dekubitusbehandlung mit stomapaste

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caramello

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.... bitte nicht lachen ...ich hab ne frage bezüglich erfahrung mit der anwendung von stomapaste zur behandlung eines deku grad 3 im steißbereich. das entlassende KH hat eine vorbildliche behandlung des deku beschrieben und der HA hat diese sofort abgesetzt und statt dessen folgendes angeordnet: Spülung des Deku mit prota... dann den deku mit stomapaste zudecken und dann nicht steriliensekundär verband anbringen...habt irgend wer schon mal so was gehört oder gemacht?? zumal die paste ausdrücklich nicht auf offene wunden aufgetragen werden darf.... sollen wir verordnung anzweifeln?? nicht ausführen... gruß thomas
 
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Ren-Hoeck

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AW: dekubitusbehandlung mit stomapaste

Hab ich noch nie gehört. Prinzipiell hat ja zwar der Arzt die Therapiehoheit, aber s gibt ja für allen Scheiß ne Empfehlung. Versuch mal rauszukriegen, was bei Kassen oder Arztekammer bei Dekubitusbehandlung empfohlen ist. Unsere HA´s hören in aller regel auf unseren Wundexperten.
 
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n0gger0

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AW: dekubitusbehandlung mit stomapaste

Hallo caramello,

ich habe eine Wundexpertenausbildung und habe davon noch nie was gehört! Würde ich glatt ablehnen!

Muss man dem Arzt nur lieb und nett beibringen ;)

Du hast ja immer noch die Durchführungsverantwortung. Von Komplikationen abgesehen (die ich mir bei so einem Schmierkram sehr gut vorstellen könnte) kann ich auch kaum glauben, dass das Zeugs in einer Wunde
1) was zu suchen hat
2)hinterher zu entfernen ist/ dann eine Wundbeurteilung gut möglich ist
3)das Zeug nach Dämpfen riecht wenn man was aus der Tube holt (ích vermute ein Weichmacher) und durch die offene Wunde womöglich in den Körper gelangen kann.
4) die Wunde okklusiv verrschlossen wird, kein Exsudatmanagemant stattfinden kann und sich anaerobe Bakterien gut vermehren können. Heute ist der PU Schaumverband eher die Massgabe

noggero
 
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Gunda

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AW: dekubitusbehandlung mit stomapaste

Wie oben schon beschrieben, DU hast die Durchführungsverantwortung!

Erstens bist du eine Pflegefachkraft und hast (berechtigte Zweifel) an der Therapie, zweitens verweist die Packungsbeilage ausdrücklich darauf, die Paste nicht auf offene Wunden aufzutragen.

Das reicht doch aus um diesen Therapievorschlag abzulehnen um dem Pat. nicht weiteren Schaden zuzufügen.
Das würde ich dem Arzt genauso sagen, gleichzeitig eine zeitgemäße Wundbehandlung vorschlagen. Wenn er dabei bleibt, ruft den MDK an.
 
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thorstein

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AW: dekubitusbehandlung mit stomapaste

Meiner Ansicht nach sollte das Gespräch mit dem Hausarzt die PDL oder HL suchen. Die sind am Ende der Hierarchie und für die Qualität im Hause zuständig.
Das einzelne Pflegefachkräfte solche Behandlungen ablehnen, scheint mir nicht der richtige Weg.
 
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n0gger0

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AW: dekubitusbehandlung mit stomapaste

Meiner Ansicht nach sollte das Gespräch mit dem Hausarzt die PDL oder HL suchen. Die sind am Ende der Hierarchie und für die Qualität im Hause zuständig.
Das einzelne Pflegefachkräfte solche Behandlungen ablehnen, scheint mir nicht der richtige Weg.
Stimmt, so ist der Weg in der Regel. Rücksprache halten, sollte klar sein, ist immer der Weg.
Ablehnen darf die durchführende Kraft allerdings dennoch, wenn sie für die Behandlung nicht gerade stehen will, auch ohne Segen "von oben"
 
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caramello

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AW: dekubitusbehandlung mit stomapaste

danke erst mal an die guten und in meinem sinne erstellten antworten... zum arzt noch mal... wir haben im haus bzw. fürs haus eine wunderbare und sehr gute wundmanagerin... die wurde vom arzt aber abgelehnt und nicht hinzugezogen... die wbl hat arzt auch auf die nebenwirkungen und die eigentlich anwendung der stomapaste hingewiesen... dieser meinte aber das sei schon in ordnung so... sinn ist dahin gestellt..bis jetzt haben wir die behandlung so abgelehnt und die vom KH empfohlene sinnvolle angewendet. montag sollte pdl gespräch mit HA suchen...
 
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Gunda

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AW: dekubitusbehandlung mit stomapaste

Vielleicht meinte der HA, dass die wundumgebende Haut mit Stomapaste abgedeckt werden soll um Mazeration durch das Wundsekret zu verhindern ??
Das wäre noch eine halbwegs schlüssige, wenn auch ungewöhnliche Idee ...

In unserem PD werden auftretende Probleme intern besprochen, dann aber normalerweise von der Bezugspflegekraft abgeklärt. In hartnäckigen Fällen, wie es bei dir wohl einer ist, macht es schon Sinn die Angelegenheit von der PDL klären zu lassen. Man könnte sich ganz unverbindlich beim MDK erkundigen, wie man auf so eine ärztliche Anordnung reagieren könnte. Ohne Namen zu nennen. Dann ist man beim Gespräch mit dem HA auf der sicheren Seite.
 
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Joan Doe

Joan Doe

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AW: dekubitusbehandlung mit stomapaste

Mal von der ganzen Sinnfreiheit abgesehen ... wie sieht es denn da mit den Kosten aus :kopfkratz:


LG Joan
 
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caramello

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AW: dekubitusbehandlung mit stomapaste

Mal von der ganzen Sinnfreiheit abgesehen ... wie sieht es denn da mit den Kosten aus :kopfkratz:


LG Joan

na ...stomapaste ist wesentlich günstiger ..wenn man die folgebehandlung und die schmerzengeldklage ma aussen vor lässt...:))
 
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Joan Doe

Joan Doe

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AW: dekubitusbehandlung mit stomapaste

na ...stomapaste ist wesentlich günstiger
Kommt natürlich drauf an, was das KH vorher an Wundversorgung vorgeschlagen hatte?!?

Aber wenn man das auf längere Zeit rechnet ...


LG Joan
 
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