Intensiv Blasenkatheter-Entleerung

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N

Nili

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17.11.2000
Siegen
Wer kann dies bestätigen:
"Je häufiger eine Entleerung des Blasenkatheters (also des Urinbeutels) gemacht wird, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit eines Harnwegsinfektes."

Ich nehme mal an, das das heißen soll, das durch das Entleeren eine Keimeinschleppung in das Urinsystem stattfindet und es somit zu einer Erhöhung von Harnwegsinfekten kommt!?

Deshalb soll, gerade auf ITS so wenig wie möglich der Urinbeutel geleert werden.

Gibt es bei Euch ebensolche Richtlinien? Oder ist das alles Quatsch?

Vielen Dank für Eure Mithilfe

Nili
 
Qualifikation
Fach-Krankenschwester I/A
Fachgebiet
ITS
Weiterbildungen
Studium Bachelor Pflegewissenschaft/-Management
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Qualifikation
Krankenschwester
B

Batz

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15.05.2006
64625
Hallöle!:eek:riginal:
Wir haben bei uns auf Station Stundengläser. Leeren also jede Stunde den Beutel. Bei den meisten Katheterbeutel sind Bakterienfilter und bei manchen steht es sogar auf der Verpackung, das man sie öfter leeren kann.
Lg Batz:wink:
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Wachstation
L

letizia

Mitglied
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01.06.2006
14197
hallöchen zusammen!

hab es auch in meiner Ausbildung gelernt, so wenig wie möglich den Katheter zu manipulieren und danach auf jeden Fal das Ablassventil desinfizieren . Die Beutel haben einen Fassungsvermögen in der Regel von 2l (abhängig vom Hersteller). Für die Bilanzierung ist der Beutel in ml Markierung gekennzeichnet. Warum sollte man unnötig ständig Urin ablassen. Ich sehe schon eine Infektionsgefahr vorliegen.

herzlichsten grüße an alle

penicillin
 
Qualifikation
stellvertr. PDL / QMB
Fachgebiet
Senioreneinrichtung
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
hallöchen zusammen!

hab es auch in meiner Ausbildung gelernt, so wenig wie möglich den Katheter zu manipulieren und danach auf jeden Fal das Ablassventil desinfizieren . Die Beutel haben einen Fassungsvermögen in der Regel von 2l (abhängig vom Hersteller). Für die Bilanzierung ist der Beutel in ml Markierung gekennzeichnet. Warum sollte man unnötig ständig Urin ablassen. Ich sehe schon eine Infektionsgefahr vorliegen.

herzlichsten grüße an alle

penicillin
:thumbs:Wassermann schliesst sich diesen Worten an.
 
Qualifikation
Krankenschwester
B

Barbara J

Mitglied
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01.03.2006
50937
Für die Bilanzierung ist der Beutel in ml Markierung gekennzeichnet.
Na ja, so genau sind die jetzt auch nicht. Wenn man das mal vergleicht, können ganz schöne Unterschiede rauskommen (auf jeden Fall bei denen in unserer Klinik).

Gruß, Barbara.
 
Qualifikation
Krankenschwester (G.- u. KPin)
Fachgebiet
Krankenhaus (Augenklinik)
B

Batz

Mitglied
Basis-Konto
15.05.2006
64625
hallöle!:laughing:
ich glaube ich muß meinen letzten Eintrag verbessern::whistling Unsere Stundengläser sind keine Beutel,sondern Auffangbehälter die jede Stunde in den darunter liegenden Beutel geleert werden. Gilt als geschlossenes System.
Bei diesen Systemen gibt es zwei Filter und somit wird laut Hersteller "erlaubt" das Stundenglas mehrmals zu leeren.
Bei Kathetersystemen mit nur einem Beutel ist zwar immer der Verweiß auf einen Filter, aber wenn man den Hersteller fragt sagt fast jeder man solle trotzdem den beutel so wenig wie möglich leeren.
und damit schließe ich mich wassermann und penicillin an.:thumbsup:
Lg Batz:smile:
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Wachstation
W

Weißwolkenschaf

Mitglied
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02.04.2006
10245
Ich bin eigentlich Stomapatient (seit vielen Jahren ISK), doch hin und wieder, wenn mir das ständige rein und raus der Einmalkatheter zu anstrengend ist, oder ich mich in bestimmten Situationen gar nicht katheterisieren kann, greife ich auf Dauerkatheter zurück (zumeist mit Ventil, oder BellyBag-Beutel).

Dabei wird der Beutel nur geleert, wenn es wirklich nötig ist - alle 100 ml ist nicht richtig. Aber wenn er voll ist, dann ist er halt voll. Problematischer ist das häufige abstöpseln des Beutels und der Wechsel zwischen Tag- und Nachtbeutel. Was aber wohl, wenn ein Patient im Bett liegt, gar nicht nötig ist?

Jedenfalls muß ich, wenn ich einen Dauerkatheter trage und ein Beutel dran ist, so etwa alle 2 Stunden den gesammelten Urin ablassen. Allerdings haben meine Beutel auch ein geringeres Fassungsvermögen.

Gruß
 
Qualifikation
Angestellt
Fachgebiet
privat
S

schwestermac

Mitglied
Basis-Konto
20.08.2006
66763
Hallo
Ich schliesse mich Penicillin und Wassermann an so hab ich das auch mal gelernt.
Gruss
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulanter Pflegedienst
E

eval

Mitglied
Basis-Konto
20.01.2003
Brixen
Die Häufigkeit des Entleeres eines Urinbeutels über den Ablassventil, mit Einhaltung der hygienischen Massnahmen, dürfte nicht das Problem sein. Für mich ist es wichtig, daß bei der Entleerung keine Diskonnektion vorgenommen wird. Wie bekannt erhöht jede Diskonnektion das Infektionsrisiko.
Ich würde eher fragen wie lange kann ein Urinbeutel belassen werden?
 
Qualifikation
Berufskrankenpfleger
Fachgebiet
Intensiv
A

Alina

Neues Mitglied
Basis-Konto
06.04.2005
90489
Da schließe ich mich Eval an. Gibt es Richtlinien, wie oft ein Beutel gewechselt werden sollte?
Bei uns wird normalerweiße der Urinbeutel 2x in 24 geleert.
Vielleichtbesser, so wenig wie möglich zu leeren um ein Aufsteigen von Keimen zu vermeiden, auch wenn der Hersteller das durch eine "Rücklaufsperre verhindert". Und man muß sich ja auch nicht unnötoge Arbeit machen...
Man sollte aber auch an mobile Patienten denken. So ein Beutel kann ein ganz schönes Gewicht haben, vor allem für alte und schwache Menschen. Gut verstecken lässt sich so ein Beutel auch nicht, wenn er gut gefüllt ist.
Da sollte man dann doch ein- zweimal öfter leeren.

Grüsse Alina
 
Qualifikation
Krankenschwester, Fachweiterbildung Onkologie u. Palliative Care, Praxisanl
Fachgebiet
Innere Medizin/ Onkologie
W

Weißwolkenschaf

Mitglied
Basis-Konto
02.04.2006
10245
Also länger als eine Woche hatte ich, wenn ich einen Dauerkatheter trage, den Beutel noch nicht dran, aber es hat noch nie geschadet, daß ich den Beutel so oft entleere, wie es halt nötig ist. Ich habe da nie auf die Uhr geschaut, aber so alle 4h sind rund 500-600ml drin und damit man die unter der Latzhose nicht sieht, bringe ich sie weg. Mein BellyBag, ein Beutel der über der Blase hängt und nicht von allen Patienten getragen werden darf, fasst 1000 ml, doch das ist dann schon recht auffällig.
Morgen bringt mir meine Stomatherapeutin wieder meine Einmalkatheter und da werde ich sie mal fragen, wie oft ein Beutel im Krankenhaus gewechselt werden muß.

Gruß.
 
Qualifikation
Angestellt
Fachgebiet
privat
M

ms81

Mitglied
Basis-Konto
18.06.2006
68169
Hallo zusammen,
also bei uns auf Intesiv haben wir Stundengläser die dann in den Auffangbeutel entleert werden.
Der Auffangbeutel wir zum Ende jeder Schicht geleert.
Jeder geht natürllich anders hygienisch beim Entleeren vor, ich handhabe es wie folgt: Urin ableiten, Abfluss desinfizieren und wieder verschliessen, die Zeit ist immer drin.

Grüssle Mareike
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Anästhesie
L

letizia

Mitglied
Basis-Konto
01.06.2006
14197
hallo zusammen,
hallo eval,

mit der diskonnektion hast du recht.
naja, das man den selben Dauerverweilkatheter mit dem Auffangbeutel nicht Jahrzehnte belassen kann, versteht sich von alleine.

Abhängig vom hersteller ca. alle 6-8 Wochen.

viele grüße
penicillin
 
Qualifikation
stellvertr. PDL / QMB
Fachgebiet
Senioreneinrichtung
L

letizia

Mitglied
Basis-Konto
01.06.2006
14197
hallo zusammen

sind die zahlen immer noch richtig oder hat sich erneut etwas verändert?

herzlichen grüßli an alle
penicillin
 
Qualifikation
stellvertr. PDL / QMB
Fachgebiet
Senioreneinrichtung
L

letizia

Mitglied
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01.06.2006
14197
ups

ein wenig falsch gelandet sind meine voherigen beiträge

gruß

penicillin
 
Qualifikation
stellvertr. PDL / QMB
Fachgebiet
Senioreneinrichtung
Z

zephirus

Mitglied
Basis-Konto
18.08.2006
91207
Naja...Ich seh das unter etwas anderen Gesichtspunkten...
Wenn die Patienten mobil sind, und wir sollen ja Mobilität fördern, sind zwei Kilo in der Hand auf Dauer sehr unbequem...Dazu kommt noch, das einige Patienten mit Blasenkatheter entlassen werden - gerne mit Beinbeutel, die nur 500ml fassen - und zum regelmäßigen entleeren angeleitet werden müssen...
Man geht davon aus, das ein hoher Blasenrestharn Infektionen fördert - wieso dann nicht auch dementsprechend ein voller Katheterbeutel?
Was spricht unter den oben genannten Bedingungen dagegen , daß der Patient nicht selbst seinen Beutel leert (nach Anleitung...und wenn keine Bilanzierung erfolgen muss)...Er muß es (vielleicht sogar für längere Zeit) zuhause ohne Hilfe schaffen...

Der Beutel sollte nach ca. 7 - 11 Tagen gewechselt werden - laut einer Patientenbroschüre (der Urologie des Klinikum Nürnbergs)...steht auch in "Grond - Inkontinenz"...
 
Qualifikation
KPH
Fachgebiet
Ohne
M

ms81

Mitglied
Basis-Konto
18.06.2006
68169
Guten Morgen....

habe mich nochmal Gedanken gemacht(gehe hm Umgang mit Urinbeuteln in der Klinik um und natürlich können diese Gedanken auch vollkommen unlogisch sein:whistling)

- ich befürworte die Entleerung von Urinbeuteln zu jeder Schicht, weil ich glaube, dass sich in "stehenden" Flüssigkeiten Keime einfach wunderbar vermehren und jeder der schonmal Urin gerochen hat, der richtig lange "stand" weiss was ich meine:sick:
Ausserdem dient es ja auch der Bilanz *g

- schliesse mich den anderen an, dass zur Mobilisation ein voller Urinbeutel unhandlich ist und auch für den Patienten eine zusätzliche Belastung.... ich möchte nicht nen schlackernden 2kg Beutel mit mir rumtragen :happy: (Klotz am Bein)

- wenn man etwas hygienisch mit den Beuteln umgeht, sprich wenn auf den Boden gefallen, die Abflusslasche desinfiziert und dies auch beim Entleeren handhabt und die Abflusslasche wieder in ihre "Halterung" steckt, dann braucht man kein schlechtes Gewissen haben, man hat sich schliesslich um den sorgfältigen Umgang bemüht....:thumbsup:

LG Mareike
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Anästhesie
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
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05.01.2006
63110
Guten Morgen....

habe mich nochmal Gedanken gemacht(gehe hm Umgang mit Urinbeuteln in der Klinik um und natürlich können diese Gedanken auch vollkommen unlogisch sein:whistling)

- ich befürworte die Entleerung von Urinbeuteln zu jeder Schicht, weil ich glaube, dass sich in "stehenden" Flüssigkeiten Keime einfach wunderbar vermehren und jeder der schonmal Urin gerochen hat, der richtig lange "stand" weiss was ich meine:sick:

Es bleibt doch immer ein kleiner Rest drin, also auch die Keime?:devil:

Ausserdem dient es ja auch der Bilanz *g

- schliesse mich den anderen an, dass zur Mobilisation ein voller Urinbeutel unhandlich ist und auch für den Patienten eine zusätzliche Belastung.... ich möchte nicht nen schlackernden 2kg Beutel mit mir rumtragen :happy: (Klotz am Bein)

- wenn man etwas hygienisch mit den Beuteln umgeht, sprich wenn auf den Boden gefallen, die Abflusslasche desinfiziert und dies auch beim Entleeren handhabt und die Abflusslasche wieder in ihre "Halterung" steckt, dann braucht man kein schlechtes Gewissen haben, man hat sich schliesslich um den sorgfältigen Umgang bemüht....:thumbsup:

LG Mareike
Kurz gesagt, die Häufigkeit des Leerens der entsprechenden Sitution anpassen.

Wassermann
 
Qualifikation
Krankenschwester
W

Weißwolkenschaf

Mitglied
Basis-Konto
02.04.2006
10245
Wenn man einen Dauerkatheter über längere Zeit tragen muß, dann ist es sehr wichtig, daß der Beutel möglichst unauffällig und sicher sitzt. Ich habe dabei nie den Katheter als störend empfunden, sondern immer den Beutel, der sich unter der Kleidung abzeichnet, des Gewicht irgendwann unangenehm zieht und damit viel Unsicherheit vermittelt. Schon aus diesem Grund habe ich den Beutel immer schön leer gehalten und liebe mehr auf Sauberkeit geachtet.
Der BellyBag (an der Hüfte getragen) ist für moblile Patienten eine wirklich praktische Alternative - er sitzt viel sicherer und ist unter einer etwas weiteren Latzhose nicht zu sehen. Allerdings entscheide ich mich heute lieber für die Katheterventile. Die werden wohl auch oft bei Patienten eingesetzt, (Mobilitätsförderung) die im Krankenhaus lange einen DK hatten, damit sich die Blase wieder an ein höheres Volumen gewöhnt.

Gruß
 
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