Definition Schichtleitung?

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peppi

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Unsere stellvertretende Stationsleitung vertritt die Meinung das nun auch ungelerntes Personal die Rolle des Schichtleiters und die damit verbundene Arbeitseinteilung übernehmen sollte. Meine Frage: Ist das rein rechtlich überhaupt möglich? denn was passiert bei med. Notfall?

Vielen Dank
 
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Uli05

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Habe auch nicht wirklich eine Definition dazu gefunden!! Aber aus dem Bauch heraus würde ich sagen es geht nicht!! Eine Examinierte darf natürlich als Schichtleitung eingesetzt werden, aber sie ist eben auch rechtlich für alles Verantwortlich!! Diese Verantwortlichkeit hat sie sich ja mit dem Examen erorben! Aber eine Nichtexaminierte hat nie gelernt was Recht ist oder sein darf, daher darf man ihr diese Verantwortung nicht überlassen!! Ich wage sogar zu behaupten das eine Nichtexamnierte die sich nicht wehrt strafbar macht...

:devil: :devil: :devil:
Bin mal gespannt was zu diesem Thema noch kommt!!
Uli
 
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mina

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In unserem Altenheim ist es gängige Praxis das ungelerntes Pers. die Schichtleitung übernimmt.Für Tätigkeiten die von exam. Personal durchgeführt werden muss (z.B.: Medikamente richten, Spritzen verabreichen und die Versorgung Med. Notfalle), gibt es den Hintergrunddienst von einem anderem WB. Ob das rechtens ist, kann ich nicht sagen, aber da gibt es ja zig andere Beispiele die (nicht mehr nur) am Rande der Legalität stehen.
 
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Lil'Sis

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Bei uns im Pflegeheim ist es so geregelt, dass Ungelernte definitiv KEINE Schichtleitung haben. Es gibt auf "meiner" Station zwei "Einjährige", die 17 bzw 8 Jahre im Beruf sind, die auch ohne Probleme die Schicht leiten dürfen, nur: im anderen Stock MUSS eine exam. Fachkraft da sein. Laut HL und PDL ist dies für die Heimaufsicht ausreichend. Eine klare Regelung habe ich noch nicht gefunden.
 
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Seba

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Wozu braucht man eigentlich eine Schichtleitung. Sind Gesudnheits- und Krankenschwestern nicht in der Lage selbstständig zu arbeiten?
 
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Lil'Sis

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Schichtleitungen sind eigentlich dazu da, dass die Abfolge der Arbeit nicht aus dem Ruder läuft. Wenn ich mit meiner Kollegin ( auch KS ) arbeite, dann ist es nicht der Fall, das die Schichtleitung jemandem obliegt, dann herscht Arbeitsteilung, weil man sich darauf verlassen kann, dass alles klappt und erledigt wird. Nur, wenn z.B. mit einem Schüler oder "Ungelernten" gearbeitet wird, die gewisse Dinge einfach nicht tun dürfen ( BTM o.ä.) oder Anleitung zum Ablauf des Dienstes brauchen dann ist eine Schichtleitung erforderlich, die die Fäden zieht. Oft ist es auch der Fall, dass die Schichtleitung dann auch den Kopf hinhält, wenn etwas schief läuft, auch für dass sind sie da. Oder lieg i falsch?! *GRINS*
 
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elena

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wo bin ich? was ist denn eine schichtleitung????
in unserem system gibt es eine stationsleitung und deren stellvertretung, diese haben selbstverständlich entgegengesetzt tätig zu sein. somit ist doch die verantwortlichkeit ganz klar geregelt. bei dem wort schichtleitung drängt sich mir unweigerlich das wort brigade auf. also bitte, es gibt eine stationsleitung, und die ist aus ihrer verantwortung nicht raus nur weil sie im frei ist. schließlich wird sie dafür auch hoch bezahlt.
 
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Bethke Axel

Bethke Axel

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Hallo,
in einem gebe ich elena recht, eine Schichtleitung gibt es eigentlich nicht. Die Verantwortung hat die Stationsleitung, natürlich nur für Dinge die sie auch beeinflussen kann. Wenn eine ex. Krankenschwester einen Fehler begeht, ist nur sie für diesen Fehler verantwortlich. Die "Schichtleitung" soll in Abwesenheit die Koordination der Station übernehmen wenn die Stationsleitung nicht im Dienst ist. Es gibt Abteilungen, da ist dies immer die dienstälteste Schwester, in anderen Abteilungen ist die Reihenfolge der "Stellvertretung" festgelegt und dann wieder ist es die Person, die am besten koordinieren kann. Dies kann unter Umständen auch eine KPH sein. Denn eine fachliche Weisungsbefugnis hat die "Schichtleitung" nicht. Jemanden bei Ausfall aus dem frei holen oder die Unterbesetzung organisieren, dass ist nicht unbedingt Aufgabe einer ex. Krankenpflegekraft.

Zu dem letzten Satz von elena muß ich aber sagen, Stationsleitungen sind nicht hochbezahlt. Im Regelfal bekommen sie die KR 7, dürfen dafür aber häufig keine Nachtdienste mehr machen. Dann rechne dir mal aus was eine Stationsleitung mehr an Gehalt bekommt wie eine "normale" Krankenschwester? Meistens sogar weniger.
Die Ausnahme sind wenn überhaupt, Fachkrankenpflegekräfte in OP bzw. Intensiveinheiten mit sehr viel Personal.

Stationsleitungen sind in meinen Augen leichte Masochisten. Für Geld machen sie den Job jedenfalls nicht.
Grüsse
Axel
 
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Uli05

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wo bin ich? was ist denn eine schichtleitung????
in unserem system gibt es eine stationsleitung und deren stellvertretung, diese haben selbstverständlich entgegengesetzt tätig zu sein. somit ist doch die verantwortlichkeit ganz klar geregelt. bei dem wort schichtleitung drängt sich mir unweigerlich das wort brigade auf. also bitte, es gibt eine stationsleitung, und die ist aus ihrer verantwortung nicht raus nur weil sie im frei ist. schließlich wird sie dafür auch hoch bezahlt.
Ja so gibt es verschiedene Systeme. Habe in einem Haus gearbeitet, wo es Stationsleitung und stellv. gab. Aber in jeder Schicht gab es eine Schichtverantwortliche = Schichtleitung!! Die hat für Ihre Schicht, die Verantwortung getragen!! Desweiteren trägt die Stationsleitung die Verantwortung eher in Punkto organisation, da sie völlig aus ser Pflege raus war!!
Desweiteren: Wer kann denn die Verantortung tragen wenn er im frei ist?? Mir wurde auch gesagt ich wäre schuld an dem Tod eines Bewohners obwohl ich da schon 3 Wochen in Spanien war!! Dafür übernehme ich gar nix, dafür war die exam. Schichtleitung verantortlich, die leider vergessen hatte mal einen Zucker zu messen, als auch Kontrolle zu gehen und der Nachtwache bescheid zu geben!! Wie kann man da denn bitte die Verantwortung übernehmen sollen?? Stelle ich Menschen ein?? Entscheide ich ob die Menschen inkompetent sind (ja das tue ich, aber ohne Konsequenzen!!Trotz Meldung) Wie soll das gehen, kann ich automatisch dann übers Wasser laufen?? Und hör auf mit dem Geld, das sind 125€ mehr für das tragen der Veranrtwortung und Überstunden die erwartet werden und und und!!

Uli
 
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highfive

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Bei mir im Heim (3 WB a 22 Bew.)haben wir Schichtleitung wie folgt im Qualitätshandbuch definiert:



Die Schichtleitung wird von der im Dienst eingeteilten ex. Pflegekraft übernommen.

Ist keine ex. Pflegekraft auf dem Wohnbereich im Dienst, ist die Schichtleitung und der Hintergrunddienst auf dem Dienstplan zu ersehen.

Begleitende Dokumente:

Dienstplan,

Die Schichtleitung teilt die Pflege der Bewohner und weitere Aufgaben den im Dienst befindlichen Pflegekräften gemäß deren Qualifikation/Eignung zu.

Begleitende Dokumente:

Tagesplaner, Erläuterung zum Tagesplaner,

Schichtablaufpläne

Die der Schichtleitung unterstehenden Pflegekräfte haben deren Anordnungen folge zu leisten, die Schichtleitung trägt die Verantwortung für einen reibungslosen Schichtablauf sowie der Erfüllung aller an den Dienst gestellten Anforderungen.

Ich denke so kann man Arbeiten.
 
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elena

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Hallo Axel, freut mich, dass du mich verstanden hast.
Erklärenderweise muß ich erwähnen, dass ich seit nun mehr 20 Jahren auf einer Intensivstation( die letzten 5 Jahre IMC) arbeite. Wir üben Zimmerpflege aus, und sind somit in der Schicht eigenverantwortlich für alles, was unsere Pat. angeht.
Unsere Stationsleitung erhält nicht KR7 sondern KR8. Die Stationsleitungen auf den normalen Stationen ebenso. Was den Nachtdienst und auch den Wochenenddienst, die ja bekanntlich das Gehalt aufbessern angeht, so ist es in den meisten Fällen das nicht arbeiten zu diesen Zeiten selbst gewollt, es steht nirgendwo geschrieben das diese Arbeitszeiten einer Stationsleitung verboten sind.
Zu Uli möchte ich sagen, natürlich stellst Du keine Leute ein, aber es ist Deine Pflicht als Stationsleitung sich immer wieder von den Fähigkeiten deiner Mitarbeiter zu vergewissern. Als Stationsleitung bist Du aus der Verantwortung nie ganz raus.
Vor ca. 2 Jahren schickte man uns Führungskräfte zu einem Seminar mit dem Titel: Leitungsmanagement. Dort wurde ganz klar vermittelt: Deine Station hat auch in Deiner Abwesenheit so zu funktionieren, als wenn Du da wärst. D.h., es darf gar nicht auffallen, daß Du in Urlaub bist. Ich verstehe Deinen Frust( kommt ja auch geschrieben deutlich rüber) über die 125 Euro, aber es drängt sich ja förmlich die Frage auf: Warum tust Du es dann noch?
Gruß elena
 
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Ich verstehe Deinen Frust( kommt ja auch geschrieben deutlich rüber) über die 125 Euro, aber es drängt sich ja förmlich die Frage auf: Warum tust Du es dann noch?
Gruß elena
Ja das frag ich mich auch immer wieder.
Ich bin stelv Leitung, und eigentlich macht es nicht wirklich Spass.
Ich habe irgendwann für mich entschieden, dass ich mit jedem Tag den ich arbeite und diese Funktion ausübe immer wieder versuchen werde die täglichen Dinge, die einem so auf die Nerven gehen, zu verbessern. Und zwar zu gunsten der Patienten und Mitarbeiter. Der Gedanke nicht selber etwas verändern zu können, wenn mich etwas stört würde mich noch mehr nerven.

Zur Schichtleitung: Diese Erfindung der grauen Eminenz ist tatsächlich nur dafür gedacht, dass jemand da ist, der die Gedanken der Leitung in Abwesenheit vertritt, Ansprechpartner ist und ist meistens eine erfahrene Kraft ist. Rechtlich muss man sich keine Gedanken machen, eine Schichtleitung ist ja schließlich nicht Weisungsbefugt.
Wenn es Personalengpässe gibt und reorganisiert werden muss, so wird dann die PDL angerufen, welche dann regeln soll. Aus dem Frei holen und solche Sachen sind sowieso teilweise rechtliche grauzonen und daher besser nicht durch die normal Kollegin zu regeln.
Ich weiß, dass es viel zu häufig in vielen Kliniken der Fall ist, aber ich denke, so lange sich PDL´s und Stationleitungen so aus der Verantwortung nehmen und auch noch Kollegen und Kolleginnen finden, die einem den Job abnehmen, so lange wird es auch weiter so sein und bleiben.

Gruß
Klaus
 
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Wenn du die Verantwortung trägst mußt du unbequeme Entscheidungen treffen.


Wenn du was verändern willst geht das nie alleine !


Und wenn du gut bist, hast du als Leitung "dein Team" so weit gebracht, das unbequeme Entscheidungen selten, Veränderungen machbar sind.





...wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
 
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elena

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Hallo Duetzmann, ich gebe Dir recht: solange der Hahn nicht kräht, muss auch keiner aufstehen. Aber wie die Zukunft in der Krankenpflege für uns Examinierte aussieht, ist mittlerweile ja schon ziemlich offensichtlich. Vielerorts werden schon sogenannte Pflegeassistenten ausgebildet, die über kurz oder lang die Masse der examinierten Pflegekräfte minimieren wird, weil sie einfach billiger sind. Im Ausland ist das ja schon seit längerer Zeit üblich. D.h. je früher die Leitungsfunktionen sich ihrer enormen Verantwortung und Zuständigkeit bewusst sind, umso leichter werden sie es später haben trotz geringer vorhandener Kompetenz eine qualitativ ausreichende Pflege durchführen zu können. Meine Zeit als Stellvertretung habe ich leider nicht lange euphorisch geniessen können. Wenn Du in jahrelanger Arbeit nur wenige für Wissen und qualitative Arbeit begeistern kannst, hat es sich zwar für die wenigen gelohnt, aber es reicht einfach nicht, um an dem Boykott der anderen dann letztendlich doch zu verzweifeln. Im Nachherein kann ich nur jedem empfehlen, bevor es mit Magendruck und Schlafproblemen beginnt: legt es nieder, die Zulage ist es nicht wert.
Gruß elena
 
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Bethke Axel

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Hallo,
ich denke bei diesem Thema sind wir ganz nah bei den Fragen:
1. Wie definiere ich das Bild der Stationsleitung / stellver. Stationsleitung?
2. Wie setze ich die Aufgabe um?

Ich habe schon häufiger von Stationsteams gehört die alle gleichberechtigt sein sollen. Kennengelernt habe ich so ein Team noch nicht. Das liegt vielleicht an mir, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass dies funktionieren kann.

Ich glaube aber auch, dass eine Stationsleitung keine Ahnung von dem haben muß was getan werden soll ( dies ist ein wenig überspitzt ). Sie soll das Team fördern, die Ressourcen geschickt einsetzen, die Zukunft planen und als Bindeglied fungieren.
Sie muß nicht perfekt Pflegen können, sie muß aber wissen, wen sie zur Überprüfung der Pflegequalität der Station einsetzen kann. Sie muß nicht perfekt einen Dienstplan schreiben, sie muß aber wissen an wen sie diese Aufgabe delegieren kann etc.

Diese Vorstellungen sind in meinen Augen sehr hohe Ziele, lassen sich aber mit den Kompetenzen der Stationsleitung nicht immer umsetzen. Die Stationsleitung ist häufig nicht an der Personalplanung beteiligt. Die Stationsleitung hat häufig kein eigenes Budget mit dem sie Kollegen gezielt fördern kann ( Fortbildung etc.).

Manchmal frage ich mich auch warum machst du den Job überhaupt noch?
Naja ein bischen Maso ist man halt. Aber man kann die Station auch ein bischen nach seinen Vorstellungen formen. Und wer einmal Verantwortung gehabt hat kann die sehr häufig nicht mehr abgeben.

Zum Schluß

Wegen des Geldes macht in Deutschland wahrscheinlich keine Pflegekraft die Funktion der Sationsleitung. Das Gehalt was man als Stationsleitung oder Stellvertretung mehr bekommt als der "normale" Kollege, ist für die Verantwortung und den Stress den man hat, eine Frechheit.

Grüsse
Axel
 
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Kann mich Axel eigentlich nur anschliessen,

@Elena: na klar ist es immer wieder frustrierend, wenn man an einigen Kollegen beinahe verzweifelt. Aber es liegt eben am Sender wenn der Empfänger nicht versteht (manchmal kann man auch so viel und deutlichen senden wie man will) Wenn so was nicht klappt muss ich fragen, auf welche Ebenen muss ich mich begeben, damit ich verstanden werde.
Ich komm mir manchmal wie ein Schauspieler vor: Der PDL muss ich mein Lächeln so verkaufen und damit mich die Kollegen verstehen muss ich wieder ne Kehrtwende von 180Grad machen und mein lächeln anderes verkaufen.
Vor allem aber mit der Zeit lernen, wie hoch man seine Ansprüche hängt, um nicht selbst stets frustriert zu sein, scheint mir noch am Schwierigsten zu sein.

Gruß
klaus
 
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