Corona - kein Thema???

Flybee

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Tach zusammen,

mich erstaunt, dass die ganze Corona-Situation hier im Forum anscheinend gar kein Thema ist...
Habt Ihr gar keinen Mehraufwand durch die Situation? Bei mir ist es so, dass sich seit Wochen mein ganzes QM-Tätigkeitsfeld nur noch um Corona dreht... täglich werden neue Dokumente und Verfahrensanweisungen nötig, um die sich ständig ändernden Vorgaben von RKI und Land bzw. Stadt umzusetzen...
Langsam aber sicher vergeht mir der Spaß an der Sache!
Wie sieht es bei Euch aus?

Grüsskes
Flybee
 
Qualifikation
Qualitätsmanager im Gesundheitswesen
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Gemeinnütziger Träger von Pflegeeinrichtungen
Weiterbildungen
Qualitätsmanager (TÜV) Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie Teamleiter Call Center (IHK)
Studium
Gesundheits- und Sozialökonom (VWA)
R

resigniert

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Das Thema Corona im Gesundheitsjob wird recht heiß diskutiert, im anderen Forum
 
Qualifikation
GuK
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Berlin_PFK

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Tach zusammen,

mich erstaunt, dass die ganze Corona-Situation hier im Forum anscheinend gar kein Thema ist...
Habt Ihr gar keinen Mehraufwand durch die Situation? Bei mir ist es so, dass sich seit Wochen mein ganzes QM-Tätigkeitsfeld nur noch um Corona dreht... täglich werden neue Dokumente und Verfahrensanweisungen nötig, um die sich ständig ändernden Vorgaben von RKI und Land bzw. Stadt umzusetzen...
Langsam aber sicher vergeht mir der Spaß an der Sache!
Wie sieht es bei Euch aus?

Grüsskes
Flybee
Wie es aussieht? Bei allen gleich. Wäre ja ein Wunder, wenn es irgendjemandem gerade anders ginge. Glaube aber auch, es geht wohl den meisten so: Machen statt Jammern. Was anderes bleibt ja nicht. Und das diese Mischpoke aus Verschwörungstheorien, Coronaleugnern, Aluhutträgern und Impfgegnern sich anderswo die Köppe einschlägt kann mir nur recht sein. Diesen "facebook auf, facebook ganz schnell zu machen"-Effekt brauch ich nicht auch noch in meinen Foren, um mir den Tag vollends zu verhunzen. Erschreckend, was sich da für Abgründe auftun. Noch erschreckender, dass das "Kollegen" sein sollen. So viel kann ich gar nicht essen, wie ich da...na, ihr wisst schon.
 
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APFK
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Ambulanter Dienst
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Wärter

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Guten Morgen zusammen,
mich hat es tatsächlich auch erstaunt, dass hier keine Diskussion rund um das Thema entstanden ist. Ich selbst habe aber auch nicht geschrieben, auch wenn es mich in den Fingern gejuckt hat. So ein Forum bietet die ideale Plattform um sich gemeinsam an Themen wie Besucherkonzepten abzuarbeiten, damit nicht jeder das Thema neu erfinden muss. Auch ein Erfahrungsaustausch was gut und was schlecht funktioniert hat, könnte manchem Versuch und Irrtum ersparen.
Eine Sache die mich aber interessiert. Ich nehme mehr als jemals zuvor ein unglaubliches Kompetenzgerangel zwischen Behörden, Ämtern und Politik war. Das Land NRW haut Verordnungen raus die mit heißer Nadel geschrieben und mit der Praxis nicht abgesprochen sind, die WTG Behörden liegen sich mit den Gesundheitsämtern in den Haaren und zwischen diesen Mühlsteinen muss die zum Supermacher mutierte Einrichtungsleitung für die Praxis alles richten und hält für alles den Kopf hin.
Ist das auch in anderen Bundesländern / Kreisen so oder kommt nur mir das so vor?
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Stationär
D

dawala

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Hallo,

ich bin ja nicht mehr berufstätig, aber von Anfang an denke ich mir, Dienst nach Vorschrift wäre für sehr viele Pflegekräfte die angemessene Antwort auf das Thema gewesen.

So lese ich von Gegenden, wo es vorne und hinten an Arbeitsschutzmaßnahmen fehlte weil Politik es nicht für nötig hielt solche auch nur anzudenken. Ich hörte und las von Effektivität, welche von den hoch bezahlten Planern als nicht vorhanden bezüglich des Themas verstanden wurde. Mit Infizierten Arbeitende nähten sich dann nach Feierabend selbst irgendwelche Masken.

Dienstherren haben eine FürsorgePFLICHT. Die ist im Arbeitsrecht gesetzlich verankert und kann nicht einfach einseitig aufgegeben werden. In keinem anderen Berufsbereich lassen sich die Arbeitnehmer / Auftragsannehmer dermaßen übers Ohr hauen wie in der Pflege. Warum?

Ich bin mal eine Zeit Taxi gefahren und da fiel bei einem Auto ständig die Bremse aus. Das Auto kam mehrfach in die Werkstatt, aber diese wurde nicht fündig. Gäste bezeugten, dass die Bremsen ausgefallen waren. Mein Chef war als streitlustig bekannt und so verhandelte also ein Gericht darüber. Das gesamte Bremssystem wurde ausgewechselt.

Sehr viele Pflegekräfte sind ohne Bremsen auf der Autobahn in der Hauptverkehrszeit unterwegs gewesen und zwar ganz klaglos.

Ich habe damals auch Just-In-Time-Fahrten gemacht über weite Strecken. Wenn ich nicht vor jeder Fahrt den genauen Fahrplan erhalten hätte wäre ich erst gar nicht losgefahren. Alleine schon, um keinen Ärger mit den Kollegen im Betrieb und den Fernfahrern unterwegs zu bekommen.

Wie ich las hatte der Ministerpräsident von NRW die Idee, alle frühverrenteten Pflegekräfte zurück in den Dienst zu beordern. Nach den ihn vorliegenden Fakten wäre dadurch jeglicher Pflegeengpass beseitigt gewesen. Das Bundeskanzleramt wollte das wohl nicht. Darf ich einladen mal darüber nachzudenken?
 
Qualifikation
Krankenschwester, Industriekauffrau
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Frank67

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...wo soll ich anfangen??...Ambulant in Niedersachsen...der Arbeitgeber versorgt die Mitarbeiter mit ausreichend und richtigem Schutzmaterial....das wars schon...denn: Angehörige, Klienten, Ärzte und Gesundheitsamt sind die Risikofaktoren!
Angehörige kommen und gehen wie sie wollen, Klienten machen, was sie wollen, Ärzte machen keine Tests, schreiben aber "Verdacht auf Corona" in die AU und Gesundheitsämter glänzen - genau wie die Ärzte - nur durch telefonische Anwesenheit mit "klugen" Ratschlägen....und was hier in unserem Betrieb alle am meisten "Nervt", ist die Dumme Klatscherei und das Gesinge der Leute ohne wirklich die Situation wirklich ändern zu wollen (Tenor aus mehren Kollegen/innengesprächen!). Wir werden diese Kriese natürlich meistern....aber ob wir (Die Pflege) gestärkt und mit einer anderen Wahrnehmung und Wertschätzung durch die Gesellschaft da raus kommen, bezweifele ich Ernsthaft. Alleine das Wort "systemrelevant" , welches derweil jeder Depp für sich beansprucht und dies Ach-so-gestressten "Homeoffice"-syndrom als Merkmal von besonderer Wichtigkeit zu Felde getragen, zeigen (mir zumindest ..) eine gegenläufige Tendenz.
Glück auf,
Frank.
 
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PDL
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Ambulant
Dreeny83

Dreeny83

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Wir sind bei uns im Haus die Verdachtsstation. Alles was Temperatur, Husten, Schnupfen, Geschmacks- und Geruchsveränderungen hat, aus dem Pflegeheim oder amb Pflege kommt etc. wird zuerst bei uns gescreent und geht dann meistens nachmittags auf die anderen Stationen verlegt, damit wieder Platz ist. Das ist ein enormer Aufwand, der leider nicht immer von allen im Haus wahrgenommen wird. Jeden Tag ein neues Konzept zum umsetzen, interdisziplinäre Patienten, meistens Vollpflegefälle und das Tag ein Tag aus. Wir gehen ziemlich auf dem Zahnfleisch, körperlich als auch psychisch, aber mehr als blöde Sprüche und „das schafft ihr schon“ kommt leider nicht.
Wie sieht es bei euch aus?
Wurde das Personal wegen des Mehraufwandes aufgestockt?
 
Qualifikation
Krankenschwester
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Neurologie
Monika58

Monika58

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Tach zusammen,

mich erstaunt, dass die ganze Corona-Situation hier im Forum anscheinend gar kein Thema ist...
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Wie sieht es bei Euch aus?

Grüsskes
Flybee
Hallo Flybee, die Antwort liegt in Deiner Anfrage: keiner weiß etwas Genaues, aber alle versuchen, das Beste aus der sich täglich veränderten Situation zu machen. Ich bin auch nicht ganz sicher, ob man in diesem Forum wirklich eine fachliche Diskussion führen kann, da die Quellen der Meinungsgebung eben nicht immer seriös sind, und -wie Du schreibst- selbst aus "zuverlässigen Quellen" wie RKI und Land bzw. Stadt keine klare Ansage kommt.
Ich kann als QM in einem MVZ Deine "Qual" nachvollziehen, schnell mit den QM-konformen Dokumenten reagieren zu wollen. Aber manchmal muss man eben erst nach den Regeln der Kunst handeln, und dann verschriften :angelic:;)
LG Monika
 
Qualifikation
Lehrerin für Pflegeberufe, Qualitätsmanagerin
Fachgebiet
Leiterin Fachseminar für Altenpflege
M

marinadiezweite

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Hallo Flybee, ich glaube, das QM-Tätigkeitsfeld wird zur Zeit besonders beansprucht. Bei uns kommen fast täglich neue Zettel. Und manchmal weiß die QM selbst nicht, was das genau bedeutet oder wie Zettel ausgefüllt werden müssen. Die ganzen Hygienehinweise finde ich ja noch machbar. Einfach machen und basta. Ich habe das Gefühl, wenn man bei der Arbeit auch noch diese Dinge in Frage stellen würde, dann käme man nicht mehr zurande. Dauernd müssen umfangreiche Dinge durchgelesen werden und abgezeichnet, puh. Wir nehmen es teilweise so hin und fertig. Letztlich geht es auch darum, dass man nachher nicht sagen kann, wußte ich nicht, hat mir keiner gesagt... .
Arbeitgeber und QM haben eine Infopflicht und Arbeitnehmer eine Durchlesepflicht. Soviel Zeit muss immer sein und diese muss man sich nehmen. Wünschen würde ich mir auch, dass zeitnaher alles an alle Kollegen kommt. Und ich würde mich manchmal auch freuen, wenn die Materialien für die Maßnahmen einfach vorhanden sind. Und nicht ein Gejammer entsteht, dass das Material ja so knapp ist und deshalb erstmal gehortet werden müssen und man bitte bitte machen muss. Manche Arbeitgeber haben in dieser Zeit immer nur gemacht, was gefordert wurde, kein bisschen mehr. Ich finde aber, dass wir in Berufen, in denen Hygiene gelehrt wird, uns auch selbst mal genau Gedanken machen müssen, was wir tun, wenn wir vor was schützen wollen und was dazu gehört. Dann leuchtet einem manches schon mal ein bisschen mehr ein.
Dienst nach Vorschrift kann ja gerne machen, wer möchte. Dass es Mehraufwand ist, ist mir klar gewesen und ich sehe das halt so, dass die Patienten, Bewohner, auch nichts für Corona können. Ja, manches zieht sich hin, hier mal eine viertel Stunde drangehängt, dort länger was erklärt und Leute mit Schutzkleidung versehen, da bleibt was anderes liegen oder muss zurückgestellt werden. Das ist nicht schön.
Aber, es gibt Formulare und Vordrucke, da steigt bei uns fast keiner mehr durch. Seitdem Besuche erlaubt sind, hat die Bürokratie zugenommen ohne Ende. Und die Abwehr aus allen Ecken. Ich finde, es schadet nie, mal nachzuhaken und nachzufragen, wie dieses oder jenes gemeint ist. Ich hab dann mal so eine Formulierung erhalten, dass die Zettel von oben kommen (Konzernleitung oder so war wohl gemeint) und daher nicht geändert werden dürfen. Das ist einem ja klar. Aber es schadet nichts, wenn man diese Vordrucke, die von § und Doppelfragen nur so wimmeln, sich mal genau anschaut. Die ausfüllenden stehen da teilweise, obwohl Doktoren oder so, wie Ochs vorm Berge. Und ich will in meiner Arbeit auf keinen Fall Diskussionen um Für und Wider von Masken, Datenschutz oder notwenigen oder nicht notwendigen Fragen stellen. Weil, und das klingt jetzt vielleicht streng, mir der Abstand vor allem zu ''Fremden'' immer noch das allerwichtigste Kriterium zu sein scheint. Und da ist es nicht toll, wenn mit viel Spucke diskutiert wird.
 
Qualifikation
Altenpflegeassistentin
Fachgebiet
stationäre Altenpflege
Weiterbildungen
Einjährige Ausbildung Pflegeassistentin Alten- und Krankenpflege mit Ausbildung als Alltagsbegleiterin §87b, jetzt 53c
N

nattvakt

Mitglied
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Stuttgart
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Gibt es bei Euch keine Arbeitskollegen, die Corona als nicht so schlimm erachten, an irgendwelche Verschwörungstheorien glauben, sogar auf Demos gehen und nichts von der Maskenpflicht halten? Wie geht Ihr bzw Eure Leitung damit um?
Bleibt gesund
 
Qualifikation
päd. Fachkraft
Fachgebiet
Kinder/Jugendliche
Weiterbildungen
Erlebnistherapie, Erlebnispädagogik
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