Burn out mal von einer anderen Seite betrachtet

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A.Hoffmann

A.Hoffmann

Mitglied
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08.11.2007
78269
www.da-heim.eu
Sehr geeehrter Herr Kröhl,
Liebe Kollegen,


vielen Dank für die prompte Reaktion auf die Threats von "User Haus Maranthana" und die Klarstellung, welchen Stellenwert dieses Forum hat.

Auf eine Antwort auf die Diskussionsbeiträge von den Usern "access" und "renje" verzichte ich aufgrund der aktuellen Entwicklung. Herr Kröhl hat die Nutzungsbedingungen nochmals kar dargestellt. Diese sprechen für sich.

Wünsche allen Kolleginnen und Kollegen einen guten Rutsch ins Jahr 2008.

MfG
A. Hoffmann
 
Qualifikation
Solution Consultant
Fachgebiet
Social Security Software
J

JoAn 98

Mitglied
Basis-Konto
15.10.2007
Braunschweig
Diese Diskussion hier ist doch gar keine mehr! Oder doch? Ich kenne die anderen Beiträge von Johannes nicht. Aber hier wurde er mehr oder weniger zu seiner religiösen Meinung gedrängt.Ihr müßt doch nicht darauf anspringen! Tut ihr aber! Warum? Hat er vielleicht ein ganz kleines bißchen Recht?
Da soll jetzt tatsächlich auf Beiträge von usern verzichtet werden, die das Ganze hier so verstanden haben, wie es vielleicht gemeint war?
Burn out sollte doch nur mal von einer anderen Perspektive betrachtet werden.
Es ist hier nicht einer besser als der andere. Jeder vertritt einfach nur seinen eigenen Sturkopf!
Dieses ganze Konkurenzdenken macht krank.
A. Hoffmann auch Du hast nicht die Weisheit mit Löffeln gegessen, genausowenig wie irgendwer anders hier.
Vielleicht helfen die Gedanken von Johannes doch tatsächlich einem Menschen. Mancheiner braucht doch nur mal einen kleinen Denkanstoß! Wenn nur einem damit auf die Sprünge geholfen ist, ist es einer weniger, der evtl. in der Psychiatrie landet.
Und wenn ihr alle mit Religion nichts am Hut habt, hört einfach auf euch Weihnachten zu beschenken und den Bauch vollzuschlagen!
Das ist mehr als scheinheilig!
Besinnt euch, wir sind gerade noch in der besinnlichen Zeit!

Gruß, JoAn
 
Qualifikation
ex. Altenpflegerin, WBL
Fachgebiet
Alten- u. Pflegeheim
N8schatten

N8schatten

Mitglied
Basis-Konto
15.12.2007
52064
@ JoAn 98

Habe gerade kurz überlegt,
ob ich antworten soll,
weil, wenn Pech bzw. Mißverstehen fängt die ganze Diskussion schon wieder an....

Der User "Haus Marantha" wird nicht
"mehr oder weniger zu religiösen Meinungen gedrängt",
er tut es in diesem Thread in jedem Beitrag,
lies nach!

Und es geht auch nicht um die Religiösität oder eben Nicht-Religiösität der einzelnen Forumsmitglieder,
noch darum,
wie wer Weihnachten verbringt oder auch nicht.
Du magst es z.B. sinnlich verbringen,
ich hingegen garnicht,
und damit meine ich GARNICHT,
also weder "Fest", noch "Familie", noch "Festessen" etc.
Und genau das muß jeder Mensch für sich selber wissen,
es ist, genau wie Religion Privatsache und gehört nicht in solche Diskussionen.

Dazu kann man/ kannst Du einen eigenen Thread aufmachen,
etwa wie "Hilft der Glaube bei Stress im Arbeitsleben?",
oder "Wie verbringt ihr Weihnachten" oder was weiß ich...

Und wenn es mit solchen Aussagen wie von "Haus Mranatha" um indirekte Schuldzuweisungen geht,
nach dem Motto "würdet ihr mehr glauben, hättet ihr Halt im Glauben,
so hättet ihr kein Burn-out" oder "Burn-out ist selbstgemacht"...etc. pepe,
dann denke ich,
möchte dieser Mensch auch eigentlich nicht über "Burn-out"
und was man dagegen tun kann,
wie es Einzelnen damit geht etc. sprechen,
sondern seine Art der "Patentrezepte" und seine Weltsicht verteilen.

Und die Beiträge von A.Hoffmann sind in keiner Weise "arrogant" oder sowas,
sondern im Gegenteil sehr sachlich.

Hm,
hoffe, du verstehst mich nicht miß,
aber eben genau da,
beim "Glauben" fühlen sich eben sehr viele Menschen,
vorallem die Gläubigen
sehr schnell auf den Schlipps getreten.
Aus diesem und aus weltanschaulich neutralen Gründen
sollte man das auch in Diskussionen über allgemein öffentliche Themen meiden,
da es nun mal sehr privat und Privatangelegenheit ist.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Uniklinik / Psychiatrie
J

JoAn 98

Mitglied
Basis-Konto
15.10.2007
Braunschweig
Hallo N8schatten,
ich verstehe Dich nicht miß. Wollte nur verdeutlichen, dass es doch in Ordnung ist, wenn ein Mensch aus seinem Glauben seine Kraft schöpft.Deshalb aber so über einen herzufallen find ich nicht okay. Evtl. findet ein kraftloser Mensch ja doch ein wenig Hoffnung. Und sollte nicht jedem seine Meinung gewährt werden?
Es verwundert mich halt etwas, dass so darauf angesprungen wird. Denn mit ignorieren wäre es doch dann eher getan. Man nennt das dann "im Keim ersticken".
Hoffe, ich bin damit nicht wieder jemanden auf den Schlips getreten, das ist nämlich nicht meine Absicht.
Gruß, JoAn
 
Qualifikation
ex. Altenpflegerin, WBL
Fachgebiet
Alten- u. Pflegeheim
N8schatten

N8schatten

Mitglied
Basis-Konto
15.12.2007
52064
Hallo N8schatten,
ich verstehe Dich nicht miß. Wollte nur verdeutlichen, dass es doch in Ordnung ist, wenn ein Mensch aus seinem Glauben seine Kraft schöpft.[...]
Klar ist das "in Ordnung"...
Aber es ist ja dann jedem Menschens eigene Sache,
übertragen (missionieren) auf andere läßt sich das nicht,
und sollte vielleicht nicht so postuliert werden...

Stell dir einfach mal vor,
einjeder bringt hier in egal welchen Thread mit rein,
wo er persönlich seine Kraft draus schöpft
und missioniert damit munter rum...
Könnte ja alles Mögliche sein, der Esoterik / Sektenmarkt ist groß,
...was weiß ich, wo einjeder meint, "Kraft schöpfen zu können"...:wink:

Nein,
ich bin sogar der Meinung,
sowas bespricht man mit Freunden oder Vertrauten,
und gehört nicht in eine öffentliche Diskussion um ein anderes Thema...

Und übertragen läßt sich da ja nix,
weils eben für jeden anders ist....

Kann mich nur wiederholen, finde, Religion und Glauben sind Privatsache.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Uniklinik / Psychiatrie
D

dr.poops

Klar ist das "in Ordnung"...
Aber es ist ja dann jedem Menschens eigene Sache,
übertragen (missionieren) auf andere läßt sich das nicht,
und sollte vielleicht nicht so postuliert werden...

Stell dir einfach mal vor,
einjeder bringt hier in egal welchen Thread mit rein,
wo er persönlich seine Kraft draus schöpft
und missioniert damit munter rum...
Könnte ja alles Mögliche sein, der Esoterik / Sektenmarkt ist groß,
...was weiß ich, wo einjeder meint, "Kraft schöpfen zu können"...:wink:

Nein,
ich bin sogar der Meinung,
sowas bespricht man mit Freunden oder Vertrauten,
und gehört nicht in eine öffentliche Diskussion um ein anderes Thema...

Und übertragen läßt sich da ja nix,
weils eben für jeden anders ist....

Kann mich nur wiederholen, finde, Religion und Glauben sind Privatsache.
Exakt:eek:riginal:.
Ich bin vor eineinhalb Jahren ziemlich auf dem Zahnfleisch gekrochen und habe mich entsetzlich gefühlt mit meinem blöden burn-out. Und den hab ich mir sicher nicht eingefangen, weil ich nicht an den lieben Gott glaube. Das war eine irre schwere Arbeit herauszufinden, wie ich wieder einigermaßen meinen Job machen kann und mich auch privat wieder wohler fühle. Wenn nun behauptet wird, daß man einfach mal rumnörgeln kann, weil man keine anderen Probleme hat, dann springt mir echt der Draht aus dem Hut.
Natürlich hat "renje" da recht, wenn er sagt, daß wir diejenigen sind, die das Niveau in diesem board bestimmen und aufrecht erhalten. Ich hab auch gar kein Problem damit, wenn jemand hier Dinge reinsetzt, um zu provozieren (musste ich aber auch erst lernen, aber das macht ja nix). Die Sammlung aller Ansichten zu bestimmten Themen ist oftmals eine echte Bereicherung.
Soll doch bitte jede/r glauben, woran er/sie möchte. Von mir aus. Das ist dann aber inhaltlich sicher etwas gänzlich anderes, als die "Institution Kirche" abzufeiern. Und da hört es bei mir dann auch ad hoc auf. Prost.
dr.poops
 
L

Lisy

Hallo euch allen,
ich riskier jetzt mal bewußt die Sperrung meines accounts!
Ich bin der Meinung, das bourn out durchaus eine Rückzugsmöglichkeit für nicht belastbare Kollegen sein kann.
Und ich denke durchaus, das einem der religiöge Glaube genau so helfen kann, wie die Familie oder der Glaube an irgend etwas mir unverständliches.
Ich war mit Sicherheit eine der Ersten die Christian eine PN wegen diesem Tread geschrieben hat, aber nicht um Johannes zu sperren sondern um Ruhe in den Tread zu bekommen.
Ich habe in diesem Tread auch noch nichts geschrieben, weil ich einfach nicht weiß ob ich schon mal einem bourn out hatte.
Ich hab schon oft eine Überlastung erlebt, aber irgendwie nie echt Zeit gehabt (Dank meiner Familie) das "auszuleben".
Ich denke schon, das es Situationen gibt, wo Menschen ausbrennen ohne das Sie dagegen steuern können, ich glaube aber auch das einige dies für sich in Anspruch nehmen, weil sie arbeiten nicht wirklich gewohnt sind.
Lisy
 
S

stern3007

Aktives Mitglied
Basis-Konto
29.07.2005
Köln
Warum muß in einem Thread Ruhe herrschen? Das ist nun mal so, dass man sich die Köpfe heiß redet. Warum soll das immer geblockt werden?

Egal was im weiteren Verlauf des Threads gepostet wurde, ich persönlich fand es extrem abstoßend, dass man den Burn out als eine Modeerscheinung bezeichnet hat. Für mich ist das eine Diskriminierung der Leute, die darunter leiden.

Genauso der Vergleich, dass die Menschen in den 60zigern belastbarer waren. Warum immer solche dummen Vergleiche? Die Zeiten sind heute anders. Die Arbeit stellt ganz andere Anforderungen an uns. Man kann die Belastungen aus den 60iger Jahren nicht mit der heutigen vergleichen. Das sind andere Ebenen. Fakt ist nur, dass mittlerweile viel zuviel vom Wesen Mensch erwartet und verlangt wird. Das wir keine Roboter sind, die man einschaltet und dann gnadenlos funktionieren, scheint einigen gänzlich entgangen zu sein. Je mehr man uns zum Roboter mutieren läßt, desto mehr Ausfallerscheinungen wird es geben.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
N8schatten

N8schatten

Mitglied
Basis-Konto
15.12.2007
52064
Schön,
wieder OnTopic......

Vielleicht sollte man erst einmal mit der Definition von "Burn out" anfangen,
bzw. mit der Differenzierung,
wo ein B.o. überhaupt anfängt...

Hatte in den letzten Monaten auch -zu oft- so meine Stündchen,
wo ich dachte "Wenn das so weitergeht, kannst du nicht mehr..."...


Viel lag wohl auch mit daran,
daß unsere ganze Abteilung "ausgelagert" wurde,
wir nicht mehr im Hauptgbäude sind,
die Arbeitsbedingungen auf unserer Station schlechter geworden sind,
vieles völlig chaotisch und unstrukturiert ist,
Mehrarbeit für jeden, die Arbeit wird eh immer mehr,
die Handlungsabläufe nicht mehr klar,
und last but not least wir und die Patienten darunter leiden...

Immer noch, kein Ende in Sicht...

Aber am meisten erschreckt hat mich die Tatsache,
daß ich/ wir alle ungeduldig mit den Patienten sind,
daß ich völlig genervt reagiere (ND) wenn viel Zusätzliches "außer der Reihe"
passiert und bewältigt werden muß,
und ich letztens sowas wie zu "dekompensieren" drohte...
Das allerdings zuhause, ---> geheult wird prinzipiell zuhause... :wink:

Und nicht nur mir gehts so,
wohl einigen von uns, obwohl auch in diesen Zeiten der Informationsaustausch bezeichnenderweise schlecht läuft...
Und die, denen es auch besonders schlecht geht,
es sind, wie häufig, die Engagierteren, denen das alles näher geht...

Den Resignierten unter uns, oder die Desinteressierten
geht es besser, wie stets.

Aber so ein Typ bin ich nicht und will ich auch niemals werden....

Nun,
Vorschläge gemacht, Strategien besprochen, Briefe geschrieben,
Ärmel hochgekrempelt und versucht, sich mit der Situation zu arrangieren...

Jetzt momentan ist ein bißchen Luft, manches spielt sich ein...

Ich hab mich dann immer wieder erholt und/oder an "den Haaren gepackt",
aber irgendwann geht das dann nicht aufzufangen...
Dann fängt man auch im Privatleben an "zu schwächeln",
sprich da war mir in der Zeit auch alles zu viel,
hab Verabredungen gecancelt, erstmal für Ruhe gesorgt und mich um mich gekümmert....
"Psychohygiene" nennt man das wohl.... :wink:
Mir Nettes gegönnt, schonender mit mir umgegangen,
für Ausgleich gesorgt...

Tja,
wieder beim Thema:

WO fängt Burn out an?
da, wo`s ewig so weiter geht und man es nicht mehr kompensieren kann....?????

WAS zu tun dann?

Bradys schrieb auf Seite 1:

Erwiesen sind Prophylaxen:

- Fachwissen
-Introspektionsfähigkeit/Reflektionsfähigkeit
-Supervisionen
-Psychohygiene
-Sport
-Vermeidung von Über- und Unterforderung
-Wissen, dass ein Helfersyndrom meist damit zu tun hat
-gesunde Abgrenzung zur Arbeit
-Erkennen von eigenen Grenzen und Grenzen anderer
-gesunde Lebensweise
-genügender Ausgleich zur Arbeit
-Beruf und nicht Berufung
-soziale Anbindung
Find ich klasse und selbsterklärend,
aber ich frage mich doch, wie der Punkt
"Vermeidung von Überforderung" in der Praxis so klappt......
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Uniklinik / Psychiatrie
L

Lisy

Hallo Nachtschatten,
manchmal klappt es nicht mit Verhinderung der Überforderung. Manchmal hilft, zumindest mir, durchatmen, alle sieben mal gerade sein zu lassen und zu aktzeptieren das nicht immer alles rund laufen kann.
Gruß Lisy
 
D

dr.poops

Machen wir doch ganz einfach einen kleinen Ausflug in die threads zur Berufspolitik. Lesen wir noch einmal die einzelnen Beschreibungen der KollegInnen aus den ganzen verschiedenen Bereichen. Und dann düsen wir nochmal zur Berufspolitik. Klarer und deutlicher ist nicht zu erkennen, welchen Belastungen wir ausgesetzt sind.
Ich würde nicht in Abrede stellen, daß manchen KollegInnen die Hinwendung zum Glauben eine wichtige Stütze ist. Aber das ist ja eine ganz andere Baustelle als die Behauptung, daß ein burn-out so eine ähnliche Modeerscheinung ist wie nordic walking oder das sick building syndrome.
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: ich fand mein burn out nicht im geringsten irgendwie schick oder hab mich gefreut, daß ich jetzt mal wirklich unter etwas leide. Ich fand es entsetzlich und wollte es weg haben. Und ich will auch auf gar keinen Fall, daß es wiederkommt:thumbsup2:.
 
Elena04

Elena04

Mitglied
Basis-Konto
18.12.2005
44628
@hausmaranatha

Hallo,

naja, ich hoffe du wirst bald in den Genuß kommen, den aktuellen Pflegestandard in Pflegeheimen zu geniessen.
Am besten in einem Heim ab 70 Bewohnern.

Bestimmte Menschen hier im Forum wissen wovon ich rede.
Du hast ja nicht mehr ganz so lange bis dahin.
Dann kannst du Deiner Enspannung in Ruhe weiter nachgehen.

Zum Burnout:: Ich finde nicht das wir das Mittelalter oder Nazinachkriegsdeutschland dafür als Beispiel hernehmen sollten, wie man mit Menschen umgeht.

Wobei ich festelle dass es aktuell oft kaum einen Unterschied mehr gibt.
Was die Arbeitsbedingungen in vielen Altenheimen angeht.
Menschen sind Nummern und Kostenstellen, und Ertragsquellen.
Mitarbeiter der letzte Dreck.


LG

NF
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Pflegeheim Beschützte Heimbeatmung
W

Wiggum

Mitglied
Basis-Konto
04.08.2007
85598
Nachtfreak,
jeder bringt auch immer selbst seine Persönlichkeit in "Arbeitsbedingungen" ein.

Wenn ich Deine Einstellung zu Arbeitsbedingung lese, dann wundert es mich nicht dass Du Dich so negativ äußert.

Ich habe mehrfach erlebt, an einem Nachmittag. Spätdienst, zwei Pflegekräfte. Eine Pflegekraft: "Das ist brutal. Schafft man nicht." und hektisch, negativ gestimmt wirkt.

DIe zweite Pflegekraft 5min später: "Ist relativ ruhig, macht Spaß.", mit Motivation und Fröhlichkeit im Ausdruck.

Was nun?
Ergo: Die eigene Persönlichkeit trägt viel zu Arbeitsbedingungen bei.
 
Qualifikation
Pflegedienstleiter
Fachgebiet
Seniorenheim
N8schatten

N8schatten

Mitglied
Basis-Konto
15.12.2007
52064
Ergo: Die eigene Persönlichkeit trägt viel zu Arbeitsbedingungen bei.
Ja, stimmt.

Aber ich kann schon verstehen,
was Nachtfreak meint...

Im Umkehrschluß:

Die Arbeitsbedingungen tragen dazu bei,
daß die "eigene Persönlichkeit" dabei kaputt geht...

Und genau da fängt
-für mich-
Burn out auch an,
da, wo es völlig an die Substanz geht, meine Persönlichkeit leidet,
ich mich verbiegen muß,
sprich wegen Zeit-und Leistungsdruck so arbeiten muß
wie ich es doch eigentlich NIE wollte....


Und ich denke auch,
guckt man nicht durch eine idealistische Brille,
dann sieht man:
besser wirds (derzeit) bestimmt NICHT.....
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Uniklinik / Psychiatrie
N8schatten

N8schatten

Mitglied
Basis-Konto
15.12.2007
52064
Nachtrag:

Will damit sagen:

UNSER Beruf ist der Prädestinierteste
für Burn out überhaupt unter allen Berufen!
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Uniklinik / Psychiatrie
L

Lisy

Hallo Nachtschatten,
das sehe ich nicht so! Schau dir doch mal die Industrie an, die habens auch nicht leichter. Auch dort müßen immer weniger mehr leisten. Entlassungen sind die Regel, obwohl der Gewinn stetig steigt.
Gruß Lisy
 
J

JoAn 98

Mitglied
Basis-Konto
15.10.2007
Braunschweig
Lehrer sind übrigens auch sehr häufig von Burn out betroffen! Denke auch, dass die Persönlichkeit egal in welchem Beruf eine große Rolle spielt.
Wenn ich sehe, dass mein Lächeln und ein paar nette Worte einem Menschen zeigen, dass er mir am Herzen liegt und ich dieses positiv annehmen kann, fühl ich mich schon persönlich gut. Auch in der Kürze der Zeit kann man Menschen Wertschätzung zeigen. Man muß nur auch die kleinsten Zeichen erkennen können.Psychohygiene fängt bei jedem selbst an.
Trotzdem kann sich ein Mensch selbst "verlieren".
Für denjemnigen, den es dann "erwischt" ist es bestimmt sehr schlimm, aber kein Weltuntergang. Es gibt immer und irgendwie Hilfe!Weiter geht es immer!Ich finde , es ist auch ein Zeichen von Stärke, wenn ein Mensch mit Burn out Hilfe sucht. Schrecklich ist nur, wenn jemand keine Hilfe annehmen will! Denn oft wird vom Umfeld erkannt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Ist halt wie mit Suchtkranken. Die erkennen auch als letzte, dass was nicht in der Spur läuft.Ist aber einfach menschlich und in Ordnung.
JoAn
 
Qualifikation
ex. Altenpflegerin, WBL
Fachgebiet
Alten- u. Pflegeheim
MuuuHaaa

MuuuHaaa

Gesperrter Benutzeraccount
07.02.2007
0815
Hallo,

ich hab mir das mal durchgelesen und den theologischen Quark und die Anfeindungen einfach mal weggelassen.

Kurz gesagt wird ein Burnout gefördert, wenn man nicht genug für sich selber tut.
Jeder fordert mal gelobt zu werden, aber wer hat zuletzt jemand anderen gelobt?
Jeder erwartet das seine Massstäbe erfüllt werden, ohn oft zu merken das man ihnen selber nicht gerecht wird!
Jeder möchte keinen Stress haben, aber wie gehen wir mit Stress um?
Ich Habe bis 12:00 Uhr gewaschen, hatte aber immer ein Team das zusammenhält und sich gegeseitig Hilft. EIn Team das streiten und Lachen kann.
Wie gehen wir mit Fehlern um. Wie mit persönlichen Ansichten einens Menschen, ob sie uns Gefallen oder nicht.
Wo zum Teufel ist die Streitkultur geblieben? Muss man wenn man jemanden trifft der einen andere Meinung, einen andere Lebenseinstellung direkt die Pest an den Hals wünschen.

Werden Vorurteile nicht bestärkt durch unsachliche Kritik. Findet nicht alles einen Nähboden des Misstrauens, wenn man den Respekt und die Achtung vor einer anderen Person verliehrt? Ist der eigene Respekt dadurch stärker?

Oder wird nur die eigene Aggression und der eigene Frust auf andere entladen und entleert sich in einer unsachlichen Diskussion, damit amn sich selbst besser fühlt?

Man darf Humor haben, ja. Sollte man auch Angst haben, eine Meinung zu vertreten die vielleicht nicht den Mainstream trifft.

Ist es richtig das man einer vielleicht verqueren Meinung nur mit Ablehnung und Aggression gegenübertritt? (vielleicht sollten wir noch mal ein paar Jahre zurückschauen!)

Es ist richtig bei Minderheitenfeindlichäusserungen seine nicht Zustimmung auszudrücken!!!
Muss jemand deswegen direkt ans Kreuz genagelt werden?

Gibt es irgendeine Aussage im Eingangsthread dem man vielleicht etwas abgewinnen könnte? Oder ist es alles Quatsch? Ist Religion Quatsch? Ist Supervision Quatsch? Ist Essen gehen mit Freunden Quatsch? Ist es Quatsch den Finger auf Wunde Punkte zu legen und so zum nachdenken anzuregen?
Ist es Quatsch sich ein Hobby zu suchen, zerstreuung? Ist es Quatsch festzustellen das man mit seiner Momentanen Arbeitssituation überlastet ist?
Ist es Quatsch das die Trümmerfrauen unglaubliches geleistet haben?


Was manche Argmuente am Anfang angeht, fällt mir nur eine andere Aussage ein:

Früher waren die Paare glücklicher, da es nicht so viele Scheidungen gab!!!


Früher war es nicht statthaft sich scheiden zu lassen, der Gesellschaftliche Druck war größer, aber heute sind wir ja liberaler! Nicht war!!!


Das musste jetzt mal raus!


Gruß

Vader, die mit Dummheit, aber nicht mit ignoranz zurecht kommt.
 
Qualifikation
Pointenkiller
Fachgebiet
Niemansland
N8schatten

N8schatten

Mitglied
Basis-Konto
15.12.2007
52064
@ Vader:

Ehrlich gesagt wirfst du in deinem Beitrag Alles und Nichts
in einen Topf,
würfelst alles zusammen was geht und rührst um...

Ich persönlich kann damit nichts anfangen,
will heißen,
verstehe nicht worauf du (alles) hinaus willst....:suche:
:kopfkratz:
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Uniklinik / Psychiatrie
Elena04

Elena04

Mitglied
Basis-Konto
18.12.2005
44628
@N8schatten xy

Danke für Dein Verständniss.
Weisst du, ich hasse es mittlerweile alles immer schöngeredet zu bekommen.
Die Doppelmoral.
Ich empfinde dies mittlerweile schon schlimmer als vieles andere.
Schönreden ebnet den Boden für weitere negative Entwicklung, deckt.
Schöngeredet wurde auch in den Jahren vor den Trümmerfrauen.
Und eben diese Trümmerfrauen liegen jetzt da, in den Heimen, werden mit PEG jahrelang zwangsernährt, bringen Kasse.
werden ein paarmal am Tag im Bett gewalzt, damit sie ja noch lange leben, Kasse bringen.
Da Pflegstufe 3, ohne grossen Aufwand zu pflegen.
Oder Mittags in 15 Minuten im Akkord vollgestopft, um sie dann sofort wieder im Bett zu verwahren.
Mittagsschlaf.
Und wer diese Dinge, die Gang und Gebe sind, verleugnet...........

Meine Einstellung ist trotzdem grundpositiv.
Und ich mache auch mit, bei alldem, weil es mein Job ist.
Ich keine Wahl habe, 3 Töchter aufziehen muss.
Aber ich rede nichts schön, und halte esoterische Verharmlosungsreden.
Um mich als heilendes Licht zu präsentieren, nur für mich eine reine Weste zu haben.
Weil es nichts zu verharmlosen gibt.
In vielen vielen Heimen.


Lg

NF

Meine Einstellung ist trotzdem grundpositiv.
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Pflegeheim Beschützte Heimbeatmung
Status
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