Blasendauerkatheter, Dauerkatheter - Verkrustung - häufig spülen wenn ja mit was ?

Wie geht ihr mit Verkrustungen von (Blasen-)Dauerkathetern um ?

  • Katheter werden so gut wie nie gespült (Nicht gemeint Blasenspülung)

    Stimmen: 1 14,3%
  • Wenn Verstopfung im Katheter, spüle ich mit NaCl

    Stimmen: 5 71,4%
  • Wenn Verstopfung im Katheter, spüle ich mit spezieller Lösung

    Stimmen: 1 14,3%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    7
L

L.Schmidt83

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Hallo Leute,

ich bräuchte mal einen Abgleich/Update bezüglich der Pflege von transurethalen (Blasen-)Dauerkathetern.
In England nutzt man verschieden konzentrierte Kochsalz- oder Citrat-Lösungen um Verkrustungen im Katheter zu lösen.

Was ich brauche ist eine Einschätzung ob das in Deutschland ähnlich gehandled wird.

kurzer Hintergrund:

Soweit ich weiß, liegen Dauerkatheter ca. 4 Wochen und werden dann gewechselt.

Laut einer Quelle (Getliffe KA 2002 Managing Recurrent Urinary Catheter Encrustation. BJCN Vol. No 11 574-580) erfahren 40-50% der Dauerkatheter-Patienten irgendwann eine Verkrustung des Katheters.


Die Verkrustung entsteht durch die Urease-Produktion von Bakterien im Urin. Wenn der Urin und der Katheter durch Bakterien kolonisiert werden, die in der Lage sind das Enzym Urease zu bilden, wird Harnstoff gespalten, was zur Freisetzung von Ammoniak und einer Änderung des pH-Werts führt.

Unter diesen Bedingungen bilden sich Kristalle auf der Katheteroberfläche und können diesen schließlich blockieren. Die Hauptursache für die Katheterverkrustung ist die Bildung von Struvit (Magnesiumammoniumphosphat) und Calciumphosphatablagerungen, der sich im Katheter ablagert.

Soweit die Theorie. Zur Praxis deshalb meine Fragen:

  • Wie oft kommen diese Verkrustungen vor - stellen sie ein gängiges Problem dar ?
  • Wie oft muss man wegen Verkrustung den Katheter spülen ?
  • Was wird dann zum spülen genutzt ? Einfache NaCl oder spezielle Lösungen für diesen Zweck
In England benutzt man dafür spezielle Lösungen in solchen Plastikfläschchen, mit denen man durch drücken (aspirieren) den Katheter vorsichtig spülen kann. Die Zitronensäurelösung löst dann oben genannte Mineralien.




Wird so etwas in Deutschland genutzt ?

Haut einfach mal raus, wie ihr mit dem Thema Verkrustung umgeht.

Grüße
Lasse
 
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rolfwerner

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Dauerkatheder sollten gar nicht gelegt werden, wenn überhaupt dann suprapubische. Daduch wird die Infektionsproblematik minimiert, gleichzeitig besteht die Möglichkeit des Kontinenztrainings .
 
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sissi2411

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Bei uns haben wir Bewohner mit inoperabler Prostatahyperplasie wegen hohem Alter oder bei
grossflächigen Dekubiti............gespült wird gar nicht, wöchentlich Beutelwechsel beim Duschen
am Beinbeutel wird abends der Bettbeutel (2000 ml) angeschlossen, der morgens geleert und
mit Leitungswasser durchgespült wird. Ganz selten kommt Antibiose vor wegen Verkeimung.
TUKwechsel durch Urologenpraxis bei Männern, bei Frauen durch weibliche PFK, alle 4 Wochen,
Material liefert Uromed.
 
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drschmidt

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Wie roflwerner schon erwähnte sollte ein SPDK vorgezogen werden, wenn dieser länger/für immer liegen soll. Bei uns wird, wenn nicht unbedingt notwendig, nicht (mehr) gespült, ist wohl nicht mehr up to date.
Ich würde das mal mit dem zuständigen Arzt diskutieren, evtl. U-Status und/oder ggf. den DK öfter neu legen (lassen).
 
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Das legen von Dauerkathedern ist seit ewigen Zeiten megaout, es sei denn es besteht eine echte Indikation dafür. Im übrigen sollte in den Pflegeheimen so etwas grundsätzlich nicht gemacht werden. In aller Regel sind die sterilen Voraussetzungen in fast keinem der Häuser gegeben um eine Durchführung leger artis durchführen zu können. Ganz abgesehen von der entsprechenden Fähigkeit des Personals. Also wenn überhaupt dann durch den Facharzt unter Einhaltung der Vorschriften und unter absolut sterilen Kautelen.
 
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