Corona Bonus Zahlungen Betriebe finden ausreden ?

Sternenschweif

Sternenschweif

Neues Mitglied
Basis-Konto
Hallo zusammen,

ich verfolge die Berichte zu den Bonus Zahlungen der Pflege schon seit anfang der Debatte. Habe mir dazu schon einige Dokumente ausgedruckt und schaue fast täglich nach updates. Sie soll ja im Juni /Juli ausgezahlt werden .
Ich habe meine PDL nun darauf angesprochen wie das genau funktioniert. Ihre Aussage dazu war, das unser Unternehmen (in Berlin) die Bonus Zahlung nur für Pflegefachkräfte vorgesehen ist.

Laut diesem Bericht soll sie aber jeder Bekommen der in der Pflege arbeitet.


Andere Arbeitskollegen berichteten mir das sie gesagt bekommen haben, das es nicht für die Privaten Pflegedienste bestimmt sei und somit keine Zahlungen zu erwarten sind.

Ich würde gerne wissen, was jetzt nun stimmt.
Und ob es irgendwelche anmelde Protokolle zu erledigen sind , wie in Bayern.
 
Qualifikation
Altenpflege
F

Frank67

Mitglied
Basis-Konto
...also zumindest in Berlin zahlt die Stadt für Stadteigene Pflegeeinrichtungen einen Bonus, das hat aber nichts mit der Bundeszuwendung zu tun...die 1000€ Bonus sind für Vollzeitkräfte in der Pflege Fix (Teilzeit Anteilig) und können durch den Arbeitgeber oder das Bundesland zusätzlich aufgestockt werden (siehe Berlin..)
Gruß,
Frank.
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Ambulant
I

Igel77

Mitglied
Basis-Konto
40
Oldenburg
0
[Sarcasm]Also ... es würde mich doch sehr stark wundern, wenn es in dieser schönen Republik keine Betriebe geben würde, die den Gratisgeldregen von (Anzahl Mitarbeiter) x 1000 Euro für sich einzustreichen versuchte.[/Sarcasm]
 
Qualifikation
Gesundheits - und Krankenpfleger
Fachgebiet
Psychiatrie
H

haekchen

Mitglied
Basis-Konto
Moin zusammen.
Das könnte aber auch daran liegen, dass die Informationen aus den offiziellen Quellen über das Procedere der Bonuszahlungen nur tröpfchenweise und sich teilweise widersprechend bei den Arbeitgebern ankommen. Bin selbst PDL und Inhaber eines Pflegedienstes. Ich warte gespannt darauf, endlich die Modalitäten bzgl. der Auszahlung und der Refinanzierung des Bonus vorliegen zu haben, damit ich diesen an meine Mitarbeiter auszahlen kann. Die Frage der Refinanzierung ist sehr wichtig für mich, da ich mir die Auszahlung bei 13 Mitarbeitern sonst nicht leisten kann. Ich habe den Pflegedienst erst vor kurzem übernommen und dementsprechend noch keine Reserven aufbauen können.
Seit Beginn der Diskussion über den Pflegebonus habe ich aus den verschiedensten Quellen sich widersprechende Informationen erhalten. Nicht hilfreich war dabei das Vorpreschen einiger Einrichtungen in Ostdeutschland unter der Federführung einer Gewerkschaft und eines Bundesverbandes, welche den Bonus als Mittel zum Mitgliederfang nutzten, bevor Einzelheiten über die Modalitäten überhaupt bekannt waren. Dies suggerierte vielen Mitarbeitern in der Pflege schon vor Wochen, dass der Bonus schon sicher und beschlossen wäre und die Arbeitgeber ihn einfach nicht zahlen wollten.
Fakt ist jedoch, dass erst jetzt klar ist, wie hoch der Bonus und dessen Refinanzierung tatsächlich ausfallen und für welche Berufsgruppen diese vorgesehen sind. (alle in der Altenpflege beschäftigten Berufsgruppen in unterschiedlicher Höhe) was noch immer unklar ist, ist wie die Beantragung der Mittel hierfür vonstatten geht. Darüber werden die Arbeitgeber in den nächsten Tagen informiert. Klar ist nur, dass die Mittel auf die Konten der Arbeitgeber überwiesen werden, von diesen umgehend, spätestens mit der nächsten Gehaltszahlung an die Mitarbeiter weiterzuleiten sind und diese Weiterleitung nachgewiesen werden muss.

Fazit: Nicht jeder AG ist ein Knauser, gönnt seinen Mitarbeitern nichts und will sich am Bonus bereichern. Es fehlen vielleicht nur die nötigen Informationen...

Gruß
haekchen
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
ambulante Pflege
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kati 354
A

Anselm W.

Neues Mitglied
Basis-Konto
0
0
Hallo in die Runde,
ich kann mich dem Nutzer haekchen nur anschließen und finde auch, dass die Informationslage lange nicht klar war. Ich orientiere mich an dem "Zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite", bei dem zwar noch nicht alles mit der letzten Endgültigkeit geregelt ist, ich jedoch versuche, baldmöglichst die darin beschriebene Prämie in Höhe von bis zu 1000 Euro für meine Mitarbeiter zu erhalten (knapp 40 Mitarbeiter). Ich arbeite hier seit kurzem mit einem jungem Startup zusammen, die aus meiner Sicht eine solide und schlaue Lösung entwickelt haben und die uns bei der Umsetzung unterstützen. Ich teile mal den Link zur Website, auf der ich mich zum Teil informiert habe und stelle gerne auch den Kontakt her, falls gewünscht: Steuervorteile | Value.
Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!
Anselm Wagner
 
Qualifikation
Einrichtungsleiter
Fachgebiet
Kaufmännische Leitung
F

Frank67

Mitglied
Basis-Konto
...hier mal der Stand vom 25.5.:
" Corona-Prämie für Beschäftigte in zugelassenen Pflegeeinrichtungen:
Der Deutsche Bundestag hat am 14.05.2020 das Zweite Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite beschlossen. Das Gesetz wurde am 15.05.2020 vom Bundesrat bestätigt. Das Gesetz umfasst u.a. auch die sog. Corona-Prämie. Anspruchsberechtigt sind grundsätzlich alle Beschäftigten, die im Bemessungszeitraum (1. März 2020 bis 31. Oktober 2020) mindestens drei Monate in einer Pflegeeinrichtung oder einem ambulanten Pflegedienst tätig waren. Die folgende Aufstellung soll Ihnen einen raschen Überblick über die unterschiedlichen gesetzlichen Ansprüche verschaffen.
Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen, die im Bemessungszeitraum drei Monate tätig waren, erhalten die Prämie in der folgenden Höhe: Vollzeitbeschäftigte in Pflege und Betreuung: 1.000 € Vollzeitbeschäftigte, die in einem Umfang von mindestens 25 % ihrer Arbeitszeit tagesstrukturierend, aktivierend, pflegend oder betreuend tätig waren: 667 € Alle weiteren Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen oder ambulanten Pflegediensten: 334 € Freiwillige gem. § 2 des Bundesfreiwilligendienstgesetzes und gem. § 2 des Jugendfreiwilligendienstgesetzes: 100 € Auszubildende der Pflege- und Gesundheitsberufe (Pflegeberufegesetz, AltPflG und 1-jährige Ausbildungen nach Landesrecht): 600 € Beschäftigte in Teilzeit anteilig gem. § 150a Abs. 4 SGB XI. Die folgenden Unterbrechungen der Tätigkeit im Bemessungszeitraum (1. März 2020 bis 31. Oktober 2020) sind für die Berechnung des dreimonatigen Zeitraums unerheblich (§ 150a Abs. 5 SGB XI): - Unterbrechungen von bis zu 14 Kalendertagen, - Unterbrechungen auf Grund einer COVID-19-Erkrankung, - Unterbrechungen auf Grund von Quarantänemaßnahmen, - Unterbrechungen auf Grund eines Arbeitsunfalls oder - Unterbrechungen wegen Erholungsurlaubs. Den Arbeitgebern in der Pflege werden die Prämien im Wege der Vorauszahlung zunächst von der sozialen Pflegeversicherung erstattet. Die Länder und die Arbeitgeber können die CoronaPrämie bis zur Höhe der steuer- und sozialversicherungsabgabenfreien Summe von 1.500 Euro aufstocken. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Länder aufgerufen, dies zu tun. Frau Reimann setzt sich für Niedersachsen dafür ein, dass das Land den Bonus von 1.000 auf 1.500 Euro erhöht und dafür ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden. Die Aufstockung wird dabei Teil des zweiten Nachtragshaushalts sein, der im Juni im Landtag beraten werden soll. Das Nähere zum Verfahren der Umsetzung regelt der GKV-Spitzenverband im Benehmen mit den Trägerverbänden und mit Zustimmung des BMG"
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Ambulant
  • Gefällt mir
Reaktionen: Joseph Brown
I

Igel77

Mitglied
Basis-Konto
40
Oldenburg
0
Ich arbeite hier seit kurzem mit einem jungem Startup zusammen, die aus meiner Sicht eine solide und schlaue Lösung entwickelt haben und die uns bei der Umsetzung unterstützen. Ich teile mal den Link zur Website, auf der ich mich zum Teil informiert habe und stelle gerne auch den Kontakt her, falls gewünscht: Steuervorteile | Value.
Value ist aus Sicht der Unternehmen sicherlich eine schlaue Lösung.

Aus Sicht der Pflege und der gesamten Gesellschaft ist sie eher parasitär.

Wenn man die maximale Anzahl an Sachbezügen/Jahr auf eine Gehaltserhöhung anrechnet, kommt man auf +528 Euro, was eine Erhöhung um 26 Cent/h bedeutet. Auf das gesamte Volumen unversteuerten Einkommens von Pflegekräften (würden alle alles bekommen) bedeutete dies ca. 400 Millionen unversteuertes Einkommen, was sich als als ebenfalls neunstellige Summe bei den Mindereinnahmen in den Steuern und Kassen darstellt.

Von denen wir schließlich auch bezahlt werden.
 
Qualifikation
Gesundheits - und Krankenpfleger
Fachgebiet
Psychiatrie
M

mohrruebe

Mitglied
Basis-Konto
8
0
[Sarcasm]Also ... es würde mich doch sehr stark wundern, wenn es in dieser schönen Republik keine Betriebe geben würde, die den Gratisgeldregen von (Anzahl Mitarbeiter) x 1000 Euro für sich einzustreichen versuchte.[/Sarcasm]
Das ist doch gar nicht möglich, die Auszahlung an die Mitarbeiter muß schließlich nachgewiesen werden.
 
Qualifikation
Freiberufler/Heimleiter
Fachgebiet
Pflegeeinrichtung vollstationär, Tagespflege, betr. Wohnen
Die E-Mail-Adresse wird lediglich zur Versendung des Aktivierungslinks für diesen Beitrag verwendet.

Ähnliche Themen