Christentum und Pflege - ein ausgedientes Paar oder zukunftsträchtiges Modell ?

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Fragmentis

Fragmentis

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Hallo Sabine...

fühlst Du Dich als Teil eines irgendwie größeren Ganzen ?
Ich meine: Geht es wirklich nur um Fortpflanzung ?

Der Sinn meines Daseins liegt in der Fortpflanzung, wie das der anderen Säugetiere auch. Ich habe mich erfolgreich fortgepflanzt. Damit ist meine Mission beendet. Es stellt sich natürlich oft die Frage warum wir nach Verlust der Fruchtbarkeit noch länger leben sollten.
Ist das nicht irgendwie...naja...zu einfach ?
Oder sind Gläubige (egal welcher Konfession) vielleicht einfach zu "arrogant" ? Oder leiden Gläubige aus Deiner Sicht an einem mit Glauben zu kompensierenden Minderwertigkeitsgefühl ?

Neinnein, ich will Dich nicht bekehren und würde es wohl auch nicht schaffen, aber auch auf das Risiko hin, daß diese Diskussion nun doch ein wenig philosophisch wird, frage ich das mal einfach so...

Ist jemand, der sich nicht fortpflanzen kann (nur mal so als Beispiel), in diesem System wertlos ? Oder könnte diese Einstellung jemanden dazu bewegen, dies so zu sehen ? Erinnert mich das nicht zu sehr an nicht in guter Erinnerung gebliebene Phasen der Geschichte ?

Ich sehe dies zumindest nicht so...
...und ich denke, daß im (zumindest mir vertrauten christlichen) Glauben jeder Mensch seinen Wert hat...

Und frage fürderhin, woher Du denn dann Deine Werte nimmst...genommen hast...vielleicht doch aus Deinem christlich geprägten Umfeld ?

Wenn diese atheistische Haltung solche oben genannten Fragen aufwirft, bekomme ich eine Gänsehaut...und doch stimme ich Dir im Rest ja vielfach zu...

Fragend verbleibend, hoffend, Dich nicht mißverstanden zu haben und sich freuend auf weiteres,
Fragmentis
 
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Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
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enno

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pflgen "christen"besser?
 
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Löwenherz

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10.03.2006
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pflgen "christen"besser?
Hallo ihr alle..

ich beobachte seit einiger Zeit diese Diskussion hier.
Und ich nehme mal oben gesagten Satz als Anlass, meine Ansicht dazu zu äußern.
"Pflegen Christen besser" - da stellt sich mir erst einmal die Frage nach einer genaueren Definition. Sind Christen diejenigen, die in der Kirche Mitglied sind? Oder sind es jene, die jeden Sonntag zum Gottesdienst gehen und auch sonst keine Gelegenheit auslassen nach Außen etwas zu demonstrieren?
Oder sind nicht doch jene Christen, die versuchen, sich an den Werten und Maßstäben der 10 Gebote zu orientieren?

Und wie war das noch?..unser Grundgesetz ist nach den 10 Geboten der Bibel orientierend erstellt.

Ich persönlich denke, zu einer Kirche zu gehören, zu versuchen christlich zu leben macht einen Unterschied. Ich rede jetzt mal von mir (denn nur das kann ich ja ):
Ich versuche christlich zu leben - und zwar in allen Lebensbereichen. Nicht nur privat, nicht nur hier und da - sondern auch im Beruf. Ich beziehe damit Position; ich habe eine Vorstellung von dem, was MEIN Leben bereichert und trägt.
Ich bin nicht missionarisch, ich muss meinen Glauben nicht verteidigen, ich muss mich nicht rechtfertigen (genauso wenig wie jemand der sich anders entscheidet)- ich aber lebe mein Leben nach christlichen Aspekten ausgerichtet.
Sicherlich stoße auch ich hier und da an Grenzen, stöhne und winde mich weil es unbequem wird - dennoch komme ich immer wieder darauf zurück: es ist meine Entscheidung, die ich jeden Tag aufs neue treffe!

Was ich sagen will:
es stört mich schon ein bischen, wenn hier die Institution "Kirche" mit Christen gleichgesetzt wird, Begriffe verwechselt und ungenau definiert wird.

Wer versucht christlich zu leben, der lebt nicht besser. Aber: er hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Art "roter Faden", an dem sich sein Leben entlanghangelt.

Für jetzt genug geschrieben..
Liebe Grüße, Löwenherz
 
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Glücksstern

Was sind eigentlich christliche Werte?
Sind es nicht Werte auch die der anderen Menschen.
Was bedeutet ganzheitliche Pflege? Bedeutet es auch Seelsorge und ist Seelsorge gleichzusetzen mit : einfühlsame und wertschätzende Pflege?

Gruß Glücksstern:eek:riginal:
 
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Interlud

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01.08.2006
94437
Hallo zusammen,
ich finde das die Grundgedanken die uns Fragmentis aufgeführt hat in der Pflege sehr wichtig sind um nicht zu sagen ohne diese Grundgedanken ist ehrlich gemeintes Pflegen nicht möglich, dieses ist nicht nur ein Pflegeleitbild sondern dient ja auch im Umgang mit unsern Mitmenschen außerhalb der Pflege. Ich bin jedoch nicht so ein großer Freund der Kirche und sämtlicher Unterorganisationen, da ich meine viele von der älteren Generation wurde dazu gezwungen in ein Kloster oder ähnliches zu gehen und das ist nicht ehrlich gemeinter Pflege sonder aufgezwungener. Es gibt sicherlich auch sehr viele die diesen Schritt früher aus Überzeugung gewählt haben, aber halt auch viele andere. Was mich zu dieser Überzeugung kommen lässt ist die Erfahrung auf der Gerontopsychatrie. In der Demenz ist nämlich ein solches "verstellen" wie sie es früher oft machen mussten nicht möglich, da kommt der wirkliche "Mensch" mit seinen Gefühlen raus und wir hatten jetzt schon einige Klosterschwestern, die sehr unglücklich waren und nach langem Vertrauensaufbau auch mittels Validation, doch gesagt haben das sie damals mussten weil zu wenig Geld da war in der Familie etc. und sie sich viel lieber Familie und einen anderen Beruf gewünscht hätten. Deshalb kommt es immer darauf an ist das Leitbild ob christlich oder nicht auch ehrlich gemeint und gelebt, dann finde ich es eine super Sache.
Ich hoffe ich konnte meine Gedanke richtig ausdrücken und ihr versteht mich nicht falsch, das war nämlich gar ned so leicht.
Viele Grüße
 
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meli26

meli26

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21.11.2006
45968
Hallo an alle
ich meine Pflege hat mit christentum garnichts zu tun.
Den leider wie die Kranken oder Altemenschen heut zu tage gepflegt werden. Alles schnell schnell schnell keine zeit.
ganzheitlichepflege ist Körper geist und seehle.
Schaut doch mal wie es auf stationären oder Ambulanten Bereiche sind.
Körper des menschen wird gewaschen behandlungspflegen durchgeführt und Tschüss, sogar die Zeit die für den Pat.angeben ist,ist oft zu wenig,
In der Aussbildung wird vieles bei gebracht, wer kann die in seiner Praxis umstellen???????
MDK gibt die zeiten vor aus und ende.
Soll das christentum sein? Nein!
hauptsache viele Pat. am besten alle mit Pflegestfe3 geld kassieren.
 
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Altenpflegerin
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Löwenherz

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10.03.2006
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Hallo meli,

sicherlich hast du recht daß Pflege nicht dem gerecht wird, was man als Pflegender eigentlich möchte.
Dennoch:
hier bei mir am Ort weiß ich sehr sicher, daß die Caritas-Sozialstation (katholisch) aus dem Budget der Kirche eine finanzielle Möglichkeit hat, dies es den MitarbeiterInnen gestattet, sich ein wenig mehr Zeit zu nehmen für die Betreuung und Pflege ihrer PatientInnen.
Es gibt dafür eine Anzahl von Stunden, die sozusagen auf die PatientInnen verteilt werden - die sind nicht über die Pflege abgerechnet sondern bekommen die PatientInnen sozusagen "geschenkt".
Will sagen:
Es gibt durchaus Modelle wo die Pflege von Geist und Seele möglich ist, ja, sogar erwünscht ist.

Dafür..übrigens, sammelt im Jahr 2 mal die Caritas an den Haustüren hier bei uns. Wenn nur jeder 2 Euro gibt..dann hat man ein Budget was es erlaubt mit Zeit zu pflegen.

Immer erst mal informieren bevor man über Dinge spricht die man nicht wirklich kennt!

Grüße Löwenherz
 
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enno

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20.02.2006
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die-10 gebote-was haben sie mit christentum zu tuen? sind es nicht grundsätzliche verhaltensnormen mit "menschen"mit hirn und verstand?-sonst wären wir tiere-leben oder gefresssen werden.
christentum -nicht gleich menschliches verhalten(hexenverbrennung).
auch ein nicht"christ" beweist oft mehr menschliches "verhalten".
ich kenne "christen"die nur sich selbst sehen(egoisten),ist es der staat ,der sie so gemacht hat,oder haben sie die falsche religion?
habe nichts gegen eine religion,aber man muß auch danach leben,sie einhalten,ansonsten sind es lügen und damit kann man keinen überzeugen.
beweist, das ihr es besser macht-nur so wird könnt ihr überzeugen.
meine erfahrung ist leider negativ.
mfg enno
 
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Fragmentis

Fragmentis

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Lieber/Liebe Enno,

vermischst Du da nicht einiges bei Dir ?!? Aber ich möchte mal versuchen, es etwas zu sortieren...und keine Sorge: es vermischt sich manchmal auch bei anderen...ich hoffe, ich kann Dir damit helfen ?

Obwohl das alles wahrscheinlich eher weniger mit dem zu tun hat, was ich als das grundsätzliche Thema mir so gedacht habe, möchte ich hierzu dochmal eben Stellung beziehen und gebe vorher zu bedenken, daß ich sehr bewußt teilweise übertreibe, der folgende Text stellenweise vor Zynismus und Satire triefend an den Fingern kleben könnte und damit vielleicht ein bißchen Schmiere für das Gedankengetirebe sponsorn könnte .

:ironie: :ironie:
Also:
der folgende Text ist vielleicht nicht geeignet für Leute, die nicht mindestens 6 Stunden ein Pottpourri (schreibt man das überhaupt so ?) aus Harald Schmidt, Stefan Raab und ein bißchen Mitternachtsspitzen aushalten, ohne gekränkt zu sein, dabei auf einem Stapel Titanic-Magazinen sitzend
.

Ach ja, ein bißchen Humorempfinden sei auch anempfohlen.
Ich zitiere Harald Schmidt: "Jede Minderheit hat ein recht, verar.... zu werden". Mist, wenn das mit den Austritten so weitergeht, sind wir Christen bald die Minderheit und jeder darf Witze machen über uns.

Ach, es gibt schon tausende Witze und Cartoons über Christen und sogar Priester und Jesus ? Habe ich gar nicht mitbekommen. Vielleicht hat meine Ortsgruppe vergessen Bescheid zugeben, welche Botschaft wir stürmen müssen aus Protest. Habe auch gar keine Flaggen brennen sehen, wie es doch normalerweise bei Religionshumorismus so "trendy" geworden ist.

:ironie: :ironie:

Naja, egal. Kommen wir zur Sache, Leute:
  1. Die Frage mit den 10 Geburten...ähm...10 Geboten...ist schnell beantwortet. Es ist so wie die Sache mit dem Huhn und dem Ei. Und ich denke, daß das Ei zuerst da war und nicht das Huhn. Denn das Huhn war - Gott möge mich mit einem Blitz a la Darwin erschlagen - eine Echse. Das erste Huhn mußte also erst noch einige Millionen Jahre fliegen lernen. Das Ei, aus dem sich die grundsätzlichen Normen der - ich bin mal so dreist - zivilisierten neuzeitlichen Welt entwickelt haben, in deren Hemisphäre Du Dich bewegst,Enno, heißt Christentum. Und die 10 Gebote haben sich bewährt und bilden die Grundlage für viele Dinge, z.B. so Kleinigkeiten wie schon erwähnt "Grundgesetz" und z.B. auch den Umgang mit dem nächsten...warte mal, wie heißt es nochmal ? Ach ja, Nächstenliebe...ist ´ne töfte Idee, diese Nächstenliebe. Einfach mal mitmachen und drauf einlassen. Gibt ein gutes Gefühl...verspreche ich jedem in die Hand...
  2. ...und bevor ich es vergesse: Ich stimme Dir natürlich vollkommen zu und freue mich, daß Du dieses nochmal so herausstellst...ohne die wundervollen christlichen 10 Gebote wären wir wirklich noch dem "Fressen-und-gefressen-werden"-Motto verfallen. Gut, das der gute Mann da oben uns die gegeben hat, was ? Und selbst, wenn sie nur irgendwo abgeguckt wurden: Es gab ja mal Zeit, daß sich jemand hinsetzt und die Essenz zusammenschreibt in einer guten und leichtverständlichen Zusammenfassung, oder ? War wahrscheinlich einer von diesen pedantischen Christentypen...
  3. Wenn ich hier von Christentum rede, dann rede ich logischerweise von unserem derzeitigen Christentum, so, wie es jetzt ist. Das früher viel Mist gelaufen ist, bis das Christentum "erwachsen" geworden ist, ist klar. Aber wenn meine Generation schon nicht mehr die Schuld für die Taten z.B. meiner deutschen Vorfahren (wie z.B. diesem eigentlich österreichischen Gastarbeiter, dessen Name mit "H" beginnt und seinen deutschen Gefolgsleuten) trägt, warum sollte ich als Christ dann die Schuld tragen, die meine christlichen Vorfahren z.B. mit der Hexenverbrennung vor einigen hundert Jahren auf sich geladen haben ? In beiden Fällen habe ich nur eine wichtige Verantwortung als Nachfahre: nämlich dafür zu sorgen, daß dies so nie wieder passiert, in dem ich aktiv gegen entsprechende nationalsozialistische Präkariatianer und Flach-Fundamentalisten vorgehe als mündiger Bürger. Sense...ähm basta. Und bitte bedenke: wenn der Islam sich auch einmal in ein paar hundert Jahren soweit entwickelt haben wird und eine erwachsene Religion ist, daß sich keiner in seinem Namen mehr in die Luft sprengt, willst Du Ihnen dann die Missetaten und terroristischen Anschläge auch noch vorrechnen, anstatt mit ihnen in friedlicher Koexistenz an einer toleranten Gesellschaft zu bauen ? Obwohl, eigentlich sollten die Moslems etwas schlauer sein und einfach aus den Fehlern der Christenheit (wie z.B. Hexenverbrennung und vielleicht sogar Keuzzüge) lernen. Aber es ist wie bei kleinen Kindern, die erstmal ausprobieren müssen, daß die Herdplatte heiß ist. Jeder muß seine eigenen Erfahrungen machen im Leben oder in der Entwicklung seiner Religion. Muss aber jeder, der dann grad zufällig in der Nähe eines solchen die Welt endeckenden Moslems steht, auch diese Erfahrung abbekommen in Form von Körperfetzen und Sprengsatzsplittern ? Ich glaube nicht...Ich gönne jedem die Freiheit sich wo und wann auch immer in die Luft zu sprengen, wenn er das Bedürfnis dazu hat. Aber bitte nur so, daß die anderen in Ruhe ihren Kaffee trinken können...
  4. Aber ganz toll ist grad auch für diese Terroristen und alle anderen Menschen diese nun beschriebene tolle Sache am Christentum: Das Christentum predigt Barmherzigkeit, d.h. allen werden ihre Sünden vergeben. Meiner Meinung nach z.B. hat jede Religion ein Recht darauf, sich weiterzuentwickeln und zivilisiert zu werden. Auch, wenn ich diese Methoden wie allfreitägliches Sprengstoffgürteltragen und Zünden ausdrücklich missbillige und abscheulich finde und hoffe, daß bald ein paar vernünftige Moslems aufstehen und endlich für Frieden sorgen, damit es nicht noch mehr Opfer gibt...aber ich schweife ab. Es hat auch einige Jahrzehnte gedauert, bis die Nachfolger Stalins abgesägt wurden, und auch die ehemaligen Kommunisten müssen erst noch lernen, daß man ein Volk nicht nur mit der Kalaschnikow am Hals des Journalisten in Schach halten kann. Aber die christlich geprägte westliche Hemisphäre hat dann doch Zuwachs bekommen in Form von z.B. Dunkel...ähm...Ostdeutschland (ja, genau, ich bin so ein schleimiger Wessi, dessen Hauptstadt der Herzen immer noch Bonn ist). Also, wenn ich jetzt mal wieder etwas sarkastisch klinge, aber bevor es noch mehr Tote auf der Welt gibt: lasst uns der Einfachheit halber - weil die Christen es zumindest in der Mehrheit schon einigermaßen begriffen haben - eine christliche und somit menschliche Zukunft gestalten. Wenn man Zahnschmerzen hat, dann geht man auch zum Fachmann, der viel Erfahrung hat. Fachmann in Sachen Frieden ist nunmal nach ca 2000 Jahren Übung der Christ. Und kostet gar nichts...außer in Deutschland ein wenig Kirchensteuer für ein paar Kindergärten und Krankenhäuser und so...Ist wahrscheinlich in Bezug auf zu opfernde Menschenleben auch noch effizienter. Und Effizienz ist doch heute gefragt, oder ? Schließlich werden innerhalb der nächsten 3-5 Jahre mindestens ca. 10-25´000 Pflegekräfte entlassen, weil leider immer mehr Non-Profit-Kliniken pleite gehen und die Kirche kein Geld mehr hat, sie weiter so zu unterstützen, wie es früher möglich war, als es noch genug Kirchensteuer gab (Quelle: Pflegetage Goch 2006). Aber selbst diesen Miss-Managern an der Spitze der Häuser und im Bundestag, die dafür sorgen, daß noch mehr Leute auf der Strasse stehen, vergibt der liebe Gott. Ist einem eigentlich aufgefallen, daß zwar alle in Weiß heiraten wollen in einer schönen Kirche mit Priester, wie in so einem amerikanische Liebesfilm, aber komischerweise ganz viele Leute aus der Kirche austreten nach der Hochzeit, weil sie dafür bezahlen müssten ? Komisch, nicht wahr ? Aber sorry, ich wollte gar nicht schon wieder thematisch umschwenken...aber mein Zynismus geht einfach manchmal mit mir durch, weil ich mir immer sage, daß Worte besser sind als Schwerter...und Sprengstoffgürtel, Giftgasgranaten, Arbeitslager in Sibirien, Genickschuß-Olympiaden in China und Klitoris-Beschneidungen. Wie komme ich bloss auf solche Ideen ?!? Wieso mag ich das alles eigentlich nicht ? Hört sich doch alles spannend an wie ein guter Hollywood-Streifen, oder ? Vielleicht stehe ich aufgrund meiner christlichen Grundwerte einfach nicht auf Gewalt ? Und vielleicht hat der Vatikan in der letzten Zeit solche Sachen auch nicht veranstaltet oder benutzt, auch in den letzten Jahren keine Armeen irgendwo hingeschickt hat. Gegen die oben genannten Schandtaten ist doch das "Kondom-Verwünschungs-Werbungs-Ding" kalter Kaffee, schließlich entstehen da Kinder und werden nicht direkt im 8. Monat abgetrieben, weil nur 1 erlaubt ist ? Ach, wußtest Du das nicht ?
  5. Und überhaupt, Enno: Wieso übergibst Du Deinen Angehörigen, den Du pflegst, nicht an einen städtischen Euthanasie-Dienst ? Ach, den gibt es gar nicht in Deiner Stadt ? Auch nicht in den gelben Seiten ? Vielleicht, weil diese christlich geprägte Gesellschaft Euthanasie "Gott sei Dank" (Cave: Wortwitz!) verabscheut ? Und habe ich das richtig verstanden, daß Du das auch nicht mit Deinem Gewissen vereinbaren könntest ? Enno, Du wirst doch wohl nicht etwa christlich geprägt sein ? Wer weiss ? Ich nicht...will niemandem was unterstellen...
  6. Zum von Dir geforderten Beweis,daß wir es besser machen. Meiner Meinung nach haben wir Christen das schon mehr gezeigt als viele andere Gemeinschaften und wir waren nunmal zuerst im caritativen und nicht umsonst eigentlich als Non-Profit bezeichnetem Geschäft. Also sollen uns doch erstmal die ganzen Krankenhauskonzerne wie die R...-Kliniken oder sonstige Billiganbieter (Freseni.., etc.) beweisen, daß sie alleine mit ihrem wirtschaftlichen Aktieninteresse die besseren Heilanstalten sind. Denn wenn in einer christlichen Klinik was unmenschlich läuft, so ist zumindest die Chance höher (natürlich nicht immer mehr und auch nur mit einem gelebten christlichen Leitbild), daß einer mal eben sagt "Leute, hier stimmt was nicht mit dem überein, was wir eigentlich vorhatten, nämlich Nächstenliebe zu praktizieren", oder ?
:ironie: :ironie:

Puh, jetzt bin ich aber platt und bereite mich auf Donnerwetter der Antworten vor, die jetzt mir die fehlende Satire-Sensibilität mancher Schreiber beweisen wollen. Und dabei habe ich doch so versucht, nur knapp unter die Gürtellinie zu gehen. Verzeiht mir das bitte gegebenenfalls, aber das ganze Gejammer darüber, daß nicht alle Christen so ganz hundert pro christlich sich verhalten, bringt mich manchmal ein wenig in Rage. Die Idee ist "an sisch" aber doch nunmal klasse !!! Und das zählt doch auch ein wenig was, oder etwa nicht ? Das Umsetzen scheitert halt manchmal am Faktor Mensch. Aber das ist bei vielen Sachen so. Demokratie bringt auch nichts, wenn keiner mitspielt und hingeht. Und die kommunistische Idee, daß alle gleich sind, die war auch ganz gut. Das Problem war nur, daß manche in den oberen Zwiebelturm-Etagen etwas gleicher waren. Wenn man das alles jetzt mal so ein bißchen bedenkt und in Herz und Hirn hin und herschaukelt...

Mal unter uns Pastorentöchtern:
Wer im Glashaus sitzt, sollte im Keller zur Toilette gehen...

In diesem Sinne allen ein wundervolles Wochenende und Gottes Sägen...ähm...Segen den Menschen seiner Gnade und allen anderen auch wünschend verbleibend,

Eure spitze Zunge vom Dienst
, der keinem auf den Schlips treten will und wollte, aber das einfach mal zur Bereicherung der Diskussion kurz über einige Zeilen lang hoffentlich humorvoll zu nehmen einwerfen wollte,

:devil: Fragmentis :innocent:

...mit dem roten Punkt...und manchmal dickem Hals...
...wegen der Scheinheiligkeit der Atheisten...
...moppern kann jeder...dann macht doch einfach mit statt klug zu reden ?
...ist beim Christentum nämlich wie in der Pflege...

...wenn man will, daß sich was ändert,
dann muß man selber in die Hände spucken...

 
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meli26

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Hallo Löweherz
ich habe einige informationen schon.Habe auch im kirchlichen Haus gearbeitet. Ich mache den Christentum nicht schlecht um Gootes willen nein das darf und kann ich nicht.Das erlaubt mir mein GLAUBEN NICHT.
Ich berichte das was ich zur Zeit sehe.
L G meli26
 
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Löwenherz

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Hallo Löweherz
ich habe einige informationen schon.Habe auch im kirchlichen Haus gearbeitet. Ich mache den Christentum nicht schlecht um Gootes willen nein das darf und kann ich nicht.Das erlaubt mir mein GLAUBEN NICHT.
Ich berichte das was ich zur Zeit sehe.
L G meli26
genau das ist aber die Frage:

es geht in keinster Weise um "schlecht machen". Es geht darum sich die notwenigen und richtigen Informationen zu besorgen.

und was dir dein Glaube erlaubt ist in erster Linie:
----> Übernimm Verantwortung für dein Handeln und Denken - und Kritik kann jeder üben der sich mit Fakten auseinandersetzt.
Eigenständiges Urteilen ist erwünscht. NUR: fragst du in Lebensfragen die Kirche um ihre Meinung, dann wirst du zur Antwort erhalten was sie für richtig erachtet.
Man muss aber nicht alles fragen ;-)

Grüße, Löwenherz

P.S. @Fragmentis: :thumbs:
 
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Fragmentis

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Hallo Löwenherz...hallo an alle...

das mit dem freien Willen ist ja auch der Funke des heiligen Geistes, der am Pfingstfest an die Jünger und danach an alle Menschen gegeben wurde.

Dieser göttliche Funke, dieses Stückchen Göttlichkeit in jedem Menschen ist es, der ja den Christen auch befähigt, selber zu entscheiden, was er macht...und somit ist jede Entscheidung, die ein Christ trifft - ob gut oder schlecht - beeinflusst von diesem Heiligen Geist...und wenn die Entscheidung nicht gut ist, dann kann der Christ sich darauf verlassen, daß Gott ihm verzeiht...

...aber genug von der Theologie von meiner Seite...

Aber deutlich wird dadurch, daß Gott von mir auch im meinem Beruf - in diesem Falle die Pflege - erwartet, daß ich meine Entscheidungen in Eigenverantwortung treffe und mich dabei vom Heiligen Geist leiten lasse...

...und da schließt sich der Kreis wieder, meiner Ansicht nach...

Der weiteren Diskussion heute etwas ernsthafter harrend,
Fragmentis
 
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Sahawe

Sahawe

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Hallo Fragmentis,

fühlst Du Dich als Teil eines irgendwie größeren Ganzen ?
Ja , als Teil der Natur, die einen geschlossenen Kreislauf hat.
Ich meine: Geht es wirklich nur um Fortpflanzung ?
Um was denn sonst?
Ist das nicht irgendwie...naja...zu einfach ?
Ja so einfach ist das, man kann sich natürlich auch visionell verkünsteln, auch OK. Ergebnis bleibt das Gleiche, Geburt und Tod und dazwischen gute Strategien entwickeln um so gut wie möglich zu überleben.

Oder sind Gläubige (egal welcher Konfession) vielleicht einfach zu "arrogant" ?
manchmal habe ich schon das Gefühl, dass manche sich für die besseren Menschen halten, irgendwie erleuchtet, heller und klarer im Kopf, als andere. Um es mal mit einem Jugendjargon auszudrücken, irgenwie verstrahlt. Vor kurzem bin von einem Heilsverkünder auf dr Straße angesprochen worden, er meinte "Gerade dich wird Jesus ganz besonders lieben".
Oder leiden Gläubige aus Deiner Sicht an einem mit Glauben zu kompensierenden Minderwertigkeitsgefühl ?
Wie heißt das, Glaube macht stark? Du befindest dich in einer Gemeinschaft. Es wird dir an nichts mangeln. Der Glaube versetzt Berge? Es wird dir nichts geschehen, du kannst ja anschließend bereuen.Also mach dir keine Sorgen,
wirds schon richten.

Neinnein, ich will Dich nicht bekehren und würde es wohl auch nicht schaffen,
Stimmt, das würdest du nicht. aber auch auf das Risiko hin, daß diese Diskussion nun doch ein wenig philosophisch wird, frage ich das mal einfach so...

Ist jemand, der sich nicht fortpflanzen kann (nur mal so als Beispiel), in diesem System wertlos ?
Nicht wertlos, aber im Sinne der Evolution erfolglos.
Aber ich möchte den Spieß kurz undrehen. Ich habe gerade in einen meinen Texten, in denen es um Selbstbestimmung geht gelesen: Ich zitiere "Der Wert eines Menschen liegt - wie seine Einmaligkeit- in seinen Beziehungen, in erster Linie in seiner Gottesbeziehung begründet"(Peter Bartmann, Ingolf Hübner)
Also ein Nichtgläubiger ist nichts wert?
Weiter "Könne man so lautet die rhetorische Frage paternalistischer Argumentation, das Konzept von Autonomie, Selbstbestimmung und Vernunftorientierung wirklich anstreben, wo doch die meisten Menschen gar nicht wüßten, was ihre eigentlichen Interessen und ihr eigener Wille sei? Ist es darum nicht sachgerechter, andere stellvertretend entscheidend zu lassen" (alles christliches Gedankengut), Kant war da anderer Meinung.
Oder könnte diese Einstellung jemanden dazu bewegen, dies so zu sehen ? Erinnert mich das nicht zu sehr an nicht in guter Erinnerung gebliebene Phasen der Geschichte ?
Die Geschichte hatte viele Phasen, vor allem Jahunderte, in denen Menschen gefoltert wurden, wenn sie sich christlichen Moralvorstellungen nicht gebeugt haben, während sich die Leitung der Christen in Bordellen aufhielten. Ich habe in Freiburg ein Foltermuseum besucht, das solltest du dir mal ansehen.

Ich sehe dies zumindest nicht so...
...und ich denke, daß im (zumindest mir vertrauten christlichen) Glauben jeder Mensch seinen Wert hat...
Was ist das für dich, der Wert eines Menschen? Nützlichkeit, Preis, Sinn. Na ja bei Nichtgläubigen, ist der Wert vielleicht ein bißchen geringer.., sei ehrlich.
Freiheit ist für mich ein Wert und Freundschaft.

Und frage fürderhin, woher Du denn dann Deine Werte nimmst...genommen hast...vielleicht doch aus Deinem christlich geprägten Umfeld ?
Ich bin katholisch sozialisiert, konnte mich als Kind nicht dagegen wehren, obwohl ich es immer wieder versucht habe. Ich bin ein ganz großer Fan der griechischen Antike, Kant finde ich auch gut. Ansonsten entwickle ich mir meine Wertvorstellungen je nach meinen Erfahrungen.

Wenn diese atheistische Haltung solche oben genannten Fragen aufwirft, bekomme ich eine Gänsehaut...und doch stimme ich Dir im Rest ja vielfach zu...

Tja, was wäre wenn ich recht hätte? Aber so wie es aussieht, werden wir uns beide, mit der Klärung der Frage, noch etwas gedulden müssen, da niemand sie beantworten kann.

Aber deutlich wird dadurch, daß Gott von mir auch im meinem Beruf - in diesem Falle die Pflege - erwartet, daß ich meine Entscheidungen in Eigenverantwortung treffe und mich dabei vom Heiligen Geist leiten lasse...
Na da will ich mal hoffen, dass der heilige Geist eine Krankenpflegeausbildung hat.

Viele Grüße Sabine
 
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Studium der Germanistik und Pflegewissenschaften mit dem Schwerpunkt Gerontologie
Sahawe

Sahawe

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[/quote]
Lieber/Liebe Enno,

vermischst Du da nicht einiges bei Dir ?!? Aber ich möchte mal versuchen, es etwas zu sortieren...und keine Sorge: es vermischt sich manchmal auch bei anderen...ich hoffe, ich kann Dir damit helfen ?
Hallo Fragmentis,
da hast du aber einen emotionalen Rundumschlag gemacht.
Du scheinst der Beste zu sein und Gotts sei Dank bist du gekommen, sonst würde Enno sein Leben nicht auf die Reihe bekommen und wahrscheinlich viele andere auch nicht.
Die Frage mit den 10 Geburten...ähm...10 Geboten...ist schnell beantwortet
Ich stelle mir das so vor, beim Auszug aus Ägypten, als Moses auf den Berg ging und zwei Tage oben blieb, da hat er sich warscheinlich überlegt, wie er die anarchistische Meute in den Griff bekommt. Wenn er gesagt hätte:" Du sollst nicht töten, wen hätte das schon interessiert, wenn man Hunger und Durst hat in der Wüste. Aber wenn man sagt:" Gott hat mit mir gesprochen und hat mir diese 10 Gebote gegeben, die für alle zu befolgen sind" hat das natürlich eine andere Wirkung. Eine sehr gute Taktik. Und auch der Inhalt, heute würde man sagen, ein guter Soziologe, seiner Zeit weit voraus.
Gut, das der gute Mann da oben uns die gegeben hat, was ?
auch diese Frage geklärt, es ist also ein Mann. Da ich eine Frau bin kann ich ja nicht sein Ebenbild sein.
Aber heißt es nicht auch: "Du sollst dir kein Bildnis machen?" Rein theoretisch könnte man sich dann doch als Frau damit identifizieren. Da aber Frauen doch etwas minderwertiger sind, da aus einer Rippe geformt und Lilith, die Adam als erste Frau gleichberechtigt zur Seite gegeben wurde, im AT unterschlagen wurde und die Bibel erst mit Eva beginnt, sollte man allgemein als Frau diese Buch doch sehr kritisch betrachten.

Aber wenn meine Generation schon nicht mehr die Schuld für die Taten z.B. meiner deutschen Vorfahren (wie z.B. diesem eigentlich österreichischen Gastarbeiter, dessen Name mit "H" beginnt und seinen deutschen Gefolgsleuten) trägt, warum sollte ich als Christ dann die Schuld tragen, die meine christlichen Vorfahren z.B. mit der Hexenverbrennung vor einigen hundert Jahren auf sich geladen haben ?
na ja du wohnst diesem Verein weiterhin bei, obwohl du weißt, was sie gemacht haben. Ich beispielsweise bin gegen die NPD und würde nicht im Traum daran denken, diese Taten zu verharmlosen, in dem ich sage, war halt so, aber nun haben wir uns weiterentwickelt.
Hexenverbrennnung ist heute kein Thema mehr, dafür werden heute kleine Jungs traumatisiert, im stillen Kämmerlein.

Obwohl, eigentlich sollten die Moslems etwas schlauer sein und einfach aus den Fehlern der Christenheit (wie z.B. Hexenverbrennung und vielleicht sogar Keuzzüge) lernen. Aber es ist wie bei kleinen Kindern, die erstmal ausprobieren müssen, daß die Herdplatte heiß ist.
ich bin nicht so ganz sicher ob sich die Islamisten auch von dir helfen lassen wollen, auch wenn sie nach deiner Meinung noch etwas rückständig sind.
weil ich mir immer sage, daß Worte besser sind als Schwerter...und Sprengstoffgürtel, Giftgasgranaten, Arbeitslager in Sibirien, Genickschuß-Olympiaden in China und Klitoris-Beschneidungen.
sehe ich auch so, vor allem Letzteres. Was ich noch zufügen möchte ich bin auch gegen Exorzismus.
Ich glaube nicht...Ich gönne jedem die Freiheit sich wo und wann auch immer in die Luft zu sprengen, wenn er das Bedürfnis dazu hat. Aber bitte nur so, daß die anderen in Ruhe ihren Kaffee trinken können...
das empfinde ich nicht mehr als Sarkasmus, sondern eher menschenverachtend.

Denn wenn in einer christlichen Klinik was unmenschlich läuft, so ist zumindest die Chance höher (natürlich nicht immer mehr und auch nur mit einem gelebten christlichen Leitbild), daß einer mal eben sagt "Leute, hier stimmt was nicht mit dem überein, was wir eigentlich vorhatten, nämlich Nächstenliebe zu praktizieren", oder ?
Das ist ohne Worte, da muss ich ja mal herzlich lachen. Aber Geld nimmst du schon für deine Arbeit?

Und die kommunistische Idee, daß alle gleich sind, die war auch ganz gut. Das Problem war nur, daß manche in den oberen Zwiebelturm-Etagen etwas gleicher waren.
Ich bin für Demokratie im Vatikan.

Mal unter uns Pastorentöchtern:
sieht man hier etwa einen sexuellen innovativen Fortschritt, werden Transvestiten im christlichen Glauben nun als vollwertige Menschen akzeptiert? das lässt mich doch hoffen.

...moppern kann jeder...dann macht doch einfach mit statt klug zu reden ?
...ist beim Christentum nämlich wie in der Pflege...
Deswegen, staatliche Trägerschaft an alle Krankenhäuser! Keine staatlichen Subventionen mehr für christliche Häuser!

...wenn man will, daß sich was ändert,
dann muß man selber in die Hände spucken...
eben.

Viel Grüße Sabine
 
Qualifikation
Lehrerin für Deutsch und Pflege
Fachgebiet
Berufliche Schule
Weiterbildungen
Studium der Germanistik und Pflegewissenschaften mit dem Schwerpunkt Gerontologie
L

Löwenherz

Mitglied
Basis-Konto
10.03.2006
63150
Hallo Sabine Habich,

ich verzichte darauf deine Aussagen hier zu zitieren und dann etwas im Einzelnen dazu zu sagen. Ich möchte mich eher kurz halten und versuchen, meine Ansicht dazu zu schildern.

Ich denke, jeder Mensch muss für sich entscheiden wie er leben will - und nach welchen Maßstäben.
Es macht mich schon ein wenig bekümmert, daß du den Eindruck hast religiös lebende (und der Kirche zugehörige) Menschen wären arrogant.

Der Kirche anzugehören..das ist schon auch wie ein "Paket". Da ist wie bei allem im Leben: Schönes drin, Ermunterndes, aber auch Trauriges und Dinge die ich ablehne, nicht mag.
Dennoch (und ich berichte nur von mir) zieht sich der Glaube wie ein roter Faden durch mein Leben.

und nun tacheles:
Es ist schon auch von Bedeutung welche Bibelübersetzung man zum Nachlesen nimmt. Ich habe das Glück, AT und NT im original lesen zu können und es ist einfach nur dämlich, die vielzitierten Worte der "Bild-Zeitung" herzunehmen. Wer sich wirklich mit der Rolle der Frau in der Bibel beschäftigen möchte sollte bitte dazu entsprechende Literatur lesen.

Jede Übersetzung ist zugleich Interpretation - ganz egal wer sie wann übersetzt hat. Man könnte für eine realtiv neutrale Übersetzung die "Einheitsübersetzung" nehmen. Dies nur dazu.

So..du bist also dafür den kirchlichen Häusern die staatlichen Subventionen zu streichen.
Ich möchte mal umgekehrt sehen, daß Kirche sich so dicht macht.
Jeder Mensch darf einen Gottesdienst besuchen - ohne Eintritt. Die Kirche ist Arbeitgeber - nicht nur für Christen! Es gibt viele Einrichtungen die ohne die Kirchensteuergelder nicht mehr existieren würden (Hospize, Oekumene, Bildung, Bildungsurlaube,Kindergärten, Schulen und Heime,Seelsorge für Behinderte und Ausländische MitbürgerInnen..)
Im übrigen gibt es von jeder Diözese, manchmal auch von großen Kirchengemeinden einen Haushaltsplan in gedruckter Form. Man kann sich diesen geben lassen (mal bei/m Pfarrer/in nachfragen) - damit ist relativ transparent wo die Gelder landen.

Sabine, versteh mich bitte nicht falsch, ich bin hier keineswegs missionarisch unterwegs. Ich mag nur nicht, wenn polemisiert wird.
Dann lieber einzelne Punkte gezielt herausnehmen und ausdiskutieren, ja?

Dir eine schöne Zeit,
lieben Gruß, Löwenherz

P.S. Sollte ich mich in einzelnen Punkten vertan haben, dann bitte Nachricht.!
 
Qualifikation
Hygienefachkraft
Fachgebiet
Gesundheitszentrum
U

Udi

Mitglied
Basis-Konto
25.10.2006
35394
Spannende Diskusion!
Ich kann Löwenherz nur zustimmen.
 
Qualifikation
Gesundheits-und Krankenpflegerin
Fachgebiet
Dialyse
minchen

minchen

Mitglied
Basis-Konto
08.04.2006
63869
Hallo :eek:riginal:

Ich lese nun schon eine ganze Weile mit und bin erstaunt was da herauskommt :wassat:

Jede Gruppe für sich und doch allein . Dabei ist das Ganze so einfach .

Was heißt Christ ? Was heißt Moslem ? Was heißt Hindu ? Was heißt Buddhist? Was heißt irgendeine Religion ?

Im Grunde bedeutet jede Religion dasselbe : MENSCH SEIN und den ANDEREN auch MENSCH SEIN lassen! Achtung , Respekt und Wertschätzung haben jedem Lebenwesen gegenüber.

Das MENSCH SEIN umfasst das miteinander , umfasst die ganze Welt
umfasst alles was da kreucht und fleucht , umfasst das ganze Univerum.
Umfasst unser ganzes wunderbares Leben :eek:riginal:
Kommt laßt uns m e n s c h l i c h sein



Gruß minchen :eek:riginal:
 
Qualifikation
Krankenschwester/ PA/WBL, Pain-Nurse , WB Palliative care
Fachgebiet
Seniorenheim
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M

Maverick

Mitglied
Basis-Konto
17.10.2006
25746
Zitat:...auch diese Frage geklärt, es ist also ein Mann. Da ich eine Frau bin kann ich ja nicht sein Ebenbild sein.
Aber heißt es nicht auch: "Du sollst dir kein Bildnis machen?" Rein theoretisch könnte man sich dann doch als Frau damit identifizieren. Da aber Frauen doch etwas minderwertiger sind, da aus einer Rippe geformt und Lilith, die Adam als erste Frau gleichberechtigt zur Seite gegeben wurde, im AT unterschlagen wurde und die Bibel erst mit Eva beginnt, sollte man allgemein als Frau diese Buch doch sehr kritisch betrachten. Zitat Ende
[/quote]

Hallo Sabine und alle anderen!!!
In der Bibel steht:Zitat "So schuf Gott den Menschen als sein Ebenbild, als Mann UND Frau schuf ER sie" Zitat Ende.(Übersetzung:Hoffnung für alle,1.Mose,V.27)
Wo also ist Deine Aussage, Du wärest als Frau kein Ebenbild, begründet??
Und wie kommst Du auf die Idee, jemand würde sich ein Bildniss von Gott machen, wenn er IHN als Mann darstellt??? Wo in der Bibel ist Gott jemals als Frau bezeichnet worden??? Und, wenn wir davon ausgehen, die Bibel hat Recht, warum dürfen wir sie dann nicht zitieren, und Gott als Mann bezeichnen????
Und ja: Gott hat zuerst den Mann geschaffen (ER wird sich was dabei gedacht haben!!), aber nur weil die Frau aus einer Rippen geschaffen wurde ist sie doch noch lange nicht weniger Wert!!!!! Wo in der Bibel wird das angedeutet????
Und woher hast Du diesen Quatsch (entschuldige, nicht persönlich nehmen) mit einer Lilith, die Adams erste Frau gewesen sein sollte???? Das grenzt ja schon fast an Blasphemie!!!! Man kann doch der Bibel nicht irgendetwas zu - oder wegdichten!!!!
Weisst Du, auch ich habe so meine Probleme mit Papst und Vatikan und allem was da zugehört!!! Dennoch glauben wir doch alle an denselben Gott, und lesen aus derselben Bibel...(Ich spreche hier ausschließlich vom Christentum!) Und sicherlich hat das Christentum seine Fehler gemacht!!
Dennoch ist doch der christliche Gedanke Fundament unserer Kultur und in jeder täglichen Aktivität die wir tun vorhanden, egal ob wir uns nun Christen nennen oder nicht!!! Und Überlege einmal, welche Partei momentan zumindest mitregiert.... Damit will ich nicht sagen, die wären nun besonders christlich (sind sie meiner Meinung nach nämlich nicht!!), ich will nur aufzeigen, wie sehr der Glaube an Gott, bzw. das Christentum im täglichen Leben verankert sind!!!
Und zum Thema, "Gerade Dich wird Jesus ganz besonders lieben":STIMMT!!!!!
Genauso wie er Fragmentis und Udi und Löwenherz und meli26 und Enno und jeden einzelnen Menschen auf dieser Welt ganz besonders liebt und lieben wird!!!! Wie einem das gesagt wird, oder wie derjenige der es sagt auftritt, sei dahingestellt!!! Grundsätzlich ist genau das die Wahrheit, um die sich alles im Leben dreht bzw. drehen sollte!!!!
So, nun hab ich mehr geschrieben als ich wollte.... Ich hoffe, ihr seht es mir nach!!!

LG und ´nen gesegneten Abend

Maverick
 
Qualifikation
Krankenpfleger für Nephrologie und Dialyse (DKG)
Fachgebiet
Private Dialysestation
U

Udi

Mitglied
Basis-Konto
25.10.2006
35394
Wow Maverick !!
Du alles wichtige Gesagt(meiner Meinung)nach!!!!
Ebenfalls nen gesegnteten Abend an alle!!!
 
Qualifikation
Gesundheits-und Krankenpflegerin
Fachgebiet
Dialyse
E

enno

Mitglied
Basis-Konto
20.02.2006
18236
es ist mir egal woran jemand glaubt(akzeptiere es),solange sie andere akzeptieren,solange es glaubenskriege gibt,werde ich an nichts glauben(nur an mein wissen,meine erfahrung,meine praxiserfahrung und mein logisches denken).wenn"ausländer "nach deutschland kommen--sind sie mit ihrem glauben nicht in reinen,aber sie bauen ihre eigenen gebetshäuser.
warum müssen sie sich nicht dem erwählten staat anpassen?warum bekommen sie sonderrechte?
glaube ist immer ein streitpunkt.
ich lebe mit der natur,die durch den menschen vernichtet wird,alles was ich auf erden habe,ist eine leihgabe,die ich bei meinem tot wieder abgebe.
was unterscheidet der mensch vom tier?
was ist ein rechtsstaat,was ist sozial,was ist verantwortung?
zusehen(wegsehen)des eigenen vorteils wegen?
mitläufer und wendehälse kenne ich,auch immer noch die bezeichung wessi ossi,hat der wessi in der wendezeit nicht nur vorteile gehabt,alles was der ossi hatte wird vom wessi neu erfunden.
von so einem religiösen staat bin ich sehr enttäuscht.
dann lieber glaubenslos und menschlich.
mfg enno
.
 
Qualifikation
z.z.sonderurlaub
Fachgebiet
pflege zu hause(angehörigen)
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