Der dienstplan ist ne Katastrophe

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Engel130

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27.05.2019
Hallo ihr lieben,
ich hab ein Problem
Ich bin normal feste Nachtwache nun hat meine chefin mich echt katastrophal geplant das ich nicht weiß wo ich mit meinem kind hin soll.

Auserdem total Rücksichtslos von tagesrytmus her meine dienste sind wie folgt

Früh
1 tag frei
Spät
Früh
Früh
Nacht
2 tage frei
Früh
Spät
2 tage frei
und dann komplett ne woche Nachtdienst
nach 4 tagen wieder spät

alleine den ständige wechsel früh spät macht mich fertig wenn ich ne nacht habe brauch ich mindestens 3 tage erholung da kann die mir doch nicht wieder mit nem Früh kommen und alleine was mach ich dann mit dem KInd?
normal hab ich auch nur 100 h das sind deutlich mehr die Frau kann einfach keine dienstpläne schreiben aber reden kann man auch nicht mit ihr
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Stationär demenzbereich
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lulli00

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17.02.2016
Wien
Hast du Feste Arbeitszeiten in deinem Arbeitsvertrag?
 
Qualifikation
Pflege
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Engel130

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27.05.2019
nein leider nicht und sie beruft sich auch darauf das es keine festen Nachtwachen verträge mehr gibt
 
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Altenpflegerin
Fachgebiet
Stationär demenzbereich
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lulli00

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17.02.2016
Wien
Dann kannst du dagegen nichts machen. Es ist ihr Recht.

Wenn du damit zu unzufrieden bist, bleibt dir nur zu gehen.

Es gibt kein Gewohnheitsrecht auf den alten DP.
 
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Pflege
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Kalimera

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17.01.2001
Hamburg
Ist das immer so oder das erste Mal?
Was erwartest Du wer Dein Problem lösen soll? Es bleibt Dir nichts über als mit dem DP-Schreiber zu reden. Gründe darlegen, Lösungen anbieten wäre meine Strategie. Nur weil Dir der DP nicht passt muss sie nicht wirklich unfähig sein. Will man bestimmte Dienste haben muss man diese vertraglich festlegen umn eine Garantie zu haben.
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
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Findola

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09.10.2016
München
"Ich bin normal feste Nachtwache" <-- Das kann auf betriebliche Übung ("Gewohnheitsrecht") hindeuten. Die "feste Nachtwache" könnte damit zum verbindlichen Inhalt des Arbeitsvertrags geworden sein. Selbst wenn der Arbeitsvertrag gar nichts oder etwas anderes dazu aussagt. Um das allerdings zu beurteilen, muss man die Umstände genauer kennen.

Außerdem müssen die Dienstplaner die Belange der Mitarbeiter berücksichtigen. Aber auch da kommt es wieder sehr auf die Umstände an.
 
Qualifikation
Dozent
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Engel130

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27.05.2019
Ich arbeite da seit 3 Jahren als feste Nachtwache und sie sagte dadurch das ich nur 100 h habe zieht sie jetzt dazu gekommen Leute vor die mehr Stunden haben als ich

Weil es für sie leichter ist den Dienstplan dann zu schreiben

Ja ist der erste Monat aber ziemlich durcheinander und wie gesagt ich möchte eigentlich in der Nacht bleiben

Auch dem Kind zur liebe weil ich so einfach noch weniger Zeit habe und durch dieses Durcheinander geplante schwer ist überhaupt Betreuung zu finden
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Stationär demenzbereich
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Kalimera

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17.01.2001
Hamburg
Betriebliche Übzung gibt es meines Wissens nicht in diesem Fall, aber Du kannst ja eim Betriebsrat/MAV anfragen.
Oder versuche ein offenes Gespräch mit der Leitung zu führen und Deine Gründe darzulegen. Andernfalls gibt es evtl. die Mglk. auf einer anderen Station Nachtdienste zu machen. Rechtlich hast Du keine Handhabe, also musst Du reden, anbieten, wechseln...ect. Auf alle Fälle reden.
 
Qualifikation
Pflege
Fachgebiet
Krankenhaus
F

Findola

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09.10.2016
München
Vorsicht Kalimera mit solchen rechtlichen Ratschlägen! Alles, was einer Regelung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zugänglich ist, kann grds. unter betriebliche Übung fallen. Der Einsatz auf einem bestimmten Arbeitsplatz zu bestimmten Zeiten ist geradezu ein Klassiker für betriebliche Übung. Noch dazu: "3 Jahren als feste Nachtwache" spricht sehr für betriebliche Übung. Aber ich will das gar nicht abschließend beurteilen. Es kommt nämlich tatsächlich sehr auf die Umstände an. Ich würde mich auch unbedingt durch Fachleute BR/MAV oder andere beraten lassen.
 
Qualifikation
Dozent
B

BoeSe

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Leider gibt es das Gewohnheitsrecht unter welchem Namen auch immer im pflegerischen Bereich nicht. Ich bin vor 2 Jahren nach knapp 18 Jahren Nachtdienst so aus meinem Job gemobbt worden. Als Fachkraft hat man freie Auswahl, such dir eine Nachtwachenstelle, die als solche ausgeschrieben ist. Dann hast du was in der Hand. Meiner Erfahrung nach nutzt es nichts, mit dem Dienstplanersteller zu sprechen, wenn er so seine Macht ausspielt. Eine Einrichtung sollte jedoch bedacht sein, in Zeiten des Fachkräftemangels diese zu halten und nicht zu vergraulen.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Altenpflege
Spindy 2607

Spindy 2607

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30.01.2016
Nur mal ein Gedanke: Grundsätzlich ist der Wechsel von Spät auf Früh nicht erlaubt, da könnte deiner Chefin eine Strafe drohen... Was den DP an sich betrifft, seh ich wenig Chancen, dass der geändert werden muss. Ich wurde auch einfach in ND eingeteilt obwohl ich seit Jahren keinen mehr gemacht habe. Jobwechsel ist auch nicht einfach, weil es tatsächlich kaum Stellen nur mit Nachtwachen gibt.
Dir trotzdem alles Gute!
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester f. Onkologie / Pall. Care
Fachgebiet
Onkologie
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Microknee

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31.08.2011
Augsburg
Guten Morgen Spindy,

hast du für deine Aussage bzgl. des Verbots von Wechsel Spät auf Früh auch einen gesetzlichen oder im Tarifvertrag verankerten Paragraphen?

Solange die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit von 11 Stunden (in der Pflege kann diese auf 9 Stunden reduziert werden) eingehalten wird, spricht rechtlich nichts gegen einen Wechsel von Spät auf Früh.

LG
 
Qualifikation
OP-Schwester
Fachgebiet
OP-Managerin (IHK)
Weiterbildungen
Praxsianleitung OP
Fort- und Weiterbildung
Führungskräftewerkstatt
Ausbildung zur OP-Managerin
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lulli00

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17.02.2016
Wien
Bei uns ist es sogar so das um den Gesetzlichen Rahmen zu halten der Spätdienst am Vortag eine Stunde eher aufhört oder der Frühdienst am nächsten Tag eine Stunde später anfängt
 
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Pflege
F

Findola

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09.10.2016
München
(LAG Hessen - 9 Sa 1325/98) , LAG Frankfurt/M., 5 SaGa 1623/02
Diese Urteil werden gerne zitiert. Aber: Ein Anspruch aus betrieblicher Übung wurde in diesen Fällen deswegen abgelehnt, weil zu dem Zeitmoment kein Umstandsmoment hinzugekommen ist. Das heißt: Nur, weil eine bestimmte Praxis zur Arbeitszeit über Jahre hinweg praktiziert wird, folgt noch keine betriebliche Übung. Es müssen noch weitere Umstände hinzukommen. Und die gab es in den ausgeurteilten Fällen nicht. Gleichwohl gilt: Durch betriebliche Übung kann sich sehr wohl ein Anspruch bezüglich der Arbeitszeit ergeben. Wie gesagt: Es kommt auf die Umstände an. Und insofern empfehle ich weiterhin, das mit dem Betriebsrat, bzw. einem Rechtskenner zu besprechen.
 
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Dozent
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Willy_Wuff

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01.12.2005
Deggendorf
Man hat da meines Wissens wenig Chancen rechtlich gegen einen solchen Dienstplan vor zu gehen.
(Abgesehen davon …… soooo schlimm finde ich den ga nicht, da hatte ich durch einspringen und tauschen schon schlimmere :) )
Was aber auch nicht bedeutet das man es sich gefallen lassen muß.
Rein grundsätzlich dürfte dies für den Dienstplanschreiber unter die Rubrik fallen : Versuchen kann man es ja mal, mal schauen wie weit ich gehen kann.
Ich würde da nun allerdings auch nicht in Panik geraten, sondern ganz entspannt das Gespräch mit dem Schreiber suchen.
Wegen Kinder braucht man da nicht auf die Tränendrüsen drücken, wenn ihn das interessieren würde, dann hätte er/sie den Plan ga nicht erst so geschrieben.
Bei mir hat es immer geholfen wenn ich den Dienstplanschreiber, was in der Regel auch meine Oberschwester oder Oberpfleger war, gefragt habe ob er mich los werden möchte, denn das brauche er mir nur zu sagen, dann könnten wir es beide sehr viel einfacher haben.
Gut wenn dem so ist, dann muß man sich eh einen anderen Job suchen, denn der ist eh in der Position einem das Arbeiten so lange zur Hölle zu machen, bis man „Freiwillig“ geht.
Wenn nicht, wird er fragen warum.
Und dann kann man ihm/ihr sagen das man diese Dienstplan Gestaltung zum einen Körperlich und Gesundheitlich nicht lange wird durchhalten können, und zum anderen lässt es sich nicht mit der Familie vereinbaren.
Sprich entweder wir bekommen eine Lösung hin, mit der wir beide leben können, oder ich muß mir einen Arbeitgeber suchen, bei dem dies möglich ist.

Liebe Kollegen, irgendwie vergesst ihr immer das auf jeden einzelnen, der mit seinen Arbeitsbedingungen nicht zu Frieden ist, potentiell mehrere hundert offene Stellen warten, bei denen man gleich beim Antritt des Arbeitsplatzes im vertrag wichtige Grundregeln vereinbaren kann.
Wir kennen alle die Machtposition unserer Vorgesetzten, und viele haben Angst davor, aber warum machen wir uns in der heutigen Zeit noch zu Opfern ?
Warum werden sich die Pflegekräfte nicht langsam mal ihrer Machtposition bewusst ?
Wir sind nicht der Wilkür unserer Arbeitgeber oder vorgesetzten ausgeliefert, wir können jederzeit den Arbeitsplatz wechseln. Klar ist auch bei dem anderen Arbeitsplatz nicht alles Gold, aber zum einen kann ich vorher nen Tag hospitieren, und da wir alle den Job schon ein paar Jahre machen reichen für die Gröbsten Sachen 8 Stunden mitlaufen aus. Beim Hospitieren kann man einen Blick auf den Dienstplan werfen, die Namen können ja gerne abgedeckt sein, geht ja nur um die Art wie selbiger gestaltet ist und ob außergewöhnlich viele Einträge mit Krank sind.
Wenn wie bei Dir der Begriff Wechselschicht schamlos und personal verachtend missbraucht wird, dann braucht man sich da ga nicht erst bewerben und man geht zum nächsten und hospitiert dort.
Ich habe eine Hospitation immer als Sinnige Investition meiner Freizeit betrachtet, und wenn ich nach 4 Stunden der Meinung war das ich dort auf gar keinen Fall arbeiten werde habe ich sie auch abgebrochen.

Menno wann begreifen meine Kollegen endlich das die Zeiten in denen wir der Willkür von irgendwelchen Vorgesetzten ausgeliefert sind, schon lange der Vergangenheit angehören.
 
Qualifikation
Fachpfleger für Intensiv Medizin
Fachgebiet
IMC
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Willy_Wuff

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01.12.2005
Deggendorf
Ach übrigens ..... wenn der Dienstplan schreiber zu blöd für seinen Job ist, dann können sich die Kollegen immer noch hinsetzen und sich gegenseitig durch Tauschen nen besseren Plan bauen :)
Hatte ich auch mal sone Station ...... der Dienstplan war grad raus .... und nach nen paar Tagen hatte er mit dem Original nicht mehr viel zu tun, das wurde dem Schreiber dann irgendwann mal peinlich und er hat sich mehr bemüht :)
 
Qualifikation
Fachpfleger für Intensiv Medizin
Fachgebiet
IMC
Esme4711

Esme4711

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11.11.2012
25361
Ich kann Willi_Wuff nur zustimmen.
Es ist schwer, wenn man sich sein Leben mit Nachtdienst eingerichtet hat und dann alles umstellen und umorganisieren muss ;)
Meckern und Jammern nützt nix, und vermutlich wirst du letztendlich genau so arbeiten und eine typische unzufriedene Pflegekraft.
Es ist nicht ihr Job dich glücklich zu machen. Du musst nur funktionieren. Und sie wird sich das Dienstplan schreiben so leicht wie möglich machen.
Überlege dir ob du mit TD leben kannst und wenn ja was für dich machbar ist und mach ihr Vorschläge.
Gestalte deine Arbeitszeiten mit und auch dein Leben.
Dauernachtwachen werden immer wieder gesucht.
Schau mal "just for fun" auf den Internetportalen.
Indeed, Xing. StepStone. Etc.
Gib einfach mal Stellenangebote Pflege in deine Suchmaschine ein und du wirst erschlagen.
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Pädiatrie
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Willy_Wuff

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01.12.2005
Deggendorf
Hat auch den vorteil das man sich einmal seines eigenen Marktwertes bewusst wird.

Ganz nebeinbei kann es bei Verandlungen auch hilfreich sein zu erwähnen das man "angebote" hat bei denen man besser verdienen würde.
:p
 
Qualifikation
Fachpfleger für Intensiv Medizin
Fachgebiet
IMC
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Willy_Wuff

Aktives Mitglied
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01.12.2005
Deggendorf
Unsere Arbeitgeber sind ganz gail auf Marktwirtschaft.
Gut, für meinen Arbeitgeber bin ich kein Mensch, sondern eine ware, nämlich Arbeitskraft die Gewinne erwirtschaften soll.
Nicht mehr und nicht weniger.
Wenn ich mal nicht funktioniere übt er Druck aus um noch etwas mehr Arbeitskraft aus der Ware herraus zu pressen.
Meine arbeitskraft besteht aus Körperlich mechanischer Arbeit und wissen.
Ersteres kann man mit schlecht bezahlten Handlangern begrenzt ersetzen, letzteres nicht.
Angebot und nachfrage bestimmen Marktwirtschaftlich den Preis.
Das Angebot an pflegerischem Fachwissen ist minimal.
Der Preis den ich für meine Ware fordere ist Geld und Arbeitsbedingung.
Wenn der Preis nicht stimmt, verkaufe ich meine Ware an einen, der den Preis zahlt.

Wenn die so gail drauf sind die Pflege von kranken und alten marktwirtschaftlich zu sehen, dann sollen sie auch die Früchte ihrer Sat ernten.
Lach
 
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Fachpfleger für Intensiv Medizin
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