Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

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Lisy

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Hallo Kessia,
ich seh das anderst. Die Schwangeren werden nicht als Krank betrachtet- das Kindeswohl wird nur höher eingeschätzt und die Gesetze und die Re- Finanzierung ist besser geworden- von administrativen, leichten Tätigkeiten hatte mein AG auch geredet als ich Schwanger war, nur im Alltag stand ich dann wieder am Bett und Dank Pflegekräftemangel (in der frühen 90 Jahren) wars das dann auch mit nur leichten Tätigkeiten. Ich war mehr krank geschrieben, als Anwesend und hatte ständig ein schlechtes Gewissen. Mir wäre es lieber gewesen, ich wäre freigestellt worden und dafür wäre eine Ersatzkraft eingestellt worden.
Lisy
 
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nofretete

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Mit diesen "leichten Tätigkeiten" in der Pflege is das sone Sache, weil Fakt ist solange sie angestellt bleibt und kein Berufsverbot erhält, kann keine Neue angestellt werden. Weil der Betrieb sicher keine 2 Leute bezahlen wird. Und bei uns ist es ja auch so, dass die Schwangeren sehr oft krankgeschrieben waren zum Wohle des Ungeborenen, was ja auch gut und richtig ist. Nur Ersatz bekamen wir keinen, dass mußten wir dann abdecken. Und so wie Lisy schrieb mit dem schlechten Gewissen bei derKrankschreibung ist dann ja nicht mehr vorhanden. Wir haben Ersatz und die Schwangeren haben ihre Ruhe um Kraft zu tanken, denn das was dann kommt wird ja au nich einfach.
 
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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

... denn das was dann kommt wird ja au nich einfach.
...na da sagst du mal was.:laughing:

(wurde auch von so nem Racker heimgesucht)
 
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Sonnensturm

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Aber es geht doch eigentlich nicht um die Schwangeren.:nono: Problem sind doch die "Wunschdienste" der jungen Mütter, die vom AG akzeptiert werden und die anderen müssen es ausbaden.
:wink:Sonnensturm
 
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cadbury

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Moin!

Ich weiß ja, dass das Thema jetzt schon eine Weile ruht, aber ich habe es gerade mehr oder weniger zufällig gefunden, und da kommt auch bei mir so einiger Unmut hoch, wenn ich bedenke, wie das bei uns läuft.
Es ist wirklich so, sobald die Muttis geworfen haben, lassen sie sich dienstplantechnisch den Allerwertesten hinterhertragen bis sonstwohin.

Ich finde, Kinder oder nicht-Kinder ist eine sehr persönliche Entscheidung; mit deren Folgen sollte man dann auch bitte nicht die Kollegen behelligen. Wenn ich mir Haustiere zulege, muss ich deren Versorgung auch selbst organisieren. Ich denke grade darüber nach, was wohl passieren würde, wenn ich sage: Sorry, kann am Wochenende leider nicht kommen, mein Hund ist krank.

Ja, ich weiß, Kinder sind unsere Zukunft und ganz toll und wichtig und eine gaaanz andere Kategorie als Haustiere, aber manche Menschen entscheiden sich eben ganz bewusst *gegen* Kinder. Ich zum Beispiel. Und dann möchte man nicht sozusagen die Bälger der Kollegen mit großziehen statt der (nicht vorhandenen) eigenen.

Auch ich hätte gerne Heiligabend mal Frühdienst, ich mag Weihnachten nämlich auch, auch ohne Nachwuchs. Nur, weil man keine eigenen Kinder hat, heißt das ja nicht, dass man keine Familie hat. Aber da wird gar nicht gefragt: mit Kindern hat man entweder frei oder Frühdienst. Supi. Wenn man dann mal was sagt, heißt es gleich wieder kinderfeindlich, das muss man doch verstehen, die armen Kinder haben ja sonst gar nichts von Weihnachten, bla bla. Ich kann mich noch erinnern (meine Eltern arbeiten auch beide in der Pflege), dass es früher Bescherung eben auch mal nach dem Spätdienst gab. Und irgendwie habe ich das nicht als traurig oder unschön in Erinnerung.

Sicher hat der jeweilige Arbeitgeber wohl auch ein wenig Schuld. So wurde in unserem Betrieb bereits über die Einrichtung einer KiTa mit entsprechenden Öffnungszeiten nachgedacht, die Idee wurde auch im innerbetrieblichen Vorschlagsystem fixiert, allerdings abgelehnt mit fadenscheinigen Begründungen.

Bis zu einem gewissen Grad bin ich ja durchaus bereit, den Nestbau- und Vermehrungstrieb einiger Kollegen mitzutragen, allerdings sollten diese dann auch meinen Wochenend-Feier-Trieb mittragen. Da sieht es dann schon wieder anders aus. Das ist ja nicht wichtig. Im Vergleich zu Kindern. Die ja das größte überhaupt sind und unangefochten über allem stehen.

*grummel*

Na ja, wie auch immer, schön zu sehen, dass es auch Leidensgenossen gibt, die das genauso sehen.


Gruß,

cadbury
 
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brad7005

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Hallo cadbury,

ich kann deinen Frust schon verstehen. Manchmal ging es mir auch so, vor allem bei der Urlaubsplanung:
Je nach Abteilung gab es schon ein gewisses Tabu, als kinderloser Kollege, Urlaub zu Schulferienzeiten haben zu wollen.
Und das geht in der Tat nicht. Gleiche Rechte für alle Arbeitnehmer egal ob Familie oder nicht. Bei überschneidenden Interessen muss dann eben ausgelost werden.
Unterscheiden musst du allerdings sicher solche Ungerechtigkeiten von gewerkschaftlich erkämpften Rechten bezüglich Mutterschutz. So ist das Recht, zuhause zu bleiben, weil das Kind erkrankt, sicherlich zu respektieren, oder auch Sonderregelungen bei der Arbeitszeit während der Schwangerschaft.
Leider verschwimmen die juristischen Grundlagen oft mit den familienfreundlichen Gepflogenheiten der Abteilung.
 
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cadbury

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Hallo pegean!

Ja, doch, durchaus, das ist in der Tat mein üblicher, ironischer, überzogener Umgangston. Das ganze ist schon mit einem leichten Augenzwinkern geschrieben, verdeutlicht aber, denke ich, ganz gut, wie ich zu diesem Thema stehe.

Es mag früher ja so gewesen sein, dass man eben Kinder hatte und darin die Erfüllung seines Lebenszweckes sah. Mittlerweile kann man sich das ja schon ein bisschen aussuchen, und manche entscheiden sich eben dagegen.

Ich möchte die Entscheidung pro eigene Kinder durchaus nicht herabwürdigen, allerdings möchte ich für meine Entscheidung eben das gleiche Maß an Respekt entgegengebracht bekommen.

Wenn ich sage, ich hätte gerne an einem bestimmten Wochenende frei, weil ich auf ein Festival möchte und bis in die frühen Morgenstunden feiern, heißt es immer, das ist doch Privatsache, Dienst geht vor. Wenn eine Mutti sagt, ich brauche am Wochenende frei, das Kind nimmt an irgendeiner Theateraufführung teil, stößt das natürlich auf vollstes Verständnis. Oh ja, toll, super.

Da dürfte es eben keine unterschiedliche Behandlung geben, das eine müsste so wichtig sein wie das andere. Ich finde, Kinder oder keine Kinder sind Privatsache und dürfen den Dienst nicht beeinträchtigen. Wenn dann gesagt wird, Festival-Frei gibts nicht, geht dienstplantechnisch nicht, dann müsste es auch Kind-Theater-Frei nicht geben dürfen. Oder derjenige müsste sich eben selbst darum kümmern, dass jemand seinen Dienst übernimmt.

Ich halte mich auch nicht für kinderfeindlich, ich wohne hier umgeben von kleinen quietschenden, schreienden, tobenden, Bibi-und-Tina-hörenden Kindern, und die nerven mich überhaupt nicht. Ich möchte eben nur nicht für anderer Leute Kinder geradestehen müssen. Und das das auch anders geht, sehe ich an einer befreundeten Mutter eines 4 Jahre alten Kindes. Die geht arbeiten (Teilzeit) und hat die Versorgung des Nachwuchses von Anfang an organisiert. Oft springt sie sogar für kranke Kollegen ein; wenn man will, kann man es also hinbekommen.

Und (Haus)-Tiere und Kinder haben ja durchaus einige Ähnlichkeiten: Meist klein und putzig, kommen alleine nicht zurecht und das intellektuelle Niveau ist auch vergleichbar *g* Nein, mal ernsthaft, was ich damit noch mal herausstellen wollte war nur: Es ist eine sehr private Entscheidung, Kinder zu bekommen. Das ist etwas, das ein Paar für sich möchte oder eben nicht. So was macht man ja nicht für andere. Dann müssen sie auch für sich regeln, wie das hinterher einmal funktionieren soll mit der Versorgung, gerade auch, wenn das Kind mal krank ist, anstatt anzunehmen, dass die Allgemeinheit schon dafür aufkommen wird.

Gruß

cadbury
 
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cadbury

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Hallo brad7005!

Mit manchen Sachverhalten kann ich mich ja durchaus anfreunden; Urlaub plane ich dann eben in der Zeit, in der keine Ferien sind. Ich kann schon nachvollziehen (bis zu einem gewissen Alter der Kinder, irgendwann wollen die vielleicht lieber mit den Kumpels an den Ballermann ;-) ), dass man als Familie zusammen wegmöchte. Da habe ich mehr Freiheiten (und nutze die auch entsprechend).

Nur ist es ja nicht nur Urlaub oder Kind ist krank. Das sind solche Dinge wie der angesprochene Weihnachtsdienst. Die dauernden Frühdienste, die dann auch vehement eingefordert werden (nachmittags muss man sich doch ganz selbstverständlich ums Kind kümmern). Das grundsätzliche Nicht-einspringen-können wenn jemand krank ist. (Iiiich?! Nein, ich habe keinen fürs Kind). Wobei es allerdings auch schon vorgekommen ist, dass eine Kollegin bei einer anderen mal zu Hause angerufen hat, weil sie mit ihr einen Dienst tauschen wollte, und das Kind war alleine zu Hause (was angeblich so gar nicht ging) uns sagte auch, es wisse nicht, wann Mama und Papa wiederkämen 8-O

In einigen Häusern (so habe ich das auch anderswo schon erlebt) ist es ja anscheinend üblich, bei Schwangerschaft ein Berufsverbot auszusprechen, was meiner Meinung nach auch sinnvoll ist. Es kommt wirklich oft vor, dass sich eine schwangere Kollegin vom Dienst abmeldet, weil es ihr eben nicht so gut geht. Ich kann das auch verstehen, man möchte ja nicht, das etwas schiefgeht während der Schwangerschaft und am Ende hat man es noch selbst verschuldet, weil man meinte, man müsse auf Teufel-komm-raus arbeiten gehen. Und wenn es die Möglichkeit gibt, es so zu regeln, sollte man das doch auch tun, das macht die Situation 'Schwangerschaft einer Kollegin' doch gleich viel planbarer und es kommt zu weniger Unruhe.

Es wäre ja alles tragbar, wenn ich dann eben auch mal sagen könnte, ich möchte an bestimmten Tagen nur Frühdienste, weil ich eben auch etwas (privates) vorhabe. Aber da muss man sich dann eben anhören, dass das ja wohl Privatsache sei und man das selbst zu regeln habe. Das ist es, worauf ich keine Lust habe. Ich meine, ich habe keine Kinder und wenn nicht irgendwas ganz gewaltig schief geht, wird es auch dabei bleiben. Und ich möchte nicht bis zum Ende meiner Berufskarriere nur auf die sich-reproduzierenden Kollegen Rücksicht nehmen müssen, sondern auch mein eigenes Privatleben gestalten können.

LG

cadbury
 
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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Uuiiiii -holla die Waldfee.

Meine Tochter ist selbst schon 22 - ich habe mit der Ausbildung begonnen da war sie 6 Jahre... TZ ging ja in der Ausbildung nicht - habe ich dann danach gemacht.
Seit sie 11 war war ich alleinerziehend und habe dreischichtig gearbeitet.

Mutterschutz ist eher Kinderschutz - zumindest vor der Entbindung. Ich habe immer und zu allen Zeiten den Schwangeren auf der STation gesagt, sie sollen auf sich aufpassen - das Kind gefährden nur weil die Kollegen meckern und lange Gesichter ziehen - im Leben nicht.

Rechte: z.B. Urlaub in den Ferienzeiten: IN meinem Betrieb gab es ein Betriebsvereinbarung: Eltern mit schulpflichtigen Kindern sowie Paare in denen ein Partner von seinem Betrieb vorgeschriebenen Urlaub hat (Betriebsferien) bekommen in den Ferien bevorzugt Urlaub. PUNKT.
Anders Thema: Nicht jede Mutter will dort unbedingt Urlaub es ist aber schlichtweg finanziell quasi nicht möglich wenn beide Arbeiten z.B. 6 Wochen Sommerferien abzudecken - mal genau hinschauen, so manches Elternpaar teilt sich die Ferien... Spaß ist das keiner.

Ja und Extrawürste - die können nur so und nur so.... das ist schlussendlich SAche des AG was er mit den Müttern und Vätern vereinbart. Fact ist, dass der AG nach er Elternzeit auch Teilzeitmögichkeiten anbieten MUSS. Ob diese nun dem Restpersonal passen ist eine ganz andere Frage. Vielleicht ist es auch nur eine Frage wie man es kommuniziert und wie ein Team bereit ist dies mitzutragen.
Ein Kollegin auf Station hat während meine Zeit dort drei Kinder bekommen, war drei mal in Elternzeit (jeweils nur 1 Jahr) und kam dann jeweils mit einem Minimalvertrag zurück, denn sie nach und nach aufgestockt hat. Diese Kollegin hat niemals bei uns Nachtdienst gemacht. Sie sagte, sie könne das nicht. Es gab darüber keine Vereinaberung mit dem AG - aber einen KOnsens im TEam. Sie war uns wichtig, als jemand, der zu seinen Diensten GERNE kam - sich freute mal was anders zu sehen, dann motiviert war... so hat das Team es mitgetragen - weit über 10 Jahre.

Zum anderen sehe ich jetzt nun wirklich nicht, warum eigentlich ausgerechnet die Mütter besonders rücksichtsvoll mit den Kollegen sein sollten? Es gibt einen Haufen Kollegen und Kolleginnen, die alles tun um sich ihren Dienstplan so hinzudrehen, dass er ihnen passt. Und gäbe es die Mögichkeit für sie ähnliche Absprachen und Vereinbarungen mit dem AG zu treffen würden sie es tun. Und die Mütter tun genau dieses, 1. weil sie es können und 2. weil sie den nachvollzieharsten GRund der Welt haben.

Und dann möchte ich sehen wie es der Pflege geht, wenn all die Mütter mit den Sonderwürsten mal zuhause bleiben... ihr glaubt doch nicht, dass es dafür Ersatz gibt... wo soll der denn herkommen?
Ich würde sie mir warmhalten, die Mütter - den sie haben Vorteile: Sie wechseln in der Regel nicht den AG und bleiben lange. Sie sind in TEilzeit oft motivierte Mitarbeiter, weil sie es genießen auch mal was anders ausser den Kindern zu sehen. Sie stocken irgendwann wieder auf. Wenn sie es können nehmen sie auf spätere Mütter - auch auf solche, die lange Gesichter gezogen haben - durchaus Rücksicht, weil sie das Problem kennen.
Und zum Guten Schluss: Deppen und Egomanen gibt es überall - auch unter Müttern, darüber braucht man glaube ich nicht zu reden.
 
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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Tja, bei uns sind jetzt alle Kinderchen geboren worden und in spätestens einem Jahr geht es los.
Zum Glück wird eine junge Mutter nicht wiederkommen, weil sie weggezogen ist.
Bei einer ist es noch nicht klar, sie macht erstmal nur "Aushilfe" bei uns und die dritte wird vermutlich wiederkommen und dann geht der Run auf den Nachtdienst los.
Ich für meinen Teil werde es nicht hinnehmen, wenn sie sich ausschließlich auf den Nachtdienst stürzt. Seit dem Arbeitsverbot und jetzt im Erziehungsurlaub muss auch Nachtdienst gemacht werden und dafür sind wir jetzt gut und nachher dürfen wir weichen. Ne, so geht das nicht.
Aber bis dahin kann ich still halten und abwarten.
Haustiere und Kinder zu vergleichen ist vielleicht für die meisten daneben, aber meine Haustiere sind mir sehr wertvoll und für manche sind sie tatsächlich Kinderersatz und auch dies gilt es zu respektieren.
Zur Zeit läuft die Dienstplangestaltung recht gut bei uns, keine Dauerkranken und Arbeitsverbote, das macht mal so richtig Spass.
 
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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Hallo:happy:

Ich selbst kenne dat Problem von meiner Mutter, sie ist auch Altenpflegerin. Bei ihr hieß es dann immer, deine Kinder sind alt genug, die anderen Mütter haben vorrang. Ob nu Ferienzeit oder Feiertage..... ich bin der Meinung, des es gerecht aufgeteilt werden sollte, dieses Jahr bekomme ich Urlaub und nächstes Jahr ist ein/e Koll./in dann dran. Das es schwierig für die Mütter ist kann ich verstehen, denn Kinderfreundlich ist Germany nicht gerade......aber auf meine Kosten solls auch nicht gehen!

Es ist interessant zu lesen, was andere Kol.so darüber denken und Erfahrungen gemacht haben.

LG
 
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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Tja, du kannst natürlich versuchen deinen Standpunkt klarzumachen... hinnehmen müssen wirst du allerdings, was dein AG mit der aus der EZ zurückkommenden Mitarbeiterin vereinbart - oder du musst den AG wechseln und hast da andere Dinge die du hinnehmen musst.
Was die Haustiere angeht, so gibt es da zu aktzeptieren, dass sie dir wichtig sind - nicht mehr und nicht weniger. Halter von Haustieren genießen in unserem Land keine besonderen Rechte (ich habe auch Haustiere und hänge sehr an ihnen) - besondere Rechte genießen unter anderem: Jugendliche, Behinderte, Schwangere, Mütter und Väter mit Kindern unter 3 Jahren - ggf. auch noch darüber hinaus (Kindkrank - zahlt übrigends die Krankenkasse, nicht der Arbeitgeber)

Alles weitere sind Betriebsvereinabrungen oder individuelle Regelungen - die durchaus ihren Sinn haben. Dein individuelles Problem und dein Ärger in allen Ehren - hier halte ich dafür, dass es in ganz wesentlichen Teilen auch eine Frage der Kommunikation ist in wie weit der AG einsieht, dass er auch den anderen Mitarbeitern etwas "bieten" muss in punkto Dienstplangestaltung, wenn er sie halten will.
Ansonsten hilft ein Blick in deinen Arbeitsvertrag oder ggf. den dahinterstehenden Tarifvertrag, da sind die Weisungsbefugnisse des AG in der Regel beschrieben... und die beziehen sich auch auf die Dienste zu denen du herangezogen wirst - du hast da rein rechtlich quasi gar kein Mitspracherecht, so lange alles den Arbeitszeitregelungen entsprechend ist.

Und dann noch eines am Rande: Wenn man über einen langen Zeitpunkt immer gerne einspringt (z.B. für Schwanger), selbstverständlich deren verminderte Leistungsfähigkeit mitträgt, ihre Dienste übernimmt etc etc etc. leitet sich daraus genau gar kein Recht ab. Das ist so, wie wenn jemand über fünf Jahre deine Haustiere täglich versorgt, weil er es gerne macht. Das gibt ihm kein Recht in Zukunft dafür Geld zu fordern. ER kann darum bitten, mit dir eine Vereinbarung treffen - und du kannst dem zustimmen oder nicht.
Auch wenn es gefühlt so ist, dass man irgendwann den Eindruck bekommt: Es reicht, ich mag nicht mehr. Ich habe jetzt immer und immer wieder... und immer habe ich getauscht und bin eingesprungen und habe Rücksicht genommen!
Es gibt kein Recht darauf dies jetzt nicht mehr tun zu müssen - einziger Unterschied: Du entscheidest ob du solche Dinge von dir aus anbietest, dann musst du damit rechnen, dass es keine Gegenleistung gibt - oder du entscheidest, dass du von dir aus solche Dinge nicht mehr anbietest und es nur noch tust, wenn du von deinem AG entsprechend angewiesen wirst (hier meine ich z.B die DP-Gestaltung mit mehr Nachtdiensten). Ansonsten versuche mit den Verantwortlichen zu sprechen, dass du z.B. nach Möglichkeit nicht mehr als x NDs machen willst - oder lieber 2X2 statt 1x4
 
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Tja, du kannst natürlich versuchen deinen Standpunkt klarzumachen... hinnehmen müssen wirst du allerdings, was dein AG mit der aus der EZ zurückkommenden Mitarbeiterin vereinbart - oder du musst den AG wechseln und hast da andere Dinge die du hinnehmen musst.

Nein, der Meinung bin ich nicht.

Es gibt das Muschugesetz und es gibt danach den alten Arbeitsplatz wieder.
Wenn eine Mutter zurückkommt und dann extrawürste gebraten bekommt und ich muss sie mittragen, liegt meines Erachtens eine Ungleichbehandlung vor.
Und das muss ich mir mitnichten gefallen lassen.
 
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Lisy

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

upps,
das Thema trennt ja offenbar die Kollegen und Mitarbeiter in 2 Lager. Das war mir bisher überhaupt nicht bewußt, das dies zu einem echten "Teamkiller" werden kann. Deswegen frag ich mich grad, sagt ihr das auch so deutlich euren Vorgesetzten und den betroffenen Kollegen?
Ich werde jedenfalls das Thema mal in den Teamsitzungen ansprechen, immer in der Hoffnung, das die Kollegen dann auch offen sagen, was sie darüber denken und das wir dann für unseren Betrieb eine gute Lösung finden, wenn wir die nicht eh schon haben.
Spannend, echt spannend.
Grüßle Lisy
 
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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

@Teetrnkerin:
Das kannst du natürlich versuchen über die Argumentation der Ungleichbehandlung. Aber ich fürchte, da wird nicht viel dabei herauskommen. Es wird wahrscheinlich immens schwierig sein diese Ungleichbehandlung sicher nachzuweisen UND dass sie zu deinem Nachteil ist.
Der soziale Faktor - also in dem Fall die Tatsche Mutter oder Vater zu sein - wiegt zum Glück in diesem Land etwas. Solange es nich mögich ist Kindererziehung und einen Vollzeitjob zu vereinbaren - außer für die wirklich gut verdienenden und gleichzeitig immer häufiger beide Elternteile arbeiten müssen um die Familie überhaupt ernähren zu können bin ich absolut dafür dass es Sonderabsprachen gibt.
Gerechtigkeit ist eine sehr zweischneidige Sache, Gleichbehandlung noch mehr. Alle gleich zu behandeln heißt schlussendlich allen Unrecht zu tun in den allermeisten Fällen.

Lisys Vorschlag finde ich den Besten: Offen darüber reden - ohne anzuklagen. Von sich selbst sprechen und dem was man dabei empfindet. Nicht die anderen anklagen, sondern von der eigenen Frustration und Überlastung sprechen - offen sein für neue Lösungsansätze und für Kompromisse.
 
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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Ich bin auch der Meinung, dass Mütter durchaus Sonderregelungen in Anspruch nehmen sollten, wenn der AG damit einverstanden ist. Es geht nunmal nicht, dass wenn eine Kita erst um 7 aufmacht und beide FD haben, um halb 7 die Arbeit beginnt. Ich arbeite viel im ND und biete den Kollegen auch mal an, dass ich die kleinen wegbringe wenn es mal brennt. Ich denke auch Lisy hat einen sehr guten Ansatz, darüber reden, bevor der Frust zu groß wird, und nur noch rumgemeckert wird. Und die Sonderregelungen machen nicht die Muttis, sondern der AG. Das die das nutzen ist ja wohl klar, habe ich auch getan, z. B. Urlaub in den Ferien.
 
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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Hallo, ich wollte zu dem Thema eigentlich nix sagen, aber...

... ich habe selber 3 Kinder und das auch von Anfang an gesagt!

Das erste, was mir gesagt wurde, war: "Wie blöd bist du denn, daß du arbeiten gehst? Mit 3 Kindern bekommst du doch mit HARTZ4 mehr!" (Ehrlich gesagt, damit haben sie sogar Recht, wenn man schaut, was man so an Gebühren für Kita und Mittagessen, GEZ usw. zusammenrechnet!!!)

Dann wurde mir vor Einstellung zugesagt, daß ich vermehrt Nachtdienst und wenig WE-Dienst (dafür wurden auch 400€-Kräfte eingestellt) machen könnte, weil ich eine Stunde Arbeitsweg habe...

Kaum war ich dann im Team kam eine andere Kollegin und meint, daß sie ein "Vorrecht auf Nachtdienste" hat! DIE bekommt ihre Dienste auch! :bae:
Ich hab es mitgemacht, solang es ging... Jetzt geht es aber nicht mehr, weil es mit der Dienstanfangszeit und der Kigaöffnung nicht hinhaut...

Kurz gesagt: Ich hab mir erlaubt um Nachtdienste zu fragen und bin total zusammengeschrieen worden, daß mir als "Nicht-Vollzeit-Kraft" gar nicht zusteht, irgendwelche Ansprüche zu stellen und meine Familie müßte das selber regeln, das ist ja wohl nicht ihr Problem usw.

Ich habe dann angeboten, daß ich zum Tagdienst später komme, aber dann im Nachtdienst länger bleibe... Nur, wenn die Dienste dann ungerecht verteilt sind, gleichen sich die Zeiten dann halt auch nicht aus.... Also wurde ich wieder angeblafft!

Ich arbeite jetzt am 4. WE nacheinander (Ich habe in der Woche freie Tage, aber mein Mann und meine Kinder sind nur am WE zu Hause, daß man da mal was unternehmen könnte!) und deswegen werd ich zu Hause auch angeblafft!

:ermm:Ich finde einfach, daß man es im Team absprechen kann und muß, wie man es mit Müttern regeln kann! PDLs sollten da dabei sein und auch keine Versprechungen machen, die dann von anderen, die Dienstpläne schreiben, gebrochen werden!

Ich habe meine Konsequenz gezogen und suche mir eine neue Stelle auch wenn es mir für meine Patientin total leid tut, weil uns echt gut verstehen! :cry:

LG maxi73
 
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mary_jane

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Ich finde hier wird von Extremen ausgegangen.
Wir haben im Team einige Mütter, aber ich hatte bisher selten das Gefühl, ihre Sonderrechte ausbaden zu müssen.
Ein gesundes Team sollte doch ein paar "Extrawürste" kompensieren können.

Das Problem Arbeiten mit Kindern ist ein gesellschaftliches Problem und nicht nur das Problem unflexibler Mütter.
Wie soll man es den geregelt bekommen, wenn man nicht grad ein Vermögen für die Betreuung ausgibt oder fitte Großeltern mit Zeit in der Nähe hat.
Gut, was geht das die Kinderlosen an?
Wirklich nix?

Gruß, Mary.

Ach ja, die Haustiere werden wohl später kaum die Pflege ihrer Frauchen und Herrchen übernehmen, etwas in die Sozialversicherung einbezahlen...... um mal bei diesem kreativen Vergleich zu bleiben.
 
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chirurg. ITS
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Maarek

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AW: Darf ich das sagen, ohne kinderfeindlich zu sein ...?

Denke, wenn die Rahmenbedingung durch unfähige AG so ein Missstand erlauben.
Sollte man so Reflektiert bleiben den Kern des Übels zu erkennen. Und nicht auf Minderheiten losprollt.

Ändert was am System. Offene Gesprächsrunden evtl. mit Moderatoren. Aber geht nicht aufeinander los.
 
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