GuK Bitte um Rat

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Engelsfeuerchen

Engelsfeuerchen

Mitglied
Basis-Konto
31.01.2005
35625
Hallo liebe "fast" Kollegen,
ich mach ab 1.10. eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger.
Ich freu mich sehr auf diese Ausbildung, nur habe ich ein bisschen bammel
vor dem ersten Toten.

Habt Ihr vielleicht einen Tipp, wie ich das "hinnehmen" kann?


Hallo Angel_eye,

ich denke, alleine weil du dir diese Frage stellst, bist du auf einem guten Weg! Aus meiner Sicht ist es halt wichtig, dass man sich im Vorfeld über Tod und Leben Gedanken macht um nicht plötzlich, wenn es dann passiert von der Situation überrollt zu werden.
Jeder hat seine eigene Art mit dem Tod umzugehen und du musst deine finden.

Ich mache die Ausbildung jetzt seit 13 Monaten und "meinen ersten Toten" hatte ich leider im zweiten Einsatz, in der Kindekrlinik. (Im Einsatz zuvorher ist zwei mal jemand gestorben, während ich frei hatte.) Es war ein 12jähriges Mädchen, dass ich zum Glück kaum kannte. Die wenigen Male, die ich sie gesehen habe, hatte sie immer ein fröhlcihes Lachen im Gesicht, obwohl sie so schwer krank war. Und so habe ich sie in Erinnerung behalten...
Im Nachhinein war ich selbst überrascht, dass deises Ereignis nichts wirklich einschneidendes (weiß nicht genau wie ich es sagen soll) für mich war - es war schon ein komisches Gefühl - aber nicht schlimm oder so.

Auf der Station hat man mir übrigens die Wahl gelassen ob ich mit beim toten Mädchen helfe oder nicht. Zudem gab es es von den Examinierten auch Gesprächsangebote.

Alles Liebe und viel Spaß in der Ausbildung,

ein Engelsfeuerchen


 
Qualifikation
GuKpf Forensik
Fachgebiet
KffPH(K)AG
K

Katal

Mitglied
Basis-Konto
20.11.2006
93049
...kann dir leider kaum rat geben, da ich selber nicht einmal in der ausblidung bin (hab mich grad erst beworben und es steht mir ein auswahlverfahren bevor) aber vielleicht kannst du mir "sagen" wie es dir bis jetzt gefällt? was passierte eigentlich in der zwischenzeit von - sagen wir - januar (als bekannt gegeben wurde, dass du angenommen wurdest) bis oktober? lg,
katarina
 
Qualifikation
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Fachgebiet
Nephrologie
G

Glücksstern

Hallo Angel eye!
Du hast einen Beruf gewählt, wo Sterben und Tod immer wieder auf Dich zukommen wird. Deshalb ist es von enormer Wichtigkeit, dass Du dich bewusst und intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzt. Und wie ich lese, bist du ja schon mittendrin.... TOLL!:thumbsup:
Für Dich kann, darf und ist es kein Tabuthema und ich finde es völlig normal, wenn du diese Ängste hast. Alles was dem Menschen nicht vertraut ist, bereitet ihm Angst. Wenn es soweit ist, mach das Stationsteam darauf aufmerksam, was Du für Empfindungen hast.

Ich kann Dir ein Buch von der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross empfehlen:" Was können wir noch tun? Antworten und Fragen nach Sterben und Tod."
Angel... sei weiter so offen!!!:eek:riginal:
Liebe Grüße Glücksstern
 
A

Angel_eye

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
10.08.2006
80637
...kann dir leider kaum rat geben, da ich selber nicht einmal in der ausblidung bin (hab mich grad erst beworben und es steht mir ein auswahlverfahren bevor) aber vielleicht kannst du mir "sagen" wie es dir bis jetzt gefällt? was passierte eigentlich in der zwischenzeit von - sagen wir - januar (als bekannt gegeben wurde, dass du angenommen wurdest) bis oktober? lg,
katarina
Hallo Kety,
wie du in meinen anderen Beiträgen entnehmen kannst, wurde ich im letzten Moment doch ned angenommen und beginne meine Ausbildung erst im April! :D

Den andrenm vielen vielen Dank für eure Hilfe...
 
Qualifikation
Pflegeschüler
Fachgebiet
KH
Fragmentis

Fragmentis

Mitglied
Basis-Konto
AngelEye,

wie überbrückst Du eigentlich jetzt die Zeit bis April ?!?
Machst Du irgendwie ein Praktikum oder so ?

Ich meine, vielleicht kannst Du dann schon ein paar Erfahrungen vorher sammeln, was Dich dann wieder einigen Situationen entspannter entgegenblicken läßt ?!?

Gruß und eine schöne Adventszeit wünschend,
Fragmentis
 
Qualifikation
Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
Weiterbildungen
EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
A

Angel_eye

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
10.08.2006
80637
AngelEye,

wie überbrückst Du eigentlich jetzt die Zeit bis April ?!?
Machst Du irgendwie ein Praktikum oder so ?

Ich meine, vielleicht kannst Du dann schon ein paar Erfahrungen vorher sammeln, was Dich dann wieder einigen Situationen entspannter entgegenblicken läßt ?!?

Gruß und eine schöne Adventszeit wünschend,
Fragmentis
Kuckst Du E - Mail :)
 
Qualifikation
Pflegeschüler
Fachgebiet
KH
Lisa88

Lisa88

Mitglied
Basis-Konto
30.08.2006
66130
also den bammel hab ich seit 1,5 Jahren schon.Habe Halbzeit und noch nie was mitbekommen hatte immer ne andere Schicht oder frei aber irgendwann stellt sich das jedem einmal.Der tod gehört zum Leben.Bei alten Menschen ist das nicht so schlimm ,weil man denken kann auch wenn sie sehr nett waren die haben gelebt aber sicher ist es immer schwer bei jüngeren Menschen und das ist man bei mir noch mit 50.

Wünsche Dir alles Gute für die Ausbildung und viel Kraft ,weil nicht nur der Tod ist schwer zu verkraften sondern auch viel drum herum man muss sich eine Haut anschaffen die dicker ist .Genieß die Ausbildung wie ich es tue ,weil später wenn du fest angestellt bist bist du auf dich gestellt und hast sicher weniger zeit für die pat.

Lisa
 
Qualifikation
Gesundheits-und Krankenpflegerin
Fachgebiet
in einem Altenheim
B

Bini

Mitglied
Basis-Konto
19.05.2006
1020
Brief einer Krankenschwester... Auszug aus dem Buch "Sterbenden Freund sein" von Richard Lamerton


Eine Schwester, die selber im Sterben lag, hat folgendes geschrieben:
"Ich weiss, Sie fühlen sich unsicher und wissen nicht, was Sie sagen sollen. Aber bitte, glauben Sie mir, wenn es Ihnen wirklich am Herzen liegt, können Sie es nie falsch machen. Geben Sie einfach zu, dass Sie mitfühlen. Das ist es, was wir suchen. Wir fragen vielleicht nach dem Warum und Wofür, aber wir erwarten keine richtigen Antworten. Laufen Sie nicht weg, warten Sie--ich möchte ja nur wissen, dass jemand da sein wird, der meine Hände hält, wenn es nötig ist. Ich habe Angst. Vielleicht ist für Sie der Tod allmählich Routine, aber für mich ist er neu. Sie sehen in mir sicher keinen einzigartigen Fall, aber ich bin noch nie gestorben, und das erste Mal ist für mich durchaus einzigartig. Sie sprechen flüsternd von meiner Jugend, aber wenn jemand im Sterben liegt, ist er dann wirklich noch so jung? Ich würde gerne über sehr vieles mit Ihnen sprechen. Es würde Sie nicht viel Zeit kosten, weil Sie ja sowieso ziemlich lange hier sind. Wenn wir nur ehrlich miteinander sein könnten, wenn wir beide unsere Ängste zugäben, einander berühren könnten. Wenn Sie wirklich mit mir fühlen, verlören Sie dann tatsächlich so viel von Ihrem kostbaren Professionalismus, wenn Sie einmal mit mir weinten? Nur so von Mensch zu Mensch? Dann wäre es vielleicht nicht so schwer zu sterben...in einem Krankenhaus...wenn ein Freund in der Nähe wäre.
mfg. Bini
Anm.: ich denke es passt dazu und soll zum Nachdenken anregen
 
Qualifikation
Dipl.Gesundheits und Krankenschwester
Fachgebiet
xxx
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Person
A

Angel_eye

Mitglied
Basis-Konto
Themenstarter/in
10.08.2006
80637
Brief einer Krankenschwester... Auszug aus dem Buch "Sterbenden Freund sein" von Richard Lamerton


Eine Schwester, die selber im Sterben lag, hat folgendes geschrieben:
"Ich weiss, Sie fühlen sich unsicher und wissen nicht, was Sie sagen sollen. Aber bitte, glauben Sie mir, wenn es Ihnen wirklich am Herzen liegt, können Sie es nie falsch machen. Geben Sie einfach zu, dass Sie mitfühlen. Das ist es, was wir suchen. Wir fragen vielleicht nach dem Warum und Wofür, aber wir erwarten keine richtigen Antworten. Laufen Sie nicht weg, warten Sie--ich möchte ja nur wissen, dass jemand da sein wird, der meine Hände hält, wenn es nötig ist. Ich habe Angst. Vielleicht ist für Sie der Tod allmählich Routine, aber für mich ist er neu. Sie sehen in mir sicher keinen einzigartigen Fall, aber ich bin noch nie gestorben, und das erste Mal ist für mich durchaus einzigartig. Sie sprechen flüsternd von meiner Jugend, aber wenn jemand im Sterben liegt, ist er dann wirklich noch so jung? Ich würde gerne über sehr vieles mit Ihnen sprechen. Es würde Sie nicht viel Zeit kosten, weil Sie ja sowieso ziemlich lange hier sind. Wenn wir nur ehrlich miteinander sein könnten, wenn wir beide unsere Ängste zugäben, einander berühren könnten. Wenn Sie wirklich mit mir fühlen, verlören Sie dann tatsächlich so viel von Ihrem kostbaren Professionalismus, wenn Sie einmal mit mir weinten? Nur so von Mensch zu Mensch? Dann wäre es vielleicht nicht so schwer zu sterben...in einem Krankenhaus...wenn ein Freund in der Nähe wäre.
mfg. Bini
Anm.: ich denke es passt dazu und soll zum Nachdenken anregen
Wow... Find ich gut was dort geschrieben wurde... :thumbsup2:
 
Qualifikation
Pflegeschüler
Fachgebiet
KH
T

thloeper

Neues Mitglied
Basis-Konto
15.02.2007
25709
Hallo liebe "fast" Kollegen,
ich mach ab 1.10. eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger.
Ich freu mich sehr auf diese Ausbildung, nur habe ich ein bisschen bammel
vor dem ersten Toten.

Habt Ihr vielleicht einen Tipp, wie ich das "hinnehmen" kann?

Ich freu mich auf info.

Angel
Einen Universaltipp gibt es nicht und es kommt auch immer auf das Alter und das Leiden des Betreffenden an, um damit klar zu kommen, finde ich.
 
Qualifikation
Krankenpfleger
Fachgebiet
Neurochirurgie
Nachtschwärmerin

Nachtschwärmerin

Mitglied
Basis-Konto
26.07.2006
64711
Hallo zusammen,

angst vor was eigendlich?
vor dem tod? Vor dem leblosen Körper?
Vor dem " wie "?
Vor dem " was mach ich dann " ?
Vor dem " verarbeiten des " anblickes"?

Ich kann es schon irgendwie nachfühlen und hatte selber diese bedenken aber wenn es irgendwann einmal soweit sein sollte hat man nicht die möglichkeit über seine ängste nach zu denken,- dann ist der instinkt zu stelle der automatische abläufe in einem wachruft und die dann mit hilfe einer guten praxisanleitung/ Kollegen umgesetzt wird.

Eines weiss ich ganz genau: Der Tod ansich ist sicher nichts schlimmes und immer etwas einzigartiges, dazu noch etwas ganz normales!

Wenn man sich diesem beruf verschrieben hat, wird man mit dem Gegenüber tod sich arrangieren können ohne das Feingefühl und die Gänsehaut zu verlieren!

In diesem sinne grüße ich euch
NS
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
IMC neurologische Frührehabilitation
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
Dieses Thema hat seit mehr als 365 Tagen keine neue Antwort erhalten und u.U. sind die enthalteten Informationen nicht mehr up-to-date. Der Themenstrang wurde daher automatisch geschlossen. Wenn Du eine ähnliche Frage stellen oder ein ähnliches Thema diskutieren möchtest, empfiehlt es sich daher, hierfür ein neues Thema zu eröffnen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Verwandte Forenthemen

Wiesmann
Liebe Kolleginnen und Kollegen, auf der Business-Plattform habe ich vor 3 Jahren eine Gruppe PFLEGEPÄDAGOGIK eingerichtet mit...
  • Erstellt von: Wiesmann
1
Antworten
1
Aufrufe
2K
P
N
Hallo, ich suche eine Gruppe mit der ich mich vernetzen könnte, die auch in der Erstellung des praktischen Ausbildungsplans sowie...
  • Erstellt von: Nicky
0
Antworten
0
Aufrufe
446
N
A
Hallo, ich habe mich auf ein FSJ als Krankenpfleger in einem Unternehmen beworben. Als ich erfuhr dass noch Ausbildungsplätze frei...
  • Erstellt von: Avocado
2
Antworten
2
Aufrufe
476
N
Dozentin
  • Umfrage
Ich grüße Euch alle ... ich selbst bin examinierte Pflegefachkraft und Pädagogin und arbeite u.a. als Lehrerin für...
  • Erstellt von: Dozentin
0
Antworten
0
Aufrufe
1K
Dozentin