Bubble CPAP

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pet

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27.05.2006
47057
Hallöchen!

Also, ich muß gestehen, das ich mich gerade eben erst registriert habe und noch keinen blassen Schimmer habe, wie man hier an Fragen und Antworten kommen kann............:innocent:
Aber ich interessiere mich "brennend" für das Thema CPAP!

Ich arbeite schon seit einigen Jahren auf unserer Frühgeborenenintensivstation und mache gerade die Fachweiterbildung Intensiv/Anästhesie...
Da ich meine Facharbeit über den "Bubble CPAP" von Fisher und Paykel schreiben möchte, benötige ich irgendwelche Informationen von anderen "begeisterten" Anwendern!
Irgendwie arbeiten - leider - die Wenigsten mit diesem binasalen, nicht invasiven CPAP. Sehr schade, denn diese eigentlich recht "alte" Erfindungsvariante ist der Wahnsinn!!!
Wir können selbst die kleinsten (<30.SSW) Frühchen vor der Intubation bewahren und ich bin überzeugt davon, das diese Tatsache mit dem Bubble zusammenhängt. Denn früher unter Rachen-CPAP wurden sie fast alle wieder intubationspflichtig!
Hat irgendjemand von Euch da draußen Erfahrung, oder weiß, welche Kliniken den "Bubble CPAP" benutzen?
Ich würde mich sehr über Antworten freuen, zumal dies mein erster Beitrag ist und ich noch eine Menge lernen muß, wie man sich hier zu recht findet....

Viele liebe Grüße
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Neu-/Frühgeborenenintensiv
Belle

Belle

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Hi,

das Klinikum Dortmund arbeitet z.B. mit besagtem "Nasen-CPAP".
Ich hatte einen Einblick für 3 Monate auf der Frühgeborenen-
intensivstation und dieser hat mich auch schon von der Anwendung
überzeugt. Das kleinste war, soweit ich mich erinnere 26 Wochen alt.

Um einer BPD entgegen zu wirken, ist es ja wichtig, möglichst schnell
zu extubieren, dieses konnte oft nach dem 3. Tag erfolgen, je nach
Zustand des Patienten auch schon früher.

Was jedoch zu beanstanden ist, sind die Druckstellen, die beim tragen des CPAP enstehen können. Die seitlichen Haltebänder wurden
deshalb mit weichen Kompressen unterlegt. Alle 2 Stunden wurde
der Aufsatz gewechselt und eine sanfte Nasenpflege durchgeführt.

Wirklich eine tolle Sache....:thumbsup:
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
amb. Kinderkrankenpflege
P

pet

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
27.05.2006
47057
Hi,

vielen lieben Dank für deinen Beitrag. Jetzt weiß ich endlich wer noch mit dem Bubble CPAP arbeitet...
Es ist prima zu hören, das es anscheinend kein "subjektives" Gefühl ist, das diese CPAP-Form den Frühchen (und auch anderen kranken Neugeborenen) gut tut!
Was die Schattenseite anbelangt:
Wo genau hattet ihr die Druckstellen? Seitlich der Halterung oder an den Prongs bzw. dem Prong-Nasenstegabstand?
Mit den Mützen und deren Befestigung hatten wir keine Probleme... Man darf nur die Schaumstoffunterpolsterung nicht zu sehr entfernen.. Dann bleibt auch der Abstand zum Nasensteg korrekt.
Wir hatten zu Beginn auch Druckstellen.. Am Nasensteg! Sehr unschön. Doch wir haben dann lediglich die Nasenschleimhäute (Naseneingang) mit NaCl 0,9% angefeuchtet und bei jeder Versorgung den Prong und die Nasengänge von Sekret befreit!
Ab dato hatten wir keine Probleme mehr!!! Selbst bei den von dir beschriebenen Frühchen der 26.SSW, die ja nun mal sehr lange am CPAP bleiben müssen! - Zuvor haben wir die übliche Nasenpflege mit bsp. Bepanthen durchgeführt! Fatal! Die Prongs rutschen immer heftiger gegen den Nasensteg. Man hat eine Art "Gleitfilm" und hinzukommend besteht eine permanent "feuchte Kammer", die wiederum Druckstellen, Nekrosen und Infektionen leider begünstigen.
Ach übrigens... Es gibt auch noch Stirnbänder anstelle der Mützen! Die sind allerdings nicht für die "ganz Kleinen", sondern lediglich für reifere Kinder!

Aber toll, das du von Dortmund berichtet hast!
Vielen Dank!

Vielleicht haben ja auch noch Andere Erfahrungen!?
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Neu-/Frühgeborenenintensiv
Skysurfer

Skysurfer

Mitglied
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Hallöchen!

Wir können selbst die kleinsten (<30.SSW) Frühchen vor der Intubation bewahren und ich bin überzeugt davon, das diese Tatsache mit dem Bubble zusammenhängt.

Viele liebe Grüße
Hallöle Pet,

also das musst Du mir mal erklären:eek:riginal:

ich weiss wohl, dass der Effekt mit dem Positiven Druck zusammenhängt dabei ist es aber recht egal auf welchem Wege ein Peep erzeugt wird. Das mit dem Bubble musst Du mir mal erklären

LG Sky
 
Qualifikation
Intensivpfleger/Neonatologie/Pädiatrie Pflegepädagoge
Fachgebiet
Intensivstation / in der IPS- Weiterbildung
Weiterbildungen
Studium der Pädagogik mit Schwerpunkt Berufspädagogik Erziehung und Entwicklungspädagogik
O

ouzo

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06.05.2006
47198
hallo Skysurfer!
Die Vibrationen des Bubble werden laut Hersteller bis in die Luftwege des Patienten über das relativ starre Schlauchsystem weitergeleitet.
Frag jetzt bitte nicht wie...aber es soll der Diffusion der Gase förderlich sein...
und es soll zu einer Abnahme des Minutenvolumens kommen...habe ich gehört...
also wird folglich einer Erschöpfung der Atemmuskulatur entgegengewirkt. entsprechende Studien sind mir hierzu aber nicht bekannt.
vielleicht ist aber etwas über den Hersteller zu erfahren...
(hab ich leider selbst keine Zeit zu...)
der deutschsprachige Teil der Homepage des Herstellers ist meiner Meinung nach leider sehr dürftig (...ist natürlich geschmacksache...)
Bis bald mal wieder, Ouzo
 
Qualifikation
Fachgesundheits- und Kinderkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie
Fachgebiet
Kinderintensivstation
J

junni

Mitglied
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31.01.2006
Sambach
Hallo! Wir haben heute den Bubble-CPAP zu ersten Mal vorgestellt bekommen. Einer unserer Ärzte hatte gute Erfahrungen in einer anderen Klinik damit gemacht. Was der Vertreter da heute erzählt hat, hat sich sehr gut angehört. Werden das Ganze jetzt mal ausprobieren. Die Handhabung wirkt besser (einfacher) als beim InfantFlow den wir die ganze Zeit mehr oder weniger gerne eingesetzt haben. Unsere Kleinen haben eigentlich hauptsächlich Rachen-CPAP. Aber sollte sich der Bubble-CPAP als so gut erweisen wie der Vertreter das heute geschildert hat, werden wir ihn wohl öfter einsetzen.
Gruß junni
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Frühgeborenen- und Kinderintensivstation
D

darkangel

Neues Mitglied
Basis-Konto
04.01.2006
76185
Hallo zusammen,

ich bin grad etwas verwirrt oder erstaunt....

Eine Frage, Bubble-CPAP ist vom Prinzip her das gleiche wie Rachen-CPAP, nur wird der Flow nicht einseitig über den Tubus appliziert, sondern binasal über einen Nasenprong. Also gleiches System, wie Rachen-CPAP, nur der "Eingang" ist anders???

Falls meine Annahme so richtig ist, bin ich sehr erstaunt, da wir in Karlsruhe, wie ich auch weiß ebenso in Stuttgart, Heidelberg oder Freiburg, auch in Mannheim, Pforzheim, BadenBaden z.B schon sehr lange über binasalen CPAP eine Atemunterstützung gegeben wird. Nur wird ( oder wurde bisher) es "bei uns" Hudson-CPAP genannt. Die Rachen-CPAP's sind bei uns schon seit ca. 5 Jahren völlig out und werden in 99.5% NICHT mehr angewandt, da der Flow über den Tubus zu punktuell direkt vor der Stimmritze ankommt oder auch diese Tubusspitze zu sehr und zu oft durch Sekret verlegt wird. Wie gesagt, dieses Binasale CPAP System über den Nasensteg wird bei uns seit ca 5 Jahren verwendet und seit ca. 4 Jahren fast ausschließlich. Wir haben auch nur sehr wenig Probleme, was Nekrosen oder Druckstellen an Nase oder Nasensteg angeht, da der Nasenprong gepolstert wird. Wir benutzen hauptsächlich Mützen, an denen die Schläuche rechts und links mit Bändchen angebunden sind, somit ist der Rest vom Gesicht frei.
Fisher & Paykel-Systeme hatten wir vor einiger Zeit( ca 1,5 Jahre) auch zum ausprobieren, jedoch gab es mit diesen mehr Druckstellen auf der Stirn und die Schläuche hingen den Kindern eher ungünstig direkt über "den Augen", daher sind diese Systeme bei uns bisher nicht erfolgreich eingeführt, bisher arbeiten wir weiterhin mit den Hudson-Systemen.

Ich hoffe, ich habe es richtig interpretiert.... bin aber natürlich gerne für Anregungen oder mehr Fragen offen ;-)

Viele Grüße
darkangel
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Kinderintensiv
M

mader.stefan

Neues Mitglied
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17.06.2006
86551
Hallo zusammen,
es ist mein erster Beitrag und ich freue mich so viel über binasale Cpap-Anwendungen, insbesondere über die Fisher&Paykel Systeme, zu lesen.
Ich arbeite auf der päd. Intensiv der Kinderklinik Augsburg und beschäftige mich sehr mit binasalen Atemhilfen. Wir benutzen das F&P System auf anderem Wege: Wir nutzen nur die Schnittstellen an dem Stephanie-Respirator. Es ist, meiner Meinung nach, im Moment die beste Möglichkeit an diesem Gerät eine binasale Atemhilfe anzubieten.
Wer macht das genauso? Wie sind eure Erfahrungen bzgl. Fixierung und Zug- und Scherkräften des Systems?
Gibt es hier auch Probleme bei der herkömmlichen Anwendung des Systems?

Wir verwenden auch den Infant-Flow Advance. Er ist, finde ich, gut geeignet für agile Kinder. EME hat neue Systeme die deutlich höhere Bewegungsfreiheit bieten. Hier heißt es ja, das man keine Bepanthen verwenden soll, da sie die Prongs porös macht. Ist das bei den F&P Prongs denn auch so? Ich denke sie sind aus dem gleichen Material. So spricht dies zusätzlich gegen die Anwendung von Bepanthen.

Zu den Druckstellen am Nasensteg: Es ist absolut wichtig die richtigen Größen der Mütze, der Schnittstelle und der Prongs auszuwählen. Und ich kann es unterstreichen, genügend Schaumstoffpolster unterzulegen.

An PET: Ich schreibe meine Facharbeit über Binasale Atemhilfen... vielleicht können wir uns ja austauschen?


Ich freue mich auf eure Antworten und Beiträge !

Grüße aus Bayern

Stefan
 
Qualifikation
Kinderkrankenpfleger
Fachgebiet
Intensivstation Kinderklinik Augsburg
P

peisanhund

Neues Mitglied
Basis-Konto
20.07.2006
83233
Hallo,
ich halte Bubble CPAP für das Beste, was man einem ateminsuffizienten Kind zur Unterstützung anbieten kann. Man sieht, dass die Kinder ruhiger und stabiler sind als an vielen anderen Systemen. Ein weiterer Vorteil ist, dass es nur einen Bruchteil dessen kostet, was zum Beispiel ein Infantflow kostet. Natürlich muss man sich mit dem System beschäftigen und den Umgang damit üben. Es wäre sicherlich sinnvoll sich mal mit Leuten auszutauschen welche dieses System schon länger erfolgreich einsetzen um aus ihren Erfahrungen zu lernen.

Auch schöne Grüße aus Oberbayern!

peisanhund
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester / Gebietsleitung
Fachgebiet
Kliniken in Bayern
J

junni

Mitglied
Basis-Konto
31.01.2006
Sambach
Hallo! Hatten in der Zwischenzeit die ersten Kinder am Bubble CPAP. Hat mir/ uns gut gefallen. Die Kinder sind gut damit zurecht gekommen, konnten sich gut damit erholen. Und die Handhabung ist auch super einfach. Mal sehen, wie die weiteren Erfahrungen so sein werden!
Gruß Junni
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Frühgeborenen- und Kinderintensivstation
T

toptoerken

Neues Mitglied
Basis-Konto
06.06.2006
47533
Hallo,
bin ebenfalls neu in diesem Forum. Ganz kurz eine Stellungnahme zu deinem Bericht.
Ich glaube, dass in der Zwischenzeit viele neonatologische Intensivstationen das Bubble CPAP-System von Fisher&Paykel einsetzen, da es von der Handhabung sehr einfach ist und auch der Erfolg bei den Frühgeborenen für sich spricht.
Wir hatten am Anfang auch vereinzelte Nasenstegnekrosen. Bei uns ist seither Standard, den Nasensteg mit dickem Hydrokolloidverband zu schützen, wo wor vorher nur die dünnen Platten genommen haben. Gleichzeitig machen wir einen Wechsel nach einer Woche auf das Hudsonsystem. Somit werden die vorhandenen Druckpunkte verlagert und wir kommen ohne Nekrosen über die Runden, denn die sehr kleinen "Frühchen" benötigen das CPAP-System ja oft länger als eine Woche.
Auch bei uns sind die Beatmungsstunden durch CPAP deutlich rückläufig.

Viel Erfolg noch und weiterhin viel Spaß mit den Frühchen
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Kleve
B

behid

Hallo zusammen

binasaler Cpap, ein sehr kontroverses Thema, wie ich finde. Ich arbeite auch seit Jahren mit diesen Systemen (Hudson, Bubble, Infant Flow, Baby Flow)und bei allen Vorteilen , die diese Systeme haben(ich würde es in jedem Fall dem Ra-CPAP vorziehen) gibt es doch immer noch nicht ganz unerhebliche Handlingprobleme.
Die Plazierung der Prongs/Masken ist manchmal mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, besonders bei wachen und agilen Kindern. Mich wundert, dass dies fast nie konkret erwähnt wird. Wenn man denn in den verschiedenen Abteilungen nachfragt werden die Probleme mit den binasalen Cpap-Systemen (trotz Hydrocolloidverbänden, Unterpolsterung usw.) meist doch etwas runtergespielt oder gar verneint.

Was an dem BubbleCpap besser sein soll, kann ich noch nicht ganz nachvollziehen? Ich kenne diverse CPAP- Systeme, u.a. auch den Bubble! Dass die kinder daran ruhiger sein sollen, halte ich für eine nicht objektive Beobachtung. Wir haben da keine Unterschiede feststellen können. Billiger als andere Systeme....? Gut man brauch kein Gerät ausser die Atemgasanfeuchtung, allerdings sind die Systeme (Töpfe und Schläuche) ziemlich teuer und da stelle ich mir die Frage wie der Kostenvergleich nach einigen Monaten/Jahren sein wird.

Vor der Intubation bewahrt werden Kinder mit allen CPAP-Systemen (auch mit dem Ra-CPAP) also ist das nicht ein Vorteil der dem Bubble allein zugeordnet werden kann.

Meines Erachtens liegt das Hauptproblem des binasalen CPAP in der noch immer nicht gut funktionierenden Fixierung. Man muss sehr häufig nachkorrigieren und die Kinder werden unzählige Male gestört. Ausserdem ist die Lärmbelastung (es rauscht unglaublich laut in den Ohren der Kinder) auch nicht zu unterschätzen. Im Rahmen von NIDCAP und entwicklungsfördernder Pflege Punkte, die wir nicht vernachlässigen dürfen.

Deshalb hält sich meine Euphorie bzgl. all dieser Systeme doch in Grenzen.

LG
Tilly
 
Fragmentis

Fragmentis

Mitglied
Basis-Konto
Hallo zusammen,

nur nochmal zur Erinnerung für mich, weil mein Gedächtnis grad aufgibt und ich zugegebenrmaßen einige Sachen natürlich nicht kenne::w-fahne_2

Was heißt nochmal CPAP und was ist der Unterschied zu einer anderen Beatmungsform ? Da gab es doch irgendwie 2 verschiedene so ganz im Groben ?
Und was ist ein Bubble ?
Und Prongs ?

Ich checke ja normalerweise nicht regelmäßig das IntensivAnästhesieforum und leider hat die Psychiatrie hier keinen eigenen Bereich, aber dadurch stößt man über Querartikel auch mal auf sowas...und deswegen mein Interesse...Man muß ja fit bleiben...

Sich demütig verneigend vor den Kollegen der Kinder-Intensiv und dankend im voraus für die kleine Nachhilfestunde, um den Erinnerungen an die Examenszeit nachzuhelfen,

Fragmentis
von´ne Erwachsenen-Psychiatrie :grin:
(also genau sozusagen "vom anderen Ende" der Pflege...und doch begegnet man sich...tollerweise...mal abgesehen davon...haben wir alle nicht einen tollen Job ? So flexibel kann man sein in unserem Bereich...)
 
Qualifikation
Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
Weiterbildungen
EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
B

behid

Hallo Fragmentis,

CPAP (continious positive airway Pressure) wird in der Pädiatire als sogenannnte Atemhilfe angewandt, bei der die Kinder nicht intubiert sind. Die diversen hier beschriebenen Systeme sollen den Kindern ermöglichen einen Peep aufrechtzuerhalten, sodass die Atemarbeit für sie nicht so anstrengend ist.
In den letzten Jahren hat sich vielerorts der binasale CPAP durchgesetzt. Appliziert wird der Flow über Maske (verschiedene Größen, die dicht über der Nase mit Bändern), die wiederum an einer Mütze befestigt werden, fixiert werden. Anstelle der Masken gibt es Prongs. Das sind kleine "Nasenstöpsel", über die die Luft verabreivcht wird. Vergleichbar mit einer 0²-Brille, nur das die "Stöpsel" etwas breiter sind, damit das System auch "dicht" ist.
Beim Ra-CPAP wird ein weicher Tubus in der Rachen eingeführt und wie beim intubierten Kinde an Nase und Wange mit Pflaster fixiert. Da die Kinder wie gesagt nicht intubiert sind haben alle Systeme u.U. als Folge, dass häufig massiv Bauchprobleme durch Luftansammlung im Magen und Darm entstehen.

Das Bubble-System von F&P (so wie ich es kenne) braucht im Grunde genommen keine "richtige Beatmungsmaschine", sondern lediglich ein Flowmeter, eine Atemgasanfeuchtung und das entsprechende System um das CPAP zu verabreichen und zu befestigen. Ich muss zugeben, auch mir hat sich noch nicht ganz erschlossen, warum dieses System den anderen binasalen CPAP-Formen vorzuziehen ist, aber vielleicht kann uns da noch mal jemand auf die Sprünge helfen. In meiner praktischen Erfahrung habe ich jedenfalls nicht feststellen können, dass die Kinder durch dieses System leichter oder besser atmen oder gar zufriedener sind.....:wink:

Liebe Grüße
Tilly
 
F

freddy20020

Mitglied
Basis-Konto
24.10.2006
67308
hallo Tilly, bzw. auch alle Anderen :)

verstehe ich das richtig, daß das Bubble-System von F&P lediglich über ein Flowmeter gesteuert wird, d.h. es wird lediglich ein Flow eingestellt und erzeugt dann den PEEP, der dann nirgendwo abgelesen werden kann, wie das beim Treiber vom z.B. Infant Flow der Fall ist?
Richtet sich der Anwender des Bubble-Systems ausschließlich nach Tabellen, wieviel Flow wieviel PEEP erzeugt oder wie geht das?
Und wie ist das Schlauchsystem ausgestattet?
Beim Infant Flow sind doch die Düsen im Nasenansatzstück des Generators gerade speziell in einem ausgefeilten Verhältnis zueinander berechnet hergestellt, daß die Kinder auch bei ihrer Ausatemarbeit eine genauso große Unterstützung erhalten, wie sich die CPAP-Generierung für ihre Einatmung als hilfreich darstellt.
Dies geschieht mittels des Coanda-Effekts, indem bei spontaner Exspiration an den Nasaltuben ein Gegendruck erzeugt wird, der die Strömungsrichtung des vom Treiber gelieferten Flows zum exspiratorischen Zweig des Generators umlenkt und damit ganz ganz wirkungsvoll auch die Ausatmung erleichtert, weil die Babys nicht mehr gegen den Flow ausatmen müssen.
Das ist für mich der immer noch unschlagbare Vorteil des Infant Flow Systems und solange den kein anderes binasales CPAP-'System vorweisen kann, halte ich den IF für das bislang beste.
Wie ist das also beim Bubble? Das würde mich wirklich interessieren!

vielleicht liest ja noch mal jemand diese Seite

viele Grüße
freddy 20020
 
Qualifikation
Fachkinderkrankenschwester
Fachgebiet
neonatologische Intensivstation
B

bea basel

Mitglied
Basis-Konto
03.01.2007
4058
Hi..Ne Kollegin von mir geht jetzt in die Anästhesie ins Kinderspital in Basel..Haben soweit ich weiss auch Intensiv..Ich frag die mal nach Infos..Gruss bea
 
Qualifikation
krankenschwester
Fachgebiet
rehab basel ag
B

bossi

Neues Mitglied
Basis-Konto
18.01.2007
16548
Hi All,
als Neuling bin ja von den Socken wieviele Themen in diesem Forum diskutiert werden! Kann zu Bubble CPAP auch noch meinen Senf dazu geben. Man arbeitet nicht mit Tabellen und muss auch nichts berechnen. Der Peep wird am Bubble Container eingestellt und abgelesen. Ist wirklich ein ziemlich einfaches System, dass aber auch ziemlich gut funktioniert. Man weiß dass beim bubblen Oszillationen entstehen aber was genau die bewirken, weiß man nicht. Genauso ist es übrigens mit dem Coanda Effekt beim Infant Flow. Soweit ich weiß, gibts keine Studien über die eigentliche Wirkung aber die Idee an sich ist sicher nicht schlecht. Der Bubble CPAP Workshop in der Charité ist wirklich hilfreich. Die sprechen vor allem auch mal die negativen Seiten aller binasalen Methoden (Nekrosen etc.) an. Hab viel gelernt da. Leider haben die immer nur ganz wenige Plätze.
Viele Grüße
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Berlin
T

toptoerken

Neues Mitglied
Basis-Konto
06.06.2006
47533
Hallo,
habe eben Deinen Beitrag zum "Bubble CPAP" gelesen. Auch wir haben zur Zeit wieder vermehrt Probleme mit dem Nasensteg. Wir polstern ihn mit Varihesive. Wie versucht Ihr den Nekrosen bzw. Druckstellen zu umgehen?
Freue mich auf eine Antwort.

Liebe Grüße

toptoerken
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Kleve
B

bossi

Neues Mitglied
Basis-Konto
18.01.2007
16548
Hi all,
guck leider nicht so oft rein :-(.
Hatten zum Anfang auch ziemlich böse Nasen. Mittlerweile aber fast nicht mehr. Nehmen relativ große Prongs, schieben die aber nicht bis ganz rein. Seit wir das mit dem Abstand besser hinkriegen, sind die Nasen auch besser. Wenn die Größe nicht richtig passt, kleben wir aber auch manchmal was drunter.
Gruß
 
Qualifikation
Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Berlin
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05.07.2001
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