Arbeitsrecht Decubitusversorgung

S

snusel

Hallo ich habe da mal eine Frage .Ich Arbeite im Nachtdienst ,bei der Übergabe wurde mir mitgeteilt ,das ich die Nekrose mit Octanisept und feuchten Handtuch versorgen soll,dieses enspricht aber nicht dem Expertenstandard,was kann ich dagegen machen,da es eine Anordnung der Wundmamagerin ist.
 
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EmmaPeel

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AW: Decubitusversorgung

Hallo snusel..
Wenn sie es in der Wunddoku so festgehalten hat, und der Hausarzt über diese Versorgung informiert ist, kannst du nix tun.. Du kannst nur darauf aufmerksam machen, dass diese Anordnung mit dem Expertenstandard kollidiert.
 
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Sonnensturm

Sonnensturm

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AW: Decubitusversorgung

Eine Wundmanagerin kann doch nichts anordnen? Sie kann dem Arzt eine Empfehlung geben und er ordnet an.
:kopfkratz:Wasserfrau
 
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EmmaPeel

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AW: Decubitusversorgung

Hallo Wasserfrau...

Du hast schon recht, aber wenn sie schon länger mit dem Hausarzt zusammen arbeitet, machen sich die Ärzte nicht mehr die Mühe darüber nachzudenken und lassen den Wundexperten gewähren..
 
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Sonnensturm

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AW: Decubitusversorgung

Ist schon klar, Wundmanager sind ja die Experten, aber absegnen muss er es trotzdem.
Es war ja die Rede von einer AO der Wundexpertin. Wird wohl in dem Haus so üblich sein.
Ich durfte auch mal AO'n von der PDL kennenlernen, mit Unterschrift. " Auf Wunde x-Salbe schmieren." :heul: Kein Witz.
Ich will jetzt nichts gegen Wundmanager sagen, ich meine nur die, die so tun, als ob.
:wink:Wasserfrau
 
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Bookwood

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AW: Decubitusversorgung

Ich würde meine PDL über diesen Sachverhalt infomieren und sagen das du damit Schwierigkeiten hat! Ich persönlich würde diese Therapie erstmal verweigern!!!
Verstehe auch nicht warum dies während der Nacht erbracht werden muss????

Eine Wundbehandlung die nicht entsprechend der hygienschen Kaudalen erfolgt, ist einfach gesagt eine Körperverletzung.
Wir konnten bisher mit fundierten Argumenten und ein bißchen Zuckerbrot, immer mit dem Hausarzt eine spezifische und trotzdem kostengünstige Lösung finden.

Stattdessen könnte man doch mit einer sterile Kompresse vorsichtig über die Nekrose "reiben".
Als Spüllösung Octenisept (bei Verwendung immer die Pausen berücksichtigen) bei einer nicht infizierten Wunde anzuwenden, ist ebenso unwirtschaftlich (besonders für den Patienten, weil er diese Kosten übernehmen muss).

Schlage doch im Team ein chirugisches Debriment vor.
Man könnte zwar versuchen die Nekrosenablösung enzymatisch zu bewirken. Dies stellt, nach meinen Erfahrungen aus der Praxis, aber keine besonders effektive Lösung dar.
 
Qualifikation
Auditor
Fachgebiet
TQM Auditor, QM
Weiterbildungen
Exam. Krankenpfleger, Wundmanger (ICW), Qualitätsbeauftragter DIN ISO (TÜV), DCM Basic, TQM Auditor (EQ Zert), Gutachter
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