gut eines Unternehmens, leider Wissen das die wenigsten Unternehmer, daher bezahlen Sie ihre Mitarbeiter schlecht und nutzen auch absolut keine zur Verfügung stehen Möglichkeiten Ihre Mitarbeiter zu belohnen für ihre Arbeit. Das alles können die Unternehmen steuerrechtlich geltend machen. Da wären jeden Monat 44 Euro steuerfrei, oder jedes Jahr ein Betriebsfest, Unterstützung bei der Kinderbetreuung, Tankgutscheine. Werbung am Auto des Mitarbeiters kann mit 21 € monatlich bezahlt werden, Mitarbeitergeschenke 3* jährlich im wert von 60 € oder jährlich Erholungsbeihilfe lt. § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 EStG statt Urlaubsgeld, dass sind für eine Familie mit 3 Kinder 416 €, Pauschal versteuerte Sachzuwendungen bis zu 10.000 € jährlich sind möglich. So kann ein Unternehmen richtig Geld sparen und hat dafür dankbare Mitarbeiter. Dies sind nur ein paar Möglichkeiten die man nutzen kann um ein gutes Klima zu schaffen und das A und O ist die Investition in die Fortbildung der Mitarbeiter.

LG Angel
 
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traveler

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als erstes möchte ich mich mal der Aussage von Farodina anschließen, denn ich habe auch schon PDL´s erlebt die ein Studium der Pflegewissenschaft oder sogar Pflegemanagement abgelegt haben und total überfordert waren.
Ja und nun, haben wir wahrscheinlich alle schon erlebt, auf ALLEN Ebenen, wie oben ich oben geschrieben habe, aber das spricht doch keinesfalls gegen eine intensive, qualifizierte, ins Detail gehende Ausbildung (Studium).
Mehr und tiefergehendes Wissen hat noch niemand geschadet. Mehr Wissen eröffnet mehr Perspektiven.
Das sich nicht jeder nach dem Studium zur Führungskraft, zum Lehrer, oder zum Arzt eignet etc. das Wissen wir alle.

In meinem PDL Kurs waren 6 Pflegefachkräfte die von der deutschen Rentenversicherung den Kurs bezahlt bekommen um einer drohenden Erwerbsminderungsrente vorzubeugen.
Auch hier sage, und nun?
Genau das spricht doch für eine qualifizierte Ausbildung (Studium). Denn wenn ich mich reinhängen und Leistung bringen muss in der Ausbildung (Studium), dann trennt sich die Spreu vom Weizen.
Auch ich habe meine Ausb. an einer dieser teuren Privatschulen absolviert, habe ähnliches erlebt und dass jeder bis zum Ende durchgezogen wurde, denn jeder der bis zum Schluss bleibt, bezahlt bis zu Schluss und Bestanden haben ALLE - klar.
Auch genau das spricht für einen Change.
Und ja auch hier werden einige die Ausb. (Studium) absolvieren, die später für den Bereich in dem sie Arbeiten nur bedingt geeignet sind. Aber das teilen wird mit allen anderen Berufen, Ausbildungen und Positionen.

Ich verstehe nicht, dass immer wieder in der Pflege eine 3jährige Berufsausbildung gefordert wird vor dem Studium. Auf diese Idee käme kein anderer Beruf.
Ein längeres Praktikum reicht meiner Meinung nach völlig aus um einen Einblick in die Pflegepraxis zu bekommen. Mehr kommt auch nach 3Jahren Berufsausb. nicht rum.

Und nein ich bin nicht der Meinung, dass die PDL die beste Krankenschwester von allen sein muss, wirklich nicht.
Diesem Anspruch kann keine PDL gerecht werden
Die PDL muss die beste Managerin von allen sein - ja.
Für pflegefachliche Fragen hat sie ihr Fachpersonal und SL, von diesen holt sie eine Expertise ein, das sind die Profis für solche Fragen.
Die PDL ist der Profi für Organisation, Koordination, rechtliche Fragen, Stellenbesetzung, Budget, Führung (hoffentlich), Verhandlungen mit der Geschäftsführung, evtl. Abrechnung wo gefordert usw. aber nicht für DIE Pflege.
Für das operative Geschäft hat sie ihre SL oder WBL in größeren Einrichtung evtl auch noch BereichsPDL.

Zugegeben - je kleiner der Betrieb, desto mehr Grauzonen wird es geben.

Das ist genau wie mit einem Medizinstudium, ich finde man sollte ein Medizinstudium nur denen ermöglichen, die vorher eine Krankenpflegeausbildung genossen haben, damit man später als Arzt den nötigen Respekt dem vorhandenen Pflegepersonal entgegenbringt und vielleicht mal selbst das Blut abnimmt und dies nicht an die sowieso überforderte Schwester ab gibt.
und deshalb sollte ein Arzt eine GuKausbildung machen?
Respekt muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man umsonst.
Nur weil ein Arzt eine 3jährige Ausb. hat er dann mehr Respekt?
Na ja, diese These ist schon sehr gewagt. Daran glaube ich nicht.
Respekt verdient man durch sein eigenes Tun und Handeln und durch Grenzen aufzeigen und nicht weil ein Anderer eine Berufsausb. absolviert.

Und deinen letzten Absatz unterstreiche ich voll und ganz und dafür muss eine Führungskraft ausgebildet werden und nicht um die beste PFK zu sein.
Wenn die Unternehmer das nicht Wissen, wie du schreibst, dann muss die PDL befähigt sein und werden, dies dem Unternehmer in gebotener weise beizubringen, mit entsprechender, von Fakten und auch betriebswirtschaftlich belegten Argumenten.
Dazu benötige ich Training und vor allem Wissen, das ich in 460Stunden sicherlich nicht erwerben kann, auch nicht in 720Std.
Die Grundlage dafür ist Wissen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Angel78

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29.07.2013
Hallo Traveler,

Genau das spricht doch für eine qualifizierte Ausbildung (Studium). Denn wenn ich mich reinhängen und Leistung bringen muss in der Ausbildung (Studium), dann trennt sich die Spreu vom Weizen.
Auch ich habe meine Ausb. an einer dieser teuren Privatschulen absolviert, habe ähnliches erlebt und dass jeder bis zum Ende durchgezogen wurde, denn jeder der bis zum Schluss bleibt, bezahlt bis zu Schluss und Bestanden haben ALLE - klar.
Auch genau das spricht für einen Change.
Und ja auch hier werden einige die Ausb. (Studium) absolvieren, die später für den Bereich in dem sie Arbeiten nur bedingt geeignet sind. Aber das teilen wird mit allen anderen Berufen, Ausbildungen und Positionen.
Was das Studium anbelangt, hätte ich auch nichts dagegen, so lange zur Studium Aufnahme die Voraussetzung wäre, dass man ein 3 jähriges Examen hat und mindestens 2 Jahre Berufserfahrung in diesem. Denn alles andere halte ich für etwas Realitätsfremd. Es kommt jemand der studiert Pflegemanagement und geht dann in die Praxis, hat dabei nee Menge Theorie gesammelt und strauchelt daran sein "fundiertes Wissen" in die Tat umzusetzen. Das sind die Erfahrungen die ich gemacht habe.

Was ich noch zum Thema Studium sagen möchte ist halt, dass es viele Pflegefachkräfte gibt, die gerne studieren wollen würden, sich dies aber auf Grund von Mangelnder Finanzierung, aber nicht leisten können, da Sie zum Beispiel eine Familie zu ernähren haben! Ein Studium neben einer vollen Erwerbstätigkeit (FERNSTUDIUM) halte ich persönlich für sehr fragwürdig, da auch diese Schulen bezahlt werden, für Ihre Leistung und dann kommt, man zu dem Ergebnis was du beschrieben hast, jeder wird durchgezogen.

Ich weiß nicht wo du warst, aber ich habe meine Weiterbildung beim bfw im MAXQ in Frankfurt am Main gemacht und in meinem Kurs sind von 28 insgesamt 5 durchgefallen und da hat das Regierungspräsidium Darmstadt seinen Daumen drauf gehabt. wenn du es so nimmst, die Schulen verdienen noch mehr, wenn auch mal welche durchfallen, denn die machen ja keine 2 Jahre berufsbegleitend eine Weiterbildung um dann am Ende ohne etwas dar zustehen. ;)

Deine andere Punkte lasse ich einfach mal unkommentiert, da es deine Meinung ist und ich jedem Menschen seine Meinung lasse, ohne ihm gleich immer zu fragen und "NUN". ;)
 
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Peter456

Es gibt auch günstige Hochschulen, die berufsbegleitende Studiengänge anbieten. Bei ein paar Wochen kann man auch idr etwas mit dem AG vereinbaren, wenn jedoch gar kein Entgegenkommen ist, muss man halt für 3 Jahre auf 90% oder so...
 
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Lisy

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03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
Trotz der spannenden Diskussion möchte ich nochmals zurück auf die Ausgangsfrage kommen.
Eine"gute" PDL muß eine gute Fachkraft sein! Sie ist die fachliche Vorgesetzte und somit für Pflegedefizite im Unternehmen verantwortlich.
Außerdem wechseln gute PDLs nicht oft den Arbeitsplatz - zumindest nicht bei uns in der Region.
Die PDL ist meistens bekannter als der Träger/ der Inhaber und ist eines der Aushängeschilder eines Pflegedienstes.
Das Sie all das was sie in ihrer Weiterbildung nicht gelernt sich durch Fortbildungen ist aneignet ist für mich selbstverständlich - schon weil die Gesetzeslage und die MDK Anforderungen sich ständig verändern. Und das sie "Rechnen" kann muß ebenfalls eine Grundvoraussetzung sein. Wie könnte sie sonst berechnen ob sich ein Einsatz "lohnt".
Die anderen betriebswirtschaftlichen Auswertungen liefert ja eh in der Regel das Softwareprogramm.
Lisy (die sich hiermit zurückmeldet)
 
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Darky5232

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Hallo miteinander,

Ich habe mir jetzt alles durchgelesen und kann aus meiner Erfahrung sagen, ich kenne 2 bis 3 Pdl die den Fernlehrgang dazu gemacht haben. Eine die 460 Stunden und die anderen den 720 Stunden Kurs, die haben sicherlich alle mit weiteren Schulungen darauf aufgebaut. Und ich kann sagen alle drei sind schon mehrere Jahre in ihren Unternehmen tätig und führen sehr gut.

Wiederum ich hatte eine studierte und die hat unsren Laden förmlich zerrissen, weil es praktisch nicht funktioniert hat was sie theoretisch gelernt hat. Ende vom Lied sie hat sich aus dem Staub gemacht und einen Scherbenhaufen hinterlassen.

Ich finde das so nicht richtig dass hier alle die nicht studiert haben so zerlegt werden. Ich denke jeder hat seine Gründe warum er sich so entschieden hat. Auch auf einen Fernlehrgang kann man aufbauen.

In der Pflege ist dauernd ein Wandel, da werden auch die oberen nicht um Schulungen drumherum kommen.
 
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