Innere Medizin bitte um hilfe bei neuem bz-schema

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hallo allerseits.

übergabe:

49 jahre, m, diab typ 2, leicht psychisch überlagert, spritzt selbst, häussliche kommt zur bz-kontrolle und überwachung.

letzter KH aufenthalt 7.12. dort bz schema aufsteigend abends ab 250mg% 4 iE humalog, ab 300mg% 6 iE ab 350mg% 8 iE usw.

22:00 tresiba 14 iE

eingestellt vom KH stuttgart.

situation die letzten tage:

häussliche kam, pat misst sagt was er spritzt. meistens spritze er etwas mehr, "weil er ja noch was essen will"

"auf eigenen wunsch" , doku und gut ist. war ja nie dramatisch.

bis die letzten 10 tage.

insgesamt 5 mal patient in akuter hypoglykämie angetroffen. konnte einmal noch die tür öffnen, station hat KEINEN schlüssel, wurde bisher verweigert. erstes mal bei mir 12.12.16 um 18:50. BZ 36 mg% patient fahrig, noch ansprechbar. ->kein traubenzucker greifbar, pat kann nicht sagen ob und wo was ist: cola aus dem kühlschrank, zwei schluck, bis pp bemerkt "cola zero", darauf plan b: flasche bier und nebenher brezel mit dick butter bestrichen. eingeflöst, zum essen angehalten. pat nimmt an. 19:00 bz 44 mg% -> weiter bier und brezel. pat klart auf, kann adäquat antworten. 19:05 patient "wieder da" bz 52mg%.

noch 15 minuten gewartet, patient äussert sich klar, will keinen arzt, will keine einweisung, er isst weiter und spritzt heute nix mehr. pp ist überzeugt, pat schafft es und verlässt die wohnung. 21:00 rückruf beim patienten, BZ 156 mg%, alles in ordnung lt aussage patient.

danach sowohl im frühdienst als auch m spätdienst fast jeden tag notarzteinsatz. patient öffnet nicht, reagiert nicht auf telefon. polizei und feuerwehr öffnen die tür, finden patient 4 mal mit werten um die 35, niedrigster wert 30mg% aber noch atmend.

einmal keine vene am arm zu finden, g40 i.v. über beinvene. die andern male am arm.

patient verspricht einen schlüssel machen zu lassen, den die station bis jetzt nicht hat. familie wollte ihn psychiatrisch einweisen, patient reagiert dementsprechend agressiv.

heute:

18:00 BZ 230 mg%

lt plan KH KEIN humalog. nur 22:00 tresiba 14 iE.


ABER:

patient war beim "diabetologen"

auf meine anweisung hat er die akte mitgenommen, die bzwerte gezeigt, erzählt, dass er 5 mal soweit runter kam, dass er nur mit notarzteinsatz zurückgekommen ist.

jetzt: neuer spritzenplan:

vorher: 4 iE erst ab 250 mg% vorher nur 22:00 tresiba 14 iE

JETZT bei bz 230mg% laut neuem plan 22 iE humalog.

80--99mg% 4 iE 6 iE 6 iE
100-129 6 6 8
130-159 10 8 13
160-189 16 12 16
190-219 22 14 18
220-249 24 16 22
250-279 26 20 24
280-309 28 24 26
310-330 28 26 28
330-400 32 28 28


gesehen am 23.12.2016 um 18:00

morgen weihnachten, welcher hausarzt ist noch in der praxis oder sonst greifbar.

-> patienten angewiesen heute NICHTS mehr zu spritzen ausser dem langwirkenden tresiba. pat ist einverstanden.

->insulinschema einkassiert, zudem das letzte werteblatt mitgenommen auf station.

->dokumentation: "pp lehnt neues insulinschema AB! bis zur klärung mit "diabetologen" weiterhin schema des letzten krankenhausaufenthaltes im KH stuttgart."

->anruf auf der INA des KH und rückendeckung des diensthabenden eingeholt. allerdings erst später, konnte nicht in der akte dokumentiert werden.

->info nach dienstende im übergabebuch an alle früh und spätdienste schriftich über den sachverhalt und die bitte nach altem schema vorzugehen.

->neues schema des so genannten diabetologen MIT schriftlicher stellungnahme der stationsleitung auf den tisch gelegt. sehr sinnvoll, aber die lesens erst am dienstag.



jetzt meine frage: wie hättet ihr reagiert? ich mein, ich bin kein studierter, aber in meinen augen ist das mord.

was wäre passiert wenn ein pflegehelfer die anweisung befolgt hätte heute?

hab ich mich korrekt verhalten? (INA diensthabender sagt JA!)

fall für die ärztekammer oder für die polizei?

was tun?

gruss jörg.
 
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1h steht der beitrag. und null antworten. entweder hab ichs nicht klar formuliert oder ihr habt schiss. wie auch immer, ich geh jetzt schlafen und warte gelassen ab was draus wird. ich bin sicher das richtige entschieden zu haben. auch wenn mich eure meinungen schwer interessiert hätten. gute nacht und schöne weihnachten.
 
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Schon mal auf die Uhr geschaut???
 
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Hallo Jörg,

Ich kann (auch als Nicht-Diabetes-Experte) dienen Ärger über den "Diabetologen" verstehen. (Dein Wundern über die Nicht- Antworten um Mitternacht allerdings nicht)
Die Verhalten kann ich nachvollziehen. Allerdings denke ich, dass der Hausarzt der erste Ansprechpartner sein sollte. Die Polizei reagiert erst, wenn etwas passiert. Außerdem sind dort medizinische Laien beschäftigt.
Da der Patient anscheinend nicht in Betreuung ist, ist er rechtlich immer noch selbst für sich verantwortlich (auch wenn es manchmal scher ist, den Patient alleine zu lassen. Daher mein Ratschlag, auch wenn es schwer ist: Versuche den Patient davon zu überzeugen, nach den Feiertagen zu seinem Hausarzt zu gehen und mit diesem die Situation zu besprechen. Wenn ER dann rechtlich gegen den Diabetologen vorgehen will, ist es seine Sache (auch wenn du zu Recht sauer bist)
Du bist weder Arzt noch Rechtsanwalt.(Ich weiß, manchmal ist es frustrierend)

Sorry, wenn dir die Antwort nicht ganz gefällt.
Trotzdem liebe Grüße
Der Eine

P.S. Bitte behalte dir trotzdem deine Einstellung zu den Patienten:thumbsup:. Ohne ein solches Engagement würden viele Menschen Schaden nehmen.
 
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Ivanca

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na ja Weihnachten um die Uhrzeit antworten nicht viele!

Du kannst nur dem Hausarzt die Situation mitteilen und das ist wahrscheinlich oft notwendig! Der Patient ist nicht in Betreuung. Weitere Schritte können auch die nächsten Angehörigen einleiten. Zusammen mit dem Arzt.

Es käme allerhöchstens in einer Notfallsituation die akute Einweisung in eine Psychiatrie in Frage. Ist alles nicht ganz Einfach wenn der Patient nicht mitzieht
 
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so, wieder zurück vom spätdienst. sorry, dass ich erst jetzt ein update fahren konnte, ich kam nicht mehr auf pflegeboard rauf. jetzt gehts wieder.

ich will kurz nochmal rekapitulieren um nochmals klar zu stellen wie die faktenlage ist und wo mein problem aktuell ist. ich freue mich, wenn es diesbezüglich eurerseits ratschläge und hinweise gibt. und ich WEISS.... es ist mitternacht. sorry SD, was soll ich tun.... ich les das dann eben morgen früh.

also:
der patient war zuletzt am 7.12 des jahres zur einstellung diabetes auf der INA im KH stuttgart

von dort kam ein schema das erst bei bz 250mg% startet und 4 iE humalog vorschreibt. dann ab 300 mg% 6 iE und so weiter in 50er schritten.
das haben wir befolgt, mit dem ergebnis, dass er die tage vom 7ten an insgesamt 5 mal in akuter hypoglykämie angetroffen wurde. 4 mal mussten rettungskräfte (polizei, feuerwehr und notarzt) anrücken da er nicht mehr in der lage war die türe zu öffnen. jedesmal bz werte 32 bis 38.

freitag vor weihnachten ein neues insulinschema vom behandelnden diabetologen. ich kriege es im spätdienst um 19 uhr vom patienten, werte siehe mein erstes post. entscheidend ist hier die tatsache, dass der patient von mir "geimpft" war, unsre akte mitzunehmen und dem internisten sowohl die bz-werte zu zeigen, als auch drauf hinzuweisen, dass er die letzten tage 5 mal akut in die hypoglykämie gekommen ist. hat er getan, trotzdem neues schema, das schon bei bz 80 mg% losgeht und da schon insulineinheiten vorschreibt wie´s vom schema KH erst ab 250 gefordert wird.

nochmal: freitag abend 19 uhr vor weihnachten kein behandelnder arzt greifbar: mir blieb keine wahl, als das neue schema einzukassieren plus dokumentation darüber und schriftliche info an meine leitung dies aber erst dienstag früh gelesen hat.

dienstag spätdienst 14 uhr: nach beratung und rücksprache leitung ein fax (15 uhr) an den internisten der das neue schema erstellt hat mit ALLEN informationen und in engelsgleicher formulierung die frage ob das wirklich alles so korrekt sei.

18 uhr: spätdienst kurz auf station um den AB zu checken oder faxe. und da IST sogar eines.

anordnung des internisten, wenn man das so nennen kann:

handschriftlich auf dem gefaxten bz-schema ab bz 190 die werte durchgekritzelt und je um 2 iE reduziert. sprich: ab 190 mg% statt 18 "nur" 16 iE abends.in zweierschritten weiter. stempel drauf , unterschrift, "befehl ausführen sofort".

pp (ich) weigert sich. alles schriftlich fixiert und an die leitung weiter gegeben mit der bitte sich doch morgens (heute) nochmals mit der sache zu befassen.

lange rede kurzer sinn, die sache wurde nicht geklärt, sondern wieder an mich weitergegeben.

status aktuell: ich bin zur üblichen zeit zum patienten, gemessen 197 mg% und habe nach rücksprache KH INA behandelnder OA (namen darf ich glaub ich nicht nennen) und seiner DRINGENDEN bitte das schema des KH´s zu verwenden, NICHTS gespritzt.

merke auf: laut schema des internisten hätte ich 16 iE geben MÜSSEN. also 4 mal mehr als sonst erst ab 250.

40 minuten gebraucht um den patienten soweit überreden zu können dass er sich am montag ins KH begibt um den zucker einstellen zu lassen und vor allem mal nachsehen zu lassen, wie´s eigentlich zu solchen schwankungen kam. kann ja auch pathologisch sein denkt pp (ich). sein problem fand ich erst im gespräch raus, was anfangs sehr laut und drastisch war. er will nicht ins KH weil er erst seit 2010 "clean" ist und seither keiner an den armen eine vene finden konnte. sie haben ihn nur gequält. erst mein einwand, man kann auch eine viggo in die jugularis legen oder das ganze über zvk laufen lassen hat überzeugt und beruhigt. darauf hat er eingelenkt und sich im KH selber einzuweisen. aber frühestens am montag.


JETZT meine fragen:

im moment geht das ja alles ohne wissen des behandelnden internisten.

1) wie kriege ich die einweisung? notdienst heute hat er abgelehnt und mir fiel es schwer mit bz 197 mg% einen zu rufen. was hätt ich dem erzählen sollen zumal der patient den ja abgelehnt hat.

2) wer kann mir die einweisung ausstellen für montag oder reicht das wenn er sich selber in der INA des KH meldet? wie ist das mit der kostenübernahme ohne einweisung des behandelnden arztes von denen er nur diesen einen hat?

3) geht die BZ-einstellung tatsächlich über jugularis selbst wenn da nur ne viggo liegt, wie ichs schon mehr als einmal gesehen habe oder wie muss da vorgegangen werden?

4) mein joker vielleicht:

ist es möglich dem behandelnden internisten gegenüber so zu argumentieren, dass sich die gesamte station fragt, ob er die tatsache, dass wir seit 7ten dezember NICHT nach seinem schema spritzen sondern nach dem des KH das erst ab 250 losgeht und dann 4 iE ansetzt und der patient TROTZDEM in die hypo kommt.... das der behandelnde arzt das vielleicht NICHT berücksichtigt hat? wie formulieren wir das, ohne dass der das gesicht verlieren muss? macht das überhaupt sinn? oder sollen wir lieber alles so OHNE ihn durchziehen, den patienten das im bericht unterschreiben lassen, in seinem sinne usw...

was könnt ihr uns raten?

hier gehts nicht um kompetenzen oder gefühle, hier gehts drum, dass WENN wir die anordnung des internisten befolgen, sich aktuell ca 130 jahre berufserfahrung der informierten pflegekräfte auf unsrer station sich dagegen verwehren dieses insulinschema zu verwenden.

wir sind uns da ziemlich einig, wir bringen den mann damit um.


es ist kein spass, bitte gebt mir/uns einen guten rat.
 
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24 h um, diverse neue views aber KEINERLEI feedback

wahrscheinlich alle pflegenden schon genug auf dem buckel, als dass sie sich mit sowas befassen wollen.

frustrierend für mich. genauso wie die interne besprechung die causa betreffend, bei der nicht mal die leitung die eier in der hose hatte, sich der sache selbst anzunehmen, wie es, meiner meinung nach, die pflicht wäre. eigentlich ist es aber ein bild dessen was in der pflege grade abgeht. verantwortung will keiner mehr übernehmen, augen zu und durch, "oh herr mach dass es feierabend wird und es den folgedienst trifft". und frei nach dem motto konstantin weckers "der doktor sagt, dös wird schon wern, die meisten lebn net lang und sterbn."

und ich bin wieder allein allein.....
 
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Farodina

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Hmm, grundsätzlich ist der Anordnung des behandelnden Arztes Folge zu leisten, der Ausführende darf und muss sie aber verweigern, wenn sie widersinnig ist oder aber eine Gefahr für Leib und Leben darstellt. Darüber muss aber der Arzt in Kenntnis gesetzt werden.Ich hätte diese Anordnung auch verweigert aufgrund der Vorgeschichte, ich hätte nicht einen anderen Arzt angerufen, sondern den Arzt, der den Mist verordnet hat.
Dein Patient scheint orientiert zu sein und letztendlich entscheidet er das weitere Vorgehen, z.B. Arztwechsel. Hilft aber nicht in Deiner augenblicklichen Situation. Trete dem HA auf die Füsse, er muss zum Hausbesuch erscheinen, damit klar wird, ob er auch alle Fakten kennt.
Du kommst an den Internisten nicht vorbei, wenn dein Patient das nicht will.
 
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danke farodina. ich weiss das ding ist verzwickt und keiner will sich mit nem arzt anlegen. aber die kochen auch mit wasser.

aber den jetzt ein drittes fax zu schicken? ich weiss nicht....mir kommts wirklich so vor, dass er sehr wohl besscheid WEISS. dennoch danke für deine antwort.
 
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Mal eine andere Frage, die vorher angeordneten Basaleinheiten sind im neuen Schema auch angeordnet, oder ausschließlich das Humalog?
Ich finde das Schema jetzt nicht so ungewöhnlich, sofern der Patient auch entsprechend Nahrung zu sich nimmt und keine zusätzlichen Basaleinheiten angeordnet sind. Es ist auch nicht unüblich gerade Humalog nach den Mahlzeiten zu spritzen, wenn wirklich etwas gegessen wurde.
 
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@Kalimera:

vielleicht wirds etwas ungewöhnlicher, wenn man mal drüber nachdenkt, dass der patient die letzten tage seit der letzten KH-einweisung mit BZ-einstellung und schema des KHs das ab 250 losgeht mit 4 iE und alle 50 mg% 2 iE mehr und er darunter die letzten tage 5 mal auf 32-36 inklusive polizei und rettungskräfteeinsatz gerutscht ist.

was denkst du?

bekämpft man akute hypoglykämie mit neigung zum krampfen am besten mit ner satten dosis insulin?

was denkst du hätten 5-6 fach erhöhte insulineinheiten in dieser situation an diesem patienten angerichtet?

kommt das aha-erlebnis?

edit: tresiba 22:00 14 iE blieb übrigens. mein problem ist das schnell wirkende.
 
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Kalimera

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Die Insulineinheiten kann man mMn nicht isoliert betrachten. Sowohl die Basal- als auch die Normalinsulingaben, sowie das Essverhalten stehen immer im Zusammenhang und bedingen sich gegenseitig. Erfahrungsgemäß isst kein Patient zu Hause so regelmäßig wie die Mahlzeiten im Krankenhaus gereicht werden. Daher auch meine Idee, dass der Patient NACH dem Essen spritzt, da er dann sicher gegessen hat.
Wie auch immer......
Um den BZ einzustellen braucht man nicht zwangsläufig einen peripheren venösen Zugang, das geschieht auch im Krh. meist über Medis, oral oder sc.
Wenn Ihr mit dem Internisten reden wollt solltet Ihr die Fakten schildern, dazu gehören auch die Essgewohnheiten.
Es macht sicher Sinn, wenn der Patient mit dabei ist, da er in keiner Weise betreut ist und selbst verantwortlich.
 
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also wenn du im kopf hast dass der patient mit dem schema des KHs das 4 iE ab 250 mg% vorschreibt die tage 5 mal zw 32 und 36 mg% landete und rettungskräfteeinsatz notwendig war, weil er nicht im stande war die türe zu öffnen, wenn du das bedenkst und dann vom internisten ein neues schema bekommst, das schon bei 80 mg% losgeht und bei 250 mg% wo vorher 4 iE gegeben wurden jetzt mehr als 5 mal so viel vorgeschrieben wird, da denkst du dir:

"was soll´s" ?

ICH hatte sorge, dass wenn ich das neue schema anwende ich den mann umbringe.

aber drück die daumen, dass der anfang der woche wirklich ins KH geht. nicht nur der einstellung wegen, es geht nebenher auch um einen gründlichen checkup. irgendetwas muss diese schwankungen ja ausgelöst haben. ich hatte einmal den fall bei einem hepatitis-patient bei dem ging auf einmal der BZ in die knie. keiner konnte sichs erklären. bis man sich mal die tumormarker angeguckt hat: die zirrhose ist in den cancerösen zustand übergegangen und hat irgendwie die insulinproduktion getriggert. symptome haben ja immer ne ursache. drum bin ich froh, wenn er sich aufnehmen lässt.

updates folgen, wenn gewünscht.
 
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Solche Fälle sind schrecklich, kenne ich auch.
Du schreibst aber immer nur über die Insulingabe. Was ist denn mit dem Essen? Was sagt der Patient zur Nahrungsaufnahme?
Es ist halt oft ein Riesenunterschied vom KH zu zuause. Im KH hat der Patient Vollversorgung, demzufolge passt das Insulinschema natürlich nicht, wenn er dies zuhause nicht hinbekommt, warum auch immer. Zum Insulinschema gehört immer eine adäquate Nahrungsaufnahme. So wie du mir den Fall schilderst, scheint der Patient nicht regelmäßig zu essen.

Ich hab früher bei Diabetikern, natürlich mit ihrem Einverständnis durchaus mal in den Kühlschrank und Vorratsschrank geschaut. Man kann auch mal versuchen in den Abfall zu schauen, wenn man das Gefühl hat, dass die Angaben des Patienten nicht passen. Da der Patient psychisch überlagert ist, wie du schreibst, muß man hier mit Problemen rechnen.

Natürlich kann es auch eine an dere Ursache haben, wie z.B. bei deinem Hepatitis Patienten.
 
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Hallo submariner Du beschwerst dich,dass keiner in kürzester Zeit Antwort, willst eine Gebrauchsanweisung aus der Ferne? Dann solltest du auf persönliche Angriffe verzichten!
Ich hoffe du findest eine Lösung
Einen guten Rutsch und ruhige Dienste für 2017
 
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@stern3007 danke für deine tips. ich denke, vermutlich habe ich zu viel, zu genau und zu subjektiv geschrieben. ich fasse es nochmal in kurzen sätzen zusammen:

patient ist diabetiker, war zur einstellung im KH , pflege hat seither mit dem schema ab 250 mg% 4 iE gespritzt und patient ist die letzten tage darunter mehrfach bedenklich abgerutscht. auf dringenden rat pflege ist patient zum behandelnden hausarzt gegangen und hat von dort ein bz schema mitgebracht, dass vier mal bis fünf mal höhere insulindosen (abhängig vom BZ) vorschrieb. meine sorge war und ist, dass der patient, wenn ichs geben würde (wobei ich das nicht getan habe) nicht nur wie 5 mal die letzten tage in die akute hypoglykämie rutscht sondern schlicht und ergreiffend stirbt.

was seine adäquate nahrungsaufnahme angeht, der hat schon regelmässig gegessen, nur ich habe den verdacht, weils die letzten tage so akut war, dass da noch mehr dahinter steckt. ich hab das auch schon geschrieben, und ihm meinen wunsch geäussert dass er sich mal gründlich untersuchen lässt, was genau die ursache von den derart akuten schwankungen sein könnte.

wers detaillierter wissen will liest mal genau durch was schon im ersten post geschrieben wurde und fliegt nicht nur drüber wie zB der behandelnde "internist" oder zB die liebe ivanca, die sich direkt auf den schlips getreten fühlt und mit ihrer aussage hier weder zum fortschritt beiträgt, noch empathisch zumindest zeigt, dass sie verstanden hat worum sichs dreht. aber lassen wir das. auch dir ivanca wünsche ich ein gutes neues jahr und keinen fall, wo dir hinterher gesagt werden könnte "was haben sie sich dabei gedacht? sie wussten dass der patient mit 20% des insulins des neuen plans schon hypogykämisch wurde und habens TROTZDEM gespritzt?"

ich wünsch dir ruhige dienste ivanca. zeit für deine patienten und die fingernägel. augenstation wäre n sicherer hafen für dich.

JA! GOTTVERDAMMT!! DAS war persönlich!

aber wer kanns mir vorwerfen bitte bei solchem unfug?

DAS ist das problem! arzt setzt bullshit an und WIR denken uns "der wirds schon wissen...." und MACHENS!! obwohl wirs besser wissen!! wieso? weil wir dem stress aus dem weg gehen! ist genauso wie wenn ich schwestern und pfleger frage "wieso?" und als antwort kommt schulterzucken und "machen wir seit 20 jahren so..." da könnt ich die WÄNDE hoch gehen!!

JEDER macht fehler. auch ärzte. jeder ist mal schludrig. auch wir. und in diesem fall bin ich 100% SICHER es IST unfug!! mir gehts auch nicht drum, hier als der auf zu treten der hinterher wenn der patient tot auf dem boden liegt sagen kann "ich habs ja gesagt" mir gehts um das LEBEN des patienten. ich gefährde doch keinen patienten nur weils irgend so ne pappnase anordnet, ohne richtig nach zu lesen!!!
 
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Ivanca

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Ich würde doch darum bitten sachlich zu bleiben!
Der Umgangston macht die Musik?
Wenn du submariner mit Kollegen und Patienten oder Ärzten auch so umgehst wundert es mich nicht,dass dir keiner zuhört und die ambulanten Pflegekräfte oft nicht für voll genommen werden
 
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ivanca, geh feiern. sylvester.

und das nächste mal wenn du denkst du kannst deine erfahrungen einbringen dann lies bitte vorher genauer durch. auch wenn der post so dick ist wie krieg und frieden.
 
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was seine adäquate nahrungsaufnahme angeht, der hat schon regelmässig gegessen, nur ich habe den verdacht, weils die letzten tage so akut war, dass da noch mehr dahinter steckt.
Es kann was akutes dahinter stecken. Das ist aber äußerst selten. Bist du wirklich sicher, dass der Patient gegessen hat? Auf das was Patienten sagen kann man nicht immer vertrauen, gerade bei den psychisch belasteten nicht.
Sucht der Patient Aufmerksamkeit und Zuwendung?

Und mal ganz ehrlich, ich habe, wenn einer meiner Patienten aus dem KH kam, mir immer einen Freiraum in der Insulindosierung ausgehandelt, weit über dem was ein Schema bieten kann. Ich hatte nahezu freie Hand. Und so im Prinzip den Patienten neu eingestellt. Ich muß allerdings auch dazu sagen, dass ich sehr viel Erfahrung im Umgang mit dem Thema habe, denn ich bin selbst Diabetikerin aufgrund einer langjährigen Cortisontherapie, also ein Typ 3e und habe das derart im Griff mit der Ernährung, dass ich weder Tabletten nehme noch Insulin spritze. Ohne meine Maßnahmen würde ich trotz Medis mit Werten um die 300 mg/dl durch die Welt laufen und wenn Insulintherapie, locker 40 - 60 IE wegen der hohen Resistenz durch das Cortison. Und nach Abbau des Cortisons dann im Tagesverlauf fürchterlich in die Hypoglykämie abstürzen. Mein HBA1 lag zuletzt bei 5,7%.

Kein Arzt hat es geschafft das in Griff zu bekommen weil die alle nur nach den alten Zöpfen agieren.

Ich habe mich übrigens auch schon geweigert, verordnete Insulinmengen zu spritzen und dem Notarzt gesagt, er möchte bitte vorbeikommen und es selbst tun.
 
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also. sylvester und ich grad auf der strasse gewesen und raketen in die luft geblasen zur abwehr böser geister. ich geb mir dennoch mühe objektiv zu antworten. trotz ner flasche sekt.

was meinst du mit selten? dass eine leberzirrhose in den kanzerösen zustand übergeht ist nicht unbedingt zeitlich sondern vor allem causal bedingt.

dass dann die insulinproduktion hochfährt und der patient plötzlich akute hypoglykämien entwickelt ist zwar nicht unbedingt üblich, aber mögliche causalität.

nur dass jetzt zu diagnostizieren ist für mich, den wald-und-wiesenpfleger nur anhand von indizien möglich.

ich vermute da bisher nur.

dennoch bin ich ziemlich sicher, dass man einem patienten mit akuter neigung zur akuten hypoglykämie unter kenntnis der genese nicht zwingend ein 4-5 fach erhöhtes insulinschema als heilmittel anbieten sollte.

DARUM hab ich den thread überhaupt verfasst.

ich denke ich bin so genau gewesen wie ich es nur kann mit allen begleit-infos.

sprich: ich denke, eine höhere insulindosis sofern ich sie gegeben hätte, hätte das problem gelöst.

aber final. und nicht im sinne des patienten.

sind wir da einer meinung?

gute nacht und ein gutes neues jahr euch allen.
 
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