Bobath-Konzept

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clinny

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03.05.2006
30161
Hallo aus der WM-Stadt Hannover,
ich bin gerade dabei eine praktische Unterrichtseinheit zum Thema Pflege nach dem Bobath- Konzept zu erarbeiten. Im Moment finde ich es nur ziemlich schwer, da diese Konzept gerade im Augenblick ziemlich kontrovers diskutiert wird. Diese Diskussion will ich natürlich den Schülern nicht vorenthalten.Hier also meine Bitte:Kennt irgend jemand den aktuellen Stand in der Bobath Diskussion?Finde ich zu diesem Thema etwas im Internet?Wie haltet Ihr es mit dem guten alten Bobath. Ist er ein Auslaufmodell oder das Konzept der Wahl in der Pflege?Bin auf Eure Antworten und Statments sehr gespannt!
der Sven
 
Qualifikation
Krankenpfleger/ Praxisanleiter
Fachgebiet
Neurologie
M

Manu5959

Aktives Mitglied
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19.10.2005
Rosenheim
Hallo clinny,

ich finde es super von Dir, das du deinen Schülern den aktuellsten Stand zukommen lassen möchtest, und sie auch an Diskussionen teilhaben läßt!:thumbsup:

Folgenden Link kann ich dir empfehlen:

Bobath Homepage - Einführung in das Bobath-Konzept

In unserer Einrichtung habe ich die Erfahrung gemacht, das die Lagerung nach Bobath von den Betroffenen nicht angenommen wird. Vielleicht liegt es auch daran, das die Hemiparese bei den Bewohnern schon längere Zeit besteht, und sie ihnen auch nicht bekannt ist.
Bisher wurde die Lagerung in der Form, wie sie eigentlich sein sollte, nicht angenommen.
Das Bobath- Konzept läßt sich aber dennoch in der Praxis gut ein- und umsetzen!
Angefangen bei der Wohnraumgestaltung, über Mobilisation und Handling, aber auch beim Selbsthilfetraining( ATL).
Vieles kann man anwenden, aber es ist nicht alles bei jedem Bewohner anwendbar. Wichtig dabei ist natürlich unsere Beratungsfunktion gegenüber dem Bewohner, was er nicht weiß, kann er nicht umsetzen, oder seine Motivation darüber erklären.

Grüßle Manu
 
Qualifikation
KS,PA,WBL,stellv. PDL, Pain Nurse, Pain Nurse, Pall. care
Fachgebiet
Altenheim
Weiterbildungen
Leitung des Arbeitskreises zur Implementierung von Palliative care und des Hospizgedankens
U

ulscharte

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Halo,

Du kannst gute Informationen zu Bobath auch unter "Altenpflegeschueler.de" finden.
Das ist eine Seite mit sehr guten Informationen von Schülern, Dozenten usw. für Pflegeschüler. Sehr zu empfehlen. Dort können auch direkt Daten heruntergeladen oder hochgeladen werden.

Ulli:eek:riginal:
 
Qualifikation
Altenpfleger u. techn. Betriebswirt / QM-Trainer, Mikrosystemtechnologe
Fachgebiet
Medizin- u. Automatisierungstechnik / Qualitätssicherung / CIT-IPC-USA / Pflege nur noch im Nebenberuf
Weiterbildungen
Betriebsswirtschaft / Qualitätsmangement / Miktrosystemtechnologie (Medizintechnik / Elektronik)
C

clinny

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
03.05.2006
30161
...das sind doch schon einmal sehr spannende Informationen!ich danke Euch!Gruß Sven
 
Qualifikation
Krankenpfleger/ Praxisanleiter
Fachgebiet
Neurologie
M

moviliti-care

Mitglied
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12.07.2006
23558
Hallo:eek:riginal: ,
doofe Frage mal von mir...
Was und wer und wie wird Bobath kontrovers diskutiert?
Gruß
Lars
 
Qualifikation
Leitender HTM-Trainer / moviliti-care
Fachgebiet
Schulung, Coaching, Fallsupervision, Projektierung
rückentrainer

rückentrainer

Mitglied
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29.07.2006
Nördlingen
Hallo:eek:riginal: ,
doofe Frage mal von mir...
Was und wer und wie wird Bobath kontrovers diskutiert?
Gruß
Lars
Hallo Lars
Nach meiner Erfahrung in den Heimen und ambulanten Pflegediensten
ist ganz Deutschland sicher gespalten in wie weit sich das Konzept von Bobath in die tägliche Arbeit umsetzen läßt.
Die Grundidee ist sicher gut und wird auch als Grundidee von vielen Pflegekräften für gut empfunden, aber wenn ich dann die Pflegekräfte frage was sie davon umsetzen dann ist es im Großen und Ganzen sehr wenig.
Oft Frage ich auch warum das so ist und als Antworten bekomme ich meistens die üblichen Ausreden
keine Zeit, haben kein Klientel dafür , weiß nicht wie es geht, ich komm auch so ganz gut zurecht ... usw
Ich glaube die Hauptgründe sind folgende:
>Pflegende haben dahingehend nur unzureichendes Wissen(meist nur das was sie in der Schule drüber gelernt haben)
>Einrichtungen geben zuwenig Zeit, Raum und Mittel das Gelernte regelmäßig zu üben und zu vertiefen
> viele Pflegekräfte empfinden Weiterbildungen als zusätzliche Belastung
> Leitungen setzen oft auf zu viel Eigenverantwortung der Pflegekräfte, statt den Rahmen klar vorzugeben (Stichwort Pflegeplanung, Übungspläne ,Fallbesprechungen)
>Pflegehilfskräfte sind damit oft überfordert
> die selben Gründe sehe ich für den Bereich Kinästhetik und deren Anwendung

Bitte es soll sich jetz keiner persönlich angegriffen fühlen ich gebe hier nur meine Erfahrungen weiter.
Ich habe bei meinen Schulungen mit den selben Problemen zu tun.
Ich würde mich freuen wenn alle Schulungsleiter (egal welches Konzept sie verfolgen) etwas offener würden und ein wenig mehr Platz für geimeinsames problemgerichtetes Arbeiten schaffen würden damit dann ein Konzept entsteht nach dem nicht nur Fachkräfte arbeiten können und sollen sondern auch Hilfskräfte und Angehörige
SO EINFACH WIE MÖGLICH ABER NICHT EINFACHER
 
Qualifikation
Dozent rückengerechtes Arbeiten mit kleinen Hilfsmitteln seit 2004
Fachgebiet
Süddeutschland
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moviliti-care

Mitglied
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12.07.2006
23558
Hallo rückentrainer,
das sind auch meine Erfahrungen .....:cry:
Wie schon in einem anderen Bereich gesagt - es geht um das Basiswissen ...
Nur kommt bei Bobath noch eins für mich dazu - die überwiegende Zahl der Klienten mit Schlaganfall wird nicht nach Bobath betreut, somit werden bekannte Tonuserhöhungen / Spastiken in Kauf genommen - es wird an dem betroffenen Arm bei Transfers gezogen - Sie werden auf 30° gelagert, obwohl Berta und Karel Bobath sich im Grabe umdrehen würden - und Bobath ist ja nun international anerkannt ..... es werden also Pflegefehler in Kauf genommen ... in der Folge würde das heißen, das eine vorsätzliche Körperverletzung begangen wird .... und niemand kann behaupten er hat nie was von der Technik gehört .....
Daher ist das Potential der Ausreden relativ wirkungslos - soviel Verständnis ich auch die Problematik des Pflegealltags habe .....
Aber wir würden es unserem KFZ-Mechaniker auch sehr übel nehmen, wenn er uns die Bremsbeläge, verschlissenen, nicht wechselt, und wir am Baum hängen .....:grin:
Sollte nicht eher daraus Eigenverantwortung von jedem einzelnen entstehen, etwas an disem Defizit zu ändern? Denn jeder ist für das was er tut auch rechtlich haftbar zu machen ... und auch das ist nicht jedem klar ... ziehe ich einem Klienten am gelähmten Arm und dieser kugelt sich die Schulter aus, ist die Pflegekraft in der Haftung - zivil.- und strafrechtlich .... Vielleicht ein Argument gegenüber den Heimträgern:thumbsup: denn da können wir uns sicher sein, das die Krankenkassen im Zuge der Gesundheitsreform :sick: versuchen werden langfristig Gelder wiederzubekommen ...siehe Sturz ....
Und ich stimme Dir zu, das gerade diejenigen in der Fortbildung endlich mal ihren Thron verlassen müssen und gemeinsame Grundlagen schaffen ... nur das klappt so schwer, wie in der Pflegepraxis ....
Dann sollten wir mal damit anfangen:thumbsup:
Lieben Gruß
Lars
 
Qualifikation
Leitender HTM-Trainer / moviliti-care
Fachgebiet
Schulung, Coaching, Fallsupervision, Projektierung
L

Lisy

Hey, Jungs,
auch wenn ich mich jetzt total unbeliebt mache, ist es nicht wichtiger alle Konzepte zu lehren, sie vielleicht anzugleichen oder zu sehen, daß alle MA wissen, wann welches Konzept Sinn macht als sich zu unterhalten wer besser ist. Ihr beiden am runden Tisch und ich lass anschließend alle MA bei Euch schulen, denn keine PK will Schaden für die Patienten,daß geht aber nur wenn wir uns einigen.
Auf ein kollegiales Miteinander, zum Wohle aller.
Gruß Lisy
 
M

moviliti-care

Mitglied
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12.07.2006
23558
Hallo Lisy,
wir haben Dich sicher trotzdem noch lieb:thumbsup: ,
und ich stimme Dir vollkommen zu das es endlich einmal vereinheitlichte Grundlagen geben muss, um daraus Ableitungen für die Praxis zu machen.
Das verfolgen wir ja mit unserem Konzept ..... aber .....
:sad: Wer ist bereit dafür Geld auszugeben?
:sad: Wer ist bereit für die Entwicklung zu investieren?
Die Hilfsmittelindustrie sicher nicht, die lebt vom Verkauf der Hilfsmittel, was wir ja in der Praxis sehn.... Standardantwort vieler Pflegeeinrichtungen:" Da haben wir ein gutes Sanitätshaus! Die schulen uns:sick: !" ... Tolle Verkaufsshow .... Wer traut seinem Staubsaugervertreter?
In die pflegetherapeutischen Fallstudien zur 30°-Lagerung stecken wir unser eigenes Geld ......
Aber ich stimm Dir vollkommen zu, das dort was passieren muß ....
Nur wo keine Lobby, die bereit ist was zu ändern, passiert nicht ....:ermm:

Aber getreu unserem Motto:
Um das Mögliche zu erreichen, müssen wir das Unmögliche versuchen ( Frei nach Hermann Hesse)

Lieben Gruß
Lars:laughing:
 
Qualifikation
Leitender HTM-Trainer / moviliti-care
Fachgebiet
Schulung, Coaching, Fallsupervision, Projektierung
L

Lisy

Hallo nochmal, danke für die liebe Aufnahme,
ich dachte nicht an die Industrie oder den Sanitätsfachhandel, ich hoffe immer das wir Pfleger uns gegenseitig stützen und wir die Verzahnung hinbekommen. Denn Geld für Pflegeneuerungen gibt wirklich nicht. Und eine Lobby erst Recht nicht. Aber wir helfen nicht nur unseren Patienten sondern auch uns und unserer Gesundheit, wenn wir das optimale finden. Ansonsten kann ich euch nur Recht geben.
Gruß Lisy
 
rückentrainer

rückentrainer

Mitglied
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29.07.2006
Nördlingen
Hallo und ein schönes Wochenende zusammen
War die ganze Woche unterwegs und komm deshalb erst jetzt zum Antworten

....als sich zu unterhalten wer besser ist. Ihr beiden am runden Tisch und ich lass anschließend alle MA bei Euch schulen, denn keine PK will Schaden für die Patienten,daß geht aber nur wenn wir uns einigen.
Auf ein kollegiales Miteinander, zum Wohle aller.
Gruß Lisy
Ich glaube Lars und ich sind uns in der Sache weitgehend einig. Wir beide wollen den Pflegealltag für alle Beteiligten verbessern, nur eben mit kleinen Unterschieden im Ansatz und in der Ausführung, aber sicher ließen sich sehr viele Gemeinsamkeiten finden und sich beide Techniken gut kombinieren.
In den letzten 3 Jahren habe ich sehr viel von anderen Menschen gerlernt, auch von Lars, wenns auch nur kurz war.
und bei jeder Schulung die ich in den Einrichtungen mache kommt immer ein kleines Stückchen dazu.
@ Lisy
Ich denke Du wirst uns schneller einladen müssen als dir lieb ist grins

und ich stimme Dir vollkommen zu das es endlich einmal vereinheitlichte Grundlagen geben muss, um daraus Ableitungen für die Praxis zu machen.
Das verfolgen wir ja mit unserem Konzept ..... aber .....
:sad: Wer ist bereit dafür Geld auszugeben?
:sad: Wer ist bereit für die Entwicklung zu investieren?
Die Hilfsmittelindustrie sicher nicht, die lebt vom Verkauf der Hilfsmittel, was wir ja in der Praxis sehn....
Eigentlich muss ich mich ja auch zur Fraktion der Hilfsmittelindustrie zählen aber nur eigentlich, denn ohne mein Wissen, dass ich in den Schulungen weiter gebe sind diese Hilfsmittel nichts wert.
Auch wir, (Fa. Petermann als Firma und ich als selbständiger Schulungsleiter für Süddeutschland) investieren viel Zeit und Geld in die Entwicklung neuer Produkte und deren Anwendungsmöglichkeiten. Ideen hierzu kommen oft aus der Praxis. Regelmäßige Treffen mit den Schulungsleitern aus den anderen Regionen sowie gemeinsamen Projekten mit Kinästhetiktrainern dienen zum Gedanken- und Wissensaustausch.
Natürlich machen weder Lars noch ich ( und auch sonst kein Kinästhetiktrainer) diese Schulungen aus reinem Freizeitvergnügen sondern wir Leben davon. Es ist unser Beruf und sicher auch ein Stück weit Berufung und jetz sprech ich hier von mir:
ES HAT NICHTS MIT EINER VERKAUFSSHOW GESCHWEIGE DENN DAMIT ZU TUN WAS STAUBSAUGERVERTRETER MACHEN :mad_2: :mad_2: :mad_2:

ich hoffe immer das wir Pfleger uns gegenseitig stützen und wir die Verzahnung hinbekommen. Denn Geld für Pflegeneuerungen gibt wirklich nicht.
Es ist sicher wahr das es nicht mehr so viel Mittel bereit stehen wie noch vor 10 Jahren das liegt aber auch daran das in der Vergangenheit sehr sorglos mit diesen Mitteln umgegangen wurde.
Überlegt mal wieviele Hilfsmittel(z.B. Lifter) angeschafft wurden und jetz irgendwo im Keller rumstehen und nicht benutzt werden.
Die knappen Mittel müssen sorgfältiger eingesetzt werden und es müssen vor Allem alle Mitarbeiter(innen) gut geschult und eingewiesen werden.
Wofür ihr auch immer euer Geld einsetzt, tut es mit Sorgfalt und dann aber konsequent, bis das Ziel erreicht ist

lieben Gruß michael
 
Qualifikation
Dozent rückengerechtes Arbeiten mit kleinen Hilfsmitteln seit 2004
Fachgebiet
Süddeutschland
M

moviliti-care

Mitglied
Basis-Konto
12.07.2006
23558
Hallo:happy:
als erstes muß ich ja mal Michael mental unterstützen .... Nein, Du bist kein Staubsaugervertreter .... aber Du kannst nicht bestreiten, das die Firma für die Du tätig bist, gewinnoptierend arbeitet ...
Das der einzelne sicher daran interessiert ist, für die Pflege Veränderungen zu bewirken, das ist unbestritten ... und sicherlich kennst Du aus den Messeaktionen genug aus der Branche, die abends beim Bierchen ihre Auftragsscheine sortieren und die Dollarzeichen aus den Augen blitzen.
Wenn eine Einrichtung für 6000 Euro Hilfsmittel kauft und dafür 6 Poster mit "Lagerungen" bekommt, sowie eine Schulung + Zertifikat "Lagerungen für Pflegeberufe", .... in 2 Stunden ... dann kann ich schon den Vergleich mit den Herren der Firma Vorwerk ziehen .... und Michael, das werden leider immer mehr ..... also ...Dich nehme ich mal aus der Nummer raus:thumbsup:
ansonsten kann ich mich nur Deiner Aussage anschließen ....
Und Lisy ... solltest Du uns an den runden Tisch setzen ... gehe davon aus, das es bestimmt Spaß macht ...:happy: ...
Lieben Gruß
Lars
 
Qualifikation
Leitender HTM-Trainer / moviliti-care
Fachgebiet
Schulung, Coaching, Fallsupervision, Projektierung
L

Lisy

Hallo ihr beiden,
Am runden Tisch würd ich sicher gerne mit euch sitzen, auch wenn ich nur "Anwenderin" der Techniken bin, wir haben einige interessanten Mischungen mit Erfolg probiert (und manche Technik ist aus Zufall entstanden)
Übrigens ich komm aus der ambulanten Pflege, bei den Kunden zu Hause findet man wenig Hilfsmittel an und kann auch keine Eisetzen, meist reicht der Platz nicht, wir ambulanten brauchen Techniken, wo wir alleine zurechtkommen und in der wir die Angehörigen schulen können.
Sorry, das ich mich so vertan hab.
Gruß Lisy
 
rückentrainer

rückentrainer

Mitglied
Basis-Konto
29.07.2006
Nördlingen
Lisy da bin ich dabei erst schul ich euch wie ihr es alleine hinbekommt trotz Platzmangel und ihr zeigt es dann den Angehörigen aber ihr müßt es wollen sonst gehts nicht
 
Qualifikation
Dozent rückengerechtes Arbeiten mit kleinen Hilfsmitteln seit 2004
Fachgebiet
Süddeutschland
sisternic

sisternic

Mitglied
Basis-Konto
29.01.2005
85250
Hallo liebe Kollegen..

nur als kleiner Tip am Rande..

Ihr könnt auch mal unter Homepage der BIKA Bobath-Initiative für Kranken- und Altenpflege e.V.. nachschauen, wenn noch mehr Infos benötigt werden.

Ich persönlich versuche die Bobath-Lagerung anzuwenden, auch wenn leider davon auf unserer Station immer mehr Abstand davon genommen wird..

Da wird eben die Hüfte, die bei der Seit-Lagerung oben liegt, nicht mehr auf großen Kissen gelagert, sondern auf kleinen, um den Pat.nicht in seiner Bewegung einzuschränken.
Nun ist die Frage, ob das dann physiologisch ist..:blink:

Wünsche euch noch a schöne restliche Woche..
LG,Nicole
 
Qualifikation
KS, Rettungssanitäterin, Desinfektorin, RAiP
Fachgebiet
Amb. Pflege, Rettungsdienst, Krankentransport
Weiterbildungen
2001 Staatsexamen zur KS
2004 RDH
2008 RS
2013 Staatl. gepr. Desinfektorin,
2014 Ausbildung zur Rettungsassistentin
zudem tätig als Hygienebeauftragte, zuständig für Lager, Verwaltung und diverse andere Tätigkeiten
M

mouse

Neues Mitglied
Basis-Konto
17.09.2006
34121
Hallihallo,

Ich bin der Meinung das das Bobath Konzept nach wie vor eine sehr gute Sache ist! Fakt ist die zwei haben sich was dabei gedacht! leider kennen sich aber auch viele nicht damit aus oder haben keine richtige Lust sich die Mühe zu machen, weil es ja auch etwas mehr Zeit braucht wie wenn man den Patienten einfach 30 Grad lagert! Der Patient soll ja entspannt liegen! Liegt der Patient entspannt tolleriert er es in der Regel auch, vorallem weil er so auch keine Schmerzen hat in der Hemiplegtischen Seite. Sinn macht dieses Konzept allemale.
Und es braucht nun mal auch Zeit den Patienten "richtig" zu lagern, es heißt auch unter Umständen das ich 5 Kissen im Bett habe, welche auch regelmäßig bezogen werden müßen und und und...
Leider ist das schon für manche zu viel Arbeit!

Finde es aber gut das auch in der Schule mal zu disskutieren allein schon aus dem Grund die Erfahungen auszutauschen!
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Geriatrie
H

HEIKE NIETZ

Neues Mitglied
Basis-Konto
17.01.2007
23627
Hallo Sven,
habe viele, viele gute aber auch schlechte Erfahrungen mit dem Bobath-Konzept gemacht. Heute kombiniere ich Bobath mit dem Kinästhetik-Konzept. Das allerwichtigste aber bleibt die Zusammenarbeit mit den Pat und deren Angehörigen. Im Gespräch entwickeln sich Vertrauen und Bereitschaft zur Mirarbeit. Dann können wir gemeinsam mit dem Pat arbeiten. Sonst läuft echt gar nichts.
Dabei auch immer beachten, welche Wahrnehmungsstörungen der Pat hat.
Bei einem z.B. Neclect-Syndrom ist das fast unmöglich.
Also die Krankheitsbilder der Pat genau betrachten! Das hilft.
Heike
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Neurologie
Weiterbildungen
neurologische Frührehabilitation
T

tamy84

Neues Mitglied
Basis-Konto
20.01.2007
12627
:) hallo ihr!
ich persönlich arbeite wo es möglich ist gerne nach dem bobath-konzept.muss jetzt darüber eine interne fortbildung halten...
viele liebe grüße
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
berggoass

berggoass

Mitglied
Basis-Konto
30.05.2006
83402
^Hallo, bin gerade dabei das Bobath Konzept in meine Einrichtung einzubringen, habe einen neuen Bewohner, der noch gut therapierbar ist und erst vor kurzem einen Apoplex hatte, sich also ideal eignet und bei dem ich es ein Verbrechen fände das Konzept nicht anzuwenden. Ich stoße allerdings auf Wiederstand, habe schon zum 2. Mal den Bettgalgen wieder entfernt und der Bewohner wird immer wieder vom Nachtdienst auf 30° gelagert, aber ich mache auch Fortschritte und die Bereitschaft meiner Kollegen wächst, aber es kostet halt Zeit nach dem Bobath Konzept zu lagern, motivieren und die betroffene Seite zu fördern, einfacher ist es, mit der "gesunden Seite" kompensierend zu arbeiten.
Von der PDL habe ich jetzt den Auftrag einen kurze Fortbildung für meine Kollegen zu halten, da ich wohl die fitteste Kollegin in diesem Bereich bin. Ich hatte zwar in meiner Ausbildung eine Mentorin, die mich das Konzept sehr professionell gelehrt hat, habe aber selber keinen Kurs gemacht. Gibt es Folienmaterial oder hat jemand Unterlagern, wie ich mein Wissen am besten weitervermitteln kann? Welches Buch kann ich am besten im Haus auflegen, damit man was nachlesen kann? Wenn sich meine Arbeit und meine Fortbildung als praktikabel erweist, dann kann ich auch einen Kurs besuchen, wurde mir zugesichert, also ist mein gelingen enorm wichtig. Für ein paar Antworten wäre ich sehr dankbar.
 
Qualifikation
Altenpflegerin, WBL
Fachgebiet
Pflege
R

Rixte

Hallo Berggoass,
Dieses Argument höre ich immer wieder, Es kostet Zeit..... Stimmt nur am Anfang, bis man die Handgriffe sicher beherrscht und weiß man tut.
Der Erfolg macht es wieder wett.

wenn der Pat./Bew. gut gelagert ist, hält er es auch länger in der Lage aus, und muss nicht immer neu gelagert werden.

Übrigens, wenn der Pat./Bew. Nachts besser in 30° schläft, ist es nicht so schlimm, wenn die Unterstützungsfläche stimmt, und er sich entspannen kann.

Mein Buch habe ich gerade auf der Arbeit, werde es dir morgen schreiben wie es heißt. Denke für Anfänger ganz gut.

Bedenke aber bitte, es ist ein Konzept und nichts Starres. Bobath ist sehr Individuell.
Nicht jeder Mensch kann in gleicher Weise gelagert werden.

Ich gehe fast immer von normaler Bewegung aus. So habe ich es auch in meiner Fachweiterbildung gelernt.

Der Galgen oder sich am Kopfende des Bettes hochziehen mit der weniger betroffenen Seite(es gibt keine "gesunde", da der Körper als Einheit reagiert) bedeutet für die andere Seite das der Tonus steigt. Versuche mal auf der einen Seite deine Muskeln anzuspannen, und spüre dann deine andere Seite, du wirst merken, auch da tut sich was.
Dadurch kann es zu einem Tonusaufbau in der mehr betroffenen Seite kommen bis hin zu Kontrakturen.

Schreib dir Morgen den Titel des Buches auf, ist auch nicht ganz so teuer.
Ich finde das Buch von Patricia M. Davies…. Wieder Aufstehen …..gut. erschienen im Springer Verlag
Da steht aber noch mehr drin als Bobath.

Gruß Rixte
 
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