Christentum und Pflege - ein ausgedientes Paar oder zukunftsträchtiges Modell ?

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L

Lisy

Hallo Detini,
Danke
Gruß Lisy
 
C

chrisibes

Mitglied
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08.01.2007
56479
Ich für meinen Teil sage immer:
zum Beten oder Glauben brauch ich keine Kirche.
Das kann ich überall und zu jeder Zeit, wann immer ich es für nötig halte.

In unserem Beruf ist es wichtig die Individualität des zu pflegenden zu respektieren. Ich habe schon mal mit einem Bewohner gebetet, weil ich das Gefühl hatte, dass er das braucht. Darüber war er sehr froh und schenkte mir ein Lächeln und ein einfaches, aber ich denke mal ehrliches Dankeschön.
 
Qualifikation
ex.Krankenschwester
Fachgebiet
Seniorenheim Nachtwache
L

Löwenherz

Mitglied
Basis-Konto
10.03.2006
63150
Ich für meinen Teil sage immer:
zum Beten oder Glauben brauch ich keine Kirche.
Das kann ich überall und zu jeder Zeit, wann immer ich es für nötig halte.
Da gebe ich dir vollkommen Recht, man kann das auch für sich und alleine tun.
Aber es kann sehr schön sein, in Gemeinschaft zu beten - Glauben zu leben.
Das allerdings muss jeder für sich selber rausfinden - und nicht jede Kirchengemeinde lädt wirklich dazu ein.
Das ist wie bei allem im Leben - manches macht man gerne und leichter mit anderen die ebenso Freude daran haben, anderes macht man lieber alleine.

Respekt vor dem, was der andere möchte oder eben auch nicht - finde ich sehr wichtig.
Drum habe ich in meiner Ausbildung immer den Satz gehört:
.."..übertragen sie nicht ihre Bedürfnisse auf andere - schauen sie, was ihnen der andere signalisiert..."
Man kann Angebote machen - sollte aber immer im Blicke haben, daß der andere sie ablehnt.

Lieben Gruß,
Löwenherz
 
Qualifikation
Hygienefachkraft
Fachgebiet
Gesundheitszentrum
H

haduloha

Mitglied
Basis-Konto
04.01.2007
21745
Hallo @ all

WOW was für ein thread.:blink:
Es hat mich ziemlich lange gekostet ihn zu lesen, aber meine Meinung hat er nicht beeinflußt.

Christentum und Pflege: Passt gut zusammen, finde ich.
Ist aber weder in die eine noch die andere Richtung Bedingung.:eek:riginal:

Die Institution Kirche, christiliche Institutionen:
Nicht unbedingt mein Fall, denn ich mag keine Doppelmoral.:angry:
(wie z.B. Ausnahmeregelungen zum AGG für kirchliche Einrichtungen!!!):mad_2:


In der persönlichen Ausrichtung kann jede Patientin und jeder Patient sein wie sie / er will, für mich macht das keinen Unterschied.
Beim Thema Religion in der Pflege bin ich recht leidenschaftslos.

Wichtig ist mir, dass wir uns ein klein wenig damit befassen um Bedürfnisse und Verhalten der Menschen, die unsere Patienten sind, zu verstehen.
Schlecht (oder gut) finden muss ich es daher noch lange nicht.

Hier möchte ich mit einem Zitat eines bekennenden, gläubigen Christen schliessen.

"Sie werden resozialisiert. Im Himmel"
(Seine Antwort auf die Frage, ob verurteilte Mörder nicht wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden sollten)
Georg W. Bush:sick:
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger Psychiatrie
Fachgebiet
ambulante psychiatrische Pflege
Weiterbildungen
BAPP - Vorstand und Regionalgruppe Nord
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Fragmentis

Fragmentis

Mitglied
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Themenstarter/in
Hallo @ all,

bald nähert sich das höchste Fest des Christentums...Ostern.
Daher dachte ich, ich belebe mal eben diesen Thread nochmal...

@haduloha:
zu Bush: Naja, selbst er selber wird wahrscheinlich resozialisiert werden...Gott hat für alle ein Herz...Selbst für den amerikanischen Präsidenten...
:wink:

Ich finde einen Satz, den Du sagst, sehr wichtig...eben und besonders deswegen, weil es um unsere Patienten geht:
Wichtig ist mir, dass wir uns ein klein wenig damit befassen um Bedürfnisse und Verhalten der Menschen, die unsere Patienten sind, zu verstehen.
Und sehr gefreut habe ich mich auch über den Satz, daß Christentum und Pflege gut zusammenpassen. Gerade von Dir, der Du Dich ja kirchenfern beschreibst. Also, dem es wenn dann wirklich um die Sache geht. Auch, daß sie beide nicht Bedingung füreinander sind, finde ich gut. Das möchte ich prinzipiell ja auch nicht bestreiten, wie alle hoffentlich wissen...
:eek:riginal:
Was denkst Du - rein interessemäßig - macht dieses Pärchen denn besonders prädistiniert füreinander ?

Neugierig fragend und herzlichst grüßend,
Fragmentis

P.S.-Fragen:
  • Fastet eigentlich jemand momentan ? Nicht im Sinne "purzelnde Pfunde", sondern richtig fastend in der Osterzeit ?
  • Oder gibt es jemanden, der fastende Patienten auf der Station hat und wie gewährleistet Ihr das ?
  • Oder ist es in einigen Altenpflege-Bereichen Thema bei der älteren Generation ?
 
Qualifikation
Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
Weiterbildungen
EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
MuuuHaaa

MuuuHaaa

Gesperrter Benutzeraccount
07.02.2007
0815
Hallo,

hab ziemlich lange gebraucht um mich hier durchzulesen.

Ich denke das das Christentum, -- nein der Glaube an etwas und die Pflege untrennbar miteinander verknüpft sind.

Ich denke es spielt kaum eine Rolle welcher Religion (oder überhaubt einer Religion) man angehört, solange man in der Lage ist sich, die Umwelt und das eigene Handeln zu reflektieren und sich damit auseinander zu setzen.

Bei einer Religionszugehörigkeit finde ich es doppelt so wichtig zu hinterfragen, dieses hinterfragen gehört zu einem Prozess, der dazu benötigt wird das man sich selbst weiterentwickelt und fördert.

Gerade in unserem Beruf ist eine eigenreflexion unverzichtbar, sonst würde STillstand entstehen und stillstand bedeutet, man macht nur noch was einem Gesagt wird. Und nach oben am meckern ist.

Die Religion kann bei der Eigenreflexion helfen, als wegweiser und wie schon geschehen als Wegbereiter. ALs wegweiser für das menschliche ;iteinander, als sicherer Hafen in den man sich in stürmischen Zeiten zurück ziehen kann und eine evtuell beschädigte "Takelage" oder ähnliches zu reparieren. Man darf dieses Hafen nur nicht mit dem Trockendock, oder Schiffsfriedhof verwechseln, was in der Regel den STillstand bedeutet. Das wichtigste ist den Hafen dann auch zu verlassen und die"Welt" zu bereisen, zu beliefern oder einfach nur kennen zu lernen, um dann im Hafen seiner Erfahrungen mitzuteilen und ggf. neuerrungen einzuführen.

Ich bin der Überzeugung das Atheisten ebenfalls einen solchen Hafen haben muessen, egal wie sie ihn nennen, der ihnen Kraft und Sicherheit gibt.

In unserem Beruf ist Kraft und Sicherheit elementar, die Reflexion ist elementar. (Denk mal an Instrumente wie die Pflegeplanung, QM oder ähnliches)

Grundlage für jede Veränderung und jede Verbesserung ist für mich der Glaube das es anderrs auch gehen kann und könnte.Bezeihungsweise eine Reflexion die Widrigkeiten erfasst. Woher jetzt andere den Glauben beziehen ist mir egal, bin aber der Überzeugung das jeder einen Glauben hat. Und wenn es n ur der Glaube an sich selbst ist.


Mit freundlichem Gruß

die nur auf dem papier katholische, aber praktizierende Christin

Vader
 
Qualifikation
Pointenkiller
Fachgebiet
Niemansland
Fragmentis

Fragmentis

Mitglied
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Themenstarter/in
Einen Ostergruß an Euch alle - passenderweise über dieses Thema - grins...


Und ein kleiner Querverweis auf ein Thema, in dem ich auch einen Eintrag gemacht habe, weil es mir wieder mal nebenher in Erinnerung rief, wie wichtig es ist - grad am Anfang des Weges eines Pflegenden - sich klar zu machen, wie ich den Menschen sehe, den ich pflege... und mancher Menschen Menschenbilder mag ja auch christlich geprägt sein. Ich verlinke es, weil der Titel sehr allgemein ist und nicht auf seinen Inhalt schließen läßt (und schon gar nicht darauf, daß es hiermit was zutun haben könnte), der Kollege in spe aber ein Feedback verdient:

http://www.pflegeboard.de/forum/28272-na-toll-ersten-stunden-schule-schon.html

Grüßend und frohe Osten frohlockend,
Euer
Fragmentis
 
Qualifikation
Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
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Psychiatrie
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Fragmentis

Fragmentis

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Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
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EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
D

dr.poops

Für mich als "praktizierende Atheistin" ist die Kirche als Institution absolut unwichtig. Ich bin vor einigen Jahren aus der (evangelischen) Kirche ausgetreten, wobei es mir dabei nicht primär um das Einsparen der Kirchensteuer ging, sondern um die Ideologie. Interessiert haben mich Religionen durchaus, aber das hat nichts mit Glauben zu tun.
Während meiner A/I-Fachweiterbildung war ich drei Monate auf der Intensivstation eines katholischen Krankenhauses. Die Nonnen, die ganzen Kreuze, das ganze inszenierte "Gutmenschentum" haben mich förmlich erschlagen. Schön war das nicht.
Ich habe einige KollegInnen, die gläubige ChristInnen sind, regelmäßig zum Gottesdienst gehen und denen das auch wichtig ist. Wir haben manchmal sehr fruchtbare Diskussionen und akzeptieren einander. Das reicht mir vollkommen.
Für mich persönlich geht es nach Karl Marx, für den Religion "Opium für´s Volk" ist. Ich möchte mir keine Ideologie überstülpen lassen und bin deswegen auch nicht in einem Haus kirchlicher Trägerschaft angestellt.
dr.poops
 
MuuuHaaa

MuuuHaaa

Gesperrter Benutzeraccount
07.02.2007
0815
Für mich als "praktizierende Atheistin" ist die Kirche als Institution absolut unwichtig. Ich bin vor einigen Jahren aus der (evangelischen) Kirche ausgetreten, wobei es mir dabei nicht primär um das Einsparen der Kirchensteuer ging, sondern um die Ideologie. Interessiert haben mich Religionen durchaus, aber das hat nichts mit Glauben zu tun.
Während meiner A/I-Fachweiterbildung war ich drei Monate auf der Intensivstation eines katholischen Krankenhauses. Die Nonnen, die ganzen Kreuze, das ganze inszenierte "Gutmenschentum" haben mich förmlich erschlagen. Schön war das nicht.
Ich habe einige KollegInnen, die gläubige ChristInnen sind, regelmäßig zum Gottesdienst gehen und denen das auch wichtig ist. Wir haben manchmal sehr fruchtbare Diskussionen und akzeptieren einander. Das reicht mir vollkommen.
Für mich persönlich geht es nach Karl Marx, für den Religion "Opium für´s Volk" ist. Ich möchte mir keine Ideologie überstülpen lassen und bin deswegen auch nicht in einem Haus kirchlicher Trägerschaft angestellt.
dr.poops

Hi,

ich mag auch kein Gutmenschentum, bin allerdings überzeugt das man an etwas denken muss, was einem die richtung vorgibt (empfiehlt), an dem man sich orientiert, damit man nicht im Treibsand umkommt. Mir persönlich is es wurscht ob es Gott, die Kirche, die Freunde, Familie oder ähnliches ist.

Und Käthe an deinen Beiträge sehe ich das du dich auseinandersetzt mit dir, mit deinen Gefühlen und deiner Arbeit. (PoopsChurch)*g
Andere benötigen dafür halt die Religion um das zu können.


Gruß

Vader
 
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Pointenkiller
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Niemansland
H

haus maranatha

Gesperrter Benutzeraccount
Hallo, dr. poops und vader,

Sorry, aber das mußte jetzt mal zu den ganzen verlogenen Leitbildern gesagt werden.

Gruß derpfleger
Ob es angemessen ist, andere über einen Kamm zu scheren? Ich lebe mein Leitbild, so gut ich es als Mensch eben kann. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ihr schon so vollkommen seid, über allen anderen zu stehen.

Gruß

Johannes
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Leitung
MuuuHaaa

MuuuHaaa

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07.02.2007
0815
Hi,

Johannes komm runter.....

Keiner steht hier über allem. Aber was mich wirklich verärgert, ist wenn einer daher kommt sagt es würden alle über einen Kamm gescherrt werden und fühlt sich angegriffen, weil er betrebt ist danch zu leben.

Soweit ich weiß predigt jedes Leitbild toleranz. An der musst du anscheinend noch arbeiten.


Gruß

die leicht verärgert, aber hoffentlich nicht verletztende Vader
 
Qualifikation
Pointenkiller
Fachgebiet
Niemansland
D

dr.poops

Hallo, dr. poops und vader,
...Ich kann mir nicht vorstellen, daß ihr schon so vollkommen seid, über allen anderen zu stehen.

Gruß

Johannes
a) wer und was ist schon vollkommen:nono:?
b) das wäre das allerletzte, über allen anderen stehen zu wollen - ich habe entschieden etwas gegen personenkult. ich habe generell etwas gegen kult und niederknien sowie gegen institutionalisierten machtmissbrauch.
und das wär´s dann auch.
:teergrubekäthe poops
 
H

haus maranatha

Gesperrter Benutzeraccount
Hallo Dr.poops und vader,

entschuldigt, daß ich Euch angeschrieben habe. Mein Beitrag bezog sich auf die von mir zitierte Aussage von derpfleger, die von Wassermann unterstrichen wurde. Aus Versehen habe ich die nicks verwechselt. Gewiß wollte ich Euch nicht zu nahe treten.

johannes
 
Qualifikation
Altenpfleger
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Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
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