Kölner Stadt-Anzeiger Corona-Lockerungen: So unterschiedlich gehen die Bundesländer jetzt vor

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Corona-Lockerungen: So unterschiedlich gehen die Bundesländer jetzt vor
So rasant Bund und Länder im März das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben heruntergefahren haben, so schnell fahren sie es nun wieder hoch. Schon in den vergangenen Tagen hatten einige Bundesländer Kurs auf Lockerungen der Beschränkungen genommen. Nach der Videoschalte zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten am 6. Mai geht es nun mit Tempo weiter. Die wichtigsten Änderungen im Überblick: Bremen Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) warnte noch am Tag vor der Schalte vor einem “Geschwindigkeits- und Überbietungswettbewerb” der Bundesländer und Ministerpräsidenten bei den Lockerungsplänen der Corona-Maßnahmen. Es sei jetzt wichtig, koordiniert vorzugehen und dabei einen kühlen Kopf zu bewahren. Nachdem die Nachbarländer dennoch eigene Pläne präsentiert haben, signalisiert auch Bremen Bereitschaft, ab Mitte Mai die Gastronomie schrittweise und unter der Berücksichtigung von Hygieneauflagen wieder zu öffnen. Saarland Die saarländische Landesregierung arbeitet ebenfalls an Lockerungen. Seit dem 4. Mai sind die Schulen für die Abschlussklassen geöffnet. Familienangehörige, die nicht im gleichen Haushalt leben, dürfen sich wieder treffen. Auch Museen, Zoos, Freizeitparks sowie Sport- und Spielplätze können unter Auflagen geöffnet werden. Das Gleiche gelte für Friseure, Kosmetiker und Piercing- oder Tattoostudios. Gottesdienste sind ebenfalls wieder möglich. Im Saarland dürfen die Gastronomiebetriebe spätestens am 18. Mai wieder ihre Türen öffnen. Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz plant weitreichende Lockerungen – Schritt für Schritt: Das Besuchsverbot in Heimen im Land wurde bereits gelockert. Bewohner dürfen künftig einmal am Tag eine Stunde Besuch empfangen und auch das Gelände in Begleitung verlassen. Vorgesehen sind zudem umfangreichere Tests von Heimbewohnern und -personal auf das neue Coronavirus. Künftig sollen sich überdies Menschen aus bis zu zwei Haushalten treffen dürfen. Zwei Familien nannte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Bund-Länder-Schalte am Mittwoch als Beispiel. Die Kitas sollen bis zu den Sommerferien bei Bedarf für alle Kinder geöffnet werden. Bis Anfang Juli werde der Betrieb in den Kindertagesstätten erweitert “für alle, die das möchten und deren Eltern das möchten”, sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Die Schulen werden zum 25. Mai für die dritten, fünften und sechsten Klassen geöffnet. Am 8. Juni folgen die übrigen: die Klassen eins, zwei, sieben, acht und neun. Mitte Juni sollen alle Schüler wieder in der Schule sein und nach einem rollierenden System unterrichtet werden. Bereits zum 18. Mai sei für weitere Klassen der Berufsbildenden Schulen eine Rückkehr zum Präsenzunterricht vorgesehen. Restaurants, Cafés und Gaststätten können ab 13. Mai öffnen - drinnen und draußen, aber nur unter Einhaltung der Hygieneschutz- und Abstandsregeln. Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze für Kunden mit eigenen sanitären Einrichtungen sollen fünf Tage später am 18. Mai öffnen dürfen. Sie müssen auch die Schutzmaßnahmen einhalten. Gleiches gilt für Familienferienstätten oder Jugendherbergen. Die Landesmuseen dürfen ab 15. Mai wieder besichtigt werden. Das selbe gilt für die Römerbauten in Trier, die Burg Trifels, die Hardenburg in Bad Dürkheim und die Festung Ehrenbreitstein sowie das Schloss Stolzenfels in Koblenz. Die KZ-Gedenkstätten in Osthofen und Hinzert sind bereits ab dem 12. Mai wieder öffentlich zugänglich. Baden-Württemberg Der Grünen-Ministerpräsident Winfried Kretschmann mahnt seit Tagen zu Geduld, dennoch erarbeitete auch Baden-Württemberg nun einen Lockerungsplan. Nach Gottesdiensten, Zoos und Friseuren sollen in den kommenden Wochen weitere Bereiche gelockert werden. Kretschmann hat ein Ampelsystem angekündigt, mit dem von grün bis rot Bereiche des öffentlichen Lebens nach der Corona-Infektionsgefahr unterteilt werden. Nach dem Entwurf soll nicht nur die Außengastronomie, sondern auch der Innenbereich von Speisewirtschaften noch im Mai wieder öffnen dürfen. Freiluft-Ausflugsziele mit Einlasskontrolle sowie kontaktarme Freizeitangebote wie Minigolf sollen gemäß dem Entwurf des Staatsministeriums vor Pfingsten in Baden-Württemberg wieder erlaubt sein. Ab Pfingsten sollen dann Fitnessstudios, Tanzschulen, Besucherzentren und Freizeitparks folgen. Außerdem öffnet das Land schrittweise wieder alle Schulen und Kitas. Schon jetzt können die Menschen wieder Zoos und Museen besuchen. Auch Freizeit-Fußballer dürfen in Baden-Württemberg im Zuge der Lockerungen für den Breitensport mit strengen Auflagen wieder auf den Rasen zurückkehren. In Kleingruppen werde etwa ein Zirkeltraining oder Torschusstraining erlaubt, kündigte das Kultusministerium an. Spielsituationen mit Körperkontakt sind aufgrund der Coronavirus-Krise weiter untersagt. Die Lockerungen unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen für den Breitensport im Freien sollen voraussichtlich am 11. Mai in Kraft treten. Darunter fallen unter anderem auch Leichtathletik, Golf, Tennis, Reiten, Segeln, Klettern, Kanusport und Sportschießen. Bayern Bayerns Ministerpräsident galt lange als Mahner, nun hat auch er einen Lockerungsplan vorgestellt. So ist der Besuch der engeren Familie ab 6. Mai erlaubt. Konkret heißt das, neben Ehegatten und Lebenspartnern dürfen sich auch Großeltern, Eltern, Kinder und Geschwister wieder sehen - Verwandte in gerader Linie, heißt es in der Rechtsverordnung. Aber es geht auch ohne Familie: Bereits vom 8. Mai an dürfen sich wieder mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen - und zwar sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum. Ab 9. Mai ist zudem der Besuch von Verwandtschaft in Pflegeheim und Krankenhaus möglich. Am 11. Mai öffnen alle Geschäfte sowie Zoos, Bibliotheken und Museen. Allerdings müssen die Händler und Verantwortlichen sicherstellen, dass die Kunden und Besucher 1,5 Meter Abstand wahren können und dass es nicht zu voll wird. Auf 20 Quadratmeter Verkaufsfläche etwa darf nur ein Kunde kommen - mit Maske. Ab 18. Mai dürfen Außenbereiche von Speiselokalen geöffnet werden. Ab 25. Mai können Restaurants auch drinnen servieren. Nach den Abschlussklassen kommen ab 11. Mai Schüler, die nächstes Schuljahr Prüfungen ablegen. An den Gymnasien kehren die Elftklässler zurück, an den Realschulen die Jugendlichen der neunten Klassen und an den Mittelschulen die Achtklässler. Auch Viertklässler dürfen am 11. Mai in die Grundschule, bis Mitte Juni...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta
 
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