Beratungsbedarf ermitteln

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Moonracer

Hey zusammen,

ich habe mir heute das Thema Beratungsbedarf genauer angeschaut und möchte euch darstellen wie ich diesen ermitteln würde. Wenn ihr Verbesserungen habt oder eine andere Vorgehensweise habt, dann bitte ich euch diese mir zu nennen, damit ich mich auch verbessern kann.

Ermittlung des Beratungsbedarfs (Beispiel : Sturz)
  1. Sturzrisiko mittels entsprechendem Assessmentbogen ermitteln, heutzutage im SIS-Modell muss die Pflegefachkraft dies selbst einschätzen.
  2. Die Einschätzung erfolgt durch die Überprüfung der extrinsischen und intrinsischen Risikonfaktoren beim Bewohner (z.b. Stolperfallen, kein festes Schuhwerk, zu lange Hosen, Gleichgewichtsstörungen, Synkopeattacken,.....)
  3. Liegt bereits 1 Risikofaktor vor und der Bewohner mir den Eindruck macht, dass er sturzgefährdet ist, schätze ich den Bewohner als sturzgefährdet ein. Je nach dem wie der Zustand des Bewohners ist und welche weiteren Risikofaktoren hinzukommen ändert sich dann auch das Sturzrisiko.
  4. Liegt ein mittleres/hohes Sturzrisiko vor, werden entsprechende prophylaktische Maßnahmen getroffen, wie festes Schuhwerk, darauf achten, dass die Klingel in Reichweite des Bewohners ist, Stolperfallen vorbeugen, entfernen, Lichtverhältnisse optimieren, Anti-Rutschsocken, Hüftprotektoren..
  5. Diese Maßnahmen werden dann mit dem Bewohner und den Angehörigen gesprochen. Während diesem Gespräch erfolgt dann die Beratung.

Grüße,
Moonracer
 
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KlausQ

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Hallo,
kann man so beschreiben.
Die Beratung hat einen sehr hohen Stellenwert !
Du musst Beratungsinhalt und Absprachen präzise dokumentieren.
Natürlich Prozess orientiert.
LG Q
 
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ms-sophie

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Hallo Moonracer,

erstmal... stationär oder ambulant

du hast beschrieben wie du das Sturzrisiko ermittelst und welche Prophylaxen du für notwendig erachtest.

Aus meiner Sicht kommt der Kunde zu kurz!

Den Beratungsbedarf hast du aus meiner Sicht nicht abgebildet. Wie berätst du denn, wenn er beispielsweise die Beine beim Gehen nicht genügend anhebt und Teppiche auf dem Boden liegen an denen er hängt, die er nicht weg räumen möchte......

sophie
 
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Moonracer

Hey,

danke für eure Meinungen und Ratschläge.

Der Kunde kommt zu kurz ?
Wo denn ?

Den Beratungsbedarf hast du aus meiner Sicht nicht abgebildet. Wie berätst du denn, wenn er beispielsweise die Beine beim Gehen nicht genügend anhebt und Teppiche auf dem Boden liegen an denen er hängt, die er nicht weg räumen möchte......
Die Beratung ist bei jedem Bewohner/Patienten individuell. Wenn es einen Patienten gibt, der den Teppich nicht entfernen möchte, er aber aufgrund diesem oft stürzt, dann kläre ich ihn nochmal darüber auf und erkläre ihm die Folgen sowie über die Maßnahmen um Stürze vorzubeugen. Wenn er aber es dann immernoch nicht einsieht kann ich nicht mehr machen als dies so zu dokumentieren. Ich habe ihn über die Risiken, über die Ursache der Stürze, über deren Folgen sowie über die prophylaktischen Maßnahmen, welche man treffen kann/sollte, aufgeklärt. Mehr kann ich auch nicht machen.

Moonracer
 
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ms-sophie

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Moonracer du schreibst in Punkt 4 welche Maßnahmen du triffst. Bei der SIS ist der Verständigungsprozess mit dem Kunden im Vordergrund. Sprich, was will der Kunde. Du kannst ihn beraten und mit ihm zusammen Lösungen finden. Wenn er nicht alle Teppiche aus seiner Wohnung entfernen will beispielsweise, dann aber vielleicht den einen über den er schon häufiger gestürzt ist. Sicherlich dokumentierst du die Beratung was du für den jeweiligen Kunden empfehlen würdest, aber wenn er ablehnt, dann ist das so.

sophie
 
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