Arbeitsrecht BTM-Kontrollen durch ärztlichen Dienst

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STS

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Hallo Leute,

eine Frage:

Die BTM-Karteikarten (Bestand und Dokumentation) werden bei uns einmal monatlich durch den ärztlichen Dienst im Beisein einer Pflegekraft kontrolliert. Ich spreche nicht von den täglichen Bestandkontrollen, sondern von dem Blick des zuständigen Arztes auf das gesamte Procedere.

Nun ist es so, dass sich auf meiner interdisziplinär belegten Station kein Arzt je dazu berufen fühlte, die Kontrollen durchzuführen, obgleich es eine Bringschuld des ärztlichen Dienstes darstellt, keine Holschuld der Pflege. Dies führte dazu, dass ich regelmäßig die fehlende ärztliche Kontrolle dokumentierte, an die Geschäftsführung meldete und die uns beliefernde Apotheke informierte.

Irgendwann gab es dann den großen Knall (wie es nicht anders zu erwarten war) und die Geschäftsführung wies die Chefärzte über eine "Regelung zur BtM-Bestandskontrolle" an, die Bestände und Dokumentation für jeweils vier Monate zu kontrollieren. Also Chefarzt A übernimmt Jan bis April, Chefarzt B, Mai bis August, Chefarzt C September bis Dezember. So weit, so schlecht. Schlimm genug, dass solche Regelungen überhaupt getroffen werden müssen, aber wie auch immer.

Nun ist es so, dass besagte Regelung bereits seit neun Monaten existiert und selbstverständlich noch kein Chefarzt der Regelung nachgekommen ist (ob selbst oder durch einen nachgeordneten Arzt). Dies habe ich wiederum fleißig der Geschäftsführung gemeldet. Nun kommt der Haken: Einer der Chefärzte besitzt seit kurzem ein sogenanntes "erweitertes Weisungsrecht" für die Bereiche, in denen seine Patienten verweilen (worauf ich vermutlich die Tage nochmals in einem anderen Thread eingehen werde). Und es deutet jetzt alles darauf hin, dass dieser Chefarzt das Pflegepersonal anweisen wird, den ärztlichen Dienst einmal im Monat an die Kontrolle zu erinnern, was aus der Bringschuld dann doch eine Holschuld macht.

Meine Frage ist nun also, ob das "erweiterte Weisungsrecht" dem Chefarzt tatsächlich gestattet, die Pflege diesbezüglich in die Pflicht zu nehmen. Was wäre, wenn die Pflege ihrerseits nicht daran denkt? Bin sehr auf eure Meinungen hierzu gespannt. Und ja, wie ihr euch denken könnt, in meinem Haus ist das Verhältnis zwischen Ärzten und Pflege traditionell nicht besonders gut.

Grüße!
 
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Worum geht es hier? Du schreibst, dass es Pflicht des Arztes ist dieses BTM-Buch zu kontrollieren. Er kommt seiner Verpflichtung nicht nach. Wo kommst Du jetzt ins Spiel als Pflegekraft? Hast Du die Aufgabe zu kontrollieren ob der Arzt seiner Verpflichtung nachkommt, oder warum meldest Du das konsequent und regelmäßig an die GF?
So ein bisschen ahne ich, warum das Verhältnis Arzt/Pflege im Argen liegt.
 
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STS

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Worum geht es hier? Du schreibst, dass es Pflicht des Arztes ist dieses BTM-Buch zu kontrollieren. Er kommt seiner Verpflichtung nicht nach. Wo kommst Du jetzt ins Spiel als Pflegekraft? Hast Du die Aufgabe zu kontrollieren ob der Arzt seiner Verpflichtung nachkommt, oder warum meldest Du das konsequent und regelmäßig an die GF?
So ein bisschen ahne ich, warum das Verhältnis Arzt/Pflege im Argen liegt.
Die GF ist die einzige Instanz, die in dem hierarchischen Konstrukt des Krankenhauses als Ansprechpartner existiert, wenn es Probleme mit dem leitenden, ärztlichen Dienst gibt. Wenn die BTM-Bestände meiner Station nicht kontrolliert werden, muss ich dies ja melden. Das soll aber gar nicht das Thema sein. Meine Frage war es, ob das "erweiterte Weisungsrecht" dem Chefarzt tatsächlich gestattet, die Pflege diesbezüglich in die Pflicht zu nehmen.
 
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Wenn ich das richtig verstehe, soll das erweiterte Weisungsrecht dazu dienen dem Weisende eine Erinnerung zu geben, wenn er seiner Aufgabe nicht nachkommt?

Mein allgemeines Verständnis über (irgendein) Weisungsrecht umfasst Aufgaben, welche deligierbar sind. Nicht Versäumnisse zu melden.

Mein Tip an STS: setze immer konkrete Termine für die BTM-Prüfungen fest. Sowas könnte auch von dem Arzt delegiert werden.
 
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Kalimera

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Irgendwo muss doch definiert sein was das erweiterte Weisungsrecht beinhaltet, und das kann die GF festlegen wie sie will.
Gibt es eigentlich eine Dienstanweisung was die Kontrolle Eures BTM-Bestandes betrifft?
Mir fehlt irgendwie die Phantasie, dass gleich 4 CA sich stur stellen und scheinbar penetrant verweigern etwas zu tun.
Und wenn dieses Weisungsrecht beinhaltet, dass ich jemand an die Kontrolle erinnern muss, dann tue ich das. Mache ich seit Jahren bei meinem Oberarzt. Über Hol-/Bringschuld in diesem Zusammenhang nachzudenken kam mir nicht in den Sinn.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass es um etwas anderes hier geht und diese BTM-Geschichte allenfalls stellvertretend ist.
 
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