Innere Medizin Dekubitusprophylaxe - in welchen Abständen?!

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pdlandy

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Genauso is s!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
 
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Hallo pdlandy,
dank für die Weihnachtsgrüße.
Ich habe eben mit den Weihnachtsmann telefoniert und dieser hat mir versprochen , dir den Expertenstandard DecuPrävention unter den Baum zu legen , grins.
Hat nicht funktioniert :laughing:!

Gruß, Altenpflegel
 
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Hey Eveline,
danke für den Expertenstandart; aber kann ich den vielleicht umtauschen :laughing:?
Denn mein Träger arbeitet schon seit geraumer Zeit damit - ist also fast meine liebste Einschlaflektüre geworden.

Gruß, Altenpflegel

P.S.: Schön, daß es deiner Galle so gut geht :wink:
 
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Hallo Nora,
wie kannst du ihn (Anm.: den Dekubitus) grundsätzlich als Pflegefehler bezeichnen (....)
Nicht ich sondern die Rechtsprechung (s. Beitrag 77).
Im Übrigen ergibt sich das auch aus dem von dir Zitierten:
"(...) da der Entstehung eines Dekubitus in der Regel entgegengewirkt werden kann."
Das heißt doch im Umkehrschluß, daß einem entstandenen Dekubitus in der Regel nicht oder falsch "entgegengewirkt" wurde, mithin in der Regel ein Pflegefehler anzunehmen ist.

Diese Argumentation wird auch zunehmend von den Krankenkassen übernommen; sie versuchen die Übernahme von Dekubitus - Behandlungskosten gerne mit dem Hinweis abzulehnen, daß Druckgeschwüre grundsätzlich Pflegefehler seien.

Gruß, Altenpflegel
 
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Hallo Heike,

Wir lagern IMMER nach Bedarf. Dies wird auch (fast) IMMER mittels Bradenskala ermittelt.
Die Bradenskala ermittelt das Dekubitusrisiko und eben nicht den individuellen Lagerungsbedarf.
Wenn eine Pflegefachkraft entscheidet, dass eine Lagerung nicht mehr möglich ist wird das dem Doc mitgeteilt. Der dokumentiert dies auch noch einmal auf die ärztliche Kurve und wir sind abgesichert. :wink:
Jep, genau so wünsch ich mir das für die Heime: nur der Arzt entscheidet!

Gruß, Altenpflegel
 
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Hallo Rosi,
fang´ich nochmal von vorn´an:
Wir haben es doch alle mal gelernt
Wie denn ohne wissentschaftliche Ergebnisse zu Lagerungsintervallen?
und ich setze doch vorraus, dass jeder beurteilen kann, wie oft wer gelagert wird.
Wie denn, wenn die Ausbildung schon nicht wissenchaftlich fundiert war?
Dann, wer definiert"Lagern"?
Niemand - exakt das Problem getroffen!

Gruß, Altenpflegel
 
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Rosi S.

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"Wissenschaftliche Ergebnisse von Lagerungsintervallen"?
Jeder Patient oder Bewohner ist doch anders, freilich kann ich ihn mittels Bradenskala grob einordnen, aber dann kommt doch auch noch meine Berufserfahrung dazu. Bitte nicht böse sein Altenpflegel:eek:riginal: , ich verstehe Deine Argumentation schon( Du brauchst wegen mir:blushing: nicht nochmal von vorne beginnen, aber Danke): Sagst Du zu den Bewohnern: :wink: "Nun sie müssen jetzt aber auf die linke Seite, weil sie ein Lagerungsintervall von 2 Stunden haben, das ist ärztlich angeordnet!" Niemand kennt den Bewohner so gut wie Du, davon gehe ich mal aus, auch der Arzt muss sich auf Deine Beobachtungsgabe verlassen (hoffentlich). Da muss ich doch entscheiden dürfen, was noch geht und was hald nicht mehr geht. Menschen sind Menschen und können doch nicht stur nach irgenteinem Schema behandelt werden. Sie sind Individien und genauso sollen sie auch behandelt werden. Und das ist meine und Deine Kunst( Du kennst doch sicher das Zitat: "Krankenpflege ist eine Kunst,...!") Keine ärztliche! Das ist meine Meinung.
 
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Jep, genau so wünsch ich mir das für die Heime: nur der Arzt entscheidet!
Hallo altenpflegel,:wink:

bei uns entscheidet nicht der Arzt sondern die Pflegefachkraft und der Arzt dokumentiert, nach unserer Einschätzung, dass unter bestimmten Voraussetzungen NICHT gelagert werden KANN. Das ist ein feiner aber gravierender Unterschied. Außerdem nehmen wir die Bradenskala zur Einschätzung dazu. Genau wie Rosi es schon beschrieben hat wird jeder Patient von der Pflegekraft eingeschätz und dementsprechend gelagert. Manchmal im 2 Stunden Takt, manchmal aber auch nur im 4 Stunden Takt. Dazu brauchen wir keine wissenschaftlichen Forschungen sondern unseren Pflegesachverstand. Und der muß in der Ausbildung bzw. hinterher im Berufsleben erworben werden.

Gruß
Heike
 
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Rosi S.

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Ja, rettungsmaus, so ist es.
Auch ich habe Pat. , die ich alle 2 Stunden lagere, und es gibt viele andere. Wenn ich einen Notfall auf Station habe, dann wird das Lagern(leider) zweitrangig. Ich muss mich zuerst um den kümmern, der mich besonders braucht. Wenn ich Glück habe, ist dann noch jemand da, an den ich das Lagern delegieren kann.
 
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pdlandy

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Hi Altenpflegel,
echt interessant,dass deine Ausbildung nicht wissenschaftlich fundiert war.
 
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Monika58

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Menschen funktionieren nicht nach wissenschaftlichen Regeln.
Diese Aussage wird jeden promovierten Physiologen, Psychologen, Soziologen und Philosophen erfreuen :ironie: .

NATÜRLICH funktioniert der Mensch nicht nach wissenschaftlichen Regeln, aber aus Reaktion des Menschen auf Umwelteinflüsse (z.B. der Korrelation von Druck, Zeit und Dispositionsfaktoren zueinander) können wissenschaftlich fundierte Regeln abgeleitet werden.

Gruß
Monika
 
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Monika58

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echt interessant,dass deine Ausbildung nicht wissenschaftlich fundiert war.
Darf ich mal nachfragen, auf welcher pflegewissenschaftlicher Grundlage Deine Ausbildung fundierte?

Ich kann meinen SchülerInnen jede Menge Studienergebnisse aus dem medizinischen oder geisteswissenschaftlichen Bereichen bieten, aber kaum eine aus dem pflegerischen Bereich.
Pflege im Allgemeinen und bei der Frage nach den richtigen Lagerungsintervallen zur Decubitusprophylaxe im Besonderen verfährt immer noch nach dem "Versuch-und-Irrtum-Prinzip".

Ich will damit nicht sagen, dass die Pflegekräfte der Republik schlechte Arbeit leisten! Aber, bös gesagt, sie leisten mehr zufällig hervorragende Arbeit. Und weil die Arbeitsergebnisse eben eher zufälliger Natur sind und unprofessionell mit "das hab ich so im Gefühl" begründet werden, wird Pflege auch nicht ernst genommen.

Gruß
Monika
 
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Ich kann meinen SchülerInnen jede Menge Studienergebnisse aus dem medizinischen oder geisteswissenschaftlichen Bereichen bieten, aber kaum eine aus dem pflegerischen Bereich.
Pflege im Allgemeinen und bei der Frage nach den richtigen Lagerungsintervallen zur Decubitusprophylaxe im Besonderen verfährt immer noch nach dem "Versuch-und-Irrtum-Prinzip".
Hallo Monika,

damit gebe ich dir völlig Recht. Keine Frage, dadurch dass wir wissenschaftlich kaum etwas "belegen" können, sind wir im direkten Konsens mit dem ärztlichen Dienst deutlich im Nachteil. Im Bereich der Ausbildung bestimmt ein absolutes Manko.
Aber wo sind denn unsere Pflegewissenschaftler??? In der Pflege sind sie jedenfalls nicht mehr anzutreffen. Sie verschwinden in ihrend welchen Hochschulen oder Instituten. Vieleicht tut sich die "arbeitende" Zunft (wir Pflegende) deshalb so schwer damit, weil wir von ihrgend welchen wissenschaftlichen Kollegen beigebracht bekommen sollen nach welchen Rhythmen wir wann und wie Patienten zu drehen haben! Mehr Präsenz wäre da vieleicht von Vorteil. Und somit käme vieleicht auch die Akzeptanz.

Gruß
Heike
 
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pdlandy

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Hi,
also wissenschaftlich fundierte Ausbildung war z.B. in Bezug auf Anatomie/Physiologie , Pharmakologie , innere usw. bezogen. Aber so sind auch einige Bestandteile des Fachs Alten/-Krankenpflege/Rehabilitation durchaus wissenschaftlich fundiert.
Nochmal zum mitschreiben, lernen, diskutieren oder was auch immer: es wäre zwar idealistisch, aber zugleich unrealistisch zu behaupten, dass es jemals feste Lagerungsintervalle geben wird. Wissenschaftlich fundiert ist, dass diese individuell nach Einflussfaktoren festzulegen sind und dementsprechend zu arbeiten ist.
 
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... so sind auch einige Bestandteile des Fachs Alten/-Krankenpflege/Rehabilitation durchaus wissenschaftlich fundiert
Aber eben nicht die Pflege als solche
.
....dass es jemals feste Lagerungsintervalle geben wird.
Diese Forderung habe ich auch nicht einem Beitrag entnehmen können.
Wissenschaftlich fundiert ist, dass diese individuell nach Einflussfaktoren festzulegen sind und dementsprechend zu arbeiten ist.
Zu dieser Behauptung hätte ich gerne eine verlässliche Quellenangabe zu anerkannten Diplom- oder Promotionsarbeiten.

Gruß
Monika
 
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Diese Aussage wird jeden promovierten Physiologen, Psychologen, Soziologen und Philosophen erfreuen :ironie: .
Diese aufgezählten "Wissenschaftler" überraschen doch immer wieder mit neuen Erkenntnissen und werfen alte Regeln über den Haufen. Überzeugend finde ich das nicht. Na ja, geht vom Thema weg.

Um wirklich wissenschaftliche Regeln zur Dekubitusrisikoeinschätzung und effektiven Maßnahmenplanung zu benutzen, müssten wir vielleicht so viele Faktoren (s.o., Medikamente, Ressourcen, andere Pflegeprobleme......) beurteilen, dass der Dekubitus da ist, bevor die Maßnahmen begonnen haben.

Nora
 
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Monika58

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Hallo Monika,

damit gebe ich dir völlig Recht. Keine Frage, dadurch dass wir wissenschaftlich kaum etwas "belegen" können, sind wir im direkten Konsens mit dem ärztlichen Dienst deutlich im Nachteil. Im Bereich der Ausbildung bestimmt ein absolutes Manko.
Aber wo sind denn unsere Pflegewissenschaftler??? In der Pflege sind sie jedenfalls nicht mehr anzutreffen. Sie verschwinden in ihrend welchen Hochschulen oder Instituten. Vieleicht tut sich die "arbeitende" Zunft (wir Pflegende) deshalb so schwer damit, weil wir von ihrgend welchen wissenschaftlichen Kollegen beigebracht bekommen sollen nach welchen Rhythmen wir wann und wie Patienten zu drehen haben! Mehr Präsenz wäre da vieleicht von Vorteil. Und somit käme vieleicht auch die Akzeptanz.

Gruß
Heike
Hallo Heike,

verstehe ich Dich richtig, dass Du der Meinung bist, dass die Erkenntnisse der Pflegewissenschaft nur dann von Bedeutung sind, wenn der Pflegewissenschaftler sie selber am Patientenbett umsetzt?

Wäre nett, aber am Ziel vorbei.
Die Berechnungen eines Architekten werden nicht wahrer oder unwahrer dadurch, dass er selber die Steine mauert und die Verbrechensbekämpfung wird nicht erfolgreicher dadurch, dass der Staatsanwalt selber auf Verbrecherjagd geht.

Dass mit der Akzeptanz durch grössere Präsenz ist noch ne andere Sache. Wenn Du die Beiträge dieses Threads liest kristallisieren sich die Standpunkte "ist mir doch egal, was die Rechtssprechung sagt" und "das haben wir schon immer so gemacht" heraus. Welche Argumente könnte Wissenschaft gegen so viel Ignoranz setzen???

Gruß
Monika
 
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Diese aufgezählten "Wissenschaftler"
Warum in Anführungszeichen?
überraschen doch immer wieder mit neuen Erkenntnissen und werfen alte Regeln über den Haufen
das nennt man Fortschritt.
Um wirklich wissenschaftliche Regeln zur Dekubitusrisikoeinschätzung und effektiven Maßnahmenplanung zu benutzen, müssten wir vielleicht so viele Faktoren (s.o., Medikamente, Ressourcen, andere Pflegeprobleme......) beurteilen, dass der Dekubitus da ist, bevor die Maßnahmen begonnen haben.
Andersherum wird ein Schuh draus: wenn wir verlässliche, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse haben, welche Dispositionsfaktoren in welchem Umfang zu erhöhtem Decubitusrisiko führen, können wir zielgerichtet und effektiv handeln, ohne uns weiter auf dem Level "no-risk-no-fun" zu bewegen.
 
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Und dieser Ratgeber ist nicht neu.
Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse fehlen noch?:suche:

:confused: Wassermann
 
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