Arbeitsrecht Das ewig junge Thema ! Altenpflege !

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Bangemachenisnich

Neues Mitglied
Basis-Konto
06.09.2007
53347
Ja, wo fange ich am besten an ( ich schreibe nur klein wg. ständiger reformen ...)
reformen - das ist doch ein einstieg.
reformen heisst doch neu formen, besser machen oder ?

warum wird durch ständiges reformieren alles nur schlimmer ?

siehe arbeitszeitmodell:

da kommt so eine studierte besserwisserin und meint, dass man von 06:31 - 14:22 Uhr arbeiten soll. das wäre effektiv ! mal ehrlich, wer lässt um 14:22 den löffel fallen und sagt feierabend ?
dann die wischi waschi aussagen in den verträgen: ... familien- und berufsgerecht ... individuelle bedürfnisse ... und dann kommts: weitestgehend !! nach möglichkeit !! bei handlungsbedarf !!! ausnahmsweise !!!

aber dass vermutlich personal eingespart wird, obwohl es der pflegeschlüssel erfodert, das steht nirgendwo.
geschickt ist auch, dass ständige kranke,schwangere,kurende in den dienstplan eingearbeitet werden und auf den ersten blick somit ein intakter dienstplan präsentiert wird.
oder man setzt einfach n.n ein und sagt, man kennt die namen noch nicht. gemunkelt wird aber, dass die personen in einem anderen haus der gruppe arbeiten - nicht aber auf der station, wo sie im dienstplan stehen.
beweisen kann man das nicht, da der weg zum personalrat verdammt weit ist.
jeder verweist auf den dienstweg. wenn der eingehalten wird ist bis zum tätig werden längst gras über die missstände gewachsen.

der hammer ist, dass regelmäßig gedroht wird: ihr könnt ja kündigen, draussen stehen genug, die arbeiten wollen.
ungelernte kräfte müssen mangels examinierten personals medikamente stellen, btm geben u.s.w. oder es muss ex. personal von anderen stationen geholt werden. was ungelernte in die doku eintragen müssen ex. abzeichnen.
aber: schriftlich erhält keiner was, weil heim- und pdl zu arrogant sind.

und jetzt kommt die krönung:

teilzeitkräfte arbeiten stundenmässig wie vollzeitkräfte- also arbeiten sie die vereinbarten stunden schneller ab.
vollzeitkräfte werden von 5 mal 7,7 std auf 4 x 7,7 und 2 x 3,4 umgesetzt.
es kommt zu 26 arbeitstagen/monat - aber es wird ja dem thema vereinbarkeit von familie und beruf rechnung getragen - pardon - weitestgehend habe ich vergessen.


sind denn die pflegenden die deppen der pflege ?

so und jetzt noch fragen:
darf ich dienstpläne kopieren um diese weiterzuleiten ( betriebsrat, rechtsanwalt u.s.w.) wenn der verdacht einer straftat oder ordnungwidrigkeit besteht. ( zu wenig personal trotz pflegeschlüssel - wo bleibt das geld )
darf ich als ungelenrte kraft das stellen und verabreichen von medikamenten verweigern ?
darf ich schriftliche aufträge und anweisungen verlangen.
wen nein wie ist meine rechtslage
halte ich den dienstweg ein, wenn ich eine beschwerde schreibe an den obersten dienstherrn mit dem vermerk " auf dem dienstweg - nebenabdruck personalrat" und diesn der stationsleitung übergebe ? weil ich aber sicher gehen will, dass die beschwerde oben ankommt, schicke ich den brief auch direkt nach oben :eek:riginal:


So das wars erstmal.

Liebe Grüße an alle

Bange(machenisnich)
 
Qualifikation
Altenpfleger/Krankenpfleger
Fachgebiet
Köln
J

JoAn 98

Mitglied
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15.10.2007
Braunschweig
Oh, Oh,
das hört sich nach Frust an!
Mit kopieren sei lieber vorsichtig. Wende Dich an den Betriebsrat, der darf kopieren. Sonst kann man Dir vorhalten, dass Du Betriebseigentum entwendest. Folge kann sein: Kündigung wegen Diebstahl (sagt meine Anwältin).
Ungelernte Kräfte dürfen keine Medikamente stellen, allenfalls unter Aufsicht und Kontrolle einer Fachkraft. Aber dann kann man es lieber gleich selbst machen. Verteilen und verabreichen ist ungelernten Kräften nicht erlaubt und BTM schon erst recht nicht.
Schöne Grüße, JoAn
 
Qualifikation
ex. Altenpflegerin, WBL
Fachgebiet
Alten- u. Pflegeheim
B

Bangemachenisnich

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
06.09.2007
53347
Hallo JoAn

leider ist die realität anders. bei uns kommt dazu, dass der der am besten schleimt die besten karten hat - für den gelten auch keine dienstwege.

ach ja, wg. kopieren: der betriebsrat h a t ja eine kopie des aktuellen dienstplanes - nur von den geänderten plänen bekommt er keine kopie. warum fordert er keine an ? waruim holt er sich keine ? weil er sich nicht die finger verbrennen will !!!!! da muss man ja mit dem feuer spielen !!:mad_2:


guten rutsch


bange
 
Qualifikation
Altenpfleger/Krankenpfleger
Fachgebiet
Köln
M

ms-sophie

Aktives Mitglied
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14.03.2007
Mannheim
Hallo Bangemachenisnich,

ungelernte kräfte müssen mangels examinierten personals medikamente stellen, btm geben u.s.w.
nein, das müssen sie nicht. Im Gegenteil, es würde von Courage zeugen, wenn, die, die es nicht gelernt haben es auch nicht tun. Wenn jeder das tun würde wozu er berechtigt ist. Also auch KPH/APH keine Medis verteilen oder Schichtführungen übernehmen, dann wären die AG gezwungen, fachlich qualifiziertes Personal vorzuhalten. Aber scheinbar lassen sich die Leute lieber unter Druck setzen und sind sich oft, der Verantwortung die sie tragen gar nicht bewusst.

In meiner Einrichtung verstehen viele PH die schon jahrelang in der Pflege arbeiten nicht, weshalb die Beh.-Pflege von PFK durchgeführt werden muss. Früher haben sie das alles mitgemacht. Die KPH/APH haben Schichten geführt und waren sogar teilweise STL/WBL.

Mein Gedanke dazu ist: Wie will sich die Pflege nach aussen professionell verkaufen, wenn nicht mal die eigenen MA wissen oder auch verstehen was professionelle Pflege bedeutet.

Sophie
 
Qualifikation
QM
Fachgebiet
ambulante und stationäre Altenhilfe, Hospiz
hexe1070

hexe1070

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06.04.2007
Gütersloh
Alo zum Thema Medis stellen und verabreichen kann ich auch Bände erzählen.

Ich bin selber 7 Jahre in einem Heim gewesen, dort habe ich nach 4 eingearbeiteten Nächten ( als Neueinsteiger) als Nachtwache gearbeitet.

Da hab ich alles machen müssen, Absaugen, Verbände, Dekuversorgung, Insulinspritzen, Trachealkanülen säubern und auch BTM inklsuive Abzeichnen im BTM Buch.

Ich war für 70 Bewohner auf drei Etagen zuständig. Mein "Haus" war durch Feuertüren mit zwei weiteren einzelnen Häusern verbunden die entsprechnd viele Patienten hatten, auf die konnte ich im Notfall zurückgreifen. Manchmal hatten wir auch noch eine halbe Wache die in allen drei Häusern bei den Lagerungsfällen half, sonst haben wir uns gegenseitig geholfen. Ich hab in dieser Zeit viel gelernt, keine Frage.

Dann kam die Zeit als alles weiter reglementiert wurde und dann gab es offiziell Dienstanweisungen die inoffiziell nicht eingehalten wurden, weil nicht möglich und ich hab so manche Ex Kraft gefragt warum sie Dinge unterzeichnet die sie selber nicht mal kontrollieren konnte (ich geb die Med und ex zeichnet ab z.B.)

Ich hab mich dann irgendwann geweigert Dinge zu tun die uns ganz offiziell untersagt waren, was zur Folge hatte dass irgendein anderer es tun mußte, was nicht zur grundsätzlichen Zufriedenheit geführt hat.

Die Krönung war, dass ich bei einer Bew Morphium spritzen sollte. Der Doc hatte am Abend die Medikation verändert, so dass der Rythmus in die Nachtstunden fiel. Keine Ex im Haus, also ans Telefon und die WBL angerufen. Diese die PDL informiert und diese hat sich dann zurückgemeldet, dass ich das tun solle. Nix hab ich gesagt, das tu ich nicht. Darufhin ist die Kollegin, auch nicht ex aus dem Nebenhaus aufgefordert worden dies zu tun.

Ich arbeite in diesem Haus nicht mehr und das war die beste Entscheidung in meinem Leben. Hab nach weiteren Querelen einen Auflösungsvertrag gemacht ohne einen neuen Job zu haben, weil mich diese Bedingungen, nicht die Arbeit dort nur noch fertig gemacht haben.

Bin 14 Tage später bei einem ambulanten Dienst vorstellig geworden und hab dann auch da angefangen und fühle mich dort wirklich wohl. Ärger gibts auch hier und auch hier gibts es immer mal wieder Bedingungsprobleme. Und auch wenn nicht jedes Problem im Keim zu lösen ist, so ist es letztlich und in der Regel mit gutem Willen aller Beteiligten doch zu klären oder zu reduzieren.
 
Qualifikation
GuK
Fachgebiet
Palliativstation
S

Surrogat

so und jetzt noch fragen:
darf ich als ungelenrte kraft das stellen und verabreichen von medikamenten verweigern ?

darf ich schriftliche aufträge und anweisungen verlangen.

wen nein wie ist meine rechtslage

Also...

bei Dienst- oder Arbeitsanweisungen ist die Schriftform wohl nicht zwingend vorgeschrieben, jedoch in der Regel insbesondere bei wichtigen und sehr umfassenden Anweisungen die nicht durch Tarifrecht, Arbeitsvertrag oder ähliches bereits "geklärt" sind üblich - der Beweisfähigkeit wegen.
Ansonsten stünde im Extremfall Aussage gegen Aussage, was niemand gerne möchte.
Wichtig ist nur das die Dienstanweisung an die Personen weitergegeben wurde, die sie auch betrifft und von diesen auch verstanden wurde - daher ist die Schriftform durchaus sinnreich, da der AG einfach auf das Schriftstück verweisen kann, welches im besten Fall noch von den MA's gegengezeichnet wurde.

Dienstanweisung, obwohl in der Ausübung des Direktionsrechts des AG geschehen, dürfen natürlich keine Gesetze ausser Kraft setzen bzw. gegen sie verstossen.

Eine ungelernte Kraft (genauso wie jede examinierte) darf (eigentlich sollte man eher sagen "muss") die Durchführung von Massnahmen verweigern, welche sie nicht aufgrund ihres Ausbildungsstandes beherrschen kann (entsprechendes Curriculum o.ä.), aber auch wenn eine eindeutige Überforderung besteht.

In Deutschland ist im Pflegebereich die Berufsbezeichung (z.B. "Gesundheits- und Krankenpfleger") geschützt, nicht jedoch die Tätigkeit....

Gruss,

Surrogat
 
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
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