Allgemein Corona: nationaler Katastrophenfall

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Annavonweitweg

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Moin an Alle,

ich habe einige Fragen und Befürchtungen die ich mit Euch teilen möchte. Vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen oder
Eure Kliniken haben hierzu bereits Informationen/Anregungen oder Ideen veröffentlicht.
Wichtig ist vielleicht, dass ich in einer psychiatrischen großen Klinik arbeite. Bei uns wurden bereits diverse Kollegen auf Stationen zentriert um Häuser ,,freizuräumen''(?) & vermutlich Personal für den kommenden Notstand zu ,,schonen''. Was ich sehr richtig finde.

1. Wenn die Schutzbekleidungen ausgehen und es mir nicht mehr möglich ist adäquat zu arbeiten, kann ich dies dann verweigern?
2. Wo finde ich die ,,Grundregeln''(?) zum nationalen Katastrophenfall, es wird doch sicherlich eine grobe Handlungsrichtlinie geben?
3. Ist es gesetzesgemäß, dass ich bereits jetzt keinen verlässlichen Dienstplan habe, sondern von Tag zu Tag entschieden wird? Also ist die Notsituation schon so groß, dass dies gerechtfertigt ist?
4. Mein Arbeitsvertrag habe ich mit der Klinik geschlossen, die zu einer Holding innerhalb der Stadt gehört. Darf entschieden werden, dass ich z.B. in der Somatik arbeite, wenn der Katastrophenfall eingetreten ist?
5. Wie sieht es aus mit Gefahrenzuschlägen?

Vielleicht habt ihr dazu schon konkrete, stichhaltige Informationen oder Handlungsanweisungen bekommen und könnt mir ein Bild davon vermitteln wie Eure Arbeitgeber damit umgehen oder andere Fragen, die ich vielleicht beantworten kann.
Unsere Klinik scheint im Verhältnis zu den umliegenden Kliniken & Psychiatrie bereits sehr früh solche Maßnahmen ergriffen zu haben.

MfG,
Anna
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin
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Psychiatrie
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Igel77

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Moin,
Zu 1.): Ich denke schon. Eigenschutz geht vor Hilfeleistung. Im Gegenteil, der AG ist vermutlich regressfähig, wenn unzureichende Schutzmaßnahmen getroffen werden, wozu ich die ausreichende Bestückung mit Handschuhen, Schutzkitteln, Desinfektion etc. Einfach zähle.
Zu 2.) Die Grundregeln in dieser Krise sind die vom RKI vorgegebenen Leitlinien zur hygienischen Händedesinfektion, sowie jene zum Vermeiden der Übertragung.
3.)Ich denke nicht, das das erlaubt ist. Was sagt der BR?
4.) Wenn es ein Unternehmen ist: vermutlich ja.
5.) Wenn du das nicht in deinem Arbeitsvertrag hast, gibt es keine Verpflichtung. Im Gegenteil, es könnte passieren, das die Psychiatriezulage (wenn es die bei Dir gibt) gestrichen wird, als insult to injury. (Mein alter AG hätte es gemacht und es auf Klage ankommen lassen.)
 
Qualifikation
Gesundheits - und Krankenpfleger
Fachgebiet
Psychiatrie
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bowielein

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Da vom nationalen Notstand geschrieben wurde, gehe ich davon aus, daß die TE in Österreich wohnt und arbeitet. Somit bitte aufpassen, es gibt andere rechtliche Grundlagen.
 
Qualifikation
Intensivpfleger
Fachgebiet
Rottweil
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