Arbeitsrecht chronische Krankheit - Krankengeld

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dieKathi

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19.01.2007
Bietigheim
Hallo, ich hoffe, hier kann jemand mir bei folgender Frage helfen:

Jemand ist - neu erkannt - an einer chronischen Erkrankung erkrankt. Diese chronische Erkrankung hat ständig vorhandene Symptome zur Folge mit denen der Betroffene seiner derzeitigen Arbeit trotzdem weiterhin nachkommen kann. Es kommt jedoch in unregelmäßigen, nicht vorhersehbaren Abständen zu akuten Krankheitszuständen, bei denen dann mit Ausfall / Krankschreibung zu rechnen ist.

Nun wurde dieser Person gesagt, dass bei einer chronischen Erkrankung die Krankschreibungstage fortlaufend gezählt würden, auch wenn dazwischen "Gesundtage" mit ganz normaler Arbeitstätigkeit lägen.

Also nehmen wir an, er war im Februar 3 Wochen krank aufgrund eines akuten Krankheitszustandes, hat im März gearbeitet, wird im April wieder akut krank und ist 2 Wochen krank geschrieben. Im Mai arbeitet er, ist im Juni wieder an der chronischen Erkrankung 3 Wochen krank geschrieben - das würde, laut dieser Aussage, bedeuten, dass er ab der 2. Woche krank im Juni nur noch Krankengeld bekäme.

Ist das wirklich rechtens? Ich kenne mich da zu wenig aus, hab aber spontan gedacht, das kann nicht sein. Zählt denn nicht jede Krankmeldung neu für sich genommen, wenn dazwischen Zeiten von ganz normaler Arbeitstätigkeit lagen?
Wenn ich im März, im April und dann wieder im Mai und Juni jeweils wegen eines grippalen Infekts insgesamt 7 Wochen krankgeschrieben wäre, bekäme ich doch auch nicht ab der 7. Woche Krankengeld, wenn ich dazwischen immer wieder gesund war und gearbeitet hätte.

Ist das bei einer chronischen Erkrankung tatsächlich anders?

Danke für alle Hinweise, am liebsten natürlich fundiert und mit Rechtsgrundlage. Damit wäre am meisten geholfen.

Viele Grüße,
dieKathi
 
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Hallo diekathi, es kommt darauf an was bei derKrankschreibung als Diagnose angegeben ist, wenn ich z.B. im Januar 4 Wochen wegen einer erkältung Krankgeschrieben bin, gehe danach 1 Woche Arbeiten und bekomme einen Rückschlag und werde erneut für 4 Wohen Krankgeschrieben, dann bekomme ich jetzt ab der 2. Woche Krankengeld. wirst du allerdings jetzt mit einem MAgen DArm infekt Krank gschrieben dann beginnt die 6 Wochen frist neu. ( Aufpassen, wenn die Krankheit während der ersten Krankschreibung dazu kommt und du dann im Januar 7 Wochen ausfällst ilt trotzdem die 6 Wochen frist vom TAg an der ersten Krankschreibung.) Hoffe konnte dir helfen Grüsse DvD
 
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D

dieKathi

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19.01.2007
Bietigheim
Hallo Depp vom Dienst,
Hoffe konnte dir helfen Grüsse DvD
Bedingt.

Wie gesagt: Es geht bei der Frage um eine chronische Krankheit, bei der es immer wieder mal akute Phasen geben wird. Wann und wie oft diese auftreten werden, ist im Voraus nicht absehbar.

Möglicherweise (hoffentlich) liegen Wochen und Monate zwischen den einzelnen Krankschreibungen. Kann dann - also wenn es sich bei den Krankschreibungen immer um die gleiche, weil chronische Krankheit handelt - tatsächlich die Krankheitszeit zusammengezählt werden, so dass die Gehaltsfortzahlung erlischt und Krankengeld gezahlt wird?

So wie ich dein Beispiel der Krankschreibung bei einer wiederkehrenden Erkältung verstehe (auch dort dann Krankengeldzahlung) hat mein Bekannter die richtige Auskunft erhalten.
Kann jemand das mit rechtlichen Grundlagen untermauern? Ich wäre wirklich sehr dankbar.

Viele Grüße,
dieKathi
 
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Behindertenwohnheim
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Lisy

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03.04.2008
SCHWÄBISCH GMÜND
Hallo die Kathi,
ich hab zwar gesucht leider auf die Schnelle nichts gefunden.
Es ist aber schon so wie DVD schreibt, gleiche Diagnose führt zum Zusammenziehen der Krankheitszeiten.
Dies gilt nicht nur für chronische Erkrankungen sondern auch für "normale" Erkrankungen.
Dabei ist es egal ob Wochen oder Monate dazwischen liegen.
Frag am Besten die Krankenkasse oder euer Lohnbüro. Wenn ich es nicht vergesse such ich dir das Morgen raus.
Gruß Lisy
 
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SchwesterWolfgang

SchwesterWolfgang

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29.11.2008
Cottbus
. . . da hilft ein Blick ins Entgeldfortzahlungsgesetz § 3.
Demnach gibt es bei erneuter Erkrankung wegen der gleichen Krankheit Lohnfortzahlung, wenn
1. vor der erneuten Arbeitsunfähigkeit mindestens sechs Monate liegen, oder
2. seit Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit eine Frist von 12 Monaten abgelaufen ist.
Ansonsten - gibts Krankengeld . . .
 
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