Innere Medizin Dekubitusprophylaxe Eisen/Fönen

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Nugard

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Erst einmal viele grüße an alle, bin neu angemeldet. Ich habe vor 3 Monaten eine Ausbildung zum Gesundheits und Krankenpfleger Im Deutschen Herzzentrum Berlin begonnen...soviel zu mir :)

Meine Frage ist folgende: Im Rahmen der Dekubitusprophylaxe hat man uns beigebracht das, dass Eisen und Föhnen von Druckgeschwüren veraltet sei, aber in der Praxis häufig noch angewand wird... da wir demnächst eine LEK über dieses Thema schreiben interessiert es mich ob es wirklich noch anwendung findet und welche positiven Aspekte es an dieser Methode gibt, wenn überhaubt:eek:riginal:

Vielen Dank für eure Hilfe

Nuagrd
 
Qualifikation
Krankenpflegeschüler
Fachgebiet
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stupanka

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Hallo,ich hoffe inständig, dass diese Praxis keine Anwendung mehr findet und kenne Gott sei Dank auch keine Einrichtung die dies praktiziert.

Lg stupanka
 
Qualifikation
PDL
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Stationär Altenheim
double19

double19

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Hallo Stupanka,

ich kann das nachvollziehen. Mal sehen, ob sich jetzt noch einer meldet.

Gruß double
 
Qualifikation
selbstständig; Heimberater
Fachgebiet
Rheinland-Pfalz
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romana

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Meine Ausbildung war 1985-1988 und da wurde uns bereits gesagt, dass das nicht mehr gemacht wird. Wer es dennoch macht, begibt sich auf dünnes Eis und muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, da das als Pflegefehler gilt !Falls es irgendwer noch praktiziert, sich aber aus oben genannten Gründen nicht meldet : BITTE, BITTE nicht mehr machen !!!!!
Auch zur Dekubitusprophylaxe bitte : kein Fell.......kein Gummiring.....kein Melkfett.....

LG
Romana
 
Qualifikation
Krankenschwester
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QMB
Weiterbildungen
Bin Praxisanleiterin und MAV
Weiterbildung Stationsleitung mit Zusatzqualif. QMB
Monika58

Monika58

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Das find ich ja jetzt mal richtig spannend :innocent:
Erst einmal viele grüße an alle, bin neu angemeldet. Ich habe vor 3 Monaten eine Ausbildung zum Gesundheits und Krankenpfleger Im Deutschen Herzzentrum Berlin begonnen...soviel zu mir :)
sei herzlich willkommen!

Meine Frage ist folgende: Im Rahmen der Dekubitusprophylaxe hat man uns beigebracht das, dass Eisen und Föhnen von Druckgeschwüren veraltet sei
stimmt
aber in der Praxis häufig noch angewand wird
stimmt hoffentlich nicht
... da wir demnächst eine LEK über dieses Thema schreiben
was für einen Sinn macht das? OK, es hat mehrere Jahrhunderte gedauert, bis klar war, dass es nicht wirklich sinnvoll ist, offene Wunden mit siedendem Öl zu behandeln .... aber diese Erkenntnis stammt aus dem 16./17. Jahrhundert ... zu einer Zeit, als die Informationsweiterleitung nicht die Geschwindigkeit des 21. Jahrhunderts hatte.
interessiert es mich ob es wirklich noch anwendung findet und welche positiven Aspekte es an dieser Methode gibt, wenn überhaubt:eek:riginal:
Vielleicht formuliest Du unter diesen Aspekten noch mal genauer, welche Infos Du brauchst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Deine "Schule" Dich mit dem Auftrag in die Welt schickt, mögliche positive Ergebnisse einer anachronistischen Methode zu sammeln, die sich schon vor 20 Jahren überlebt hat.

Gruß
Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
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Nugard

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Ich danke erst einmal für die Antworten. Und zu Monika58, ich habe mich da glaube ich ein wenig missverständlich ausgedrückt. Wie gesagt wurde uns erzählt das es in bestimmten Bereichen immer noch anwendung findet, in keiner weise jedoch von unseren Lehrern als sinvoll beschrieben. Ich wollte lediglich ein paar Hintergrundinfos zu dieser Methode um mit mehr Wissen aus der Praxis, an so ein Thema rangehen zu können (bisher war ich lediglich als Zivi praktisch im Krankenhaus tätig).

Vielen Dank nochmal für die Hilfe

Nugard:eek:riginal:
 
Qualifikation
Krankenpflegeschüler
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UlrichFürst

Im Rahmen der Überprüfung der Methode "Eisen und Fönen wurde von Schröder und Bienstein (1997) folgender Sachverhalt veröffentlicht. Durch hyperämisierende Maßnahmen kommt es in den tieferliegenden Gefäßen zu einer Erweiterung. Da sich jedoch die feinsten Gefäße, bedingt durch degenerative Erscheinungen beim alten Menschen, meist nicht mehr dilatieren können, ensteht der in Abbildung 7 dargestellte so genannte Steal-Effekt. Es kommt zu einer Minderdurchblutung der oberen Hautschichten.

Quelle: Aus der Reihe Pflege kompakt, Brigitte Sachsenmaier, Professionelle Hautpflege, Kohlhammer-Verlag, S. 81 f.:
Warum Eisen und Föhnen (also erst kühlen des Hautareals und dann anschließendes Föhnen = erhitzen und trocknen) trotzdem teilweise geholfen hat liegt am Zeitaufwand dieser Methode. Währendessen lagen die Patienten ja schon mal sicher nicht auf dem Rücken.

Ulrich Fürst
 
jackdanielsx84x

jackdanielsx84x

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Wer weiß Ulrich, wer weiß....manche Schweine sollen fliegen können. :laughing:

Nach meinem Verständnis sammelt ein Fön, wie soll es anders sein, die Umgebungsluft, also inklusive Keime und feuert diese dann wieder nach vorne ab.....man überlege wozu ein Mundschutz noch so dient...

Gruß
Dennis
 
Qualifikation
GuK, Rettungssanitäter
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Intensiv
Vaiolenz

Vaiolenz

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Huppsala!?
Wo wird denn Eisen und Fönen denn noch angewendet?!?!?! Da bin ich aber janz platt. Ich hab ja schon einiges erlebt, aber so etwas kann ich mir nicht vorstellen?!? Und wenn, dann nur heimlich, denn ansonsten müßte der Betrieb, der das zuläßt, seine Pforten bei Überprüfungen durch entsprechende Gremien wohl für immer schließen, zurecht.
ich kannte ja bis vor einem Jahr noch einen Hautarzt, der selbstangemixtes Mercuchrom verschrieben hat, jedenfalls hatte es die Farbe und den leichten Geruch danach.
Zinkhaltige Pasten, Salben.... et cetera werden ja auch immer noch gerne mal eingesetzt (was stand noch vor ein paar Monaten hier geschrieben: "Was meinem Hund hilft,........").
Nö, Lüds: bitte so nicht: es gibt so viele und unterschiedliche Materialien für unterschiedliche Gebiete, es gibt eine Menge Bücher zum Thema, es gibt Vorgaben vom MDK, wenn ich mich recht entsinne (so wurde es bei meiner Weiterbildung Wundmanagement zumindest kommuniziert).
Also, da würde mich schon interessieren, wo Dein Dozent so einen Mist herbekommt. Oder hab ich jetzt irgend etwas verpaßt?
Ein deutlich verschreckter
Jens.
 
Qualifikation
Altenpfleger, Pflegeexperte Wachkoma, PA, Hygiene
Fachgebiet
24- Stunden Heimbeatmung
Weiterbildungen
Ich würde mich auf eine Fachweiterbildung in Palliative Care freuen. Und das schon seit nunmehr sechs Jahren. Ich pack das..........!
panik

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@all
Meine Ausbildung war von 83 bis 86 und "eisen und fönen":nono: :spinner: das allerbeste und und allertollste!Klar ,denn die Patienten wurden dabei umgelagert und nur die Druckentlastung hat positiv gewirkt,alles andere, wie man heute weiß,und schon teilweise beschrieben wurde,ist kontraproduktiv.--Ich habe schon viel gesehen, was veraltete ist und definitiv schädlich/schädigend,und trotzdem anwendet wird, aber geeist und gefönt das habe ich definitiv schon lange nicht mehr gesehen.Zum Glück!
LG panik
 
Qualifikation
Krankenschwester, PDL
Fachgebiet
Seniorenheim
Weiterbildungen
*Ausbildung zur Krankenschwester
*Studium: Neuere und neueste Geschicht und Literaturwissenschaften
* Weiterbildung zur PDL 2009
Vaiolenz

Vaiolenz

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Yepp. Ich hab es auch noch angewendet. Damals. Aber die Zeiten ändern, es wird geforscht und getan, was das Zeugs hält. Das ist einerseits jut, andererseits stecken wir wieder zuviel Vertrauen in die Pharmaindustrie. Wer weiß tatsächlich jetzt schon, welche Produkte in ein paar Jahren verboten sind aufgrund von Allergien, Nebenwirkungen, Gegenanzeigen......? Trotzdem: adäquate Versorgung muß gewährleistet sein. Wäre schön so.
Liebe Grüße,
Jens.
 
Qualifikation
Altenpfleger, Pflegeexperte Wachkoma, PA, Hygiene
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Ich würde mich auf eine Fachweiterbildung in Palliative Care freuen. Und das schon seit nunmehr sechs Jahren. Ich pack das..........!
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