Atmung & Beatmung Cuffdruck und entcuffen bei Bronchialtiolette?

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R

Renate

Hallo Kollegen
Ich habe an euch 2 Fragen:
1.) wie hoch soll der Cuffdruck sein? (bei Langzeituben - high volume low pressure cuff),
wir cuffen meist zwischen 30 - 40 mbar, Richtlinie: ca. 10 mbar höher als der P max bei der Beatmung, bei sehr unruhigen Patienten - oft in der Aufwachphase, wenn sie "husten, würgen, gegen die Beatmung pressen" (ich weiß nicht wie ich es besser beschreiben soll) auch bis 50 mbar

2.) wie oft entcufft ihr den Tubus?
gar nicht, bei jeder Bronchialtoilette, ...
an unserer Intensivstation entcuffen wir ca. alle 12 Stunden bei der Absaugung, wobei ich Intensivstationen kenne, welche bei jeder Bronchialtoilette kurz entcuffen und anderere wieder gar nicht

Noch eine Frage: wißt ihr, gibt es Studien darüber, und wenn ja, wie und wo kann man die beziehen?

Vielen Dank und Gruß
Renate
 
K

Kai-Uwe

Themenstarter/in
Zu 1)
Es gibt Cuffdruckmesser wo ein grüner Bereich eingezeichnet ist der nicht überschritten werden sollte.Der liegt so bei 20-30 mbar,dann kommt es noch darauf an welche Beatmungsdrücke benutzt werden.Aufgrund dessen kann es zu erheblichen Druckverlusten durch zu wenig blockung kommen.
Zu 2)
Völlig unverständlich finde ich das entcuffen vor der Absaugung,soll die ganze Suppe aus dem Rachen in die Lunge laufen?Wenn ja warum?
Das restliche Sekret aus dem Rachen kann man gut mit sogenannten Spültuben und Rachenspüllösung (Nacl0,9%)herausbekommen oder einfach den Rachen so ausgiebig mit Wasser spülen.
 
S

Sabine Kuhn

Mitglied
Basis-Konto
01.08.2000
Hallo Renate,
der Cuffdruck wird bei uns bis Max. 30 mbar geblockt-nur selten höher-meistens stimmt dann etwas nit dem Tubus oder der Trachealkanüle nicht und wir streben eine Umintubation an!
Ich habe auch manchmal Patienten die nur einen Cuffdruck von 15 mbar benötigen um keine Nebenluft zu haben!
Ein entblocken als Routinemaßnahme führen wir nicht durch!
Spühltuben setzen wir auch ein!
Eine Entblockung mache ich persönlich nur dann wenn ich den Tubus korregieren muß ! Allerdings habe ich auch schon von Kollegen gehört das sie den Tubus entblocken um eine Drucknekrose zu verhindern im Rahmen der Tubusumlagerung alle 8 Stunden!
Das Kontrulieren des Cuffdrucks erscheint mir als beste Methode Drucknekrosen zu verhindern!
Also nicht nur nachblocken, sondern auch immer wieder Kontrolle! Dabei ist der Umgang mit den Meßgeräten! Nach Ablassen von Druck mittels Meßgerät -dekonektieren und neu messen!

Bis bald

Sabine

der Meßgeräte dekonektieren-neu aufsetzen und messen


Cuffdruckmessgeräten zu beachten! Nach entlastungen per Meßgeräten
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
chirurgische ITS
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Administrator
Teammitglied
05.07.2001
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