Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft

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Luzie

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12.12.2006
50823
Mein Problem ist folgendes: Ich bin jetzt in der 12. Woche schwanger. Mein Arbeitgeber hat mir aufgrund der geseztliche Vorgaben ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen. Gleichzeit forderte er von mir ein individuelles Beschäftigungsverbot von meinem Arzt. Dieser verwies mich an die Arbeitsschutzstelle. Bei einem Telefonat teilten diese mir mit, dass es völlig ausreiche, wenn der Arbeitgeber das Beschäftigungsverbot ausspreche und es keinen Sinn mache, wenn der Arzt dieses zusätzlich täte. Als ich meinen Arbeitgeber darüber informierte, war dieser alles andere als begeistert. Er setzte mich unter Druck, falls ich die Bescheinigung nicht besorge, gäbe es mächtig Ärger, wollte mir aber nicht erklären, wofür er diese bräuchte. Das Beschäftigungsverbot von meinem Arbeitgeber habe ich schriftlich. Weiß jemand, ob mir mein Arbeitgeber trotzdem Probleme bereiten könnte?
 
Qualifikation
Pflegehelferin
Fachgebiet
Köln
stinkfisch

stinkfisch

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21.07.2007
23554
du hast ein beschäftigungsverbot, weil du schwanger bist??? auf grund welcher gesetze gibt es so was denn???
du darfst doch nur keinen nachtdienst machen und mußt die pausenzeiten einhalten.
das versteh ich nicht.....:kopfkratz:
 
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kinderkrankenschwester
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ambulante sozialpsychiatrische fachpflege
Nightnurse76

Nightnurse76

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Mich würde auch mal interessieren, auf welcher Argumentation dieses Beschäftigungsverbot basiert.

Laut Mutterschutzgesetz darfst Du nicht mehr nach 20°° Uhr arbeiten, musst, wie oben schon erwähnt, die Pausenzeiten einhalten, keine Nachtdienste, keine Iso-Zimmer, nicht vor 7°° Uhr mit dem Dienst beginnen etc.

Warum also ein Beschäftigungsverbot?

*ironie an* Bist Du in Ungnade gefallen, weil Du es gewagt hast, schwanger zu werden? Weil Du jetzt nicht mehr 100%ig einsetzbar bist? Weil Dein Arbeitgeber sich jetzt ´nen Kopp über eventuelle Fehlzeiten und Mutterschaftsbesetzungen machen muss? *ironie aus*

Also bitte, um es mal auf Kölsch auszudrücken:

Wat soll der Driss denn???


Halte uns mal auf dem Laufenden.

P.S. Was sagt denn der Gyn überhaupt zu so ´nem Blödsinn?
 
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Umschulung Mediengestaltung
Fachgebiet
Umschulung
postoperativ

postoperativ

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01.04.2007
67551
Hallo,
hier Info`s zum Beschäftigungsverbot

Beschäftigungsverbot

Der AG und/oder der Gyn kann dieses Aussprechen. Doppeltes Beschädtigungsverbot, ist glaub ich, nicht nötig.
Warum dein AG so ein Streß macht? - keine Ahnung-

LG
postoperativ
 
Qualifikation
exam. Altenpflergerin
Fachgebiet
ambulante Pflege
Weiterbildungen
PDL, PA,TQB
stinkfisch

stinkfisch

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21.07.2007
23554
OK- individuelles beschäftigungsverbot aus med. gründen finde ich nachvollziehbar. der link ist ja echt interessant. hatte ich noch nie was von gehört.
Aber aus welchen gründen kann der AG ein beschäftigungsverbot verhängen? und wie steht es dann mit der bezahlung??
 
Qualifikation
kinderkrankenschwester
Fachgebiet
ambulante sozialpsychiatrische fachpflege
L

Lisy

Hallo Ihr boardler,
wenn Luzie in der ambulanten Pflege arbeitet, darf sie wircklich nicht weiterbeschäftigt werden. Dann benötigt der AG die Bescheinigung um ihren Gehalt von Berufgsenossenschaft refinanziert zu bekommen. Hierzu gibts auch schon einen Tread.
Gruß Lisy
 
postoperativ

postoperativ

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01.04.2007
67551
Hallo,
weiß auch nicht warum das Beschäftigungsverbot so unbekannt ist.....

Du bekommst dein normales Gehalt in dieser Zeit (also kein Krankengeld). Der AG hat eine Versicherung die dies abdeckt.
Eigentlich kann das Beschäftigungsverbot für Pflegekräfte immer ausgeprochen werden, an wird immer in Situationen kommen in der man z.B. schwer heben muß, kontakt mit Blut hat,....
Der AG kann dich auch für andere arbeite z. B. nur schreibarbeit einteilen. Ist aber eher unwahrscheinlich.

Ich hab zwar keine Kinder und bin nicht schwanger aber ich denke ich würde auf jeden Fall, mein Gyn, um ein Verbot bitten.
Bei uns ist man im TD auf einer Station allein und es kämen bestimmt Situationen (Bewohner fällt, oder ein anderer Notfall) wo ich nicht ewig nach einer Kollegin telefonieren kann und dann doch schwer heb oder mit Blut in kontakt komme.

Der AG kann dieses Verbot verhängen in dem er sich absichert für das Wohl der Mutter und des Kindes.

LG
postoperativ
 
Qualifikation
exam. Altenpflergerin
Fachgebiet
ambulante Pflege
Weiterbildungen
PDL, PA,TQB
stinkfisch

stinkfisch

Mitglied
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21.07.2007
23554
heyho,

das ist ja wirklich interessant!!
ich hab zwar diese ganze fortpflanzungsgeschichte schon abgeschlossen, aber für eine schwangere kollegin von mir ist die info bestimmt interessant. die ist nämlich schon seit der ca. 16.SSW krank geschrieben und pfeift finanziell auf dem letzten loch.
mal gucken, ob sie ihr krank ind ein beschäftigungsverbot umändern kann...

danke für die info
 
Qualifikation
kinderkrankenschwester
Fachgebiet
ambulante sozialpsychiatrische fachpflege
Sonnensturm

Sonnensturm

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05.01.2006
63110
Es geht bei diesem Beschäftigungsverbot in der amb. Pflege spez. um das Autofahren.
Und bei schweren Tätigkeiten oder anderen Schwierigkeiten kann man sich keine Hilfe herbeirufen.

:thumbsup2: Eveline
 
Qualifikation
Krankenschwester
L

Luzie

Neues Mitglied
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Themenstarter/in
12.12.2006
50823
Also erstmal vielen Dank für Eure Antworten. Das Beschäftigungsverbot bezieht sich auf § 3 Abs. 1 MuschG. Es geht dabei nicht nur um Nachtarbeit, sondern vor allem um das Arbeiten selbst. Da wäre z. B. das Verbot von körperlichen Zwangshaltungen. Dazu zählen das regelmäßige Tragen über 5 kg, häufiges Strecken, Beugen, Hocken oder Bücken, z. B. beim Lagern von Patienten, Bettenmachen. Verbot der Beschäftigungen im Umgang mit Krankheitserregern, Z. B. MRSA, Hepatitis u.s.w. Man darf auch keine Injektionen mehr geben. Da das Thema wohl relativ unbekannt ist, weiß wohl auch niemand, warum mein Chef trotz selbst ausgesprochenem Beschäftigungsverbot dies auch nochmal vom Arzt haben will?

Gruß Luzie
 
Qualifikation
Pflegehelferin
Fachgebiet
Köln
L

Lisy

Hallo Luzie,
habs zwar schom mal geschrieben, ich wiederhols aber gerne. Der AG benötigt das vom Arzt um den Gehalt der schwangeren Mitarbeiterin von der Berufsgenossenschaft zurück zu erhalten. (Refinanzierung)
wir AG sind bei Schwangerschaft versichert.
Gruß Lisy
gilt übrigens auch für 400€ Kräfte
 
MLz69

MLz69

Neues Mitglied
Basis-Konto
21.07.2007
Oldenburg
Hallo Luzie,
ich meine von einer Kollegin folgendes gehört zu haben:
Wenn Du ein Arbeitsverbot vom Arzt bekommst bedeutet das für Deinen AG er zahlt Dein Gehalt nur 6 Wochen, danach springt Deine Krankenkasse ein (wie bei einer Krankmeldung über 6 Wochen). Würde Deinen AG also weniger kosten...
LG Manon
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulanter Pflegedienst
Borgi

Borgi

Aktives Mitglied
Basis-Konto
15.09.2006
86647
Huhu zusammen!
...ist die Frage denn nicht schon beantwortet? Es geht um die Refinanzierung. Man bekommt kein Krankengeld, sondern sein normales Gehalt ohne Schichtzulagen usw.
Mei AG wollte auch ein Beschäftigungsverbot in der 2.SS, damit ich wohl nicht wieder in der 19.SSW einen Blasensprung während der Arbeit bekomme....
Ich bin zum Gyn, habe ihm erzählt, was mir nahegelegt wurde und er hat mir ein Schreiben aufgesetzt in dem er mir ab der 13.SSW für die restliche Zeit ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen hat.
Ich verstehe jetzt nur nicht, warum der Gyn. sich so querstellt, mal eben sonen Wisch aufzusetzen. Wenn er was kostet, soll er das Geld haben- gibt es eh vom AG zurück (der will den Zettel ja unbedingt).

Also alles gute für Dich und das Würmchen:thumbsup2:

LG Petra
 
Qualifikation
Krankenschwester/Pain Nurse
Fachgebiet
Neurologie
Borgi

Borgi

Aktives Mitglied
Basis-Konto
15.09.2006
86647
nochwas...hab ich vergessen!
Mein AG konnte erst danach jemanden für mich einstellen. Während einer Krankschreibung muss die Arbeit mit weniger Personal durchgezogen werden- auch nicht so doll, oder? Der Unsicherheitsfaktor war dadurch beseitigt.

LG Petra
 
Qualifikation
Krankenschwester/Pain Nurse
Fachgebiet
Neurologie
S

scarletta

Mitglied
Basis-Konto
27.08.2006
31832
Hallo Luzie!
Vielleicht ,weil dann die KK für das Gehalt aufkommt und der AG gleich die Stelle neu besetzten kann?
Diese Regelung gibt es noch nicht so lange un ist auch noch nicht so weit verbreitet ,habe ich letztens in meiner Ausbildung erfahren!
Sehr Ag freundlich diese Regelung!
LG scarletta
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Pflegedienstleitung
Sonnensturm

Sonnensturm

Aktives Mitglied
Basis-Konto
05.01.2006
63110
Diese Regelung gibt es noch nicht so lange un ist auch noch nicht so weit verbreitet ,habe ich letztens in meiner Ausbildung erfahren!
:ha:Diese Regelung kenne ich schon mind. 8 Jahre.

:eek:riginal: Eveline
 
Qualifikation
Krankenschwester
S

scarletta

Mitglied
Basis-Konto
27.08.2006
31832
Hallo Wassermann!
Als ich vor 6 Jahren schwanger war ,hätte mein AG das Gehalt bei Beschäftigungsverbot zahlen müssen .Jetzt soll dies nicht so sein ,sondern die KK !Deshalb ist ja der Ag froh über das Beschäftigungsverbot und würde ja auch nicht so darauf dringen ,da ihm keine Kosten entstehen!bei Krankheit müßte er ja noch weiter zahlen!
LG scarletta
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
Pflegedienstleitung
H

hatschepsut

Neues Mitglied
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14.03.2007
53842
Hallo zusammen ich bin bei einer Zeitarbeitsfirma als Krankenschwester angestellt und bin jetzt schwanger. Zur Zeit bin ich bei einem Pflegedienst eingesetzt. Ich habe meinem Arbeitgeber noch nicht mitgeteilt dass ich schwanger bin und frage mich ob jemand Erfahrung damit hat wie Zeitarbeiter darauf reagieren dass eine Mitarbeiterin schwanger ist. Ich meine ein Einsatz in Pflegediensten wird ja nicht mehr möglich sein wie ist es mit anderen Einsätzen oder können die einfach sagen wir können sie nirgendwo einsetzen und darum also auch kein geld
lg hatschepsut
 
Qualifikation
Krankenschwester
Fachgebiet
ambulante Pflege
S

Sr.Katharina

Mitglied
Basis-Konto
10.09.2007
63897
Hallo Ihr!

Ich befinde mich momentan in Elternzeit mit meinem 2. Kind. Bei der ersten Schwangerschaft, die in der 7. SSW endete, musste ich sogar für den Tag der Voruntersuchungen für die Abrasio statt Krank- einen Urlaubstag beantragen!:mad_2:
Meine zweite SS begann mit Blutungen, worauf mich mein Fa stationör aufnahm. Genau für diese Zeit hatt ich Urlaub beantragt, was für eine Ironie!! Die musste ich dann auf Anraten meines Chefs an die nach stat. Aufenthalt folgende Krankschreibung anhängen, da dieser "Urlaub" sonst verfallen wäre! Dann hab ich für zwei Tage ambulant arbeiten können: Man gab mir trotz Schreiben des Fa, "daß vom Heben und Tragen von Lasten aufgrund einer Risiko-SS abgesehen werden sollte" eine "Bade-Tour", mit zum größten Teil schwerstpflegerischen Patienten. So nach dem Motto: Mal schaun , ob das Kind hält!!
Naja, um es nicht zu verlieren, nahm mich der FA wieder stationär auf und behielt mich für zwei Wochen da. Da war ich mittlerweile in der 16.SSW. Und in der 18.SSW bei Entlassung. Es folgte eine Woche Krankschreibung. Dann sollte ich allen Ernstes wieder arbeiten, nicht in der Pflege , das hatten sie mittlerweile eingesehen, daß das nicht mehr ging. Dafür hatten sie sich einen Bürojob, aber nicht im nächstgelegenen Service-Center, sondern in einem eine halbe Stunde Fahrzeit entfernt, rausgesucht ! Und das alles mit einem Plazentavorfall und einem Hämathom zwischen Plazenta und Gebärmutterwand!!
Nach dieser Woche Krankschreibung bekam ich hellrote Blutungen und somit eine stationäre Aufnahme bis zur Lebensfähigkeit des Kindes!!!
Also nichts mit Beschäftigungsverbot von seiten des AG, obwohl wenn das Gesetz seit 8 Jahren besteht, es ihnen hätte bekannt sein müssen, oder??
Das zweite Kind kam im Ablauf der drei Jahre beantragter Elternzeit. Mir wurde nur gesagt, da hast du ein Jahr verloren, das war alles was ihnen dazu einfiel.
Keine Glückwünsche zur Geburt oder so, nach der devise, wenn weg, dann weg!!!
So der Frust musste mal raus, geholfen hat's Euch wahrscheinlich nicht. Aber ein Beispiel dafür , daß trotz Attests vom Arzt, nicht alles wie vom Gesetz gewünscht läuft!!!
Liebe Grüße
Katharina
P.S.: Bin bloß froh, daß mein Kind das alles überstanden hat!
 
Qualifikation
exam. Kinderkrankenschwester
Fachgebiet
Sozialstation
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Für weitere Antworten geschlossen.

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