Blutabnahme durch Pflegepersonal

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XtraQeer

XtraQeer

Neues Mitglied
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09.02.2008
40822
Hallo,
ich muss für meine Mündliche Prufung den Themenbereich
Berufliches Selbstverständnis... berufliche Anforderungen... bearbeiten.

Dazu habe ich mir das Thema
"Blutabnahme durch Pflegepersonal "
ausgesucht..

Ich bitte euch eure Gedanken hier zu Sammeln :eek:riginal:

Ja - Nein - Warum ?

Liebe Grüße
XtraQeer
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger Im Examen
Fachgebiet
Berufsschule
S

Surrogat

Hallo XtraQeer,

meiner Meinung nach "ja", wenngleich mit der grossen Einschränkung, das die dadurch zwangsläufig ablaufende Verschiebung von Personal weg von den primären Pflegetätigkeiten (insbesondere auf den peripheren Stationen) entweder durch Neueinstellungen oder durch sehr cleveres Personalmanagement gedeckt werden muss.

Klarer Vorteil der Blutentnahme durch entsprechend geschultes und routiniertes Pflegepersonal oder andere Fachkräfte stellt die Sicherstellung einer kontinuierlichen und zeitnahen Blutentnahme pro Station sowie die massive Entlastung des zuständigen Arztes dar, der sich, zumindest in der Theorie, wieder verstärkt auf sein Hauptaufgabengebiet - nämlich die (nicht)invasive Diagnostik und die Festlegung und Überwachung von Therapien konzentrieren kann.

Ob das Durchführen von BE's eine wie auch immer geartete "Aufwertung" des Berufsbildes GuKP darstellt, wage ich allerdings zu bezweifeln (und sollte auch nicht das Hauptargument sein).

Gruss,

Surrogat
 
flocky

flocky

Mitglied
Basis-Konto
25.12.2005
14157
Ich kann mich an dieser Umfrage nicht beteiligen weil es meiner Ansicht nach zu wenig Wahlmöglichkeiten gibt .Grundsätzlich denke ich dass nichts gegen Blutentnahmen durch Pflegekräfte spricht . Es ist problemlos erlernbar und würde auch die Abläufe das eine oder andere Mal vereinfachen . Aber
1.Es ist rechtlich noch immer nicht eindeutig geklärt ob und unter welchen Umständen diese Tätigkeit in den Aufgabenbereich der Pflege geschoben werden kann oder gar gehört
2. Ohne Schaffung entpsrechender Zeitfenster müssten zum gegenwärtigen Zeitpunkt dafür andere pflegerische Tätigkeiten unterbleiben ( welche ?)
und da muss ich mich Rettungsmaus anschließen wurde unter dem von ihr genannten Link schon ausführlich diskutiert.
Flocky
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
Christian Kröhl

Christian Kröhl

Administrator
Teammitglied
25.06.2000
1.Es ist rechtlich noch immer nicht eindeutig geklärt ob und unter welchen Umständen diese Tätigkeit in den Aufgabenbereich der Pflege geschoben werden kann oder gar gehört
2. Ohne Schaffung entpsrechender Zeitfenster müssten zum gegenwärtigen Zeitpunkt dafür andere pflegerische Tätigkeiten unterbleiben ( welche ?)
und ich möchte da noch gern einen Punkt hinzufügen:

3. die Blutabnahme, die Punktion von Gefässen sowie die Anlage peripherer Gefäßkatheter geht vollumfänglich in die ärztliche Abrechnung, bzw. in den ärztlichen DRG-Kuchen ein - so, als habe das durchführende Pflegepersonal in diesem Augenblick die Aprobation und den Arbeitsvertrag als Arzt aus der Tasche gezaubert und die dabei abgespaltene Persönlichkeit der Pflegekraft habe schlicht gefaulenzt oder sei als kleines graues Logikwölkchen mit einem dezenten *Plopp* kurzfristig & temporär verpufft..
:ha::kopfkratz:

Ergo muß diese Punktiererei dann auch zeitlich in der tgl. Arbeitszeit eingerechnet werden und somit im Rahmen des allseits geliebten DRG-Kuchens durch die Pflege ab- und anrechenbar sein. Nur: schon würden wir je Station von zusätzlich einer ganzjährigen 12,5-25% Stelle reden - sprich: von schlappen 5 bis 10.000 Euro per anno, per Station. Rechnet selbst nach, was das euer Krankenhaus kosten würde und habt dabei im Hinterkopf, daß euer Haus das derzeit für lau bekommt. Ein Schelm wer Übles denkt :innocent:

Gruß,
Christian.
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger für Anästhesie & Intensivpflege
Weiterbildungen
Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege
Studium
Gesundheits- und Sozialökonomie, Betriebswirtschaft (VWA)
flocky

flocky

Mitglied
Basis-Konto
25.12.2005
14157
Und sie bewegen sich doch !
Passt zu diesem Thema, bin neugierung was dabei rauskommt .

Pflegekräfte und Ärzte wollen Papier zur künftigen Aufgabenverteilung im
Gesundheitswesen erarbeiten / Gespräch zwischen BALK und Bundesärztekammer
BERLIN (4. Februar 2008) - Vertreter des DPR und der Bundesärztekammer
wollen ein gemeinsames Kooperationspapier zur künftigen Aufgabenverteilung
zwischen Ärzten und Pflegekräften erarbeiten. Das Papier soll im Rahmen
einer Klausurtagung erstellt werden, teilte der Vorsitzende der
Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pflegepersonen (BALK) e.V., Peter
Bechtel, im Anschluss an ein Spitzengespräch mit Vertretern der
Bundesärztekammer in Berlin mit. Für die Bundesärztekammer nahmen deren
Vizepräsident, Dr. Frank Ulrich Montgomery, sowie die Vizepräsidentin der
BÄK, Frau Dr. Goesmann, und Rosemarie Bristrup (Dezernat III) teil. Der
Verband BALK wurde vertreten durch den Vorsitzenden Peter Bechtel und die
Beisitzerin im BALK-Vorstand, Marie Luise Müller, die auch Präsidentin des
Deutschen Pflegerates (DPR) ist.
Nach Veröffentlichung des jüngsten Gutachtens des Sachverständigenrates
(SVR) zur Neuordnung der Aufgabenverteilung im Gesundheitswesen im Sommer
2007 hatten Kommentare aus der Ärzteschaft den Eindruck erweckt, die
Profession Pflege verfolge die Absicht, künftig eine Art "Medizin light"
betreiben zu wollen. "Dieser Eindruck ist falsch", stellte Bechtel klar.
"Es geht uns keineswegs um eine Deprofessionalisierung des Arztberufes. Im
Vordergrund steht vielmehr das Bemühen um eine optimale gesundheitliche
Versorgung der Bürger und Bürgerinnen im ambulanten wie stationären Sektor
unter völlig veränderten Rahmenbedingungen."
Montgomery erklärte im Verlauf des Gespräches, dass sich die
Bundesärztekammer auf dem "Deutschen Ärztetag" vom 20. bis 23. Mai in Ulm
auch dem Thema Aufgabenzuschnitt im Gesundheitswesen widmen wolle. Er
kritisierte, dass der Pflegerat bis dato noch keinen Vorschlag zur
Überarbeitung des Kooperationspapiers zwischen Bundesärztekammer und
Pflegeverbänden aus dem Jahr 1993 vorgelegt habe. "Hier hat die Pflegeseite
noch einen Auftrag zu erfüllen", sagte Montgomery.
Nach Angaben von Bechtel lässt sich der Inhalt des etwa einstündigen
Gespräches, das "in angenehmer und konstruktiver Atmosphäre" stattgefunden
habe, in folgenden Punkten zusammenfassen:
- Die Bundesärztekammer wird auf dem Ärztetag im Mai 2008 in Ulm Stellung
zu der angestrebten Neuverteilung der Aufgaben im Gesundheitswesen
beziehen;
- Alle ärztlichen Vorbehaltstätigkeiten werden auch künftig klar und
eindeutig im ärztlichen Verantwortungsbereich bleiben müssen;
- Die Pflege wird ihrerseits eigene Aufgabenfelder definieren und dies auf
der Grundlage weiterentwickelter Bildungsprogramme absichern.
- Die Bundesärztekammer steht einem Berufsgesetz für die Profession Pflege
grundsätzlich offen gegenüber. Hier werden entsprechende Vorschläge
seitens der Pflege eingebracht;
- Aufgaben, die weder dem ärztlichen noch dem pflegerischen Bereich
zugeordnet werden können, müssen entsprechend qualifizierten Bereichen
zugeordnet werden;
- Die einzelnen Positionen von Vertretern der Pflege und der Medizin sollen
Grundlage einer gemeinsamen Klausurtagung zwischen BÄK und Vertretern des
DPR sein. Auf dieser Klausurtagung soll ein zukunftsweisendes
Kooperationspapier in Sachen Aufgabenverteilung zwischen Ärzten und der
Profession Pflege erarbeitet werden.
BALK-Vorsitzender Bechtel stellt fest. "Der DPR wird ein Positionspapier,
basierend auf der kontroversen Diskussion der Fachöffentlichkeit, für die
gemeinsame Klausurtagung vorbereiten. Die Voraussetzungen einer
partnerschaftlichen Zusammenarbeit sind im Interesse der
Patientenversorgung gestiegen. Eines sollte dabei allen klar sein: Ein
optimal funktionierendes Gesundheitswesen in Deutschland braucht kompetente
Ärzte ebenso wie fachkundige Pflegekräfte. Beide Berufsgruppen sind
wichtige Säulen der gesundheitlichen Versorgung von rund 80 Mio.
Bundesbürgern."

%
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
Fragmentis

Fragmentis

Mitglied
Basis-Konto
Komisch, daß dieses Thema überall wieder hoch kommt, wenn die Ärzte "keine Zeit" haben und ihnen dann wieder einfällt, daß die Pflegekollegen sich geschmeichelt fühlen könnten, wenn sie "ärztliche Tätigkeiten" übernehmen dürften... auch wenn diese selber doch mit ihrer eigenen pflegerischen Fachlichkeit schon ausgelastet sein müßten... aber ein bißchen mehr auf den Arbeitshaufen der Pflege schaufeln merken die Bauchgepinselten ja dann nicht, oder ? grins...

Ich sag'ja nichts, ich sag'ja nur...

Gruß,
Fragmentis
 
Qualifikation
Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
Weiterbildungen
EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
A

Altenpflegel

Aktives Mitglied
Basis-Konto
26.11.2006
50735
Hallo zusammen,

wäre ich Arzt, würde ich versuchen folgendermaßen zu argumentieren:
Blutentnahmen gehören zu den delegierbaren ärztlichen Tätigkeiten, und damit - im Umkehrschluß - zu den erweiterten Pflegetätigkeiten.
Pflegetätigkeiten sind, ggf durch entsprechende Umorganisation, innerhalb der bestehenden Arbeitszeiten abzuleisten und werden durch die bestehende Vergütung abgegolten.
Die Abrechnung verbleibt wegen des notwendigen Anleitungs-/ Kontrollverfahrens, der Verlaufskontrolle und des bestehenbleibenden Delegationsrisikos auf ärztlicher Seite.
Sollen diese Tätigkeiten dennoch von Ärzten durchgeführt werden, muß ein erhöhter Kostensatz zugrundegelegt werden.

Gruß :sick:, Altenpflegel
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Langzeit- Pflegeheim für körperbehinderte, junge Menschen; PA
Grobi

Grobi

Mitglied
Basis-Konto
02.11.2006
97980
Die sache ist die :
1. wir sind rechtlich nicht abgesichert und du glaubst doch nicht im ernst das sich einer von diesen hinter dich stellt wenn mal was passiert

2. die ärzte werden dafür bezahlt, wir nicht

3. Es ist und bleibt ärztliche tätigkeit ( irgendeine daseinserlaubniss brauchen sie ja...)

4.Solange es Pflegende gibt die aus gründen des schlechten gewissens solche aufgaben übernehmen, werden es die ärzte immer wieder schaffen uns diese auch aufzubürden!!!


gruss Grobi
 
Qualifikation
Fachkrankenpfleger I/A
Fachgebiet
operative Intensivstation
U

UlrichFürst

Wie ist den die genaue Aufgabenstellung? Vielleicht kann ich mich dann besser entscheiden. So fällt mir das etwas schwer, weil ich nicht weiß, was der Hintergrund der Frage ist.

Ulrich
 
M

Maverick

Mitglied
Basis-Konto
17.10.2006
25746
Moinsen!!

Also, ich weiss nicht so recht, ob ich das gut finden soll oder schlecht....
Einerseits bin ich der Meinung, jede Tätigkeit, die wir auf Grund unserer Aus - bzw. Weiterbildung ausüben können, sollten wir auch ausüben. Wenn wir also dazu geschult wurden, Blutentnahmen durchzuführen, sollten wir dies auch tun. Denn ich denke, jede Tätigkeit, die wir ohne einen Arzt erledigen können, ist eine gute Tätigkeit. Denn: Wir müssen uns davon distanzieren, das Hilfspersonal der Ärzte zu sein. Wir sind eine eigene Berufsgruppe, mit einer eigenen Profession.

Andererseits ist an dieser Stelle auch wieder der Haken: Solange nicht fest geregelt ist, das Blutentnahmen in unseren Arbeitsbereich fallen, wälzen die Ärzte eine ungeliebte Tätigkeit auf uns ab. Wodurch natürlich wichtige Pflegezeit verloren geht.

Ich denke, wenn ich in der Situation wäre, würde ich entscheiden, ob die Zeit da ist die BE durchzuführen oder nicht. Sicherlich nicht so die eleganteste Lösung.... Aber so würde ich das glaube ich für mich regeln.

Wir in der Dialyse haben es ja gut in diesem Punkt: Die Punktion des Dialyseshunts ist eindeutig unsere Aufgabe und fliesst dem Entsprechend auch in unsre Arbeitszeit mit ein. Wenn es so überall wäre, wäre es optimal....denke ich.

LG Maverick
 
Qualifikation
Krankenpfleger für Nephrologie und Dialyse (DKG)
Fachgebiet
Private Dialysestation
H

Hartwig

Mitglied
Basis-Konto
30.11.2005
75010
Diese Disskusion wird schon seit x-Jahren geführt und es überrascht mich immer wieder, dass es immer noch etwas dazu zu sagen gibt...
Wie frei bist Du denn in der Gestalltung dieses Themas? Vielleicht wäre es interessant, mit einfliessen zu lassen, wie andere Länder das Thema handhaben. Ich arbeite seit kurzem in Frankeich und hier wûrde das Pflegepersonal gleich in der Streik gehen, wenn man ihnen sagen würde, das Blutabnahmen, Braunülen legen und BGA nur von Ärzten durchgeführt werden darf. Und das bei deutlich geringere Personaldecke als in Deutschland...
Allerdings ist in Frankreich die rechtliche Lage eine andere, die Ausbildung (Studium) läuft anders ab und und die Arbeitsaufteilung (deutliche Trennung zwischen Pflegehelfen und Krankenschwestern) unterscheidet sich.

Gruss Hartwig
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Endoskopie
flocky

flocky

Mitglied
Basis-Konto
25.12.2005
14157
Allerdings ist in Frankreich die rechtliche Lage eine andere, die Ausbildung (Studium) läuft anders ab und und die Arbeitsaufteilung (deutliche Trennung zwischen Pflegehelfen und Krankenschwestern) unterscheidet sich.
genau das ist das Problem oder ?
Flocky
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
B

bico

Mitglied
Basis-Konto
13.07.2006
26382
es geht sicher nicht darum,ob fachliches Pflegepersonal die Blutabnahme sachgerecht durch führen kann.Kalr können sie das. Aber wir sollten uns mal entscheiden,was wir wollen. Ständig (und meiner Meinung nach abzulut gerechtfertigt)sagen wir, es fehlt an Personal,wir können den Patienten nicht gerecht werden und vieles mehr und dann sollen Aufgaben übernommen werden wofür andere das Geld bekommen. Das kann ich nicht nachvollziehen.
 
Qualifikation
Beraterin im Gesundheitswesen
Fachgebiet
Pflege,Organisation
U

UlrichFürst

Ich versuch mal meine Frage präziser zu stellen:
Wie ist den die genaue Aufgabenstellung? Vielleicht kann ich mich dann besser entscheiden. So fällt mir das etwas schwer, weil ich nicht weiß, was der Hintergrund der Frage ist.
Z. B. fällt meine Antwort anders aus, wenn es um die jetzige Situation geht, als wenn es um eine zukünftige vorzuschlagende Neueinteilung von Aufgaben ginge. Oder um eine Änderung in der gesetzlichen Regelung, oder um Personalplanung usw. usf.

Ulrich
 
Cr@shPS

[email protected]

Mitglied
Basis-Konto
17.10.2007
66955
Die sache ist die :
1. wir sind rechtlich nicht abgesichert und du glaubst doch nicht im ernst das sich einer von diesen hinter dich stellt wenn mal was passiert

2. die ärzte werden dafür bezahlt, wir nicht

3. Es ist und bleibt ärztliche tätigkeit ( irgendeine daseinserlaubniss brauchen sie ja...)

4.Solange es Pflegende gibt die aus gründen des schlechten gewissens solche aufgaben übernehmen, werden es die ärzte immer wieder schaffen uns diese auch aufzubürden!!!


gruss Grobi
zu 1. Jeder Arzt muss sich mit entsprechenden Versicherungen gegen alles mögliche absichern auch für den Fall das er Fehler bei der Durchführung macht! Dies Möglichkeit hat die Pflege auch es ist sogar sinnvoll bei immer mehr Tätigkeiten die wir mitübernehmen. Macht ein Arzt ein Fehler bei der BE muss er aber genauso dafür gerade stehen wie wir wenn wir es tun. Fakt ist es muss natürlich vom Haus genehmigt sein das diese Aufgabe durch die pflegerische Seite übernommen wird.

zu 2. Ich bezweifle das sich ein Arzt über die Blutentnahmen definieren muss, da gibt es wirklich andere Dinge! Oder Definierst du dich über Steckbecken anreichen????? Sicher nicht.

zu 3. Soso, wie ich sehe arbeitest du ebenfalls auf Intensiv und du willst hier jetzt sagen du nimmst kein BLUT ab?? Fakt ist, wenn ich kein Blut abnehme ist das Arbeitsverweigerung und wird entsprechen geahndet! Den Blutabnehmen ist hier voll und ganz der Pflegerischen Seite zugeteilt. Ich verstehe das ganze Theater nicht. Jeder beschwert sich das wir Pflegenden nur als " Pipikellner " in der öffentlichkeit dastehen. Also ich bin froh über jede Maßnahme die der Pflegerischen Seite zugeteilt wird!!!! Den damit sehe ich selbst das mein erlentes Wissen in 3 Jahren auch Sinn gemacht hat! Selbstverständlich dürfen die Pflegerischen Tätigkeiten nicht darunter leiden. Keine andere Berufsgruppe macht so ein riesen Fass auf, gucken wir uns doch mal die Medizinischen Fachangstellten (Arzthelferinnen) an, hört man die rumweinen weil die seit Jahrzehnten Blutabnehmen????? Nö das ist eine ihrer Tätigkeiten fertig aus.

Und mit Schlechtem Gewissen hat das überhaupt nichts zu tun!!!

Also und wer hat nicht vor erlernen dieses Berufes gewusst das wir in gewisser Hinsicht dem Arzt assistieren bzw behilflich sind oder dem Arzt gewisse Tätigkeiten abnehmen. Von den anderen Tätigkeit die wir auch noch übernehmen die ich hier gar nicht erwähnen will mal ganz abgesehen!!!!!
Oder gibt es tatsächlich irgendwo Anästhesie Pflegepersonal welche nicht selbst intubieren können??????? Aber das ist ein anderes Thema!
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Interdisziplinäre Intensivstation/Stroke Unit
Weiterbildungen
Mitglied in der JAV seit 2005
flocky

flocky

Mitglied
Basis-Konto
25.12.2005
14157
Ich verstehe das ganze Theater nicht. Jeder beschwert sich das wir Pflegenden nur als " Pipikellner " in der öffentlichkeit dastehen
Ich nicht !:nono:

ich brauche keine Blutentnahmen zu übernehmen um mich aufzuwerten , denn meine Arbeit , wenn ich sie den richtig durchführen kann ist schon hochwertig genug ( Pflegprozess )Und was ist denn daran so hochwertig eine Vene zu punktiren , ist eine reine handwerkliche Tätigkeit die jederzeit erlernt werden kann.
Es geht auch nicht darum hier Theater zu veranstalten . es geht um rechtliche Grundlagen und um enstrpechende Zeitfenster ! Es geht darum dass ungeliebte Arbeiten einfach auf einen andere Berufsgruppe abgewälzt werden soll, ohne dass über eine Kompensation in welcher Form auch immer gesprochen wird.
Z. B. fällt meine Antwort anders aus, wenn es um die jetzige Situation geht, als wenn es um eine zukünftige vorzuschlagende Neueinteilung von Aufgaben ginge. Oder um eine Änderung in der gesetzlichen Regelung, oder um Personalplanung usw. usf.
genauso hab ich das gemeint.
aber solange es immer noch Pflegekräfte gibt die sich gebauchpinselt fühlen weil sie eine doch so "hochwertige" ärztliche Aufgabe übernehmen "dürfen" werden wir diese Diskussion weiterführen müssen.
Flocky
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Innere
Cr@shPS

[email protected]

Mitglied
Basis-Konto
17.10.2007
66955
Ich meinte auch nicht das mich diese Tätigkeit aufwertet!!! Sie wertet das allgemeine Bild der öffentlichkeit auf ob du das anders siehst oder nicht.
Es is Fakt das eine ältere Dame bsp. anders mit dir Kommuniziert oder Fragen stellt wenn du zum Blutabnehmen kommst als wenn du ihr das Steckbecken bringst. ( Ich will damit nicht das BE aufwerten oder das Steckbecken anreichen abwerten ) Mir geht es lediglich um das öffentliche Ansehen unseres Berufsbildes und das ändert sich nur mit zunehmender übernamme ärtzlicher Aufgaben!
Den solange es ohne weiteres Möglich ist das Angehörige ohne Fachwissen PFLEGEN dürfen werden wir keine eigene Profession darstellen. Den dann kommen so Kommentare wie " Ich mach das selbe doch auch jeden Tag zuhause wofür lernen die 3 Jahre" usw. Ich meine wir wissen wofür wir lernen aber die öffentlichkeit weiß das eben nicht und ehrlich gesagt interessierts die auch nicht.

Und rechtliche Grundlagen hin oder her, ich halte mich an alle rechtlichen Grundlagen ich MUSS es machen, mach ich es nicht ist es Arbeitsverweigerung und damit sind wir in D sicher nicht die einzige Klinik!
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Interdisziplinäre Intensivstation/Stroke Unit
Weiterbildungen
Mitglied in der JAV seit 2005
HBR69

HBR69

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.10.2000
58644
Und rechtliche Grundlagen hin oder her, ich halte mich an alle rechtlichen Grundlagen ich MUSS es machen, mach ich es nicht ist es Arbeitsverweigerung und damit sind wir in D sicher nicht die einzige Klinik!
Das ist in der Intensivpflege so ABER nicht auf den sogn. normalen Stationen!!
Das sollte auf jeden Fall getrennt gesehen werden. Wir werden definitiv besser bezahlt (mit Fachexamen) und übernehmen selbstverständlich bestimmte "ärztliche" Aufgaben. (Wir haben auch keine Station mit 35 Patienten zu versorgen sondern max 3!)
Heute (im Gegensatz zu meinen Postings im 1. Threat zu diesem Thema) denke ich ein wenig anders darüber nach, da ich mich zwischenzeitlich schlauer:thumbsup2: gemacht habe und erkennen musste, dass die Arbeit auf einer Intensiv (oder auch in der Anästhesie) was die Übernahme bestimmter Tätigkeiten betrifft, nicht mit der Arbeit auf anderen Stationen zu vergleichen ist!! (man lernt nie aus....:wink: )

Und somit glaube ich heute, dass vieles definitiv erst rechtlich, berufspolitisch und finanziell abgeklärt werden muß bevor sich eine Krankenschwester auf die Übernahme bestimmter Tätigkeiten einlassen sollte!

Mir geht es lediglich um das öffentliche Ansehen unseres Berufsbildes und das ändert sich nur mit zunehmender übernamme ärtzlicher Aufgaben!
Tut mir leid das so deutlich schreiben zu müssen aber das ist, in meinen Augen, Unsinn!! Leider merke ich aber bei immer mehr jungen Kollegen auf einer ITS genau so eine Einstellung....:cry:


Gruß
Heike
 
Qualifikation
Fachkrankenschwester I/A, freie Dozentin
Fachgebiet
Lungenfachklinik Intensivstation, Stationsleitung
Weiterbildungen
Mitgliedschaft bei der DGF
Cr@shPS

[email protected]

Mitglied
Basis-Konto
17.10.2007
66955
Das ist in der Intensivpflege so ABER nicht auf den sogn. normalen Stationen!!
Das sollte auf jeden Fall getrennt gesehen werden. Wir werden definitiv besser bezahlt (mit Fachexamen) und übernehmen selbstverständlich bestimmte "ärztliche" Aufgaben. (Wir haben auch keine Station mit 35 Patienten zu versorgen sondern max 3!)

Tut mir leid das so deutlich schreiben zu müssen aber das ist, in meinen Augen, Unsinn!! Leider merke ich aber bei immer mehr jungen Kollegen auf einer ITS genau so eine Einstellung....:cry:
Falsch die regel gilt auch auf den normalen Station die gelten im gesamten Haus. BE ist Pflegetätigkeit zumindest bei uns!
Besser bezahlt sind nicht nur die mit Fachexamen! Intensiv ist laut TvÖD eine Lohngrupper höher als Normalstation.
max3??????? Schön wärs! 4 davon wenns blöd läuft 3 beatmet!

Tut mir leid das ich es so direkt schreiben muss, dann hast du wohl 1. kaum kommunikativen Kontakt zu Pat. der älteren Generation, 2. oder keinen persönlichen Kontakt zu älteren Kollegen den diese Ansicht teilen sich einige vor allem älterer Kollegen.
Ich habe aus eigener Erfahrung und Befragung mehrere Pat. miterlebt das diese z.b. gewisse Fragen eher der Person die zur BE kommt als der Person die zum Betten machen etc. kommt stellen würden. Genauso wie ich mal eine Studie gelesen habe in der berichtet wurde das sich Pat. auf einer Intensiv mit Bereichskleidung d.h. farblich abgegrenzt zur Normalstation besser betreut fühlen, dabei wurde vorallem die blaue Kleidung in den vordergrund gestellt. Man hat beobachten das Pat. viel eher auf Personal mit blauer kleidung bezug genommen haben als auf Personal mit weißer Kleidung und das trotz derselben Qualifikation.

Es mag blöd Klingen aber so einfach lapidare Dinge spielen in der Öffentlichkeit eine sehr große Rolle und unser oberstes Ziel sollte doch wohl das Vertrauen des Pat. sein.
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachgebiet
Interdisziplinäre Intensivstation/Stroke Unit
Weiterbildungen
Mitglied in der JAV seit 2005
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