Allgemein Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitsssicherheit

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Böserwolf

Böserwolf

Unterstützer/in
Basis-Konto
29.09.2008
kassel
Hallo zusammen,

ein Kollege, der PFK auf geringfügiger Basis beschäftigt, soll jetzt lt. BGW einen Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit benennen.

Da wir als Freiberufler GbR ebenfalls fest angestelltes PFK beschäftigen, ist es eine Frage der Zeit, bis wir auch diese Aufforderung von der BGW bekommen.

Nun arbeiten aber unsere PFK bundesweit, d.h. nicht an unserer Betriebsstätte.


Wie soll denn so was dann funktionieren, ich verstehe den Sinn dahinter nicht.

Habt ihr evtl. als Ambulanter Pflegedienst auch diese Auflagen?

Böserwolf dankt für Antworten.:laughing:
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Freiberufler
Henoch

Henoch

Mitglied
Basis-Konto
11.10.2011
63517
AW: Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitsssicherheit

Hallo BöserWolf,

diese "Auflagen" gelten für alle, also gleichwohl für die ambulanten Dienste wie auch die stationären Einrichtungen und auch andere Arbeitgeber, somit auch für Deinen Kollegen und auch Dich -wenn Du Arbeitskräfte im pflegerischen Tätigkeitsbereich beschäftigst.
In der Pflicht, steht immer der Arbeitgeber.

Es gilt hier der Grundsatz:
"Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu treffen um Gefahren für Leben und Gesundheit am Arbeitsplatz zu vermeiden bzw. gering zu halten."

Die arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen dienen der Gesunderhaltung der Beschäftigten, indem frühzeitig arbeitsbedingte Beeinträchtigungen erkannt und vermieden werden sollen.

Zwingende arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen bei Tätigkeiten mit Infektionsgefahr, also auch der Pflege sind:
1. die Erstuntersuchungen vor Aufnahme der Tätigkeit. (Sie darf nicht länger als zwölf Wochen zurückliegen.)
2. die regelmäßige Nachuntersuchungen während der Tätigkeit.
- Die erste Nachuntersuchung nach zwölf Monaten und alle weiteren nach jeweils 36 Monaten.
- Die Häufigkeit der Nachuntersuchungen richtet sich nach Infektionsgefahr.
3. die nachgehende Untersuchungen nach Beendigung der Tätigkeit.

Rechtsgrundlage sind u.a. der § 5 "Beurteilung der Arbeitsbedingungen" und § 11 "Arbeitsmedizinische Vorsorge" des Arbeitsschutzgesetz - (ArbSchG) und die für diesen Bereich gültigen Vorschriften der Berufsgenossenschaft, hier der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).
Das wären dann die Unfallverhütungsvorschrift – "Grundsätze der Prävention" DGUV-Vorschrift 1 / BGVA1 in Verbindung mit der Unfallverhütungsvorschrift - "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" (DGUV-Vorschrift 2), den "Grundsätze der Prävention" DGUV Regel 100-001 / BGRA1 und den Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe - "Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege" - also die TRBA 250.

An Deiner Stelle, würde ich nicht abwarten bis sich die BGW bei Dir meldet. Ein Verstoß gegen die o.g. Vorschriften liegt dann meist schon vor und die Geldstrafen für dererlei "Verfehlungen" bewegen sich im Bereich von 5.000 - 25.000€. Bei "beharrlicher Verweigerung" darf es auch bis zu einem Jahr Haft mit Berufsverbot sein. Manches Gericht hat schon den Wiederholungsfall, also mehrere Arbeitnehmer ohne arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen als "beharrliche Verweigerung" angesehen...
Wenn bei der Anfrage der BGW keine Nachweise über die arbeitsmedizinische Vorsorge vorgelegt werden können... ganz dumm gelaufen.
Will mal hoffen, dass es für alle Beschäftigten eine Eignungsuntersuchung gibt, sonnst wäre schon die Beschäftigung illegal...

Der Arbeitgeber muss nicht unbedingt einen "eigenen" Betreibsarzt benennen, diesen können sich die Arbeitnehmer dann auch selbst suchen. Der Doc muss nur die Zulassung als "Arbeitsmediziner“ oder „Betriebsmediziner“ haben. Der Arbeitgeber ist jedoch immer verpflichtet, die Kosten für die Untersuchung, die notwendigen Impfungen sowie die Reisekosten (z.B. Kilometergeld) und die Arbeitszeit zu erstatten.

Grüße
:coff:
 
Qualifikation
Pflegeberater (7a), CM, Pflegegutachter (FH)
Fachgebiet
MDK
Weiterbildungen
Fachkrankenpfleger Intensivpflege & Anästhesie
Fachkrankenpfleger Psychiatrie -Gerontopsychiatrie
TQM-Auditor
Morbus Bahlsen

Morbus Bahlsen

Unterstützer/in
Basis-Konto
25.11.2011
Leipzig
AW: Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitsssicherheit

Ergänzend zu Henoch: Auch die Fachkraft für Arbeitssicherheit ist zwingend notwenig und diese muss nicht nur benannt werden, sondern muss auch die entsprechende Qualifikation nachweisen (die entsprechende Weiterbildung zahlt die Berufsgenossenschaft), denn schließlich ist Er/Sie für die Einhaltung aller Bestimmungen zu Arbeitsschutz und-sicherheit und für die jährliche Arbeitsschutzunterweisung verantwortlich.
 
Qualifikation
PDL
Fachgebiet
Heimbeatmung
Weiterbildungen
Krisenintervention, Ernährungsberatung, PDL, Mentor, Pflegeexperte außerklinische Intensivpflege
  • Gefällt mir
Reaktionen: Henoch
Böserwolf

Böserwolf

Unterstützer/in
Basis-Konto
Themenstarter/in
29.09.2008
kassel
AW: Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitsssicherheit

tja, schön und gut. D.h. im Klartext , jeder neu eingestellte MA muss ärztlich untersucht werden vom Betriebsarzt? Kann mir mal einer eine Einrichtung nennen, die das praktiziert?
Bevor ich meine Ausbildung begonnen habe, war ich beim Arzt und der hatte mir Bescheinigung ausgestellt, dass ich geeignet bin oder so ähnlich.
Als ich meine Ausbildung angefangen habe, hat mich niemand untersucht...jedenfalls kein Betriebsarzt der Einrichtung (AWO).

Zur Arbeitssicherheit: d.h. ich oder mein Kollege müsste eine Weiterbildung machen und die zahlt die BGW?
Und wie soll das praktisch aussehen? Muss ich dann bei jedem neuen Einsatz unserer MA mich dort über die Arbeitssicherheit informieren?

Ich glaub ich krieg die krise.
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Freiberufler
Henoch

Henoch

Mitglied
Basis-Konto
11.10.2011
63517
AW: Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitsssicherheit

Hallo BöserWolf,

...jeder neu eingestellte MA muss ärztlich untersucht werden vom Betriebsarzt?
Grundsätzlich: JA (ohne wenn und aber...) :motzen:

Kann mir mal einer eine Einrichtung nennen, die das praktiziert?
Wäre eine zu lange Liste... Daher kurz und knapp, ich kenne hier im Bereich keine, welche es nicht praktiziert.
Wird ja von der BG und/oder dem Gesundheitsamt überprüft. Wie bereits gesagt, liegt in der Pflicht des Arbeitgebers.

Bevor ich meine Ausbildung begonnen habe, war ich beim Arzt und der hatte mir Bescheinigung ausgestellt,
dass ich geeignet bin oder so ähnlich.
Das sind zwei verschiedene Schuhe.
Du meinst die Erstuntersuchung vor Beginn einer Ausbildung. Diese hat mit den Regelungen des ArbSchG und den DGUV Vorschriften
nichts zu tun. Geregelt wird diese im § 32 "Erstuntersuchung" JArbSchG i.V.m. der "Verordnung über die ärztlichen Untersuchungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz" (Jugendarbeitsschutzuntersuchungsverordnung, JArbSchUV).
Also, eine Untersuchung VOR Beginn der Ausbildung und eine innerhalb der letzten drei Monate des ersten Ausbildungsjahres.
Das darf eigentlich jeder Arzt machen, solange er die Untersuchungen nach der JArbSchUV durchführt.

Als ich meine Ausbildung angefangen habe, hat mich niemand untersucht...jedenfalls kein Betriebsarzt der Einrichtung
Genau so ist es auch gedacht. Daher die JArbSchUV.

Zur Arbeitssicherheit: d.h. ich oder mein Kollege müsste eine Weiterbildung machen und die zahlt die BGW?
Nein... Die Inhaber dürfen nicht gleichzeitig auch die Aufgaben der Fachkraft für Arbeitssicherheit wahrnehmen.
Diese kann sowohl "intern" benannt werden, dann ist es ein/e MitarbeiterIn mit dem Fachkundenachweis oder die Tätigkeit wird an
eine "externe" Kraft/Institution vergeben.

Muss ich dann bei jedem neuen Einsatz unserer MA mich dort über die Arbeitssicherheit informieren?
Jajn... In den Einrichtungen gibt es ja eine Fachkraft für Arbeitssicherheit. Ein kurzes Gespräch mit dieser und eine Belehrung des/der MA über die ggf. besonderen Risiken der jeweiligen Einrichtung dürfte dann ausreichen. So zumindest mein Kenntnisstand.

Da es für verschiedene Unternehmen, je nach Anzahl der Mitarbeiter verschiedene Möglichkeiten gibt, den gesetzlichen Vorgaben des Arbeitsschutzes und der DGUV gerecht zu werden, (Grundbetreuung / Anlassbezogene Betreuung / Regelbetreuung / Alternativbetreuung) erspare ich mir hier eine "ausgefächerte" Darlegung.

Am besten wäre, Du und/oder Ihr lasst Euch von der BG beraten.
Die BGW hat hierzu eine Service-Nummer: :tele: 01805-242627

Einen sonnigen Samstag noch
:coff: (aber nicht zuviel bei dem Wetter) :schwitz:
 
Qualifikation
Pflegeberater (7a), CM, Pflegegutachter (FH)
Fachgebiet
MDK
Weiterbildungen
Fachkrankenpfleger Intensivpflege & Anästhesie
Fachkrankenpfleger Psychiatrie -Gerontopsychiatrie
TQM-Auditor
Böserwolf

Böserwolf

Unterstützer/in
Basis-Konto
Themenstarter/in
29.09.2008
kassel
AW: Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitsssicherheit

Danke für deine, wie immer hilfreichen Infos. Abgesehen davon ist es hier nur schwüüüüüül und keine Sonne, was genau so schlimm ist:whistling

Dann war ich wohl in der falschen Einrichtung. Mich hat dort niemand untersucht, weder zu Beginn noch nach 2 oder 3 Jahren...

Aber, ich lasse mich beraten. Dir ebenso ein schönes WE - Böserwolf
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Freiberufler
bengelch72

bengelch72

Mitglied
Basis-Konto
11.03.2010
Cochem
AW: Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitsssicherheit

Betriebsarzt muss eigentlich jeden MA vor!!! Aufnahme seiner Tätigkeit untersuchen, dies dokumentieren, dem AG gegenüber werden jedoch keine Details benannt (Ärztliche Schweigepflicht gilt hier auch!), es würde nur mitgeteilt, wenn gesundheitliche Einschränkungen bestimmte Tätigkeiten widersprächen...
Dies wird eigentlich in den meisten Unternehmen gemacht, denn es drohen hier empfindliche Strafen, wenn das nicht gemacht wird und dies auffällt...
Kosten der Untersuchung, die nur ein zugelassener Arbeitsmediziner machen darf, trägt komplett der AG. Auch sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergebende Impf-Kosten.

Was die Fachkraft für Arbeitsschutz (Fasi) bzw Sicherheitsfachkraft im Arbeitsschutz (Sifa) betrifft, gibts verschiedene Betreuungsmodelle:
Unternehmermodel hat ein Unternehmen weniger als 10 MA, kann der Unternehmer sich durch die BGW schulen lassen und die Arbeitsschutz-Betreuung selbst übernehmen
Externe Betreuung hier wird das Unternehmen von einer externen Sifa/Fasi betreut gegen Bezahlung. Es gibt bestimmte Vorgaben, wieviel Stunden geleistet werden sollen
Eigene Sifa/Fasi ab einer Mindestbetreuungszeit von 160 Stunden im Jahr kann der Unternehmer einen MA (Achtung hier gibt's bestimmte Qualifikationsanforderungen!) zur Ausbildung schicken. Die Kosten werden von der BGW getragen, jedoch keine Lohnkosten.

Genaue Infos findet man bei der BGW online oder einfach Anrufen und sich beraten lassen oder den für das Unternehmen zuständigen Aufsichtsbeamten zur Beratung ins Haus bitten.
Im Internet bei der BGW findet man einige interessante Broschüren zu dem Thema, die man sich entweder online ansehen kann oder idR kostenfrei zusenden lassen kann.
 
Qualifikation
QMB, Sibe, (vorher HEP)
Fachgebiet
Seniorenheim
Böserwolf

Böserwolf

Unterstützer/in
Basis-Konto
Themenstarter/in
29.09.2008
kassel
AW: Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitsssicherheit

nun wohnen 1 MA in Bayern, der andere in BaWü. Müssen die dann extra hier nach Hessen zur Untersuchung kommen?

Ich beschäftige privat einen Gärtner auf 450 € Basis, wenn ihr mir jetzt sagt, dass auch dieser vom BA untersucht werden muss, fall ich vom Glauben ab:mad_2:
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Freiberufler
Henoch

Henoch

Mitglied
Basis-Konto
11.10.2011
63517
AW: Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitsssicherheit

Was die Fachkraft für Arbeitsschutz (Fasi) bzw Sicherheitsfachkraft im Arbeitsschutz (Sifa) betrifft, gibts verschiedene Betreuungsmodelle:
Bevor wir Äpfle und Birncher...

Grundsatz:
Jedes Unternehmen, das Mitarbeiter beschäftigt, muss sich beim Arbeits- und Gesundheitsschutz von einem Betriebsarzt* und einer Fachkraft für Arbeitssicherheit beraten und unterstützen lassen. (*Facharzt für Arbeitsmedizin od. Arzt mit Zusatzquali. Betriebsmedizin)

Dabei stehen verschiedene Betreuungsformen zur Auswahl.

1. Regelbetreuung bei bis zu 10 Beschäftigten (10 Vollzeit- bzw. 20 Teilzeitbeschäftigten) (Unternehmer OHNE Schulung -s.u. Unternehmermodell)
- Der Unternehmer entscheidet selbst, wie viel Betreuung und Beratung er benötigt.
-> Der Unternehmer muss eine schriftliche Gefährdungsbeurteilung erstellen. (Aktualisierung spätestens nach 5 Jahren oder bei gravierenden Änderungen der Ausgangslage) Hierzu bedarf es zwingend der Unterstützung eines Betriebsarztes oder einer Fachkraft für Arbeitssicherheit (Vertrag mit internen od. externen Fachkräften) = Grundbetreuung. (Betriebsarzt* und Fachkraft für Arbeitssicherheit müssen hierbei kooperieren -sich bei entsprechender Fragestellung austauschen) Der Unternehmer muss die Namen beider Arbeitsschutzexperten den Beschäftigten bekannt geben. Zusätzlich zur Grundbetreuung braucht der Betriebsarzt oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit nur noch bei besonderen Anlässen eingeschaltet zu werden. Der Unternehmer meldet der BG die Betreuungsform und die vertraglichen Abeitsschutzexperten.

2. Regelbetreuung bei mehr als 10 Beschäftigten
- Kontinuierliche Beratung und Unterstützung durch Betriebsarzt* und Fachkraft für Arbeitssicherheit.
-> Grundbetreuung mit festen Einsatzzeiten, abhängig von der Betriebsart durch interne od. externe Fachkräfte.
-> Betriebsspezifischen Betreuung für den individuellen Bedarf im Unternehmen. Einsatzzeiten und Aufgabenfelder sind in der DGUV Vorschrift 2 geregelt. Der Unternehmer muss die Namen beider Arbeitsschutzexperten den Beschäftigten bekannt geben. Der Unternehmer meldet der BG die Betreuungsform und die vertraglichen Arbeitsschutzexperten.

3. Alternative bedarfsorientierte Betreuung (Unternehmer MIT Schulung -s.u. Unternehmermodell)
(maximal 50 Beschäftigten, bestimmte Branchen u.a. Pflegeheime)
- Der Unternehmer trifft die Entscheidungen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz selbst und Eigenverantwortlich.
-> Er erstellt eigenständig die Gefährdungsbeurteilung (Aktualisierung spätestens nach 5 Jahren oder bei gravierenden Änderungen der Ausgangslage) und kann sich hierbei individuell durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit bzw. einen Betriebsarzt des Kooperationspartners unterstützen lassen.
-> Zwingend: Abschluß eines Vertrags mit einem Kooperationspartner (externe Unternehmen od. Berufsverbände) der BG.
Die Beratung und Betreuung aufgrund der Gefährdungsanalyse ist durch die Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit des jeweiligen Kooperationspartners bei Bedarf und bei bestimmten Anlässen (nach DGUV A2 Anl. 3) sichergestellt. Es gibt keine festgelegten Einsatzzeiten und Aufgabenfelder.
Die Meldung an die BG erfolgt über den Berufsverband bzw. das kooperierende externe Unternehmen.

Das Unternehmermodell
Die Unternehmensleitung hat sich selbst im Arbeits- und Gesundheitsschutz durch einen Kooperationspartner der BG qualifizieren lassen. (6 Lehreinheiten à 45 Minuten)
Die Unternehmerschulung wird im Rahmen der alternativen bedarfsorientierten Betreuung (3.) von der BG pauschal bezuschusst.
Anschließend regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen. (mindestens alle 3 Jahre)
Cave: Dies ist keine Weiterbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit.
Der Unternehmer ist nicht von einer Kooperation mit den Fachkräften für Arbeitssicherheit entbunden.

Siehe hierzu BGV A6:
"1. Richtziele des Unternehmermodells
Der Unternehmer soll aufgrund der Informations- und Motivationsmaßnahmen
...
– nicht zur Sicherheitsfachkraft ausgebildet werden."

und

"Externe sicherheitstechnische Beratung im Rahmen des Unternehmermodells
5.1 Bedarf
Neben der Teilnahme an den Informations- und Motivationsmaßnahmen hat der Unternehmer eine qualifizierte Beratung nachzuweisen.
Hierzu hat er
a) regelmäßig den Bedarf für die Beratung zu ermitteln,
b) im Bedarfsfall einen Berater zu beauftragen und
c) ein Protokoll über die in Anspruch genommene Beratung und ggf. erforderliche betriebliche Maßnahmen zu führen.
Basis für eine bedarfsgerechte Beratung ist eine im Betrieb durchgeführte Gefährdungsanalyse." etc.

Have a Nice Day
:coff: & :cool:
 
Qualifikation
Pflegeberater (7a), CM, Pflegegutachter (FH)
Fachgebiet
MDK
Weiterbildungen
Fachkrankenpfleger Intensivpflege & Anästhesie
Fachkrankenpfleger Psychiatrie -Gerontopsychiatrie
TQM-Auditor
Böserwolf

Böserwolf

Unterstützer/in
Basis-Konto
Themenstarter/in
29.09.2008
kassel
AW: Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitsssicherheit

ganz klar, Henoch, ich werde einen nice day haben:whistling

wie bitte erstelle ich eine Gefährdungsbeurteilung? Unsere MA arbeiten ja in verschiedenen Einrichtungen?!
Das Ganze ist mir etwas zu hoch, ehrlich gesagt.
 
Qualifikation
Altenpfleger
Fachgebiet
Freiberufler
Pflegeboard.de

Pflegeboard.de

Administrator
Teammitglied
05.07.2001
www.pflegeboard.de
Dieses Thema hat seit mehr als 365 Tagen keine neue Antwort erhalten und u.U. sind die enthalteten Informationen nicht mehr up-to-date. Der Themenstrang wurde daher automatisch geschlossen. Wenn Du eine ähnliche Frage stellen oder ein ähnliches Thema diskutieren möchtest, empfiehlt es sich daher, hierfür ein neues Thema zu eröffnen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Verwandte Forenthemen

I
Oben genannte Antwort habe ich vor einigen Jahren einmal von einer Stationsärztin in der Psychiatrie gehört, und ab dann in...
  • Erstellt von: Igel77
0
Antworten
0
Aufrufe
207
I
K
Hallo zusammen, ich möchte gerne mein Arbeitsverhältnis im Zuge eines Wechsels kündigen und bin an die Kündigungsfrist gem. §§ 14 bis...
  • Erstellt von: Kratzebart
2
Antworten
2
Aufrufe
436
L
M
Hallo Pflegeboard-User! Vereinfacht, der Arbeitnehmer hat gegenüber dem Arbeitgeber eine Treuepflicht. Die Treuepflichten sind vor...
  • Erstellt von: mr_australia
5
Antworten
5
Aufrufe
345
Zum neuesten Beitrag
Christian Kröhl
Christian Kröhl
J
Hallo Allerseits! Bin neu hier & hoffe mir kann jemand meine Fragen beantworten... Zur Situation: Anfang des Monats stellten mehrere...
  • Erstellt von: JuliaAnna2402
0
Antworten
0
Aufrufe
284
Zum neuesten Beitrag
JuliaAnna2402
J