Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

M

Microknee

Mitglied
Basis-Konto
31
Augsburg
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Das Gros der Alleinerziehenden ist immer noch weiblich und das liegt meist daran, dass der "moderne" Mann keine Veratwortung mehr übernehmen will.

Ich denke, dass die allerwenigsten Frauen ihr Leben als alleinerziehende Mutter plant. Aber sie sind mit dem Problem alleine und müssen gegen alle Widrigkeiten alleine kämpfen.

Meine Kinder waren nicht "geplant" und auch ich hatte andere Vorstellungen und Wünsche von meinem Leben.
Ich war auch nicht von Anfang an alleine, aber nachdem der Alltag zu zweit nicht zu bewältigen war, habe ich mich entschlossen, das "kleinere" Übel zu wählen und es alleine zu stemmen.
Heute, 18 Jahre später, kann ich für mich behaupten, dass es so wohl die beste Lösung für uns war.

Früher haben meine Kollegen, dank einer verständnisvollen OP-Leitung auf mich Rücksicht genommen und heute, in meiner Funktion als OP-Leitung, habe ich Verständnis für unsere alleinerziehenden Mütter.

Es ist ein ständiges Geben und Nehmen, denn es gibt in fast jeder Lebenssituation Zeiten, in denen der eine Kollege auf den anderen Rücksicht nehmen sollte. Es sind nicht nur die Alleinerziehenden,die besonderes Verständnis brauchen, sondern auch Mitarbeiter, die z. B. Eltern/Angehörige pflegen. Auch sie benötigen verständnisvolle Kollegen, um den Spagat zwischen Angehörigenpflege und Berufsleben zu meistern, ohne dass jemand auf der Strecke bleibt.

LG Microknee
 
Qualifikation
OP-Schwester
Fachgebiet
OP-Managerin (IHK)
Weiterbildungen
Praxsianleitung OP
Fort- und Weiterbildung
Führungskräftewerkstatt
Ausbildung zur OP-Managerin
M

mary_jane

Aktives Mitglied
Basis-Konto
12
München
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Wie soll man denn nun das verstehen?
Wer genau ist denn freiwillig alleinerziehend und wer nicht?
Sollen die betreffenden Mütter und Väter genauer erläutern wie es zum Beziehungsaus kam, um etwas Rücksicht gewinnen zu können?
 
Qualifikation
Gesundheits-und Krankenpflegerin/Studentin
Fachgebiet
chirurg. ITS
S

Stripping

AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Aus Glaubensgründen würde ich gerne den Schabbat feiern, geht aber leider nicht. Niemand gesteht es mir zu. Rückscht nimmt man bei uns eher nur auf alleinerziehende Mütter.
 
M

Microknee

Mitglied
Basis-Konto
31
Augsburg
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Ein Mitarbeiter von uns bekommt immer frei für seine Glaubensaktivitäten (Zeuge Jehova). Er hat sogar seine Dienstzeiten so verändert, damit es passt. Das wurde ihm ohne Probleme zugestanden.
Ich sage ja: Ein ständiges Geben und Nehmen.

LG Microknee
 
Qualifikation
OP-Schwester
Fachgebiet
OP-Managerin (IHK)
Weiterbildungen
Praxsianleitung OP
Fort- und Weiterbildung
Führungskräftewerkstatt
Ausbildung zur OP-Managerin
Böserwolf

Böserwolf

Unterstützer/in
Basis-Konto
32
kassel
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

da solltest du dich mal durchsetzen, du siehst doch was bei uns alles möglich ist. Religionsfreiheit steht sogar über dem Grundgesetz.
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Freiberufler
HBR69

HBR69

Aktives Mitglied
Basis-Konto
5
58644
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Stellt sich bei mir die Frage: Wann sollte Frau denn Kinder kriegen???
In der Schulzeit: schlecht!
In der Ausbildung: schlecht!
Direkt nach der Ausbildung: auch nicht gut, da erst einmal Berufserfahrung gesammelt werden sollte.
Nach ein paar Jahren, gut eingearbeitet zu wertvoll um wieder aufzuhören bzw. um in die Teilzeit abzutauchen?
Nach vielen Jahren und entsprechendem Erfolg? Vieleicht schon zu spät?

Warum geht es in Deutschland nicht so, wie es in vielen anderen Ländern normal ist? Entweder gut ausgebautes Kinderbetreuungsnetz oder viel mehr Möglichkeiten (für Paare) die Jahre der intensiven Betreuung aufzuteilen.

Gruß
Heike (Mama von zwei Kindern)
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
Weiterbildungen
Mitgliedschaft bei der DGF
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
594
6
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Das Gros der Alleinerziehenden ist immer noch weiblich und das liegt meist daran, dass der "moderne" Mann keine Veratwortung mehr übernehmen will.
Das wäre sicher ein schönes Argument, allerdings ist es seit Jahrzehnten überholt. Interessanterweise hat das Ministerium für Famile vor Jahren genau dazu eine Langzeit-Untersuchung begonnen, letztes Jahr ausgewertet und veröffentlicht - und sie förderte genau das Gegenteil zu Tage. Das Alleinerziehende größtenteils Frauen sind hängt hauptsächlich damit zusammen, dass sie bislang das per Gesetz vorgesehene alleinige Sorgerecht mit Geburt des Kindes inne haben und eine gemeinsame Sorge schlicht und einfach ablehnen konnten. Die Väter konnten das nicht mal einklagen - man mag es eigentlich nicht glauben, aber das deutsche Recht sah das bislang einfach nicht vor. Auf Grund dieser Untersuchungen (und Forderungen des EuGH), hat das Bundeskabinett vor nicht mal 2 Wochen gerade hierzu eine recht umfassende Gesetzesänderung auf den Weg gebracht, die im Frühjahr 2013 in Kraft tritt und ein beachtliches Medienecho fand. Ich muss bei dieser urbanen Legende inzwischen immer mal wieder in mich hinein lächeln, wie hartnäckig sich diese Ansicht doch hält.

Wie soll man denn nun das verstehen?
Wenn Du Dich auf mich beziehst, dann so wie ich es geschrieben habe. Selbstredend gibt es jede Menge gute Gründe, dass Eltern sich letztlich trennen und dennoch das Wohl der Kinder dabei vorrangig im Auge haben. Da gibt es keine zwei Meinungen. Ich habe jedoch überwiegend solche Trennung beobachten müssen, in denen das nicht der Fall war und Mütter oder Väter es sich recht einfach machten und die Trennung als Problemvermeidung durchführten, statt mit den in der Partnerschaft, dem Partner oder gar in einem selbst begründeten Problemen umzugehen. Da geht es m.E. dann eher um einen Egoismus und moderne (?) Selbstverwirklichung, als um die beste Lösung für alle. Seltsamerweise wird das dann gerne mit dem Wohl der Kinder begründet, was einer Hinterfragung dann aber i.d.R. nicht wirklich stand halten konnte. Ich mag so etwas nicht. Diese ganz einfachen "Lösungen", in denen man es sich zu einfach macht und anderen - hier den Kindern - sehr wahrscheinlich sehenden Auges schadet. Kinder sollten doch, soweit vertretbar, zwei Elternteile haben und man sich dafür auch mal verbiegen und zumindest partiell zusammenraufen können. Das mag nicht Deine Sichtweise sein und ich zwänge sie sicherlich niemandem auf - aber es ist eben meine.

Gruß,
Christian.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Ich glaub, ich hab irgendwas verpasst. Wieso geht diese Diskusion jetzt nur noch in Richtung Alleinerzieher?
Das Problem der Schulferien, Kindergartenferien, Schichtdienst betrifft doch auch ganz "normale" Familien.
Nehmen wir mal einen fiktiven Fall: Ehemann arbeitet im 3 Schichtsystem in der Automobilbranche, Ehefrau ist KS (oder Neudeutsch GUK) und arbeitet im KH. Logo auch 3 Schichtsystem, Eltern (Großeltern) sind verstorben und die Familie lebt in einer Großstadt.
Wie um Himmelswillen soll das funktionieren, wenn die Betriebe (Kollegen) nicht ein wenig Rücksicht nehmen?
Und nochmals, ich denke hierbei nicht an die "Schnorrer" die ihre Kinder für alles vorschieben.

@Bösewolf,
richtig, es gibt jede Menge an Verhütungsmöglichkeiten, aber auch die versagen manchmal und mit Erlaub mir ging und geht es so wie Rettungsmaus die schon richtig schrieb: wann um Himmelswillen ist den der richtige Zeitpunkt?
Oder anderst gesagt: dürfen sich nur noch Reiche Kinder leisten, wo ein Elternteil zu Hause bleiben kann oder muß?
Dann müßte ich sagen: armes Deutschland.
Lisy
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
T

traveler

Aktives Mitglied
Basis-Konto
51
Kaufbeuren
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

@Lisy

Und nochmals, ich denke hierbei nicht an die "Schnorrer" die ihre Kinder für alles vorschieben.
Das sehe ich als sehr problematisch, denn wer legt wann fest, wer ein Schnorrer ist oder nicht?
Meinen AG geht mein Privatleben eigentlich nichts an, wie will er dann darüber Urteilen?

Wie um Himmelswillen soll das funktionieren, wenn die Betriebe (Kollegen) nicht ein wenig Rücksicht nehmen?
Weil ...
1. es ein lebenslanges Rücksichtnehmen ist
2. es geht ja nicht um EINE Kollegin/Kollege sondern um meist - dauernd und oft um mehrere
3. kleinere Kinder, größere Kinder, pflegebedürftige Angehörige, schwerbehinderte Kollegen, die Rücksicht erwarten/fordern
4. die Rücksichtnahme "manchmal" ausgenutzt wird und die Bereitsschaft dazu sinkt
5. ICH nicht für die Erziehung anderer Kinder zuständig bin, sondern die Eltern, der Staat
6. auch kinderlose ein Privatleben haben

Eltern vereinigt euch, für euch und eure künftigen Enkel und fordert andere Öffnungszeiten von KITAS, Kindergärten, Ganztagsschulen und die Möglichkeit anderer Betreuungsangebote - als großen Schritt in die richtige Richtung.
Wenn ich Arbeiten gehen will oder muss benötige ich ja diese Angebote.

Das abladen auf die Kollegen ist, denke ich, der falsche Weg und kann auch nur begrenzt erwartet werden.
Kollegen sind dafür nicht zuständig, ich kann sie nur darum bitten - aber dies nicht fordern.

Und wenn manche PDL äussern, sie seien Kinderfreundlich oder dies vom AG gefordert wird, darf man nicht vergessen, das nutzt gar nichts, denn der kleine Angestellte auf Station muss dies "ausbaden" und nicht derjenige der die großen Reden schwingt.

Zu guter Letzt - wenn gefordert wird, dass der AG eine KITA oder KIGA oder Kinderbetreuung fordert, darf man nicht vergessen, dass die gesetzlichen Hürden so hoch sind, dass selbst bei gutem Willen des AG eine Umsetzung oftmals unmöglich ist.

Also - Mütter, Väter, Onkel, Tanten, Großmütter und Großväter vereinigt euch und fordert eine Gesetzesänderung und den Staat zum Handeln auf und ladet das nicht bei Kinderlosen und Kollegen ab.
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
L

Lisy

Unterstützer/in
Basis-Konto
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Hallo renje,
ich geb dir in den meisten Punkten Recht. Trotzdem, die Kinder sind unsere Zukunft und deswegen sollte man schon ein bischen Rücksicht nehmen. Und die Schnorrer erkennt man relativ schnell, weil die schieben ständig und immer ihre Kinder vor.
Als AG kann man durchaus Kinderfreundlich sein und zwar ohne den Kinderlosen alles zu verwehren. Ich denke, wenn die Teammitglieder mit einander reden und die Dienstplanverantwortlichen mitdenken lässt sich vieles machen.
Und zu guter Letzt: Irgendwann sind die Kinder Erwachsen und dann könnten sich die "Eltern" revanchieren und den Ma mit Kindern den Vortritt geben- zumindest bei uns wird das so gelebt.
Lisy
Das Leben sollte ein Geben und Nehmen sein
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
pdl
S

Stripping

AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Und wer entscheidet dann letztlich, welches "Problem" oder "Anliegen" am meisten Vorrang hat? Die PDL? Also ist man als MA ohne Kleinkinder fremdbestimmt?
 
T

traveler

Aktives Mitglied
Basis-Konto
51
Kaufbeuren
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Hallo Lisy,

die Kinder sind unsere Zukunft
tja, das Totschlagargument schlecht hin.
- und die Überbevölkerung der Untergang unserer aller Zukunft?
Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte.

Die BRD ist das dichtbesiedeltste Land Europas - wenns ein paar weniger Menschen sind wird dann die BRD unbewohnbar?
Es haben in der Geschichte noch nie so viel Menschen in der BRD gelebt wie heute, wo steht denn wieviel es sein müssen oder sollen?

Ich denke, wenn die Teammitglieder mit einander reden
also doch wieder die MA?
Der AG ist kinderfreundlich und die MA sollen miteinander reden wie sie das Umsetzen können?

dann könnten sich die "Eltern" revanchieren und den Ma mit Kindern den Vortritt geben-
bei einer Verweildauer von durchschnittlich von 5 Jahren im Pflegeberuf wird das schwierig.

Das Leben sollte ein Geben und Nehmen sein
Ja und die Erde ist eine Scheibe - Entschuldigung.
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
B

Bookwood

Mitglied
Basis-Konto
0
52531
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Das Problem ist nicht die Anzahl ""Gesamt" der Bevölkerung, sondern die Umgekehrte Alterspyramide. Zu viele "Alte" zu wenig "junge" Menschen (außerdem ist die Niederlande das am dichtesten Bewohne Land in Europa!). Die Leute die sich jetzt über diese "Rücksichtsnahme" aufregen, sind doch letzlich im Alter nutznießer eben von diesen Kinder die in 20Jahren fleißig in die Sozialkassen einzahlen.

Und macht doch dieses Problem nicht zu eures oder der Mütter. Der Arbeitgeber ist gefordert entsprechende Strukturelle Bedingungen herzustellen - z.b. Hintergrund Dienste, betriebliche Kita etc.

Fakt ist das ohne die Mütter unser System in Zukunft nicht funktionieren wird. In der Gegenwart können wir ebenso wenig auf die Mütter in der Pflege verzichten - Stichwort Personalmangel.

Seit froh dass Kinder in die Welt gesetzt werden, weil die zahlen eure Rente, KV usw.

Ich bin davon überzeugt das man in jedem Team konstruktive Lösungsansätze finden kann, wenn diese ständigen Anfeindungen beiseite gelegt werden.

Das einige Personen die Situation ausnützen kommt in jedem Bereich des Lebens vor und ist kein Merkmal der Mütter.

Also hört auf zu lamentieren und arrangiert euch mit dieser Situation. Und die Phrasen der geschlechter Rollen (vor allem die Äußerung zum männlichen hier in dieser Diskussion) sind doch lächerlich und chauvinistisch.
 
Qualifikation
Auditor
Fachgebiet
TQM Auditor, QM
Weiterbildungen
Exam. Krankenpfleger, Wundmanger (ICW), Qualitätsbeauftragter DIN ISO (TÜV), DCM Basic, TQM Auditor (EQ Zert), Gutachter
T

traveler

Aktives Mitglied
Basis-Konto
51
Kaufbeuren
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

@bookwood:

Das Problem ist nicht die Anzahl ""Gesamt" der Bevölkerung, sondern die Umgekehrte Alterspyramide.
Das ist kein Problem sondern eine Tatsache.
Das Problem ist die mangelnde Kreativität in unserem System, vielleicht auch die Anspruchshaltung.

Dass Schichtarbeiter auf die Kollegen Rücksicht nehmen, löst die umgekehrte Alterspyramide auch nicht.

Genausowenig wie die Maßnahmen der Regierung der letzten 20Jahre mit dem Ergebnis, dass im letzten Jahr so wenig Babies wie nie zur Welt gekommen sind.

Offensichtlich sehen immer mehr Menschen ihre Erfüllung nicht mehr darin, Kinder in die Welt zu setzen.
Da hilft auch kein verständnisvoller Kollege, Kindergeld oder Betreuungsplätze.

Das mit mehr Kinder funktioniert offensichtlich nicht, "der Mensch" in der BRD will nicht.
Also müssen neue Wege überlegt werden sonst läufts wieder so wie im nächsten Beispiel und man reibt sich dann wieder verduzt die Augen, hat ja keiner Ahnen können. Ja wie denn auch, wenn seit 30/40Jahren immer weniger Kinder geboren werden, kann doch keiner Ahnen, dass sich das Bevölkerungdurchschnittsalter nach hinten verschiebt.

Weiter so - die Rente ist sischer ...
Da hat keiner das kleingedruckte Lesen wollen
1. hat er seine gemeint
2. nie einen Betrag genannt.

Zurück zur individuellen Betrachtung:
Und macht doch dieses Problem nicht zu eures oder der Mütter. Der Arbeitgeber ist gefordert entsprechende Strukturelle Bedingungen herzustellen
Genau, das ist weder meins noch das der Mütter (oder doch), aber genausowenig grundsätzlich des AG.
Soll jetzt die Kindererziehung zum Problem des AG deklariert werden? Das kanns nicht sein.

Kindererziehung im beruflichen Kontext ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und damit Aufgabe des Staates Angebote anzubieten und diese sicher zu Stellen.

Natürlich hat und nimmt jeder Rücksicht, tauscht Dienste, kommt früher bleibt länger, macht auch mal ein Wochenende mehr oder nen Nachtdienst, wenn nötig.

Ich muss aber auch gestehen, dass meine Bereitschaft, im Vergleich zu vor 20 Jahren, doch deutlich nachgelassen hat.

Jetzt sollen auch mal die Anderen.
Aber die sind nicht ausreichend da, oder bereit dazu, oder ...

Wie gesagt, ich bin nach wie vor dazu bereit, aber nicht mehr in dem Ausmaß, wie es gewünscht, nötig oder gefordert wird.
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
B

Bookwood

Mitglied
Basis-Konto
0
52531
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Sorry - aber deine Einsatzbereitschaft ist dein Problem und nicht eines der Gemeinschaft. Und ja die AG müssen aktive werden, wenn sie weiterhin genügend Personal halten bzw. bekommen wollen. Die Forderung der Staat muss..., ist überholt. Fakt ist der Staat ist an seinen Belastungsgrenzen herangekommen. Wenn du so gerne Politiker zitierst denk doch mal an den Satz: Frage nicht was der Staat für mich machen kann, frage dich was kann ich für den Staat machen. Aber leider sind wir Deutschen Weltmeister in analysieren und "meckern" und bei all dem vergessen wir das Anpacken. Eine Tugend die uns leider nach der Aufbauphase abhanden gekommen ist.

@Topic

Tatsache oder Problem ist doch hier egal - man merkt du bist Lehrer :)

Weiterhin werden ja auch mittlerweile neue Wege gegangen - Erhöhung des Renteneintrittsalter, Nullrunden, Kürzungen der Leistungen der KV und PV ....

Erstaunlich das sich darüber auch alle beschweren - aber im sauren Apfel muss in Zukunft leider gebissen werden.

Die Aussage von Hr. Blüm - na ja dazu sage ich besser gar nichts.
 
Qualifikation
Auditor
Fachgebiet
TQM Auditor, QM
Weiterbildungen
Exam. Krankenpfleger, Wundmanger (ICW), Qualitätsbeauftragter DIN ISO (TÜV), DCM Basic, TQM Auditor (EQ Zert), Gutachter
T

traveler

Aktives Mitglied
Basis-Konto
51
Kaufbeuren
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

@bookwood:
Sorry - aber deine Einsatzbereitschaft ist dein Problem und nicht eines der Gemeinschaft.
Da hast du Recht.
Deshalb habe ich auch drüber geschrieben - individuelle Betrachtung.

Und ja die AG müssen aktive werden, wenn sie weiterhin genügend Personal halten bzw. bekommen wollen.
Auch das sind wir nicht auseinander, deshalb habe ich grundsätzlich geschrieben.

Viele Klein- und Mittelstandsbetriebe haben gar nicht die Möglichkeit dazu, oder zu wenig Kunden (Kinder) selbst wenn sie möchten.

Gestzliche Hürden machen ein übriges.

Deshalb ist der Staat gefragt.

Die paar Großbetriebe, die die Mittel, Möglichkeit und nötige Kinderanzahl hätten, lösen das Problem nicht.

Tatsache oder Problem ist doch hier egal - man merkt du bist Lehrer
Na ja, dein tgl. Brot als QM Auditor ist es doch auch zwischen IST-Zustandbeschreibung und Problem sehr genau zu Unterscheiden - oder?

Was ich damit sagen wollte - die Maßnahmen der letzten 20/30Jahre haben versagt, die Menschen zu Motivieren mehr Kinder zu bekommen.
Das ist, wie bewiesen, offensichtlich bisher nicht zu Beeinflussen.

Die Renten damit zu sichern scheint gescheitert, also neu Überlegen, neue Wege gehen.

Auch ein Vorschlag den ich gar nicht so schlecht finde war - soziale Arbeit für Frührentner (Richard David Precht) - zumindest mal Diskussionswürdig.
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
N

nofretete

Aktives Mitglied
Basis-Konto
12
01983
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Nun ich finde nicht, dass mein AG dafür sorgen muß, dass meine Kinder untergebracht werden können. Und wie viele schon schrieben, die Kollegen sind es im Endeffekt, die für mich eventuell einspringen müßten! Diese ganze Situation ist ja ein gesamtgesellschaftliches Problem. Als meine klein waren, wohnte ich in der DDR (noch kurze Zeit). Nach der Entbindung blieb ich ein Jahr zu Hause, danach ging mein Kind in die Krippe, später Kindergarten, Schule war mit Hort abgesichert und wenn mal eines krank war, blieb ein Elternteil daheim, oder was meist der Fall war, Oma und Opa waren da und hüteten die kranken Kiddies!

Heute mußt du als Elternpaar betteln, dass du für dein einjähriges Kind einen Kitaplatz bekommst, damit du wenigstens wieder halbtags arbeiten kannst, Oma und Opa wohnen meist weiter weg, mmh und wenn ich die mir so anschaue, auch sie haben sich verändert (Oma und Opa), entweder sind sie älter, haben ein paar Gebrechen und können die Verantwortung nicht mehr übernehmen (oder wollen nicht) oder sie sind noch ausgesprochen rüstig und leben ihr eigenes Leben (was auch gut und richtig ist)! Und deswegen müssen wir für mehr Möglichkeiten sorgen, unsere Kinder unterzubringen! Öffnungszeiten müßten geändert werden, als ich damals in Bayern anfing zu arbeiten, gab es noch eine Mittagspause, wo Kinder geholt werden mußten über mittag und ab halb 3 durften sie wieder hin, welcher AG macht sowas bitteschön mit? Es hieß doch immer, die Frauen im Westen arbeiten nicht, na wie denn auch bitte bei den Öffnungszeiten der Kitas?

Ich sage nicht, das in der DDR alles besser war, aber bestimmte Sachen waren echt gut und alles wurde wegorganisiert, das fand und find ich nach wie vor nicht okay, vor allem, wenn ich jetzt das Modell der Ganztagsschule sehe, ähnlich war unser Schulmodell damals, nur halt nicht so lange, aber nun warum einfach, wenns schwer auch geht?
 
Qualifikation
Altenpflegerin
Fachgebiet
Altenheim
Böserwolf

Böserwolf

Unterstützer/in
Basis-Konto
32
kassel
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

na ja, ob es so erstrebenswert und gut ist, ein einjähriges Kind in die Grippe zu geben - ich weiß nicht und in unserem Beruf nutzt doch auch keine Krippe, die evtl. von 6 - 18 Uhr geöffnet ist, wenn die Mama auch mal Spätschicht machen muss. Dann ist man doch wieder auf andere Hilfe angewiesen und das gleiche gilt dann auch wieder für die Kita und die Schule. Und auch Tagesmütter werden keine Kleinkinder bis 22 Uhr betreuen.
Da hilft letztendlich nur Eigeninitiative.

@ renje: Soziale Arbeit für Frührentner? Menschen in Frührente haben entweder gesundheitliche Probleme oder sie sind betriebsbedingt Frührenter.
Da muss man schon mal unterscheiden. Sollen also künftig ältere Menschen mit 60 als Pflegehelfer im Heim arbeiten? Und das ggf. noch "zwangsweise"?
Stelle mir gerade vor wie eine 60 jährige eine 80 jährige aus dem Bett hievt....
Der Vorschlag wäre genau so blöd wie HartzIV Empfänger in den Altenheimen unterzubringen.

Das sieht so aus als ob unser Beruf als Altenpfleger von jedem X-beliebigen gemacht werden könnte und dagegen wehre ich mich.
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Freiberufler
HBR69

HBR69

Aktives Mitglied
Basis-Konto
5
58644
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Also "dürfen" nur noch Ehepaare Eltern werden und MÜSSEN es auch bleiben bis die Kinder, sagen wir mal 25 Jahre alt sind, weil sie dann eigenständig auf eigenen Füßen stehen können. Logischerweise muß der Mann (im klassischem Sinne NATÜRLICH der Mann) so ca. 5000-6000 Euro netto mit nach Hause bringen damit die Familie mit EINEM Verdienst leben kann.
Wie Lisy schon schrieb: Kinderkriegen dürfen nur noch Reiche in unserer Gesellschaft! Armes Deutschland!

Wir regeln es so, wie hier schon viele geschrieben haben, mit gegenseitiges Geben und Nehmen. Wir haben auch viele älter MA die eben keine Nächte mehr machen wollen und auch nicht in den Ferien in den Urlaub fahren wollen. Die Leute, die keine Kinder haben bekommen i.d.R. genauso wie unsere Muttis und Pappas ihr gewünschtes Frei bzw. ihren gewünschten Dienst.
Wir machen kein Problem wo keins ist und es funktioniert!

Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
Weiterbildungen
Mitgliedschaft bei der DGF
T

traveler

Aktives Mitglied
Basis-Konto
51
Kaufbeuren
0
AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

@böserwolf:

@ renje: Soziale Arbeit für Frührentner? Menschen in Frührente haben entweder gesundheitliche Probleme oder sie sind betriebsbedingt Frührenter.
Da muss man schon mal unterscheiden. Sollen also künftig ältere Menschen mit 60 als Pflegehelfer im Heim arbeiten? Und das ggf. noch "zwangsweise"?
Stelle mir gerade vor wie eine 60 jährige eine 80 jährige aus dem Bett hievt....
Der Vorschlag wäre genau so blöd wie HartzIV Empfänger in den Altenheimen unterzubringen.
Ist das wieder Typisch?

Keine Ahnung um was es geht, aber dagegen sein!

Oh mannnnnnn

Sozial Arbeit findet nur am Bett statt bei dir, oder in Heimen?

Vielleicht solltest du mal über den Tellerrand schauen?

Also "dürfen" nur noch Ehepaare Eltern werden und MÜSSEN es auch bleiben bis die Kinder, sagen wir mal 25 Jahre alt sind, weil sie dann eigenständig auf eigenen Füßen stehen können. Logischerweise muß der Mann (im klassischem Sinne NATÜRLICH der Mann) so ca. 5000-6000 Euro netto mit nach Hause bringen damit die Familie mit EINEM Verdienst leben kann.
Wie Lisy schon schrieb: Kinderkriegen dürfen nur noch Reiche in unserer Gesellschaft! Armes Deutschland!
Verstehe ich nicht auf was du hinaus willst?
Das hat doch keiner Behauptet?
Viele träumen von so einem Nettogehalt, selbst wenn beide Arbeiten gehen, selbst wenn die Kinder auf eigenen Füssen stehen.
Und was hat jetzt das mit Betreuungsangeboten oder die Möglichkeit arbeiten zu gehen zu tun oder Rücksicht auf die Erziehenden?
Verstehe deine Intention nicht?

Dass das bei euch scheinbar über längere Zeit funktioniert ist schön, herzlichen Glückwunsch, aber scheinbar nicht die Regel.
 
Qualifikation
GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt FH
Fachgebiet
Angestellt
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.

Ähnliche Themen