Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

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xxstrangegirlxx

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Hallo, mich kurz vorzustellen: Ich bin 18, und momentan in einer offenen Kinder-und Jugenpsychiatrie untergebacht. Depression & Selbstverletzendes Verhalten.Mir ist folgendes passiert. Ich kehrte nach einem Ausflug alkoholsiert auf die Station zurück. Lange blieb das nicht unenddeckt. Die Nachtwache durchsuchte mein Zimmer und fand die Weinflasche. Ich wurde leicht hysterisch, find an zu weinen. Sie redete mit mir. Als ich aufstehen wollte um in, an mein Zimmer angrenzendes Bad zu gehen, stürzte sie sich auf mich, nahm mich in den Polizeigriff. Daraufhin bin ich ausgerastet, weil ich es als ungerechtfertigt empfand. Ich wehrte mich, beleidigte sie und wir rangen fast 10 Minuten lang bis Verstärkung kam und ich von 3 Leuten festgehalten wurde. Schließlich wurde ich fixiert, (5 Punkt) und in den Aufendhaltsraum geschoben. Blutdruck gemessen, Trinken bekommen. Nach 2 Stunden war ich völlig ruhig, hatt mich mit der Stioation abgefunden, und war schon wieder so gut wie nüchtern. Der AVD (Arzt vom Dienst) gab ok das ich losgeschnallt werden konnte. Danach sollte ich ohne Gurte auf dem Bett im Aufendhaltsraum weiterschlafen. Ich wusste nicht, das ich nicht aufstehen durfte. Das war meine 1 Fixierung. Jedenfalls lief ich eine Runde im Zimmer weil mir alles wehtat und ich verspannt war. Ich entdeckten einen Notizzettel der Nachtwache zu meinem Verhalten. Der Inhalt hat mich sauer gemacht, und ich wollte den Zettel für immer verwinden lassen. Also schluckte ich ihn runter (mit Wasser). Später musste ich beichten wo der Zettel ist. Als STRAFE, EHRZIEHERISCHE MAßNAHME fixierte sie mich allein wieder! Meinte auch so: Das soll dir eine Lehre sein, Frollein ect. Meine Frage nun. War die 2. Fixierung gerechtfertigt???Bitte um schnelle Hilfe. Muss Montag wieder zurück in die Psychiatrie und möchte Klarheit.
 
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nofretete

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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

Tja, das kann man so nicht beantworten, kenne ja nur deine Meinung dazu, aber als reine Strafmaßnahme, weil du den Zwttel gefuttert hast (wie kommt Frau auf sone Idee) würde ich sagen nein. Aber wie gesagt, ich weiß nicht, wie dein Verhalten der Schwester gegenüber war, kann ja sein, das sie sich weiter bedroht fühlte, wenn man von deinem Verhalten vorher ausgeht.
 
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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

Na ja, eine eindeutige Antwort wirst du hier bestimmt nicht bekommen, gerade wegen den von nofretete genannten Gründen: Wir kennen nur deine Sicht der Dinge.
Prinzipiell ist eine Fixierung als Strafe natürlich nicht zulässig, aber je nach dem was du geäussert hast kann es durchaus als Sicherheitsmassnahme verstanden werden.
Ich gehe mal davon aus dass du auf freiwilliger Basis in der Klinik bist. Nun musst du dir darüber klar werden, was du dir von dem Klinikaufenthalt erhoffst und ob du das nach diesem Vorfall erreichen kannst. Und damit meine ich nicht die Fixierung alleine sondern auch das Trinken. Du kannst dich entlassen lassen, mit dem Risiko das es ein Unfreiwilliger Aufenthalt wird. Da kannst du aber im Vorfeld Vorsorge ergreiffen. Oder du machst weiter und versuchst das Geschehen in einem Gespräch aufzuarbeiten. Du solltest allerdings alleine darauf achten was für dich das Beste ist und nicht versuchen anderen eine reinwürgen zu wollen.
 
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xxstrangegirlxx

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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

Danke für die Antworten. Ja natürlich kennt ihr nicht die andere Sicht der Dinge aber ich betrachte die Sache so wie sie war. Als sie mich zum 2. Mal fixierte, war ich vollkommen ruhig. Ich wehrte mich auch nicht, kooparierte, weil ich wusste das es keinen Sinn macht und ich total erschöpft und müde war. Ich habe sie weder beileidigt, noch sonst was. Kann es den wirklich als Sicherheitsmaßname verstanden werden? Weil bedroht kann sie sich gar nicht gefühlt haben. Aufgestanden bin ich wie gesagt, aber ich habe nichts gemacht außer diese blöde Sache mit dem Zettel (ich weiß, das es kindisch war). Ich habe einen Antrag auf Selbstentlassung gestellt, aber ich soll nochmal zurück mit meiner Therapeutin reden. Ich will auch niemandem eine reinwürgen. Ich möchte nur wissen ob das gerechtfertigt war. Ich habe da leider nicht so die Erfahrungen mit Fixierungen, und will sie auch nie wieder machen!!
 
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Baldr

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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

Tja, die Sache ist so: Wirkliche Hilfe wirst du hier nicht bekommen. Selbst um dir nur einen konkreten Tip zu geben müsstest du mehr von dir preisgeben als es im Internet ratsam wäre.
Willst du wirklich wissen ob es gerechtfertigt war musst du schon einen Anwalt einschalten und dann stellt sich die Frage,ist es dir so viel wert? Vorallem was bringt es dir, persönlich. Ich denke du hast zur Zeit wirklich dringlichere Probleme zu lösen.
Ich habe selber etwas Erfahrung mit SVV, und kenne das so, dass zuerst ein Zustand der Erregung vorherscht, im Moment, wo man sich aber dazu entschliesst, sich was anzutun, man ganz ruhig wird. Also ist "ruhig sein" keineswegs ein Indikaor dafür das jemand keine Gefahr für sich und andere darstellt.
Für das Gespräch mit deinerTherapeutin überlege dir im Vorfeld warum du die Therapie abrechen willst, oder was für Bedingungen auszuhandeln sind damit du die Therapie weitermachst. Je nach dem wie du drauf bist kann es auch zu einer Zwangseinweisung kommen, darauf solltest du gefasst sein. Und was willst du machen nachdem du entlassen wurdest, hast du da schon konkrete Pläne?
 
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Kessia

Kessia

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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

Willst du wirklich wissen ob es gerechtfertigt war musst du schon einen Anwalt einschalten

Schwachfug. Ich habe für "Nein" gestimmt. :super:
 
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Tereza

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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

Hallo, als Bestrafung natürlich nicht!
 
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xxstrangegirlxx

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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

Hallo nochmal

So schwer es mir viel, ich habe nochmal mit dieser Frau geredet, der Nachtwache.
Sie meinte sie habe das tun müssen da ich nicht "absprachefähig" gewesen bin - in der Hinsicht das ich kurz vom Bett aufgestanden bin. Nunja...:blink:

Ich will das jedenfalls nie mehr erleben. Am Morgen darauf war ich richtig fertig, den ganzen Vormmitag am Zittern. Ich hatte Angst mich hinzulegen, bis ich irgendwann vor Erschöpfung eingeschlafen bin. Noch heute habe ich Albträume und wache schreiend und schweißgebadet auf. Sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen

Aber ihr versteht ja euren Beruf. Ich hasse nur solche Menschen die Machtpositionen ausnutzen! :angry:
 
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Schwarzesmuttertier

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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

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Also, die erste Fixierung, gut, ansich kein Thema, auch wenn ich persönlich Fixierungen in Psychatrien teilweise zu schnell angelegt finde. aber das ist ja jetzt egal. Wenn man aber die 2. Fixierung nimmt ist das nicht nur NICHt gerechtfertigt sonder wohl der absolute Hammer. Wenn es so war die du beschriebst ist das definitiv Freiheitsberaubung, und ich persönlich würde die Anzeigen. Nur weil du in der Psychatrie bist haben die nicht das recht dir sowas anzutun. Und dann noch mit der Aussage: Das wird dir ne Lehre sein, das sind ja Zustände wie im schlechten Film!!!!! Ich würde mich zumindest an die Klinikleitung wenden, das geht echt garnicht!!!!!!!!:mad_2::mad_2::mad_2::mad_2::mad_2::mad_2::mad_2::mad_2:
 
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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

Na ja, jetzt mal langsam, wir waren alle nicht dabei!

Keiner hier kann die Situation beurteilen, deshalb finde ich manche Äusserungen völlig daneben.

Kann es sein, dass einige die sich hier besonders aufregen, von Psychiatrie keine Ahnung haben?

In jeder Psychiatrie gibts einen Patientenfürsprecher - wende dich an diesen und besprich die Situation.

Vielleicht hat die GuK wirklich überreagiert - ich erlaube mir allerdings nicht, das von hier aus zu beurteilen.
 
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so eine situation ist ohne zweite meinung nicht beurteilbar. ich arbeite selbst in der psychiatrie. gerade bei diesem krankheitsbild ist es schwierig aus der entfernung etwas zu sagen. mal generell, es gibt auch noch einen dienstarzt der fixierung unterschreiben und verantworten muss. vielleicht mal bei dem nachfragen.
 
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Basslady

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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

War die 2. Fixierung gerechtfertigt???Bitte um schnelle Hilfe. Muss Montag wieder zurück in die Psychiatrie und möchte Klarheit.
Natürlich nicht!
 
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Leiten oder leiden, Berlin bis Bayern
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Meine Schule existiert seit 10 Jahren, ist staatlich anerkannt und ich möchte jetzt den ganzen Betrügern an den Pelz, die arglosen Pflegern das Geld aus der Tasche ziehen und sich dann verdrücken, ohne Abschluss oder Geldrückgabe.
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traveler

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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

Woher weißt du das?

Warst du dabei?
 
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Ironbone

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Ich find die aussage auch ziemlich vermessen. Jedes Ding hat zwei Seiten. Gerade in der Psychiatrie geht es viel um Wahrnehmung und um Sicherheit. Sowohl für Patienten, aber auch für das Personal.

Nur wenn beide Aussagen vorliegen, kann man sagen ob es gerechtfertigt oder reine Willkür war.

Und wie gesagt, zur Sicherheit ist auch noch ein Arzt eingebaut. Der war ja auch wohl da und hat die erste Fixierung aufgehoben. Aber auch wohl die zweite Anordnung zur Fixierung unterschrieben und auch er muss diese begründen.

Diese Begründung darf auch jeder Patient zur Einsicht fordern. Sie gehört nicht zu den subjektiven Daten.
 
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Ren-Hoeck

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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

Muss jetzt auch mal was sagen,

nichts gegen Renje, aber s höhrt sich so an, als ob da jemand um den guten Ruf der Psychiatrie besorgt ist. Nun aber zur Frage. Freiheitsentziehende Maßnahmen sind grundsätzlich nur zu rechtfertigen, wenn der Patient zur Gefahr für sich oder andere wird. Ja - wir kennen nur deine Version der Geschichte, aber als Frage formuliert reicht das ja auch. Rechtsberatung kannst du hier sowieso nicht bekommen. Das dürfen nur Juristen. Meine Meinung ist auch, das eine Fixierung, so wie geschildert, therapeutisch kontraproduktiv ist und zumindest die 2. Fixierung eine klare Straftat darstellt. Erfahrung mit derartigen Einrichtungen zeigen auch, das Leitungsebenen halt immer zuerst den möglichen Rufschaden sehen. Wenn sich das tatsächlich so zugetragen hat wie geschildert, dann würde ich dringend den Gang zum Rechtsanwalt empfehlen.
 
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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

Ja wie nun? Hier gibt es keine Rechtsberatung? Aber Du gibst sie?
Jeder schildert hier seine Erfahrungen mit Fixierungen in der Altenpflege bzw. gibt eine Stellungnahme ab.
Wir können uns doch wohl einig sein, dass Fixierungen in der Altenpflege und in der Psychiatrie oft unterschiedliche Gründe haben können.
Genauso wie hier oft Ferndiagnosen gestellt werden, Therapien empfohlen werden. Das geht nicht. Keiner hats gesehen, keiner hats gehört, weil einfach niemand dabei war. Wie kann man sich da ein Urteil bilden?
:mad_2:Wasserfrau
 
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Ren-Hoeck

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AW: Bitte um HILFE bzg. gerechtfertigter? Fixierung (von mir als Patientin)

Ja wie nun? Hier gibt es keine Rechtsberatung? Aber Du gibst sie?
Jeder schildert hier seine Erfahrungen mit Fixierungen in der Altenpflege bzw. gibt eine Stellungnahme ab.
Wir können uns doch wohl einig sein, dass Fixierungen in der Altenpflege und in der Psychiatrie oft unterschiedliche Gründe haben können.
Genauso wie hier oft Ferndiagnosen gestellt werden, Therapien empfohlen werden. Das geht nicht. Keiner hats gesehen, keiner hats gehört, weil einfach niemand dabei war. Wie kann man sich da ein Urteil bilden?
deshalb der Gang zum Juristen
 
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Den Rat hat sie ja schon vor einem Monat bekommen und wahrscheinlich doch nicht angenommen. Hätte vielleicht eine Rückmeldung gegeben?
Warum jemand um den guten Ruf der Psychiatrie besorgt sein soll, nur, weil er beide Seiten hören möchte, ist mir aber auch unverständlich.
Wasserfrau
 
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