bitte antworten, Infusionen und ihre gefahren!

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Loveangel110

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23.08.2006
90491
hali halo

zur zeit nehmen wir das thema infusionen und auch ihre gefahren durch.
klassische gefahr beim ZVK, die luftembolie.
leider konnte unsre lehrerin uns nicht sagen wie viel luft so ein offener zugang ziehen könnte/kann.
ab welchen mengen luft man sterben kann ist klar.
noch eine frage: wie lang hat man (höchstens/kürzestens) zeit, bis es zu einer luftembolie kommen kann,wenn man eine neue infu. anhängt?
wie lang dauert es, wenn luft in der art. o. vene ist,bis es zum tod durch eine luftembo. kommen kann?

wie lange sollte eine leere infusion am pat. hängen?was kann passieren?
beispiel: wenn der pat. schläft u die schwester zu vor eine infu ran gemacht hat?
ist es ratsam seinen patienen mitzuteilen,sofort nach leerwerden sich zu melden?
wie lange kann es dauern bis die luft die durch infusionsschläcuhe ,z.b. kleine bläschen, abgebaut werden?ist es gefährlich wenn man man oft über den ZVK kleinere bläschen zugeführt bekommt bei jederinfusion?100% lassen sich die blasen ja nicht vermeiden!

die fragen sind uns wichtig,deswege freuen wir uns auf zahlreiche beiträge.

schöne grüße
 
Qualifikation
schüler
Fachgebiet
krankenhaus
Fragmentis

Fragmentis

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Hallo Loveangel,

ich zitiere mal Pflege-Kollegen von einer Konkurrenzseite des Pflegeboards, nämlich von forum/fachliches-pflegetaetigkeiten/6657-zvk-luftembolie.html, (das ganze auf krankenschwester .de), wo dieses Thema schon ausführlich besprochen wurde offensichtlich. Die Zitate sind - wie gesagt daraus...und ich übernehme mal vorsichtshalber keinerlei Gewähr dafür...

ZITAT Lillebrit:
Massnahmen bei Verdacht auf Luftembolie:
  • Infusionssystem dekonnektieren, Zugang verschliessen
  • AvD holen ( lassen)
  • Pat. in Kopftieflage bringen
  • Beruhigen, KrBeo
  • Vitalzeichen kontrollieren
(Pflege Heute,2004. 3. Auflage. S. 599)

desweiteren Maßnahmen - auch ärztlicherseits:

ZITAT Ute:
Maßnahme bei Verdacht auf Luftembolie
  • Stoppen der Infusion
  • Pat. in die Kopftief-Linksseitenlage bringen (Hierdurch soll die Luft in der Spitze des rechten Ventrikels festgehalten werden. Lagerung beim Transport zur ITS muss beibehalten werden.)
  • Herz-Kreislaufsituation wird durch Volumengabe und Katecholamine stabilisiert
  • Reanimationsmaßnahmen einleiten
  • Mittels eines zentralvenösen Katheters in der rechten Herzhöhe oder Punktion der rechten Herzkammer kann man versuchen die Luft bzw. den Blutschaum (Dialyse) mit Hilfe einer Spritze zu aspirieren.
  • letzte Möglichkeit --> Kompressionskammer
...und wenn alles nichts hilft, sagt dort Duetzmann:

ZITAT:
Durch die Luft kommt es sofort in den Kammern zu einer Verklebung und somit zu einer Verstopfung und Versteifung der Segel und Klappen. Im weiteren Sinne zu einem thrombsierten Herzen!
Daher sind ab einer gewissen Menge Luft nur folgende Massnahmen einzuleiten:
1. einen kleinen Moment warten bis es vorbei ist
2. Tod feststellen lassen
3. Nachlass zählen und aufschreiben!
4. Bereit halten für die Kripo!!!

Man kann also nix mehr machen, wenn erstmal Luft über den ZVK im Herzen angekommen ist. Nicht viel langsamer geht es logischerweise per Viggo (bei durchschnittlichem Herzzeitvolumen von 7Litern).

Also, Loveangel, die Maßnahmen finde ich persönlich interessanter als die "Katastrophenbeschreibungen", denn wenn es passiert, dann ist es egal, wie und warum, sondern dann heißt es, wissen, was zu tun ist. Deswegen mein persönlicher Tipp:
Mach die Infusionen luftleer und arbeite verantwortungsvoll. Ersteres wird Dir Deine Lehrerin bestimmt beibringen können. Letzteres liegt an Dir selbst.

:thumbsup:

Grüßend und hoffend, daß uns allen das nie passieren wird (für unsere Patienten und unseren Seelenfrieden),
Fragmentis
 
Qualifikation
Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Psychiatrie
Fachgebiet
Psychiatrie
Weiterbildungen
EDV, Pflegestandards, Aromapflege, Moderatoren-Training, CQM, Dozent zu bestimmten Themen aus dem Bereich Psychiatrie und Pflege, Pflegediagnosen
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05.07.2001
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