Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

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Pflegeangi

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Guten Morgen
Eigentlich scheint die Lösung doch ganz einfach zu sein.
1. Wir müssen miteinander kommunizieren, evtl. im Rahmen einer Supervision.Auf jedennfall müssen beide Seiten ein Gefühl für die Probleme des anderen bekommen. (eigentlich ganz einfach)
2. Arbeitgeber müssen sich evtl. zusammenschliessen u. einen Betriebskinderkarten gründen. ( eigentllich ganz einfach)
3. Der Staat sollte seine Kitas um 5:30 - 21:00 öffnen, dieses wird allen Problemen gerecht( eigentlich ganz einfach)
4. Die Paare mit Kindern, müssen auch mal daran denken, das es noch andere Ferienzeiten gibt. ( eigentlich ganz einfach)
5. Die Paare ohne Kinder denken bitte daran, das sie morgen auch in diese Situation kommen können.( eigentlich ganz einfach)
Nun haben wir in der Gesellschaft so ein kleines Problem u. schaffen es nicht, dieses zu verändern. ( eigentlich ganz schön schwach)
Wer kann uns nur helfen????????????
Wir selber??????????
Wie???????
 
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maxi73

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

@Pflegeangi: Wie schon "Brunner und Brunner" (glaub ich) sangen: "... es könnte so einfach sein- isses aber nich!"

Esist einfach so, daß man in unserem Job meistens auch auf andere angewiesen ist, wenn es um Kinder geht! Dabei ist es dann leider auch meistens so, daß Mütter mit größeren Kindern irgendwie vergessen, wie es bei ihnen war!

Ich mach mich vielleicht jetzt unbeliebt, aber da hatte die DDR einen Vorsprung, der leider wie so vieles, was gut war einfach wegrationalisiert wurde!!!

Es gab die sogenannten Wochenkitas... Da war 24 Stunden jemand da und wenn man seinen Dienstplan hatte, ging man hin und besprach wann die Kinder gebracht und geholt werden! Am WE hatte man dann Oma, Opa, Papa oder irgendwen... Und wenn nicht, konnte man sich da auch melden!

Eine Erzieherin von unserem Kiga hat mal nachgefragt, ob man nicht sowas wieder machen könnte, da es bei uns viele Mamas gibt, die in der woche allein dastehen und Schicht arbeiten müssen. Aber es wurden gleich soviel Anforderungen und formulare auf den Tisch gebracht, daß die es gleich aufgab!
Nichtmal eher öffnen, daß wir die Kiddis vor 6 bringen könnten dürften die lt. Verwaltung, weil da keine Versicherung für die Kinder bestände!

Es ist einfach so, daß es im Staat anscheindend einfacher ist, wenn die Arbeitsplätze leer bleiben, weil die Mütter nicht mehr zurück kommen als neue Arbeitsplätze zu schaffen indem man "alte" gute Ideen aufgreift und versucht!

Mir wurde gerade an den Kopf geworfen, daß ich mir dann ne Tagesmutter nehmen soll, aber..... 1. Die arbeiten bei uns nur von 8-16 uhr (da sind die Kinder im Kiga)
2. Wer soll das zahlen bei 3 Kindern?

Kurz gesagt: Entweder schafft man es, sich mit dem AG zu einigen oder hat am besten rüstige Großeltern im Haus oder einen grooooooßen Geldbeutel....

LG maxi73
 
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Pflegeangi

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

@Pflegeangi: Wie schon "Brunner und Brunner" (glaub ich) sangen: "... es könnte so einfach sein- isses aber nich!"

Esist einfach so, daß man in unserem Job meistens auch auf andere angewiesen ist, wenn es um Kinder geht! Dabei ist es dann leider auch meistens so, daß Mütter mit größeren Kindern irgendwie vergessen, wie es bei ihnen war!

Ich mach mich vielleicht jetzt unbeliebt, aber da hatte die DDR einen Vorsprung, der leider wie so vieles, was gut war einfach wegrationalisiert wurde!!!

Es gab die sogenannten Wochenkitas... Da war 24 Stunden jemand da und wenn man seinen Dienstplan hatte, ging man hin und besprach wann die Kinder gebracht und geholt werden! Am WE hatte man dann Oma, Opa, Papa oder irgendwen... Und wenn nicht, konnte man sich da auch melden!

Eine Erzieherin von unserem Kiga hat mal nachgefragt, ob man nicht sowas wieder machen könnte, da es bei uns viele Mamas gibt, die in der woche allein dastehen und Schicht arbeiten müssen. Aber es wurden gleich soviel Anforderungen und formulare auf den Tisch gebracht, daß die es gleich aufgab!
Nichtmal eher öffnen, daß wir die Kiddis vor 6 bringen könnten dürften die lt. Verwaltung, weil da keine Versicherung für die Kinder bestände!

Es ist einfach so, daß es im Staat anscheindend einfacher ist, wenn die Arbeitsplätze leer bleiben, weil die Mütter nicht mehr zurück kommen als neue Arbeitsplätze zu schaffen indem man "alte" gute Ideen aufgreift und versucht!

Mir wurde gerade an den Kopf geworfen, daß ich mir dann ne Tagesmutter nehmen soll, aber..... 1. Die arbeiten bei uns nur von 8-16 uhr (da sind die Kinder im Kiga)
2. Wer soll das zahlen bei 3 Kindern?

Kurz gesagt: Entweder schafft man es, sich mit dem AG zu einigen oder hat am besten rüstige Großeltern im Haus oder einen grooooooßen Geldbeutel....

LG maxi73
Hallo
Eigentlich können wir beide uns ja die Hand geben. s. Seite 1 in diesem Tread.
Ich kann es auch nicht verstehen, das diese Gesellschaft sich hier unnötige Probleme macht.
Arbeitszeitgesetze, Versicherungsfragen u. der Bürokratismus machen es den Leuten doch nur unnötig schwer.
Na ja: bei uns war ja Alles schlecht ( glauben viele)
Das Miteinander u. Füreinander war aber deutllich ausgeprägter u. dadurch war das Leben in vielen Belangen einfacher.
Gruß
 
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Teetrinkerin

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

@Teetrnkerin:
Das kannst du natürlich versuchen über die Argumentation der Ungleichbehandlung. Aber ich fürchte, da wird nicht viel dabei herauskommen. Es wird wahrscheinlich immens schwierig sein diese Ungleichbehandlung sicher nachzuweisen UND dass sie zu deinem Nachteil ist.
Der soziale Faktor - also in dem Fall die Tatsche Mutter oder Vater zu sein - wiegt zum Glück in diesem Land etwas. Solange es nich mögich ist Kindererziehung und einen Vollzeitjob zu vereinbaren - außer für die wirklich gut verdienenden und gleichzeitig immer häufiger beide Elternteile arbeiten müssen um die Familie überhaupt ernähren zu können bin ich absolut dafür dass es Sonderabsprachen gibt.
Gerechtigkeit ist eine sehr zweischneidige Sache, Gleichbehandlung noch mehr. Alle gleich zu behandeln heißt schlussendlich allen Unrecht zu tun in den allermeisten Fällen.

Hallo Mond! (
:smile:)

Natürlich ist das ungleich, wenn ich jahrelang hauptsächlich im Nachtdienst bin und dann kommt eine Mutter zurück und da sie Vollzeit arbeitet, sind 90% meiner Nächte weg, weil sie muss ja ihr Soll erfüllen.
Meine Lebensgestaltung richtet sich seit Jahren auf den Nachtdienst aus. Das mache ich schon so lange, dass ich es als eine unbillige Härte empfinden würde, wenn ich mich vollkommen umgewöhnen MÜSSTE.
Übrigens habe ich im beruflichen Bekanntenkreis die Tage gehört, dass eine Kollegin ihre Notwendigkeit Nachtwache machen zu wollen, von ihrem Betriebsarzt absegnen lassen.
Andere gehen zum BA weil sie keinen Nachtdienst machen können/wollen und sie als jahrelange Dauernachtwache hat sich bescheinigen lassen, dass sie aus gesundheitlichen Gründen keinen Tagdienst mehr machen könnte, weil der Körper sich darauf eingestellt hat.
Werde mich mal erkundigen, wie das genau lief. Das nur am Rande, gehört ja nicht zum Thema.

Womit ich leben könnte, wäre ein Kompromiss, sagen wir meine Kollegen und ich geben Nächte ab, damit die junge Mutter Nächte machen kann und sich für den Rest was anderes überlegt.
Aber es wird vermutlich so laufen, ich kann nur Nachtdienst machen und fertig.


Warten wir es ab. Ich werde berichten.
 
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Kalimera

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Na ja: bei uns war ja Alles schlecht ( glauben viele)
Das Miteinander u. Füreinander war aber deutllich ausgeprägter u. dadurch war das Leben in vielen Belangen einfacher.
Hilft aber auch niemand.
Damals, also irgendwann früher, gab es auch weniger Alleinerziehende, da blieben die Mütter noch bei ihren Kindern zu Hause, da lebte man im Haus zusammen mit den Großeltern (oder zumindest ganz in der Nähe) und die sorgten für die Kinder.
Da war das MIt-und Füreinander in den Familien ausgeprägter, alleine schon wegen der räumlichen Nähe.......usw.

Ist aber nicht mehr so, vielleicht ist einiges besser, vielleicht auch schlechter, auf jeden Fall ist es anders. Darauf muss man reagieren und handeln, alten Zeiten nachzutrauern oder gar wieder diese elenden Vergleiche zwischen Ost/West anzustellen wird niemandem helfen oder auch nur ansatzweise dieses Problem lösen können.
Es wäre z.B. auch ein Anfang wenn sich Mütter aus dem gleichen Betrieb zusammenschließen würden und gegenseitig die Kinderbetreuung übernehmen würden. Durch den Schichtbetrieb wird es immer Mütter geben, die Gegenschichten haben und somit für die Versorgung der anderen da sein können. Oftmals bräuchte man nicht mal irgendwelche Umwege fahren, da die Kinder auch beim Schichtwechsel in die jeweils andere B etreuung übergeben werden könnten.
Es wäre zudem nahezu kostenlos, da jeder mal an der Reihe wäre vor allen Dingen müssten ja die Mütter (natürlich immer respektive Väter) die Probleme der anderen am besten verstehen.
Es wird immer so auf der Verständnis der Kinderlosen gepocht, egal mit welchen Argumenten. Ich erlebe eher selten, dass die entsprechenden Mütter ein ausgeprägtes FÜr-/Miteinander pflegen, nicht mal, wenn sie auf der gleichen Station arbeiten.

Oder erlebt ihr das oft, dass sich Mütter gegenseitig Betreuung anbieten, wenn sie sehen, dass jemand in Not damit ist?
 
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romana

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Ostrach
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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Hallo zusammen !

Ich habe jetzt erst die Beiträge gelesen und fand sie interessant.
Das große Problem des Fachkräfte-Mangels ist da, und so haben es die Leute mit "Extrawünschen" leicht, diese durchzusetzen. Ein Kollege (alleinstehend, ohne Kinder und Partner) hatte immer sehr viele Dienstplan-Wünsche und wurde gar nicht mehr angerufen zum Einspringen, weil er sowieso nicht gekommen wäre. Darauf angesprochen meinte er, man müsste ja schon auch dafür sorgen, dass man motiviert bleibt und ein verläßlicher Dienstplan sei wichtig, um das Privatleben organisieren zu können.
Egal ob mit oder ohne Kinder, , wenn ich einen Arbeitsplatz habe, kenne ich die Dienstzeiten, weiss um die Organisation und kenne meine privaten Möglichkeiten. Wenn ich arbeiten möchte, muss ich mir das vorher gut überlegen, wie ICH das hinkriege, ich kann doch nicht schon vorher davon ausgehen, dass sich mir alle anpassen. Das ist nicht abhängig ob Kind oder nicht. Natürlich kann ich nachfragen, welche Möglichkeiten es gibt und ob die Kollegen die Lösung mittragen, aber Fakt ist doch, dass niemand die Kollegen fragt, sondern der Dienstgeber entscheidet allein. Und wundert sich dann, wenn immer mehr kommen und sagen : "also wenn der nur Frühdienst machen darf, dann will ich auch nur Frühdienst machen....". Die Mütter und Väter wissen in der Regel sehr wohl, dass ihre eingeschränkte Verfügbarkeit manchmal ein Problem ist, aber das muss von Rechts wegen vom AG bzw. Dienstplanverantwortlichen gelöst werden, und der tut gut daran, hier für ein ausgeglichenes Geben und Nehmen zu sorgen, z.B. bei der Urlaubsgestaltung nicht nur die mit Kindern zu berücksichtigen oder den flexibleren Mitarbeitern eben anders entgegenzukommen (z.B. zusammenhängendes Frei....).

Sicherlich wird es notwendig sein, auch politisch und gesellschaftlich zu reagieren mit Schaffung von KITAS, Verbesserung von Arbeitsbedingungen, aber noch scheint der Leidensdruck nicht groß genug zu sein, oder hat schon mal jemand gehört, dass sich welche zusammengeschlossen haben und die Einführung einers Kinderhorts vom AG gefordert haben? Man jammert lieber untereinander, schiebt sich gegenseitig die Schuld zu und macht alle anderen für die schlechten Bedingungen verantwortlich. Solange wir zwar zähneknirschend alles auffangen und auch unseren letzten freien Tag hergeben, solange hat der AG auch nicht die Notwendigkeit, zu reagieren.

Mein Aufruf: Organisiert Euch, engagiert Euch, aber tut es ZUSAMMEN ! Zeigt die vielbeschworene Team-Fähigkeit und haltet als Berufsgruppe zusammen, die Ärzte sind doch ein super Beispiel. Trotz des gestiegenen Kostendrucks haben sie so eine beachtliche Gehaltserhöhung durchgesetzt mit genau dem Argument, dass sonst bald nicht mehr ausreichend Ärzte da sind.......... (dabei hat sich die Zahl der Ärzte in den letzten Jahren in den Krankenhäusern merklich erhöht, im gleichen Zeitraum die der Pflegekräfte merklich verringert................)

Amen

LG
romana
 
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Bin Praxisanleiterin und MAV
Weiterbildung Stationsleitung mit Zusatzqualif. QMB
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duesseldorferin_13

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Duisburg
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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

"Aber dafür kann ich auch nichts!"

Tja.....die Schwangeren und die jungen Muttis können auch NIX dafür, aber die PDL, wenn diese genug Personal einstellen würde ;)
 
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Böserwolf

Böserwolf

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

wenn ich als männlicher, kinderloser Single auch mal was sagen darf:
arbeiten und Kinder kriegen schließt sich ja nicht aus. Nur: es sollte sich jeder, Frau und/oder Mann, vorher Gedanken machen: will ich weiterarbeiten und wenn ja, ab wann und wer betreut mein Kind und das muss man auf die Reihe kriegen. Man kann und sollte sich nicht auf die "Gutmütigkeit" der Kollegen/innen verlassen, denn wer nur noch seinen Plan durchziehen will, vergiftet auch irgendwie und irgendwann die Atmosphäre.

Habe spaßeshalber mal meine Mutter gefragt wie das so vor einigen Jahrzehnten gelaufen ist: Vollzeit Arbeit, dann auf Jobsharing umgestellt, d.h. nur 2 1/2 Tage pro Woche, d.h. von Mittwoch bis Mittwoch , dann eine Woche frei. In der Zwischenzeit betreute die Oma und als Kind alt genug kam es in den Kindergarten, ging dann mit dem Kindergartenfreund nach Hause, um 16 Uhr kam Papa und um 17 Uhr die Mama.
Es lässt sich also alles organisieren.....man muss nur wollen.
 
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Lisy

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Hallo Böserwolf,
ich hab auch immer mit 3 Kindern Vollzeit gearbeitet. Trotzdem gibt es Konstellationen, wo das einfach nicht möglich ist. Nicht jeder hat eine Oma die "mitzieht" und nicht jeder findet eine Tagesmutter- oder Mutter auf ein paar Minuten.
Ich denke das Problem lässt sich nur lösen, wenn die Regierung Betriebskindergärten unterstützt (oder wie damals in der DDR Kindergärten und Schulen anbietet die rund um die Uhr geöffnet sind) und dafür Gelder frei macht. Leider ist es bei uns in der Region eher so, das den Tagesmüttern sehr viele Auflagen gemacht werden, bei einem Preis der jeden Mindestlohn unterschreitet.
Lisy
 
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Onkel Fritz

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Kindergärten und Schulen rund um die Uhr hab ich aber nie kennengelernt. Da war am späten Nachmittag aber auch Schluss. Wochenkrippen gabs, aber ob überall?
Jedes Kind hat einen Platz dort bekommen, aber für den Schichtdienst hat das auch nicht geholfen. Und WE oder Feiertag?
Und Betriebskindergärten für evtl. Rund-um-die-Uhr-Betreuung gabs wohl auch nur für die Industrie. Ohne Oma oder andere, wenn die es konnten und wollten, ging es dann auch nicht.
Damals war nämlich niemand zu alt für den Job, da wurde bis zur Rente gearbeitet, viele sogar länger.
 
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Böserwolf

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Es kann doch nicht jeder Betrieb einen eigenen Kindergarten haben - wie soll das denn gehen?
Bei der Lösung des "Problems" ist nicht nur der Staat gefragt, sondern man muss sich selbst auch schon mal darum kümmern.
 
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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Was bleibt den z. B einer alleinerziehenden Mutter ohne familiäres Netzwerk übrig, als auf Verständnis zu hoffen?
Ansonsten muss doch auch wieder der Staat (und somit alle Arbeitnehmer) aufkommen, mit Arbeitslosengeld, Wohngeldzuschüssen und evtl. Hartz IV.

Aber lieber schickt unseresgleichen eine Fachkraft ins soziale Abseits, anstatt mal für ein paar Jahre Rücksicht walten zu lassen. Denn auch Kinder von alleinerziehenden Müttern werden älter!!

LG Microknee
 
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nofretete

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Ja Microknee du hast völlig recht, meiner Schwester gehts so, ein Kind 12, eins 6, keine Oma vor Ort, Tagesmutter unbezahlbar, alleinerziehend hatte ich vergessen, Kita für den kleinen von 7.30 Uhr oder sogar 8.00 Uhr bis 13.15Uhr geöffnet, welcher AG stellt sie wohl ein, achja Bundersland Bayern!
 
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leaving-the-moon

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Beispiel: 3 Kinder - 11, 7 und 5 Jahre. Vater Familienernährer, Mutter Teilzeit 3 Vormittage in der Woche, nicht in der Pflege (nicht arbeiten ist keine Option schon wegen KK, da Familienversicherung nicht möglich)

Das geht alles so lala - solange keine Ferien sind. Da hilft man sich in der Nachbarschaft aus . auf Gegenseitigkeit. Großeltern keine!
In den Ferien weitet sich das zum logistischen Meisterwerk aus die Kinder halbwegs unter Beaufsichtigung zu bekommen - und geht auch nur indem man selbst im Gegenzug Kinder anderer beaufsichtigt, wenn deren Eltern nicht können.

Wenn ich da höre, da hätte man sich mal Gedanken machen sollen, @Wolf - dann gibt es dazu nur eines zu sagen: Wenn man Kinder nach Geld, Zeit und Arbeit/Aufwand und den Möglichkeiten ob man zu jeder Zeit einen Babysitter in der Hinterhand hat oder sich die Kita/Tagesmutter leisten kann... dann fiele die Abwägung quasi IMMER gegen Kinder aus. Das kann's ja wohl auch nicht sein.

Ja, die Kinderlosen müssen in diesem Fall ein ganz kleines bißchen mittragen - und kommt mir nicht mit der Steuerklasse - Kinder kosten mehr als die Steuerklasse (+Kindergeld) je wett machen kann. Ich war auch Alleinerziehend - Steuerklasse II ist ein Witz. Ich gönne jedem seine Möglichkeiten, die er hat mit ggf. Doppeleinkommen und ohne Kinder - es ist eine private Entscheidung. Aber sie heißt nicht, dass man im gesamten gesellschaftlichen Kontext völlig außen vor ist, wenn es um Kinder geht.

Und irgendwie hab ich auch immer und immer noch das Gefühl, wer keine Kinder hat kann schlecht nachempfinden wie es ist Kinder zu haben - es fehlt der Bezug dazu und dann kommen Vergleiche mit Haustieren, die mitnichten angemessen sind. Eltern - und wir reden hier nicht von sozial benachteiligten Sozialhilfeempfängern auch bildungsfernem Milieu, investieren viel, sie machen viel möglich, sie verzichten auf viel und sie machen in der Regel wenige Aufhebens davon als sich ein Kinderloser überhaupt vorstellen kann - das was am Arbeitsplatz zum Tragen kommt ist nur die Spitze des Eisbergs, da wo es wirklich eng wird in der Regel.
 
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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Ja sehe ich genauso, als meine Schwester sich für die Kinder entschied, war ja ihre Beziehung noch i.O. Papa brachte Kiddies früh weg und sie konnte ihren Dienst pünktlich anfangen. Aber auch wenn nicht, hätte sie sich für die Kinder entschieden, und das mit dem vorher überlegen, nun niemand weiß, was in einem, fünf oder zehn Jahren ist!
 
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Böserwolf

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

man sehe es mir nach, aber da ich ein planerischer Mensch bin würde ich mir schon vorher Gedanken machen wie alles laufen soll oder kann.
Ich würde kein Kind in die Welt setzen wollen nach dem Motto: wird sich alles schon finden, irgendwas geht immer....
Dies ist jetzt keine Kritik an denen, die es anders machen, nur meine ureigene Meinung.
Dass auch Pläne oder Vorhaben nicht so funktionieren weiß ich auch - das Leben ist ja voller Überraschungen - aber ein bisschen Plan sollte sein.
Wie dies ggf. meine Zukünftige mal sieht - schaun wir mal:happy:
 
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Lisy

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Hallo Böserwolf,
ohne dich jetzt verletzen/ zu Nahe treten zu wollen, hast du eine Beziehung und "lebst" du die auch? Wenn ja, dann sei dir Sicher, das der Zufall- oder wie auch immer das man nennen mag- zuschlägt oder es einem für immer verwehrt ist Kinder zu haben.
Kinder sind eigentlich nicht planbar.
Planbar ist aber im Betrieb, wie man als Vorgesetzter die Eltern untersützt, ohne die Kinderlosen zu "vergrätzen"
Wütend werde ich eigentlich bei dem Thema nur, wenn sich die Eltern immer wegen der Kinder die Wunschzeiten sichern, obwohl Oma, Opa, Geschwister und die Nachbarschaft sich um die Kids kümmert oder wenn die Kinder in einem Alter sind (12 und aufwärts) wo man schon ein bischen Eigenständigkeit erwarten kann.
Lisy
 
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Heiri78

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Wütend werde ich eigentlich bei dem Thema nur, wenn sich die Eltern immer wegen der Kinder die Wunschzeiten sichern, obwohl Oma, Opa, Geschwister und die Nachbarschaft sich um die Kids kümmert oder wenn die Kinder in einem Alter sind (12 und aufwärts) wo man schon ein bischen Eigenständigkeit erwarten kann.
x2 ... ging ja um die Wunschzeiten und das daher notwendige Einspringen von "Kinderlosen". Weil die ja kein Privatleben führen.
 
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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Planbar ist aber im Betrieb, wie man als Vorgesetzter die Eltern untersützt, ohne die Kinderlosen zu "vergrätzen"
Wütend werde ich eigentlich bei dem Thema nur, wenn sich die Eltern immer wegen der Kinder die Wunschzeiten sichern, obwohl Oma, Opa, Geschwister und die Nachbarschaft sich um die Kids kümmert oder wenn die Kinder in einem Alter sind (12 und aufwärts) wo man schon ein bischen Eigenständigkeit erwarten kann.
..und das von einer Mutter. :00000965:
Ich störe mich bei diesen Diskussionen immer wieder an dem inflationären Gebrauch der Begrifflichkeit "alleinerziehende Mütter/Väter", denn IMO gibt es einerseits diejenigen, die die Entscheidung alleinerziehend ganz bewußt gewählt haben. Da fehlt mir als Kollege, als Vater ohnehin, wohl das dafür notwendige mitfühlende Genom - auch wenn das nicht sonderlich populär ist. Ich bin da sicher etwas altmodisch und traditionsverbunden. Vielleicht auch nur nicht so modern, wie das allenthalben selbstverständlicher Usus zu sein scheint. Aber ich bin in einer Generation aufgewachsen, da hat man Dinge eben noch repariert statt sie weg zu werfen. Andererseits gibt es diejenigen alleinerziehenden Elternteile, die sich das nicht ausgesucht haben - und denen helfe ich sehr gerne, sofern möglich, und unterscheide dabei sehr bewußt zwischen den einen und den anderen.

Gruß,
Christian.
 
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Böserwolf

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

@Lisy - nein, ich bin momentan in keiner Beziehung.


Kinder sind eigentlich nicht planbar.
Da bin ich anderer Meinung. Es gibt die Pille, Spirale, Ring und sonstige Verhütungsmittel - wenn also eine Frau/ein Paar zu einem bestimmten Zeitpunkt noch kein Kind will, ist dies auch durchführbar - wenn sich beide Seiten daran halten.:wink:
Wenn man dann eines möchte und es klappt nicht - dann sollte es nicht sein.

Ich finde es einfach nicht richtig einfach ein Kind in die Welt zu setzen und dann sehen wir mal...allein "sieht" man eigentlich nicht, man ist dann meistens auf Hilfe anderer Menschen angewiesen.

In meiner Festanstellung war es auch so, dass die Kinderlosen Rücksicht nehmen mussten z.B. Urlaub in den Sommerferien war ausschließlich Sache der Mütter/Väter, Ostern, Weihnachten - mit Kind immer privilegiert. Ok, kann ich irgendwo verstehen. Aber auch kinderlose Paare würden gern den Heiligen Abend zusammen verbringen, oder Silvester...oder über Ostern mal einen Kurzurlaub einschieben. Wenn wir mal zum Thema zurückkehren.

Es kann aber nicht angehen, dass Kind automatisch heisst, Mütter/Väter können sich ihre Wunschzeiten aussuchen und alle anderen haben dafür Verständnis zu haben.

Und, wie Christian schon schreibt: alleinerziehend scheint heute in zu sein, warum auch immer....ich war und bin jedenfalls froh, dass ich ein komplettes Elternteil mit Mutter und Vater hatte und habe. Wer unfreiwillig alleinerziehend ist dem spreche ich meine Hochachtung aus und da ist man als Kollege auch schon mal hilfsbereit.
 
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