Kölner Stadt-Anzeiger Corona-Talk bei „Illner“: Giffey: „Auch ältere Menschen sind mündige Bürger“

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22.07.2016
Kölner Stadt-Anzeiger - Politik
Corona-Talk bei „Illner“: Giffey: „Auch ältere Menschen sind mündige Bürger“
Wenn sich das Coronavirus erst einmal in einem Alten- oder Pflegeheim ausbreitet, ist es meist zu spät; und oft mit besonders fatalen Konsequenzen verbunden. Erstens zählen die Bewohner solcher Einrichtungen zur Risikogruppe und sind daher noch einmal mehr gefährdet, zweitens fehlt es dort in vielen Fällen an Personal, Schutzkleidung und Testkapazitäten. Im niedersächsischen Wolfsburg beispielsweise sind vor etwas mehr als einer Woche mehr als 20 Menschen in einem Heim für Demenzkranke infolge einer Corona-Infektion gestorben, in Würzburg wenige Tage zuvor ebenfalls viele Senioren. Deshalb lässt sich ein leichter Schluss ziehen: Pflege- und Altenheime sind zu Pandemie-Hotspots geworden. Die Runde bei Maybrit Illner widmete sich der Thematik am Sonntagabend in einem “Corona spezial”. Der Talk drehte sich um die Fragen, was mit den Risikogruppen in Zukunft passiert, ob für sie die strengen Maßnahmen weiter gelten, wenn sie für andere Gruppen gelockert werden - oder ob gar eine Verschärfung droht. Maybrit Illner: Gäste am 5. April Franziska Giffey: Die Bundesfamilien- und seniorenministerin sagt zu den strengen Regeln in Alten- und Pflegeheimen: “Es dient dazu, gerade an Orten, wo die Gefährdungslage besonders groß ist, zu versuchen, Gefahren einzugrenzen - so lange, wie es nötig ist.” Robert Habeck: Der Parteivorsitzende der Grünen erläutert: “Das Selbstbestimmungsrecht der älteren Menschen gilt über den Shutdown hinaus. Die Abwägungsdebatte beginnt jetzt erst.” Klaus Reinhardt: Der Präsident der Bundesärztekammer betont: “Die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken, ist bei Älteren höher als bei jungen Menschen. Einen besonderen Schutz brauchen die Menschen schon.” Hendrik Streeck: Der Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Bonn sagt: “Es macht Hoffnung, eine Verlangsamung der Verdoppelungszeit zu sehen. Aber man muss das erst einmal ein paar Tage beobachten.” Eva Ohlerth: Die Altenpflegerin und Buchautorin erläutert: “Die Zustände mit dem Besuchsverbot finde ich für demente Menschen eine absolute Katastrophe. Wir haben die Situation kommen sehen.” Ursula Hönigs: Die Leiterin des Hermann-Josef-Altenheims in Erkelenz ist auch Vorstandsmitglied im Deutschen Berufsverband für Altenpflege (DBVA). Sie sagt: “Wir haben bei uns einen betroffenen Bewohner. Aber wir leben im Kreis Heinsberg auch schon seit fünfeinhalb Wochen in einem Ausnahmezustand.” Lockerung der Kontaktsperre Natürlich nahm auch bei “Illner” die zuletzt schon so häufig gestellte Frage nach der Exit-Strategie einen gebührenden Raum ein. Grünen-Chef Robert Habeck sagte, die Frage nach dem Wie...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta