Blackbox bei Beatmungsgeräten?

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Tilidin

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Ein Gespräch am Gartenzaun hat mich auf den falschen Fuß erwischt.

Gibt es heute z.B. bei einer Evita 4 oder V S Ultra die Möglichkeit oder sogar die Pflicht eine kotinuierliche Aufzeichnung mitlaufen zu lassen.(Blackbox)?

Oder: Habe ich im nachhinein die Möglichkeit die Atenfrequens, den Sauerstoffgehalt/Sättigung oder die Atemtiefe, an Hand einer elektronisch aufgezeichneten Dokumentation einzusehen?

Danke
 
leaving-the-moon

leaving-the-moon

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AW: Blackbox bei Beatmungsgeräten?

Die Evita gibt dir auf jeden Fall die Aktionen der letzten ?? Stunden aus und Trends gibt es auch. Manche Heimbeatmungsgeräte lassen sich am Rechner auslesen.

Die Sättigung wird in der Regel nicht vom Beatmungsgerät gemessen sondern am Monitor oder einem anderen extremen Gerät.
 
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SvenJ

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AW: Blackbox bei Beatmungsgeräten?

Ich übernehm dann mal die Homecaregeräte:
Speicher werden über PC/Laptop ausgelesen und benötigen eine spezielle Software.
Trilogy min. 72h ausdehnbar durch SD Karte DirectView - Philips
VS III 11h 45 Min Detailaufnahme http://www.resmed.com/epn/assets/documents/product/vs_iii/data_management_guide/318352_vs-iii_data-mgt-guide_row_ger.pdf
Legendair muss ich nochmal in der Anleitung nachsehen, meine aber 24h im Gedächtnis zu haben http://www.jochummed.de/fileadmin/user_upload/PDF/Legendair-Tyco23.pdf
Pulsoxymeter (zumindest die mir bekannten) 12-24h auch via Software auslesbar.
 
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Dirk Jahnke

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AW: Blackbox bei Beatmungsgeräten?

Moin

Möglichkeit gibt es wie schon aufgezählt temporär im Gerät. Vernünftig wird das ganze aber sicher erst im Rahmen einer Digitalen Dokumentation. Daten von Beatmungsgeräten sollten hier natürlich auch erfasst werden. Pflicht eher weniger. Auf vielen Intensivstationen wird noch per Hand dokumentiert. Hier variiert die Frequenz der Dokumentation sicher von Station zu Station. Eine verpflichtende Häufigkeit der Dokumentation wäre mir hier nicht bekannt. Selbst elektronisch wird man keine Echtdaten über einen längeren Zeitraum dokumentieren. Alles was nur Temporär im Gerät abgerufen werden kann dient eher der Kurzfristigen Analyse.

Minimal sollte in meinen Augen bei Übernahme eines eines Patienten und bei Veränderung der Einstellungen dokumentiert werden. Für alles weitere gibt es Alarmgrenzen die ggf. zuschlagen sollten.
 
HBR69

HBR69

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AW: Blackbox bei Beatmungsgeräten?

So wie Dirk es schon beschrieben hat kenne ich es auch nur. Eine Pflicht in der Dokumentation haben wir natürlich im Rahmen des Monitorings. Ansonsten wäre es noch für die Abrechnung (Nachweis einer Beatmung) von Interesse. Wenn die Beatmung umgestellt wird, interessiert in diesem Augenblick die festen Einstellungen und die variablen um die Beatmung zu optimieren. Nach einigen Tagen ist dies schon völlig uninteressant. Wenn wir längere Beatmungen haben kann ich anhand der, von Hand durchgeführten, Dokumentation den Verlauf sehen. Auch das könnte im konkreten Fall vieleicht von Interesse sein.
Wir dokumentieren stündlich. Wird vom MDK gefordert.
Gruß
Heike
 
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